Frankfurtausflug + Billy Talent Konzert

Hallo ihr Lieben!

Ende September hat mein Freund mir unter anderem Konzertkarten geschenkt! [Er hat mir eine riesige Holzkiste mit vielen, vielen tollen und nützlichen Sachen.] Das Geschenk war allgemein total abgefahren und cool, aber die Konzertkarten waren natürlich das Highlight. Wie ihr euch schon denken könnt, hat er mir Karten für das Billy Talent Konzert geschenkt, aaaber da das Konzert in unserer Nähe schon ausverkauft war, ging es nach FRANKFURT! Und da habe ich mich umso mehr gefreut, weil ich liebe Reisen und Ausflüge in andere (fremde) Städte. In Frankfurt war ich zwar schon einmal (und zwar vor ungefähr genau einem Jahr, ebenfalls auf einem Konzert mit einer guten Freundin. Ich habe sogar genau hier bereits davon berichtet, alllerdings habe ich damals noch nicht so aktiv diesen Blog benutzt und deshalb nicht wirklich viel berichtet, aber schaut doch mal vorbei, wenn ihr Lust habt.)

Nun aber genug Vorweg erzählt, jetzt geht es zur eigentlichen Fahrt. Das Konzert fand am 4.12.2016 in der Frankfurter Festhalle statt. Wir sind schon ein paar Tage eher losgefahren, damit wir ein bisschen was von Frankfurt sehen können und etwas Zeit für uns haben. Mein Freund hat das Hotel gebucht – Das „Manhattan“ Hotel, welches fast direkt am Hauptbahnhof liegt und super schön ist, für alle die ebenfalls eine Übernachtungsmöglichkeit in Frankfurt suchen. Schade war nur, dass dieses Hotel keine Parkplätze angeboten hat und da wir mit dem Auto angereist sind hatte mein Freund erst ein paar Bedenken wo wir unser Auto sicher und kostenlos parken können. Diese Sorge war allerdings unbegründet, wir haben einen super guten und kostenlosen Parkplatz in der Nähe gefunden, dort konnten wir das Auto die ganze Zeit stehen lassen. In Frankfurt haben wir uns nämlich hauptsächlich zu Fuß fortbewegt. Die Innenstadt war schließlich nur ein paar Minuten entfernt. Die Festhalle war auch in der Nähe und nur ein paar Bahnstationen weit weg – Mit dem Konzertticket konnten wir sogar umsonst die Bahn nehmen.

Bevor wir aber nun zum Konzertbericht kommen, folgt erstmal ein Bericht darüber, was wir alles in Frankfurt erlebt haben. Da ich mich schon ein bisschen ausgekannt habe, habe ich meinem Freund ein paar Dinge gezeigt, welche mir von dem ersten Besuch in Erinnerung geblieben sind. Wer den ersten Beitrag gelesen hat, weiß, dass mich der Laden „Urban Outfitters“ begeistert hat. Auch beim zweiten (und dritten Mal, ja wir waren öfter in dem Laden), war ich wieder voll fasziniert. Ich habe auch zwei Dinge gekauft, da sie einfach viel zu süß waren, um sie nicht mitzunehmen.

  1. Elefanten Tasse # Preis 17 € 33943770_004_d

 

2. „Teddy Make Up Tasche“ # Preis: 14 € # OHNE INHALT

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SIND DIE SACHEN NICHT ZUCKERSÜSS?

Die Make Up Tasche kostete erst 20 Euro, das war mir leider viel zu viel, weshalb ich sie beim ersten Mal nicht mitgenommen habe. Da ich die ganze Zeit super traurig war, weil ich sie nicht gekauft habe, sind wir am Montag, bevor wir nach Hause gefahren sind nochmal zu Urban Outfitters gegangen und taaadaaa, die Make Up Tasche wurde auf 14 Euro heruntergesetzt! Das nenne ich mal Glück.

Aber nun weiter:

Wir waren auch wieder in dem Einkaufszentrum „MyZeil“, in welchem ich schon mit meiner Freundin war. Wie auch schon lerztes Jahr war das Einkaufszentrum bereits weihnachtlich geschmückt und alles sah sehr schön aus. Besonders die riesigen, leuchtenden Rentiere, welche überall waren, fand ich super. Mein Freund und ich haben auch im Einkaufszentrum gegessen. Der Laden heißt „Aiso“ und ist im Internet komischerweise ziemlich schlecht bewertet, wir waren beide begeistert von dem Essen und konnten auch sonst nichts negatives bemerken. Als Vorspeise haben wir uns eine Kokosnussmilchsuppe geteilt und als Hauptgang hatte jeder ein eigenes Gericht. Ich hatte zusätzlich noch einen Eistee, welcher super lecker war. Also lasst euch von möglichen negativen Bewertungen nicht abschrecken und bildet euch eine eigene Meinung!

Letztes Jahr wurde der Weihnachtsmarkt gerade aufgebaut, weshalb wir ihn nicht mehr begutachten konnten, aber dieses Jahr hat er im vollen Glanz erstrahlt. Leider war es unnatürlich voll – wahrscheinlich normal für Frankfurt? – aber es war trotzdem schön. Wir waren auch noch am Main spazieren und es war alles ziemlich schön. Ich habe die gemeinsame Zeit mit meinem Freund sehr genossen. Bei Instagram habe ich übrigens ganz viele Bilder von unserem Ausflug gemacht, also wenn ihr möchtet, könnt ihr ja mal vorbeischauen, ich würde mich sehr freuen. (Instagram: @weltenbummlerinX)

Eigentlich wollten wir auch auf den Main Tower, aber mein Freund, der kleine Angsthase, hat leider etwas Höhenangst und einen Rückzieher gemacht. Wir standen schon in der Eingangshalle! Lustigerweise hat er das neue Lied von Billy Talent „Afraid of Heights“ angestimmt und das war so unglaublich passend, dass ich ihm gar nicht böse sein konnte. Naja, er hat mir versprochen, dass er beim Nächsten Mal seine Angst überwindet, wollen wir ja mal sehen..

Ein nächstes Mal in Frankfurt gibt es bestimmt, da die Stadt echt schön und irgendwie aufregend ist. Vielleicht geht es nächstes Jahr schon auf ein neues Konzert?

JETZT habe ich aber wirklich genug geplaudert und wir kommen zum Konzertbericht:

Da die Stehplätze schon ausverkauft waren, hat mein Freund Sitzplatztickets für uns besorgt. Ich fand es eigentlich ganz entspannend vorher sitzen zu können, ich meine, während der Show sind eh alle aufgesprungen und haben getanzt, auch in den Sitzplatzrängen, aber vorher war es halt auch mal schön nicht im Gedränge stehen zu müssen. Ich liebe Konzerte zwar und auch das Feeling, welches man in der Menge hat, aber es war trotzdem cool. Ich muss noch unbedingt erwähnen, dass mein Freund Billy Talent eigentlich gar nicht mag und trotzdem mitgekommen ist und auch nicht gerade wenig Geld dafür ausgegeben hat. Ich glaube im Nachhinein fand er es gar nicht so schlecht, aber trotzdem fand ich das ziemlich toll und süß von ihm! Es gab zwei Vorbands „The Dirty Nil“ und „Monstertruck“, ehrlich gesagt weiß ich nicht mehr wie ich die Bands fand, weil meine Vorfreude so riesig war und ich nur Billy Talent im Kopf hatte, haha. Ich meine, ich höre die Band seit JAHREN und sie ist auch eine der Bands die ich beim diesjährigen Rock am Ring verpasst und deswegen sehr getraut habe. Mein Trauerbericht könnt ihr gerne hier lesen. Ich glaube, die Vorbands waren beide ganz gut, aber festnageln will ich mich darauf nun nicht. ABER was ich mit völliger Sicherheit sagen kann: Billy Talent waren großartig! Wie gesagt: Das Publikum konnte nicht sitzen bleiben und jeder ist aufgesprungen und abgegangen, das war ziemlich cool. Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich die neuen Lieder nicht alle so super gut kenne, ich stehe eher auf die älteren Songs, aber dennoch war es eine großartige Show und es wurden auch einige alte Lieder gespielt. Ich hätte mich über „Perfect World“ oder „Sympathy“ gefreut, aber ich möchte mich ja nicht beschweren…

Hier auf jeden Fall wieder die Setlist für Euch:

  1. Devil in a Midnight Mess
  2. This Suffering
  3. Big, Red Gun
  4. This is how it goes
  5. Rusted from the Rain
  6. River Below
  7. Leave them all Behind
  8. White Sparrows
  9. Surrender
  10. The Crutch
  11. Saint Veronika
  12. Ghost Ship of Cannibal Rats
  13. Surprise, Surprise
  14. Afraid of Heights
  15. Louder than the DJ
  16. Devil on my Shoulder
  17. Red Flag
  18. Fallen Leaves
  19. Try Honesty
  20. Viking Death March

 

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Falls ihr Billy Talent auch mal live erleben wollt, zögert nicht! Es hat sich absolut gelohnt. Leider muss ich euch auch noch etwas erzählen, was nicht so toll war. Direkt nach dem Konzert sind wir mit vielen anderen Leuten zur Bahnhaltstelle gelaufen. An der Haltestelle stand schon eine Bahn, weshalb alle anfingen zu Rennen. Auch mein Freund wollte die Bahn noch erwischen, deswegen fingen auch wir beide an schneller zu laufen. Ich bin gestürzt und noch während des Fallens ist mir aufgefallen, dass meine Stiefel sich ineinander verharkt haben. Alle haben mich nur dämlich angestarrt, keiner hat mir aufgeholfen.. aber immerhin haben wir es noch in die Bahn geschafft. Mein Freund dachte es war nur ein kleiner Sturz und war deswegen sehr bekümmert, als er bemerkt hat wie schlecht es mir ging. Ich weiß nicht warum, aber ich schätze viele Faktoren haben eine Rolle gespielt, aber mir war plötzlich sehr, sehr schwindelig, ich konnte nur noch verschwommen sehen und mir war unglaublich schlecht. So schlecht habe ich mich schon lange nicht gefühlt und das nur wegen einem kleinen „Sturz“. Allerdings habe ich während des Konzerts gar nichts getrunken (und das Konzert ging immerhin einige Stunden), dann war es natürlich auch stickig und zu allem Überfluss hatte ich auch noch meine Periode. Ich schätze diese Faktoren und eventuell auch noch der Schock haben dazu geführt, dass ich zu nichts mehr zu gebrauchen war. Mein Freund musste mich mehr oder weniger aus der Bahn schleppen und dann habe ich mich auf eine Bank gesetzt und es nicht mehr geschafft den kurzen Weg zum Hotel zu laufen. Vor allem konnte ich mir nicht vorstellen mit dem Aufzug zu fahren und da unser Zimmer ganz, ganz oben war, mussten wir auch noch einen kleinen Teil ohne Aufzug bewältigen. Irgendwann ging es mir immerhin so viel besser, dass ich gehen konnte, aber auch noch im Hotelzimmer ging es mir schrecklich. Mein Freund hat mich dann mit Trinken und einem nassen Handtuch versorgt und meine Wunden gepflegt. Ich hatte dann einen riesigen blauen Fleck auf dem Oberschenkel (ich konnte wochenlang nicht auf der linken Seite liegen) und meine Hand war aufgerissen. Auch jetzt habe ich noch kleine Schürfwunden an der Hand.. und der Unfall war Anfang des Monats. Alles in allem war der Ausflug natürlich trotzdem toll, aber auf so ein Ende hätte ich auch gut verzichten können. Ich hoffe euch geht’s gut!

Bis bald,

Eure Weltenbummlerin

Biffy Clyro

Hallo ihr Lieben!

Wie einige von euch sicherlich schon wissen besuche ich super gerne Konzerte! Dieses Jahr war ich leider „nur“ auf drei Konzerte – das ist für mich relativ wenig. (Allerdings waren mein Freund und ich auch auf dem Vainstream Rockfestival, das entschädigt wenigstens ein bisschen dafür, dass ich dieses Jahr nur auf so wenig Konzerten war.) Mein erstes Konzert dieses Jahr war im April. Ich war bei meiner Lieblingsband Hollywood Undead in Köln und es war einfach großartig! Wenn ihr mehr über das Konzert und diesen Tag erfahren wollt, könnt ihr das gerne hier nachlesen, denn ich habe bereits einen Blogbeitrag darüber verfasst. 🙂

Nun aber zum eigentlichen Thema von diesem Beitrag! Mein zweites Konzert dieses Jahr war am 11.11, natürlich mal wieder in Köln. Und wen habe ich mir wohl angeschaut? Richtig, Biffy Clyro! Die Jungs haben es in der Lanxess Arena richtig krachen lassen. Ich war mit meiner besten Freundin dort und ich muss noch dazu sagen, dass sie eigentlich keine Konzerte mag. Ab und zu begleitet sie mich zu Papa Roach, da wir diese Band gemeinsam lieben seit wir pubertierende Zicken waren, aber ansonsten hält sie sich von drängelnden, schwitzenden Menschen und lauter Musik lieber fern. Kann ich als absolute Konzertliebhaberin natürlich nicht so ganz nachvollziehen, aber akzeptieren. Allerdings war ich ganz überrascht, dass sie tatsächlich zugesagt hat, als ich sie gefragt habe, ob sie mit mir zu Biffy Clyro kommt. Positiv überrascht natürlich. Bevor ich nun davon berichte, wie das Konzert an sich war, muss ich leider auch was negatives anmerken: Wir wurden nicht kontrolliert, als wir in die Lanxess Arena betreten haben. Das ist vor allem bei einem Konzert in diesem Ausmaß absolut unzuverlässlich.

Jetzt aber zum Positiven Part an diesem Abend! Der Spaß fing um 20:00 Uhr richtig an. Zuerst kam die Vorband von Biffy Clyro auf die Bühne – „Lonely The Brave“. Ich fand sie eigentlich ganz gut und angenehm, allerdings hatte ich das Gefühl, dass sie nicht jeden mit ihrer Show überzeugen konnten. Biffy Clyro hingegen hat, glaube ich zumindest, wohl jeden im Raum begeistert!

Die Musikauswahl fand ich ziemlich perfekt (eine Auflistung der Set-List hänge ich am Ende noch an) – Mein Lieblingslied „Many of Horror“ wurde auch performt, was mich überaus gefreut hat. Dieses Lied ist so unglaublich schön, falls ihr es noch nicht kennt, könnt ihr es auch hier ja mal anhören. 🙂 Außerdem fand ich die Lichtshow großartig, welche dem Publikum geboten wurde. Diese war echt spektakulär und perfekt auf die Lieder abgestimmt. Biffy Clyro haben den Fans auf jeden Fall richtig was geboten; sodass jeder auf seine Kosten kam.

Da am 11.11 in Köln ja bekanntlich auch noch mehr abgeht, als super gute Konzerte, waren viele, viele verkleidete Leute unterwegs. Ich mag Karneval zwar nicht, aber die meisten Menschen hatten schon witzige und einfallsreiche Kostüme und diese zwischen der begeisterten Menge zu sehen war schon lustig!

Wenn ihr die Jungs auch mal live erleben wollt, sie sind auch 2017 wieder auf Tour! (Sie spielen auch in meiner Heimatstadt Bochum ((in welcher ich zwar nun nicht mehr wohne, aber es ist trotzdem noch in der Nähe)), weshalb ich überlege nächstes Jahr direkt nochmal zu einem Konzert von Biffy Clyro zu gehen, weil’s mir so gut gefallen hat! Vielleicht konnte ich euch die Band ja nun ein bisschen schmackhaft machen und ihr genießt bald schon selbst ein Konzert von BIFFY F*CKING CLYRO! 🙂

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Zum Abschluss noch wie versprochen die Setlist vom 11.11.2016:

  1. „Wolves of Winter“
  2. „Living is a problem, because everything dies“ (inklusive einem Auszug von“Viva Colonia“)
  3. „Sounds like Balloons“
  4. „Biblical“
  5. „Spanish Radio“
  6. „Howl“
  7. „In the Name of the Wee Man“
  8. „Bubbles“
  9. „Herex“
  10. „Black Chandelier“ (Übrigens mein Zweitlieblingslied ♥)
  11. „Friends and Enemies“
  12. „The Golden Rule“
  13. „Re-Arrange“
  14. „Wave upon Wave upon Wave“
  15. „Medicine“
  16. „Different People“
  17. „Mountains“
  18. „On a Bang“
  19. „9/15ths“
  20. „Animal Style“
  21. „Many of Horror“ (♥)
  22. „Whorses“
  23. „Machines“
  24. „The Captain“
  25. „People“
  26. „Stingin‘ Belle“

Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind

Am Wochenende war ich mit meinem Freund im Kino. Wir haben uns – na, wer weiß es? – natürlich den Film „Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind“ angeguckt. Wir haben uns, wie viele andere scheinbar auch, sehr auf diesen Film gefreut und waren i Vorfeld auch ein bisschen aufgeregt. Auch wenn es diesmal nicht nach Hogwarts ging und all die bekannten Figuren nicht vertreten waren, war es eine zauberhafte Geschichte, welche ich jedem Harry Potter Fan ans Herz legen möchte, ach… eigentlich würde ich sie gerne jedem von euch ans Herz legen, denn selbst wenn man kein Harry Potter mag (solche Leute soll es ja geben, auch wenn ich es nicht verstehen kann), ist dieser Film absolut sehenswert und individuell zu betrachten. Die beiden Filme haben nämlich eigentlich nicht viel miteinander zu tun, obwohl natürlich ein Hauch „Harry Potter“ zu spüren war, zum Beispiel ist der Humor ähnlich und die Musik hat mich häufig stark an die aus Harry Potter erinnert. Die Charaktere haben mir äußerst gut gefallen. Ganz besonders mag ich Newt (das geht wohl der ein oder anderen ähnlich 😉 Er ist aber auch einfach schnuckelig und liebenswert. Auch Jacob Kowalski fand ich super sympathisch und amüsant! Ein sehr angenehmer Zeitgenosse. Queenie mochte ich ebenfalls sehr gerne. Sie war irgendwie super süß und herzlich. Ihre Schwester Porpentina fand ich zugegebener Maße etwas anstrengend und nervig, aber im Grunde ganz okay. Credence, welcher von Ezra Miller gespielt wird, war ganz cool, aber etwas seltsam-gruselig. Außerdem LIEBE ich Ezra Miller in dem Film „Vielleicht lieber Morgen“ und als Credence habe ich ihn kaum erkannt. Grindelwalds Besetzung, also Johnny Depp, fand ich grausam. Abgesehen davon, dass ich Johnny Depp nicht leiden kann, fand ich sie aber auch einfach nicht passend. Die Phantastischen Wesen, um welche es ja hauptsächlich ging, waren meiner Meinung nach alle zauberhaft und besonders. Freunde von mir, welche den Film ebenfalls gesehen haben, meinten sie fanden die Tierwesen eintönig und langweilig, was ich nicht wirklich nachvollziehen kann. Ich fand besonders die Wesen so schön an diesem Film und die Welt in dem Koffer so spannend. Den Niffler mochte ich am aller, aller liebsten! Ich finde ihn so süß, ich war ganz entzückt. Ich hätte selbst gerne so einen kleinen Kerl. Wenn schon nicht in „echt“ dann wenigstens als Funko Pop – vielleicht irgendwann… 🙂

Nun noch eine kleine Kurzbewertung zu dem Fiilm, mit dem Raster, welches ich immer benutze:

Filmdaten:

Deutscher Titel: „Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind“

Original Titel: „Fantastic Beasts and where to find them“

Original Sprache: Englisch

Erscheinungsjahr: 2016

Filmlänge: 133 Minuten

Altersfreigabe: 6 Jahre

Genre: Fantasy

Persönliche Kurzbewertung:

Titel: 2/5

Thematik: 5/5

Umsetzung: 5/5

Besetzung: 4/5

Charaktere: 4/5

Ort(e): 5/5

Lesemonat: Oktober

Hallo ihr Lieben!
Genauso wie der Lesemonat September fällt leider auch der Oktober 
sehr klein aus. Im Oktober standen erstens die ganzen 
Renovierungs- und Umzugsarbeiten an und zweitens hatte ich Anfangs 
noch gar kein Internet in meiner ersten, eigenen Wohnung, weshalb 
ich erst jetzt dazu komme, den Lesemonat Oktober zu verfassen.

Lesemonat Oktober im Überblick:

Gelesene Bücher: 3
Seiten insgesamt: 961
Buchtitel: 1. "Simon vs. the Homo Sapiens Agenda" von Becky
               Albertalli
           2. "Harry Potter und das verwunschene Kind" von 
               J. K. Rowling
           3. "Am Abgrund seiner Seele" von Dania Dicken



1. "Simon vs. the Homo Sapiens Agenda" von Becky Albertalli

Inhaltsangabe: "Sixteen-year-old and not-so-openly gay Simon Spier
prefers to save his drama for the school musical. But when an email 
falls into the wrong hands, his secret is at risk of being thrust 
into the spotlight. Now change-averse Simon has to find a way to 
step out of his comfort zone before he's pushed out—without 
alienating his friends, compromising himself, or fumbling a shot 
at happiness with the most confusing, adorable guy he's never met."

Und für die, die kein Englisch können/mögen, die Inhaltsangabe
nochmal auf Deutsch 
((Wer das Buch übrigens gerne auf dieser Sprache
lesen möchte: "Nur drei Worte" heißt dieses Buch auf Deutsch))

Inhaltsangabe (Deutsch): "Was Simon über Blue weiß: Er ist witzig, 
sehr weise, aber auch ein bisschen schüchtern. Und ganz schön 
verwirrend. Was Simon nicht über Blue weiß: WER er ist. Die 
beiden gehen auf dieselbe Schule und schon seit Monaten tauschen 
sie E-Mails aus, in denen sie sich die intimsten Dinge gestehen. Simon 
spürt, dass er sich langsam, aber sicher in Blue verliebt, doch der 
ist noch nicht bereit, sich mit Simon zu treffen. Dann fällt eine 
der E-Mails in falsche Hände – und plötzlich steht Simons Leben Kopf.


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Seiten: 303
Genre: Jugendbuch 
Titel: 3/5
Cover: 4/5
Inhalt: 5/5
Schreibstil: 5/5
Charaktere: 5/5

Ich finde dieses Buch behandelt ein super wichtig Thema: 
Coming Out! Es sollte meiner Meinung nach mehrere Bücher über
Schwule und Lesben geben, damit irgendwann JEDER kapiert, dass
Homosexualität nichts schlimmes ist. Ich mochte Blue und Simon
sofort und ihre Liebesgeschichte hat mich direkt gefesselt.
Abgesehen davon, dass mir das Buch inhaltlich sehr gut gefallen hat,
liebe ich es, wenn z.B Emails in Büchern vorkommen, beziehungsweise:
Ich finde jegliche Sachen erfrischend, welche vom normalen
Textformat abweichen. Der Emailverkehr zwischen Blue und Simon
war dazu auch noch sehr angenehm und erfrischend. Ich kann
dieses Buch wirklich nur jedem ans Herz legen. Ich war sogar so
begeistert, dass ich dieses Buch zusätzlich noch gerne auf
Deutsch lesen würde. Mal sehen, vielleicht irgendwann. 
Schön fand ich (als RIESEN Harry Potter Fan) natürlich auch 
die Harry Potter Anspielungen.

"It's a dementor robe over my clothes. I think you'll survive."
"What's a dementor?"
I mean, I can't even. "Nora, you are no longer my sister."
"So it's some Harry Potter thing," she says. 
(S. 42)



2. "Harry Potter und das verwunschene Kind" von J. K. Rowling

Inhaltsangabe: "Die achte Geschichte. Neunzehn Jahre später. Das
Skript zum Theaterstück! Harry Potter und das verwunschene Kind,
basierend auf einer neuen Geschichte von J. K. Rowling, John Tiffany
und Jack Thorne, ist ein neues Theaterstück von Jack Thorne. Es war
nie leicht, Harry Potter zu ein - und jetzt, als überarbeiteter
Angestellter des Zauberministerium, Ehemann und Vater von drei
Schulkindern, ist sein Leben nicht gerade einfacher geworden.
Während Harrys Vergangenheit ihn immer wieder einholt, kämpft
sein Sohn Albus mit dem gewaltigen Vermächtnis seiner Familie, mit
dem er nichts zu tun haben will. Als Vergangenheit und Gegenwart 
auf unheilvolle Weise miteinander verschmelzen, gelangen Harry und 
Albus zu einer bitteren Erkenntnis: Das Dunkle kommt oft von dort, 
wo man es am wenigsten erwartet."

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Seiten: 336
Genre: Fantasy
Titel: 3/5
Cover: 3/5
Inhalt: 4/5
Schreibstil: 4/5
Charaktere: 4/5

Meine Arbeitskollegin war so lieb und hat mir das Buch ausgeliehen.
Ich habe es dann auch trotz Umzugsstress in wenigen Stunden
durchgelesenen. Ich fand das Buch echt gut, auch wenn es meiner
Meinung nach nicht mit den restlichen Harry Potter Büchern zu
vergleichen ist. Die restlichen Bücher waren alles dicke Schinken,
in welche man wunderbar abtauchen konnte, dieses war schon 
deshalb, weil es als Theaterstück verfasst wurde, kürzer und
nicht so anspruchsvoll. Alles in allem war es aber schön, 
wieder in Hogwarts zu sein und mit allen Charakteren in Kontakt
zu treten. Die Charaktere haben mir echt super gefallen - klar,
die "Stammcharaktere" wie Hermine, Ron usw. sowieso,
aber auch die neuen wie Albus und vor allem Scorpius mochte ich
sehr gerne. Ich habe einen Punkt abgezogen und nur vier von fünf
Punkten vergeben, weil die Charaktere meiner Meinung nach nicht
so "greifbar" und ausgeprägt waren, wie in den ersten Teilen.
Ich fand aber ganz besonders Malfoy sympathisch in diesem Buch -
okay, in den Filmen und den ersten Büchern habe ich auch
schon immer heimlich für ihn geschwärmt, aber in diesem Teil
fand ich ihn noch ein bisschen sympathischer. 
Die Theaterform fand ich eigentlich ganz cool, auch wenn ich mir
noch lieber noch ein weiteres dickes Buch gewünscht hätte - das
hätte dann schließlich noch mehr Lesespaß und Zeit in Hogwarts
bedeutet! - Aber so war es auch vollkommen in Ordnung. Aufgrund
der Verfassung in Theaterform war alles sehr gut bildlich 
vorzustellen, was mir sehr gefallen hat ~ auch wenn ich in der
Regel lieber meine eigene Kreativität spielen lasse, um mir 
Geschriebenes bildlich vorzustellen.



3. "Am Abgrund seiner Seele" von Dania Dicken

Inhaltsangabe: "Ein Vergewaltiger überfällt im beschaulichen 
ostenglischen Norwich immer wieder Studentinnen und steigert 
sich, bis er sogar zum Mörder wird. Psychologiestudentin Andrea
versucht, ein Täterprofil von ihm zu erstellen, denn seit sie ihn 
bei der letzten Vergewaltigung gestört hat, steht sie ganz oben 
auf seiner Todesliste."

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Seiten: 322
Genre: Psychothriller
Titel: 3/5
Cover: 5/5
Inhalt: 4/5
Schreibstil: 4/5
Charaktere: 4/5

Das Buch hat mir sehr gut gefallen, meine Lesefreude wurde nur
deswegen gehemmt, weil ich das Buch nur als eBook habe und mich
das Lesen am Bildschirm ermüdet.
Allerdings fand ich die Hauptfigur Andrea manchmal etwas nervig,
ich weiß auch nicht so recht wieso. Nervig fand ich auch, dass
die ganze Zeit betont wurde WIE GUT das Profil ist, welches
Andrea erstellt hat - Meinetwegen kann es ja ganz super toll
gewesen sein, aber ich finde es wurde zu oft erwähnt, dass es
nicht nur gut, sondern suuuuper gut war.
Greg war mir zwar von Anfang an sympathisch, allerdings habe
ich zuerst vermutet, dass Greg vielleicht der "Campus Rapist" ist -
Schließlich ist es etwas leichtsinnig von Andrea gewesen, sich
direkt auf einen fremden Typen einzulassen, ganz besonders dann,
wenn momentan ein Vergewaltiger den Campus unsicher macht.

 (!) Die nachfolgenden Punkte sollten nicht gelesen werden, wenn
ihr nicht gespoilert werden wollt: 

- Die Entführung von Andrea fand ich ziemlich langweilig. Man
hat eigentlich die ganze Zeit nur darauf gewartet, wann es
soweit ist, weil es ziemlich durchschaubar war, dass sie ebenfalls
entführt wird und auch das Caroline stirbt und Andrea letztendlich
gerettet wird, war sehr vorrausschaubar. Deswegen hätte ich mir
gerne etwas anderes gewünscht. Vielleicht das Andrea den Campus
Rapist nochmal auf frischer Tat ertappt? Oder das Greg und sie
ihn zuhause überwältigen können?

- Desweiteren fand ich den Tod von Caroline blöd. Sie war
einer meiner liebsten Charaktere und gerade weil ich damit 
gerechnet habe, dass sie sterben muss, hätte ich es gut gefunden,
wenn sie überlebt.

- Die Entführung von Andrea war auch deshalb blöd, weil sie
nicht vergewaltigt wird - (Nein, ich wünsche niemanden eine
Vergewaltigung!) - aber ich hätte es spannender gefunden,
wenn Andrea auch etwas Hartes erfahren muss, bevor sie gerettet
wird.

- Ich hätte es besser gefunden, wenn Andrea den Campus Rapist
persönlich gekannt hätte. Eigentlich finde ich es blöd, wenn
aus Lieben plötzlich der Böse wird - darüber habe ich mich
hier auch schon des Öfteren aufgeregt - aber dadurch, dass der
Vergewaltiger ein Fremder war, gab es keinen wirklichen "Oh"-Moment.
Es gab keinen richtigen Spannungsbogen, weil alles vorhersehbar
war und auch die Auflösung war unspektakulär - schade!

- Am Schlimmsten von allem fand ich jedoch das Ende. Der
Heiratsantrag von Greg war absolut kitschig und unpassend.
Auch wenn die beiden sich sooo abgöttisch lieben, war es für
einen Heiratsantrag viel zu früh.

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Momentan lese ich das Buch "Die Wahrheit" von Melania Raabe, 
welches mir bisher gut gefällt. Ich hoffe ihr könnt hier bald 
die Rezension dazu lesen.

Lesemonat: September


Hallo ihr Lieben,

Erstmal: Der Lesemonat September fällt leider unglaublich mickrig
aus, da ich nur zwei Bücher gelesen habe. Ich habe Anfang September 
angefangen, bei einer neuen Arbeitsstelle zu arbeiten und deswegen 
hatte ich kaum Zeit zu lesen. Da ich zu den Arbeitsstunden auch
noch einen Arbeitsweg von täglich insgesamt drei Stunden hatte,
fiel meine Freizeit deutlich klein aus. Zudem haben im September
immer super viele Menschen Geburtstag: Meine Oma, meine große
Schwester, meine beste Freundin (...) und ich selbst! Und nun
steht demnächst mein Umzug in meine erste eigene Wohnung an,
weshalb ich nun mitten in den Renovierungsarbeiten stecke und
vermutlich auch diesen Monat nicht viele Bücher schaffe. Jedoch
dauert mein Arbeitsweg bald nur noch wenige Minuten, weshalb
ich hoffentlich bald wieder mehr Zeit habe. 


Lesemonat September im Überblick:

Gelesene Bücher: 2
Seiten insgesamt: 959
Buchtitel: 1. "Die Tage, die ich dir verspreche" von Lily Oliver
           2. "Das Ufer" Richard Laymon



1. "Die Tage, die ich dir verspreche" von Lily Oliver

Inhaltsangabe: "»Du hast Glück, Gwen, alles wird gut, Gwen.« 
Seit ihrer Herztransplantation hört Gwen nichts anderes mehr. 
Doch statt überschäumender Lebensfreude fühlt sie nur Schuld 
gegenüber dem Menschen, der für sie gestorben ist. Und so fasst 
sie in einer besonders verzweifelten Nacht einen ungeheuerlichen
Plan: Sie will ihr neues Herz verschenken und sterben. Ihr 
entsprechendes Angebot in einem Internetforum liest dessen 
Moderator Noah, ein junger Student, der keinen großen Sinn in 
seinem Leben sieht. Er hält ihr Angebot für einen üblen Scherz, 
geht aber zum Schein darauf ein. Erst als Gwen am nächsten Tag 
vor ihm steht, um ihn beim Wort zu nehmen, erkennt er, wie 
schrecklich ernst es ihr ist. Nur mit einem gewagten Handel und 
einer furchtbaren Lüge kann er ihr das Versprechen abringen, ein 
paar weitere Tage durchzuhalten. Tage, in denen Noah alles daran 
setzen muss, Gwen von etwas zu überzeugen, woran er selbst kaum 
noch glaubt: Dass das Leben lebenswert ist."

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Seiten: 368
Genre: Roman
Titel: 5/5
Cover: 5/5
Inhalt: 4/5
Schreibstil: 4/5
Charaktere: 4/5

Das Buch "Die Tage, die ich dir verspreche" von Lily Oliver hat
mir eigentlich recht gut gefallen. Ich habe das Buch als
kostenloses Leseexemplar von vorablesen.de zur Verfügung
gestellt bekommen und mich sehr darüber gefreut, weil ich mir
einiges von dem Thema erhofft habe und von der Leseprobe total
begeistert war. Jedoch muss ich sagen, dass man einige Stellen
noch besser hätte verfassen können. Es waren zu viele Sinnfehler
im Buch enthalten, welche ich nachher noch auflisten werde. 
Außerdem habe ich bei der Zusammenverfassung etwas anderes
erwartet. Es heißt, Noah glaubt selbst nicht daran, dass
das Leben lebenswert ist, aber davon hat man nicht viel gelesen, 
finde ich. Klar, wurde mal geschrieben, dass er sich leer fühlt
und mit ein paar Dingen unzufrieden ist, aber ich hätte es besser
gefunden, wenn er richtig depressiv und unglücklich ist und Gwen
ihm ebenfalls Positives zeigen muss und dadurch merkt, dass sie
selbst auch leben will. Ich mochte Noah und Gwen eigentlich, aber
es war nervig wie sie ständig aneinander vorbeigesprochen haben.

Nun geht es weiter mit den Sinnfehlern, welche mir aufgefallen
sind:

1. "In meinem Rucksack finde ich zwei Jeans, ein paar Unterhosen
und einige Paar Socken. Keine T-Shirts, keine Unterwäsche.
Angewidert halte ich das durchgeschwitzte Zeug von gestern hoch.
Auf keinen Fall kann ich das nochmal anziehen. Aber ich kann doch
nicht ohne Slip herumlaufen." (S. 91)
-> Oben steht, sie findet in ihrem Rucksack ein paar Unterhosen
und dann ist die Rede von "Keine Unterwäsche" und "ohne Slip
herumlaufen"? Irgendwas ist da falsch gelaufen...

2. "Sorry, aber in der Früh bin ich zu nichts zu gebrauchen,
bevor ich keinen Kaffee hatte." (S. 258)
-> Vielleicht kein Sinnfehler, aber ich finde der Satz klingt
komisch. Besser wäre meiner Meinung nach: "Wenn ich noch keinen
Kaffee hatte, bin ich zu nichts zu gebrauchen" oder "Ohne Kaffee
bin ich zu nichts zu gebrauchen" (...)

3. "Die Hitze ist schon jetzt so groß, dass ich mich für das Kleid
entscheide, auch wenn es immer noch Widerwilen in mir weckt."
(S. 258) 
und
"Meine Knie werden weich, und ich sinke auf den Boden des 
Segelboots. Feuchtigkeit dringt durch meine Hose (...)
(S. 280)
-> Erst zieht sie das Kleid an und kurz danach heißt es, dass
Feuchtigkeit durch ihre Hose dringt?

Zuletzt kommen noch ein Paar Dinge, die mich gestört haben:

Als Gwen mit bei der Mutter von Noah war, hat sich dieser
beschwert, dass seine Mutter Gwen ignoriert: "Warum
wolltest du eigentlich, dass ich sie mitbringe, wenn du sie die
ganze Zeit ignorierst?" (S. 175) Doch meiner Meinung nach hat
seine Mutter sie gar nicht ignoriert, sie hat sie zwar auch nicht
super herzlich behandelt, aber eben auch nicht schlecht. Zum
Beispiel: "Ich mache noch einen Kaffee. Gwen, noch Tee?" (S. 174)

Auch an dem Tag: Noah streitet mit seiner Mutter und diese
sagt, sie ist deshalb so "gemein" zu Gwen, weil sie glaubt zu
wissen, was die beiden vorhaben. Ihre andere Begründung nenne
ich nun mal nicht, um nicht zu spoilern, aber ich fand sie
total sinnlos und keine richtige Begründung. Besser hätte ich es
gefunden, wenn sie denkt Gwen ist noch krank und Noah will ihr
SEIN Herz geben. So, dass sie sozusagen Angst hat, dass ihr Sohn
für ein Mädchen sterben will. Das hätte meiner Meinung nach mehr
Sinn gemacht und auch begründet, warum sie so "gemein" reagiert
hat.

Zusatzpunkt: Ich habe außerdem vermutet, dass Sevi schwul ist
und sich deswegen so viele Mädchen geangelt hat, um sie dann
kurze Zeit später wieder zu verlassen. Das hätte auch erklärt,
wieso er sich erst nicht getraut hat, sich seinem besten Freund
anzuvertrauen. Die eigentliche Begründung, wieso er sich 
so komisch verhalten hat, war meiner Meinung nach eher schwach.


2. "Das Ufer" von Richard Laymon

Inhaltsangabe: "Der dunkle See, Das einsame Haus am Ufer. Zwei junge 
Menschen, die dort eine Liebesnacht verbringen wollen. Doch einer 
von ihnen wird den nächsten Morgen nicht mehr erleben.
18 Jahre später wird die Kleinstadt Tiburon von einem Serienkiller
heimgesucht. Angst und Wahnsinn greifen um sich, und das Haus 
am Ufer wird wieder zum Ort unvorstellbaren Grauens!"

Das Ufer von Richard Laymon
Seiten: 591
Genre: Horrorroman
Titel: 3/5
Cover: 3/5
Inhalt: 4/5
Schreibstil: 4/5
Charaktere: 4/5

Das Buch "Das Ufer" hat mir gefallen, allerdings gibt es auch 
bessere Bücher von Richard Laymon. Irgendwie fand ich dieses
Buch nicht "typisch Laymon", beim Lesen habe ich oftmals vergessen,
dass ich gerade ein Buch von meinem Lieblingsautor lese, weil
es sich irgendwie anders angefühlt hat, ich kann nicht mal
genau beschreiben, warum das so ist.

Trotzdem gab es, wie leider immer bei Büchern von Laymon,
viele Übersetzungsfehler. Ich hasse es, ich rege mich ständig
auf, wenn ich Bücher von ihm lese, obwohl ich sie eigentlich 
liebe.
Diesmal kamen zum Beispiel so clevere Sätze wie "Deana merkte
erstaunt auf." (S. 365) heraus. Was soll das bitte genau heißen?

Außerdem wurde die Erzählform ständig gewechselt, manchmal
wurde aus der Ich-Perspektive geschrieben und wenig später heißt
es "sie".



In den Oktober starte ich mit dem Buch "Simon vs. the Homo
sapiens Agenda" von Becky Albertalli und ich hoffe allgemein,
dass ich diesen Monat mehr schaffe.


Lesemonat: August


Lesemonat August im Überblick:

Gelesene Bücher: 6
Seiten insgesamt: 1.948
Buchtitel: 1. "The Girl on the Train" von Paula Hawkins
           2. "Zurück ins Leben geliebt" von Colleen Hoover
           3. "Noah will nach Hause" (E-Book) von Sharon Guskin
           4. "Masterminds - Im Sog des Verbrechens" von Gordon 
               Korman
           5. "Love Letters to the Dead" von Ava Dellaira
           6. "Reasons to stay alive." von Matt Haig


1. "The Girl on the Train" von Paula Hawkins

Inhaltsangabe: "Jeden Morgen pendelt Rachel mit dem Zug in die 
Stadt, und jeden Morgen hält der Zug an der gleichen Stelle auf 
der Strecke an. Rachel blickt in die Gärten der umliegenden 
Häuser, beobachtet ihre Bewohner. Oft sieht sie ein junges Paar: 
Jess und Jason nennt Rachel die beiden. Sie führen – wie es 
scheint – ein perfektes Leben. Ein Leben, wie Rachel es sich 
wünscht. Eines Tages beobachtet sie etwas Schockierendes. Kurz 
darauf liest sie in der Zeitung vom Verschwinden einer Frau – 
daneben ein Foto von »Jess«. Rachel meldet ihre Beobachtung 
der Polizei und verstrickt sich damit unentrinnbar in die 
folgenden Ereignisse..."

Und auch noch auf Englisch, da ich es selbst auf dieser Sprache
gelesen habe:

"Rachel catches the same commuter train every morning. She knows 
it will wait at the same signal each time, overlooking a row of 
back gardens. She’s even started to feel like she knows the 
people who live in one of the houses. ‘Jess and Jason’, she calls
them. Their life – as she sees it – is perfect. If only Rachel 
could be that happy. And then she sees something shocking. It’s 
only a minute until the train moves on, but it’s enough. Now 
everything’s changed. Now Rachel has a chance to become a part 
of the lives she’s only watched from afar. Now they’ll see; she’s 
much more than just the girl on the train…"

Seiten: 320
Genre: Roman/Thriller
Titel: 4/5
Cover: 4/5
Inhalt: 4/5
Schreibstil: 4/5
Charaktere: 2,5/5

Das Buch "The Girl on the Train" von Paula Hawkins hat mir
eigentlich ganz gut gefallen, aber ich muss gestehen, dass ich 
keinen der Charaktere mochte, weshalb ich nur liebgemeinte 2,5
von 5 Punkten vergeben konnte. Aus irgendeinem Grund mochte ich
Anna, die neue Frau von Rachels Exmann am Meisten, obwohl Rachel
immer nur schlecht von ihr geredet hat und man sonst nicht
wirklich viel (Positives) über sie erfahren hat. Ich glaube,
einer der Gründe, weshalb ich niemanden wirklich mochte ist der,
dass JEDER, wirklich JEDER in diesem Buch verdächtigt wurde,
den Mord begangen zu haben. Selbst Rachel wusste nicht ob sie
unschuldigt ist oder nicht, da sie Alkoholikerin ist und sich
teilweise nicht an alles erinnern konnte. Man, oder zumindest ich,
konnte keine richtige Beziehung zu irgendeinem Charakter aufbauen,
da jeder der/die potentielle Mörder/in sein konnte. Was ich toll
fand war, dass nicht nur aus Rachels Sicht geschrieben wurde,
sondern auch Teile aus der Perspektive von Anna und Megan.

Ich bin schon auf die Verfilmung gespannt, welche im Oktober in
Deutschland veröffentlicht werden soll.

Zum Schluss folgen ein paar Zitate, welche ich sehr schön fand:

- "What if the thing I'm looking for can never be found?"
 (S. 67)

- "I don't believe in soulmates, but there's an understanding
between us, which I haven't felt before, or at least, not for a
long time. It comes from shared experience, from knowing how it
feels to be broken." (S.99)


2. "Zurück ins Leben geliebt" von Colleen Hoover

Inhaltsangabe: "Als Tate zum Studium nach San Francisco zieht, 
stolpert sie dort gleich am ersten Abend über Miles Archer: 
Miles, der Freund ihres Bruders, der niemals lächelt, meistens 
schweigt und offensichtlich eine schwere Bürde mit sich 
herumträgt. Miles, der so attraktiv ist, dass Tate bei seinem 
Anblick Herzflattern und weiche Knie bekommt. Miles, der, wie er 
selbst zugibt, seit sechs Jahren keine Frau mehr geküsst hat. 
Miles, von dem Tate sich besser fernhalten sollte, wenn ihr ihr 
Gefühlsleben lieb ist…"

Seiten: 356
Genre: Roman
Titel: 5/5
Cover: 5/5
Inhalt: 5/5
Schreibstil: 5/5
Charaktere: 5/5

Ich habe bei #bookstagram (Ich heiße bei Instagram "Weltenbummlerinx"
falls ihr mal vorbeischauen wollt. :-)) schon viel Positives über
Colleen Hoover gelesen und wollte gerne mal ein Buch von ihr lesen,
obwohl ich irgendwie auch unsicher gewesen bin, da ich befürchtet
habe, dass mir ihre Bücher zu schnulzig und kitschig sind. Von
wasliestdu.de habe ich ein kostenloses Leseexemplar von dem Buch
"Zurück ins Leben geliebt" erhalten und dachte, nun könnte ich 
mich mal selbst davon überzeugen, ob die Bücher von Colleen Hoover
wirklich so gut sind - Und zumindest dieses hat mir SO gut gefallen.
Am liebsten hätte ich nun direkt auch alle ihre anderen Bücher.
"Zurück ins Leben geliebt" hat mich wirklich sehr berührt und
es ist definitiv mein Monatshighlight. Ich kann es kaum erwarten
weitere Bücher der Autorin zu lesen, aber jetzt erstmal Weiteres
zu diesem Buch:
Das Buch war keineswegs zu kitschig, es war sogar eher ziemlich
lustig (manchmal auch eher traurig, aber allgemein sehr schön)
und der Schreibstil ist unglaublich flüssig und man hat einfach
richtig viel Spaß beim lesen.
Mir hat außerdem gefallen, dass zwischen den Teilen von Tate
die Vergangenheit von Miles aus seiner Sicht niedergeschrieben
wurde.

Auch wenn mir das Buch wirklich richtig, richtig gut gefallen hat,
gibt es ein paar Kritikpunkte:
1. Zum einen, finde ich, beinhaltet das Buch jede Menge Klischee,
Miles wurde zum Beispiel (vor allem Äußerlich) als DER TYP überhaupt
beschrieben - Mein Geschmack trifft dies nicht. Mal davon abgesehen
bin ich der Meinung, dass der Name Miles momentan viel zu häufig
verwendet wird.
2. Ich mochte den Namen Tate nicht. Ist das überhaupt ein 
Mädchenname? Bestimmt, wenn die Hauptperson so heißt, mir kam es
aber eher komisch vor.
3. Manche Stellen wurden wiederholt, beziehungsweise ähnlich
wiedergegeben, zum Beispiel:

"Diese herzblutroten Haare, die aussehen, als hätte sich die
Natur diesen einen Farbton ganz spezielll für Rachel ausgedacht."
(S. 26)
und
"Meine Finger streichen durch ihre Haare, die so herzblutrot
sind, als hätte sich die Natur die Farbe nur für sie ausgedacht."
(S. 64)

Ich weiß nicht ob das extra so gedacht war, mich haben diese
Wiederholungen aber eher genervt.

Ansonsten gab es mehr aber mehr Positives, als Negatives und
ich habe mir zahlreiche Zitate herausgeschrieben, welche mir
sehr gefallen haben. Diese folgen nun:

1.) "Manchmal muss man einfach den ersten Schritt wagen, wenn
man möchte, dass es weitergeht." (S. 44)

2.) "Die Liebe ist nicht immer schön, Tate. Manchmal hofft man
die ganze Zeit, während man liebt, dass sich etwas ändert. Dass
es besser wird. Und irgendwann stellt man fest, dass man in einer
Sackgasse gelandet ist und unterwegs sein Herz verloren hat."
(S. 183)

3.) "Wenn du mich heute mehr liebst, als du mich gestern geliebt
hast, dann freue ich mich auf Morgen." (S. 274)

4.) "Ich habe nicht gewusst, dass ein Herz den Schmerz der
ganzen Welt fühlen kann." (S. 303)

Die Nächsten beiden fand ich persönlich am Schönsten. Sie haben
mich so sehr gerührt, ich musste auch ein paar Tränchen vergießen.
Die Zitate sind eher vom Ende, weshalb ihr sie nur lesen solltet,
wenn ihr das Buch schon kennt oder nichts gegen einen Spoiler 
habt:

5.) "Wenn du willst, dann gehört meine Vergangenheit von jetzt an
dir, auch wenn es sein kann, dass ich sie dir nur Stückchenweise
gebe. Ich erzähle dir alles, was du über mich wissen willst, okay?
Aber ich habe auch einen Wunsch: Ich möchte, dass du mir dafür 
deine Zukunft schenkst." (S. 340)

6.) "Wer auch immer sich den Ausdruck "Ich liebe dich zu Tode"
ausgedacht hat, hat offensichtlich nie die Art von Liebe
kennengelernt, die Tate und mich verbindet. Sonst hätte er 
gewusst, dass es in Wirklichkeit "Ich liebe dich ins Leben" 
heißen muss. Denn genau das ist es, was Tate getan hat - 
Sie hat mich zurück ins Leben geliebt." (S. 351)


3. "Noah will nach Hause" (E-Book) von Sharon Guskin

Inhaltsangabe: "Die alleinerziehende Janie ist ratlos. Ihr 
vierjähriger Sohn Noah hat Albträume und erzählt von grausigen 
Dingen. Immer wieder jammert er, dass er zu seiner Mama will. 
Aber ist er das nicht? Nachdem die verzweifelte Mutter 
verschiedene Ärzte konsultiert hat, stößt sie beim Stöbern im 
Internet auf die Seite von Jerome Anderson, einem 
Psychologieprofessor, der das Phänomen der Wiedergeburt 
erforscht. In ihrer Not nimmt sie Kontakt zu ihm auf. Kann er 
Noah helfen? Und so machen sie sich mit nur wenigen 
Anhaltspunkten detektivisch auf die Suche nach dem Ort, dem 
Haus, der Familie, der Mutter, nach der Noah sich so sehr 
sehnt – und werden fündig."

Seiten: 432
Genre: Spiritueller Roman
Cover: 5/5
Titel: 5/5
Inhalt: 4/5
Schreibstil: 3,5/5
Charaktere: 3,5/5

"Noah will nach Hause" habe ich als gratis eBook von vorablesen.de 
erhalten. Das Buch und der Inhalt hat mir sehr gefallen, jedoch
lese ich ungern eBooks. Das Lesen am Bildschirm hat mich eher
ermüdet und mir wenig Spaß bereitet. (Deswegen bin ich ganz
besonders froh, dass "Noah will nach Hause" nun auch als richtiges
Buch in meinem Bücherregal vertreten ist!)
Das Thema war meiner Meinung nach sehr spannend und ein wenig
sensibel, aber teilweise nicht gut umgesetzt. Noahs Vorgeschichte
hätte meiner Meinung nach länger sein können - Ich bin Erzieherin
und finde das Verhalten von Kindern sehr spannend, auch wenn
die Story des Buches fiktiv war, hätte ich gerne mehr über das
Verhalten von Noah erfahren. Mich hat es etwas an die Serie
"The Returned" erinnert, in welcher Verstorbene ins Leben 
zurückkehren, als ob sie nie weggewesen sind. Den Teil von 
Anderson fand ich manchmal etwas langweilig, auch wenn mir
dieser an sich sympathisch war.
Die Geschichten der verschiedenen Kinder, welche Anderson
kennengelernt hat, fand ich jedoch alle sehr gut. Davon
hätte ich gerne noch mehr gehabt.

Ich habe auch ein paar Zitate herausgeschrieben, welche ich
schön fand:

"Ihre Welt war neunzig Zentimeter groß, hellhäutig, blond
und in ihren Adern pulsierte das Leben." (eBook S. 790)

"Sie waren Fremde, verbunden durch Fremdheit." (eBook S. 979)


4. "Masterminds - Im Sog des Verbrechens" von Gordon Korman

Inhalt: "Eli, Tori, Malik und Amber sind endlich in Freiheit. 
Um alles in der Welt wollen sie das verbrecherische 
Klon-Experiment Osiris der Öffentlichkeit preisgeben. Die Zeit 
drängt, denn ihre Verfolger sind ihnen dicht auf den Fersen:
Um die ganze Wahrheit über ihre Herkunft zu erfahren, suchen die 
Freunde Tamara Dunleavy auf, die Gründerin des Klon-Experiments.
 Aber die mysteriöse Milliardärin hüllt sich in Schweigen. Eli 
und den anderen wird klar, dass sie in die Plastikfabrik 
zurückkehren müssen. Sie entkommen ihren Verfolgern fast 
mühelos, schrecken dabei aber vor illegalen Mitteln nicht zurück 
und schaffen es schließlich ans Ziel. Aber ist ihr Verhalten 
gerechtfertigt? Oder werden sie letzten Endes etwa zu den 
Kriminellen, von denen sie geklont wurden?"

Seiten: 272
Genre: Jugendroman
Titel: 3/5
Cover: 3/5
Inhalt: 3/5
Schreibstil: 4/5
Charaktere: 5/5

Vor einigen Monaten habe ich den ersten Teil als kostenloses
Leseexemplar erhalten und ich war super begeistert und konnte es
gar nicht erwarten die Reihe weiterzulesen. Der zweite Teil kam
dann überraschenderweise auch als kostenloses Leseexemplar bei mir
an (Ich habe nicht damit gerechnet, aber Vielen Dank an wen auch
immer), aber ich muss gestehen, dass der Teil mich nicht so sehr
überzeugt hat. Es war nicht wirklich schlecht, aber ich habe mehr
erwartet.
Ich verstehe nicht wieso Randy die anderen nicht begleitet.
Er ist zwar kein Klon, ist aber auch in Happyhausen aufgewachsen
und wurde ebenso belogen wie der Rest. Außerdem könnte ich mir
vorstellen, dass er seine Freunde unterstützen möchte.

Zuletzt noch ein paar Gedanken zum Ende, welche ihr nur lesen
solltet, wenn ihr nichts gegen Spoiler habt:

Ich habe gehofft und geahnt, dass Hector noch lebt. Irgendwie
konnte ich mir nicht vorstellen, dass in einem Kinderbuch einfach
so jemand "der Hauptfiguren" stirbt. Leider hat er sich dann ja
als ziemlich hinterlistig herausgestellt - damit habe ich auch
traurigerweise nicht gerechnet.
Das Ende kam ziemlich plötzlich und auch wenn klar ist, dass
wohl noch ein dritter Teil folgen wird, kam das Ende mir ZU
plötzlich. Den dritten Teil werde ich wohl aber dennoch lesen.


5. "Love Letters to the Dead" von Ava Dellaira

Inhalt: "Es beginnt mit einem Brief. Laurel soll für ihren 
Englischunterricht an eine verstorbene Persönlichkeit schreiben. 
Sie wählt Kurt Cobain, den Lieblingssänger ihrer Schwester May, 
die ebenfalls viel zu früh starb. Aus dem ersten Brief wird 
eine lange Unterhaltung mit toten Berühmtheiten wie Janis 
Joplin, Amy Winehouse und Heath Ledger. Denn die Toten 
verstehen Laurel besser als die Lebenden. Laurel erzählt ihnen 
von der neuen Schule, ihren neuen Freunden und Sky, ihrer 
großen Liebe. Doch erst, als sie die Wahrheit über sich und ihre 
Schwester May offenbart, findet sie den Weg zurück ins Leben 
und kann einen letzten Brief an May schreiben."

und auch auf Englisch, weil ich dieses Buch auch auf dieser
Sprache gelesen habe:

"It begins as an assignment for English class: Write a letter 
to a dead person. Laurel chooses Kurt Cobain because her sister, 
May, loved him. And he died young, just like May did. Soon, 
Laurel has a notebook full of letters to people like Janis 
Joplin, Amy Winehouse, Amelia Earhart, Heath Ledger, and more 
-- though she never gives a single one of them to her teacher. 
She writes about starting high school, navigating new friendships, 
falling in love for the first time, learning to live with her 
splintering family. And, finally, about the abuse she suffered 
while May was supposed to be looking out for her. Only then, 
once Laurel has written down the truth about what happened to 
herself, can she truly begin to accept what happened to May. And 
only when Laurel has begun to see her sister as the person she 
was -- lovely and amazing and deeply flawed -- can she begin to 
discover her own path."

Seiten: 327
Genre: Jugendbuch
Titel: 5/5
Cover: 5/5
Inhalt: 4/5
Schreibstil: 5/5
Charaktere: 4/5

Das Buch hat mir sehr gefallen. Es ist sehr schön und hat
mich teilweise auch sehr berührt. Doof fand ich nur die ganze
Sache mit Hannah und Natalie. Ich habe nicht verstanden, wieso
es so lange gedauert hat, bis sie zueinander gefunden haben. Auch
Skys Verhalten fand ich teilweise blöd - ich hätte mich an Laurels
Stelle nicht mehr auf ihn eingelassen.

Ein paar schöne Zitate habe ich natürlich auch entdeckt:

"I think a lot of people want to be someone, but we are
scared that if we try, we won't be as good as everyone imagines
we would be." (S. 192)

"And maybe what growing up really means is knowing that you
don't have to just be a character, going whichever way the story
says. It's knowing that you could be the author instead." (S.301)


6. "Reasons to stay alive" von Matt Haig

Inhalt: "Ein Buch, das es eigentlich gar nicht geben dürfte. 
Denn mit 24 Jahren wird Matt Haig von einer lebensbedrohlichen 
Krankheit überfallen, von der er bis dahin kaum etwas wusste: einer
Depression. Es geschieht auf eine physisch dramatische Art und 
Weise, die ihn buchstäblich an den Abgrund bringt. Dieses Buch 
beschreibt, wie er allmählich die zerstörerische Krankheit
besiegt und ins Leben zurückfindet. Eine bewegende, witzige 
und mitreißende Hymne an das Leben und das Menschsein – ebenso
unterhaltsam wie berührend."

und auf Englisch:

"Aged 24, Matt Haig's world caved in. He could see no way to go 
on living. This is the true story of how he came through crisis,
triumphed over an illness that almost destroyed him and learned 
to live again. A moving, funny and joyous exploration of how to 
live better, love better and feel more alive, Reasons to Stay 
Alive is more than a memoir. It is a book about making the most 
of your time on earth. 'I wrote this book because the oldest 
cliches remain the truest. Time heals. The bottom of the valley 
never provides the clearest view. The tunnel does have light at 
the end of it, even if we haven't been able to see it. Words, 
just sometimes, really can set you free."


Seiten: 254
Genre: Roman auf wahrer Begebenheit
Titel: 5/5
Cover: 4/5
Inhalt: 4/5
Schreibstil: 5/5
Charaktere: /

Da ich selbst an Depressionen und Angststörungen leide, hat das
Buch mich sehr angesprochen. Viele der Beschriebenen Situationen
und Gefühle waren mir nicht fremd und es hat sich gut angefühlt,
dass es auch anderen Menschen so geht, wie einem selbst. Ich
finde dieses Buch sehr hilfreich, aufbauend und bewegend und 
ich finde jeder sollte es gelesen haben - egal ob man selbst
Depressionen hat oder nicht - es ist meiner Meinung nach wichtig
für uns alle. Ich möchte auch gar nicht so viel zu diesem Buch
sagen, da man es einfach selbst lesen sollte (!), allerdings
habe ich UNZÄHLIGE schöne Zitate entdeckt, welche ich
hier einfach niederschreiben muss, da ich mich so gut mit
dem Geschriebenen identifizieren kann: (Spoilerwarnung!)

"You are walking around with your head on fire and no one
can see the flames." (S. 2)

"I want to be dead. No. That's not quite right. I didn't want
to be dead, I just didn't want to be alive. Death was something
that scared me." (S. 11)

Kapitel: "Things people say to depressives that they don't
say in other life-threatening situations: Why you think you
got cancer of the stomach? // Come on, I know you've got
tubercoulosis, but it could be worse." (S. 26-27)

"You are no less or more of a man or a woman or a human
for having depression than you would be for having cancer or
cardiouascular disease or a car accident." (S. 67)

"It is not you. It is simply something that happens to you."
(S. 68)

"Do it. Just walk to the shop. It's a shop. You've been
walking to the corner shop on your own since you were ten."
(S. 101)

"Maybe love is just about finding the person you can be your
weird self with." (S. 116)

"My life-sitter. My literal other half when half of me had gone."
(S. 118)

"So, as was so often the case, a big fear was beaten by a bigger
fear. The best way to beat a monster is to find a scarier one."
(S. 141)

"It may be a dark cloud passing across the sky, but - if that is
the metaphor - you are the sky. You were there before it. And
the cloud can't exist without the sky, but the sky can exist
without the cloud." (S. 175)

"There is so much life waiting for you." (S. 177)

"The closer you get to it, the closer it is to being over."
(S. 184)

---
Da mich das Thema sehr beschäftigt und die Depressionen
und die Angst mich schon viele Jahre begleiten, habe ich überlegt,
auch mal ein Blogpost darüber zu schreiben. Ich bin mir noch
nicht sicher, ob ich das wirklich tun werde - da es schon
etwas intim ist - aber vielleicht hilft es ja. Nicht nur mir,
sondern auch anderen. Genauso wie das Buch von Matt Haig.



Lesemonat: Juli

Lesemonat Juli im Überblick:

Gelesene Bücher: 6
Seiten insgesamt: 2.456
Buchtitel: 1. "Der Gast" von Richard Laymon
           2. "Todeswächter" von Veit Etzold
           3. "Eine für Vier" von Ann Brashhares
           4. "Cooper" von Eberhard Rathgeb
           5. "Doppeltot" von Gideon Samson
           6. "Der Pfahl" von Richard Laymon


1. "Der Gast" von Richard Laymon

Inhaltsangabe: "Eine Nacht in Los Angeles: Eher aus Zufall 
befreit der ängstliche Neal eine junge Frau aus der Gewalt eines
Serienkillers. Zum Dank dafür schenkt sie ihm ein Armband, das 
magische Kräfte besitzt. Mit seiner Hilfe kann man in die Körper 
anderer Menschen eindringen – fühlen, was der andere fühlt, 
spüren, was der andere denkt. Doch was zunächst ein prickelndes 
Erlebnis zu sein scheint, verwandelt sich für Neal schnell in 
einen Alptraum."

Seiten: 748
Genre: Horrorroman
Titel: 3,5/5
Cover: 4/5
Inhalt: 3/5
Schreibstil: 2,5/5
Charaktere: 3/5


Die Idee an sich finde ich eigentlich ganz gut, stellenweise
wurde sie aber schlecht umgesetzt. Beim lesen haben sich einige
Kritikpunkte angesammelt, welche meine Lesefreude etwas gehemmt
haben.

(Die Nachfolgenden Kritikpunkte können Spoiler enthalten, also
nur weiterlesen, wenn euch das nichts ausmacht.) 

- Zuerst hat mich ein Dialog auf S. 73 verwirrt. Neal redet in
Gedanken mit Elise, als er mithilfe des Armbands in ihren Körper
reist. Elise antwortet ihm sofort, dass sie ihn nicht hören kann.
Wenn sie ihn nicht hören kann, wieso reagiert sie dann direkt?
Deshalb sagte er in Gedanken: "Ich bin hier, Elise. Was geht da
vor sich? Es muss ein Traum sein, oder?" Elise dachte: "Ich kann
dich nicht hören. Das funktioniert nur in eine Richtung."

- Dann habe ich mich gefragt wieso Neal nicht persönlich zu 
Elise fährt oder sie anruft, um sie zu warnen, sondern mit dem
Armband zu ihr reist. Er weiß doch, dass er nicht mit ihr
kommunizieren kann, wenn er in ihren Körper ist. Als er sich
dann endlich wahrhaftig auf dem Weg zu ihr macht, schießt er
vorher die Reifen des Killers kaputt, damit dieser nicht
flüchten kann. Bevor er aber tausendmal in den Wagen schießt,
fände ich es schlauer, wenn er erstmal nach Elise schaut, da er
ja wusste, dass diese sich in den Klauen des Killers befindet.
Der Mörder hat die vielen Schüsse sicherlich gehört und schnell
kurzen Prozess gemacht und Elise sofort getötet. 

- Als Nächstes finde ich die ganze Sache mit Sue komisch.
 Er lernt Sue in dem Café kennen, in welchem sie arbeitet, als 
er für ein paar Tage wegfahren will. Sie will ihn spontan auf
seiner Reise begleiten, obwohl sie ihn nicht kennt, gerade am
arbeiten ist und nicht mal 18 Jahre ist (und Neal fast 30)
Als die beiden sich dann auch noch ineinander verlieben 
und eine kuriose Dreieicksbeziehung mit Neals Freundin (welche
das alles nicht zu stören scheint) eingehen, wurde die Sache
erst Recht komisch. Neals Gefühle kann ich eh nicht nachvollziehen,
da er sich erst spontan in Elise verliebt und später dann in
Sue, obwohl er eine Freundin hat. Solche "Liebe" kann ich nicht
ernstnehmen und hat mich demnach etwas gestört.

- Sue redet außerdem enorm komisch. Auch wenn das so gewollt ist,
hat es mich beim flüssigen Lesen gestört. Hier ein paar Beispiele:
"Sind das die, wo du abbekommen hast, als deine Freundin vom Boot 
gefallen ist?" (S. 284)
"Tja, ich tu einfach behaupten, dass (...)" (S. 286)

- Außerdem gab es eine Reihe von Rechtschreibfehlern. Langsam
verfluche ich diese Übersetzer von Richard Laymon. Jegliche Bücher
von Richard Laymon werden versaut, weil überall Fehler sind. Und
dann nicht irgendwelche Flüchtigkeitsfehler, welcher ja jeder
Mensch macht, sondern richtig dämliche. Hier ein paar Beispiele:
The Ford (S. 286) - obwohl der Park "The Fort" heißt
Wenn kümmert's? (S. 290)
"Oh, du fühlst dich sich so gut an." (S. 741)

Mal abgesehen von den reichlichen Kritikpunkten fand ich auch das
Ende blöd. Dieses möchte ich euch nun aber nicht vorwegnehmen.
Also lest selbst, wenn ihr wollt. Empfehlen würde ich euch aber
lieber ein anderes Buch von Richard Laymon.

Zum Schluss allerdings noch etwas Positives - das darf ja auch
nicht fehlen.
Neal möchte in dem Buch für ein paar Tage wegfahren und überlegt,
in einen Freizeitpark zu fahren. Bei der Überlegung denkt er an
Bolata Bay, entscheidet sich aber dagegen, weil dort vor einiger
Zeit schlimme Ereignisse stattgefunden haben. Dies ist eine
Anspielung auf einen anderen Roman von Richard Laymon, welchen
ich auch erst vor kurzen gelesen habe. Ich habe vorher noch nie
gesehen, dass Richard auf einen seiner eigenen Romane anspielt
und war ganz begeistert - und da "Die Gang", das Buch, von dem
hier die Rede ist, meiner Meinung nach weitaus besser war als
"Der Gast" war ich natürlich doppelt positiv überrascht.


2. "Der Todeswächter" von Veit Etzold

Inhaltsangabe: "Eine Serie rätselhafter Morde erschüttert Berlin.
Zwischen den Opfern gibt es keine Verbindung - außer der
Handschrift des Täters: Die Leichen wurden nach ihrem Tod 
auffällig in Szene gesetzt, in ihren Mundhöhlen findet die 
Polizei antike Münzen. Doch das Merkwürdigste: Es gibt eindeutige 
Hinweise darauf, dass der Täter sich über einen längeren 
Zeitraum bei den Opfern aufgehalten hat. Allerdings ist die an 
den Tatorten sichergestellte DNA jedes Mal eine andere. Sind 
hier womöglich mehrere Mörder am Werk?"

Seiten: 441
Genre: Thriller
Titel: 5/5
Cover: 4/5
Inhalt: 3,5/5
Schreibstil: 4/5
Charaktere: 3/5

Die Inhaltsangabe, welche ich euch oben hinterlegt habe, ist
nicht identisch mit dem Klappentext, welchen ich euch nun nochmal
präsentieren werde:

Drei Opfer, die unterschiedlicher nicht sein könnten.
Drei Menschen, die ihrer größten Angst ins Auge blicken.
Ein Mörder, der das grausamste Spiel aller Zeiten spielt.

Ihr findet das klingt vielversprechend? Ja, das dachte ich auch.
Leider hat der Klappentext nicht viel mit dem Inhalt zu tun.
Klar, es gab einen Mörder, der anderen Menschen etwas schlimmes
angetan hat, großer Angst mussten sie wohl auch ins Auge blicken,
aber ich habe es mir spezieller vorgestellt. Irgendwie so ein
bisschen Sawmäßig. Das jeder seiner eigenen, individuellen Angst
ins Auge blicken muss und ein "Spiel" spielen muss, um zu
überleben. Sowas eben. Abgesehen davon gab es mehr als drei Opfer.

Bevor ich ein bisschen Kritik ablassen möchte, widme ich mich
jedoch ein paar schönen Buchzitaten, welche mir gefallen haben:

Die Sonne brannte noch immer vom blauen Himmel, doch am Horizont
türmten sich bereits Wolken, von denen man nicht sagen konnte, ob
sie nur die Sonne verdunkeln oder ein Unwetter brachten. Denn jeder
Sommer trug seinen Winter in sich, jedes Licht seinen Schatten,
jeder Anfang sein Ende. Und jedes Leben seinen Tod. (S. 200)

liebe ist, den verlorenen Teil des Selbst in einem anderen
Menschen wiederzufinden. (S. 302)

Man konnte schließlich nicht loslassen, was man vorher nicht
festgehalten hat. Und man konnte nicht verlieren, was man nie
besaß. (S. 303)


Nun kommen die Kritikpunkte, welche ihr überspringen solltet,
wenn ihr nicht gespoilert werden wollt:

- Ich könnte mich mal wieder darüber aufregen, dass in
diesem Buch eine gute Person böse wird. Ernsthaft, ich habe das
auf meinem Blog nun schon tausendmal getan, weshalb ich euch das
am liebsten ersparen würde, aber mich nervt es wirklich. Dieses
Konzept ist einfach nur noch total ausgelutscht. Zum Glück 
mochte ich dieses Mal diese Person nicht so besonders. Manchmal
hänge ich mein Herz das ganze Buch über an eine Person, nur um
am Ende erfahren zu müssen, dass diese der/die Mörder/in ist.

- Es gab ein paar Sinnfehler, welche hauptsächlich Karl betreffen.

Zum einen ändert sich sein Alter ständig:

"Der achtundzwanzigjährige Praktikant des LKA Berlin." (S. 408) 

"Das erklärte auch, weshalb er als 29 Jähriger (...)" (S. 429)

Zum anderen weiß man nicht wirklich, wann er wie alt war. Wenn
er zur Tatzeit erst sechs Jahre alt war, wieso wird dann davon
geredet, dass die ersten zehn Jahre nur ein schlechter Traum
gewesen sind? Nach der besagten Tatzeit ging es ihm ja schnell
besser:

"Inzwischen fühlte es sich an, als wären sie schon immer seine
Familie, als wären seine ersten zehn Lebensjahre nur ein schlimmer
Traum gewesen aus dem seine Mutter ihn liebevoll geweckt hatte."
(S. 216)

"Er ist 1982 geboren. Zur Tatzeit war er 6 Jahre alt. Dann ist er
jetzt ..." Er rechnete kurz im Kopf nach. "29." (S. 380)

Letztendlich muss ich noch sagen, dass ich das Ende reichlich
lahm fand. Es wurde nur geschrieben, dass das Einsatzkommando
den Täter überwältigt hat. Es war nicht detailliert genug und 
langweilig. Besonders den Moment der Festnahme hätte man weitaus
besser und präziser ausschmücken können.


3. "Eine für Vier" von Ann Brashares

Inhaltsangabe: "Es ist ein Sommer wie kein anderer. Carmen, 
Bridget, Lena und Tibby werden süße 16 und zum ersten Mal 
trennen sich ihre Wege. Um in Kontakt zu bleiben, schicken sie 
eine Jeans auf Reisen – von einer zur anderen, um die halbe Welt, 
in einer Zeit, in der sich alles verändert und die vier ganz 
unterschiedliche Erfahrungen machen mit Liebe, Verlust, Trauer 
und Freundschaft."

Seiten: 319
Genre: Jugendroman
Titel: 4/5
Cover: 1/5
Inhalt: 5/5
Schreibstil: 5/5
Charaktere: 5/5

Das Buch "Eine für Vier" ist schon ziemlich alt. Schätzungsweise
um die 10 Jahre. Ich habe es damals oft im Buchladen gesehen, aber
nie gekauft. Vor gar nicht allzu langer Zeit habe ich dann die 
Verfilmung im Fernsehen gesehen. Meine Mutter und ich waren total
begeistert und haben uns gefragt, wieso wir nie das Buch gekauft
beziehungsweise gelesen haben. Ich habe seitdem immer Ausschau
danach gehalten, aber eher halbherzig, weil ich befürchtet habe,
dass so ein altes Buch nicht mehr vorrätig ist. Als dann die
letzte weiße Buchwoche in der Mayersche stattfand, habe ich es
aber tatsächlich gefunden und mich gleich ans Lesen gemacht. Das
Buch war großartig, auch wenn es eher für Jüngere geschrieben ist.
Den Film fand ich allerdings etwas besser, das ist bei mir meistens
so, wenn ich vorher den Film geschaut habe. Ich freue mich nun
riesig darauf, auch noch die restlichen Teile zu lesen. Auch 
wenn das Buch toll war, gibt es ein bisschen Kritik, beziehungsweise
Punkte, welche ich nicht verstanden habe.
Zuerst aber ein schönes Zitat aus dem Buch:

Heute ist das Morgen, um das wir uns gestern Sorgen gemacht haben.


Wie immer - Spoilergefahr - Wenn ihr nicht gespoilert werden
wollt, die nächsten Punkte auslassen:

- Ich konnte Bridgets Verhalten nicht wirklich nachvollziehen.
Sie macht Eric die ganze Zeit an und als offensichtlich was
zwischen ihnen gelaufen ist, ist sie ziemlich deprimiert.
Sie isst nichts mehr, ist schlecht gelaunt, usw. Beim klärenden
Gespräch mit Eric sagt dieser dann: "Du hast noch nicht viel
Erfahrung mit Männern stimmt's?" (S. 286)
Außerdem: "Sie wusste, dass sie zu jung war für das, was sie mit
ihm gemacht hatte."
Wie soll man das verstehen? Haben die beiden miteinander 
geschlafen? Offensichtlich ja, aber wieso deprimiert sie das,
obwohl sie es wollte? Weil sie zu jung war? Weil es weh tat? Weil
sie es bereut? Und wieso weiß er, dass sie noch nicht viel
Erfahrung hat? Weil sie so komisch reagiert?

- Außerdem kann ich Tibby nicht verstehen. Sie mag Tucker
plötzlich nicht mehr, obwohl er nichts getan hat. Er ist
freundlich zu ihr und sie denkt abfällige Dinge über ihn, ganz
besonders über sein Äußeres, was ich ziemlich gemein finde.
Wieso hat sich ihre Meinung so schnell geändert?


4. "Cooper" von Eberhard Rathgeb

Inhaltsangabe: "Es ist ein Tag wie jeder andere. Eine junge Familie 
fährt in das neue kleine Wochenendhaus auf dem Land. Doch wer 
ist dieser böse, abweisende Junge an der einsamen Tankstelle? 
Was geschieht der Mutter, Lisa, als sie plötzlich den schweren 
schwarzen Schatten im Rücken spürt, allein im Haus? Was wird 
aus ihrem Mann Jakob und den beiden Töchtern, als die helle, 
freundliche Welt auf einmal ins Schreckliche kippt? Der 
schlimmste Angriff des Schicksals steht ihnen noch bevor."

Seiten: 139
Genre: Roman
Titel: 2,5/5
Cover: 5/5
Inhalt: 3/5
Schreibstil: 3/5
Charaktere: 1/5

Der Schreibstil ist eigentlich ganz gut, irgendwie gehoben und
außergewöhnlich. Ich dachte die fehlende wörtliche Rede würde mich
mehr stören, aber in diesem Fall lagen die Kritikpunkte woanders. 
Irgendwie war das auslassen der wörtlichen Rede passend, da eh 
nur von oben herab erzählt wurde und die Personen - meiner Meinung
nach - keine greifbare Rolle spielt. Man ist nur stummer Begleiter
in einem Roman, in dem selbst die Hauptcharaktere nicht viel zu 
sagen haben. Für Charaktere konnte ich deshalb auch leider nur einen
gutgemeinten Punkt vergeben, die Charaktere wurden viel zu 
oberflächlich erwähnt, sodass es schwierig war, sich ein richtiges
Bild von ihnen zu machen. Auch die Bandwurmsätze hätten mich in
einem anderen Buch vermutlich mehr gestört. Der Inhalt, welchen ich
später noch erwähnen werde - war ein größerer Kritikpunkt, weshalb 
Bandwurmsätze und fehlende wörtliche Rede nicht allzu schlimm waren.
Trotzdem besteht das Buch hauptsächlich aus riesigen Sätzen und ich
meine wirklich riesig - bereits auf der zweiten Seite wird man von
einem Satz erschlagen, welcher 18 Zeilen lang ist. Also fast die 
komplette Seite. 
Als nächstes gehe ich detailliert auf meine Meinung und
den Buchverlauf ein, also falls man nicht gespoilert werden möchte,
nicht weiterlesen:
Ich weiß ehrlich gesagt nicht, was ich von dem Buch halten
soll und ob es mir gefallen hat oder nicht. Zum einen fand ich
es unglaublich spannend und ich konnte es nicht mehr aus der Hand
legen und habe es in einem Zug durchgelesen. Ich musste einfach
erfahren, was als nächstes passiert und wie sich alles zusammenfügt.
Zum anderen finde ich, dass letztendlich gar nichts geschehen ist.
Ich habe die ganze Zeit auf das große Finale gewartet und auf
irgendwas, was alles erklärt, aber das blieb aus.
Den Anfang fand ich echt vielversprechend und ja, sogar gruselig.
Eine 4-Köpfige Familie (Mutter, Vater und zwei kleine Töchter)
unternehmen einen Ausflug. Auf dem Weg dahin entdecken sie eine
scheinbar verlassene Tankstelle. Als der Vater jemanden sucht,
bei dem er bezahlen kann, entdecken die Kinder eine Katze. Der
Vater trifft einen seltsamen Jugendlichen. Als er später den
Tankwart antrifft, wird er auch von diesem gefragt, ob er einem
Jungen begegnet ist, aber man erfährt nicht, was es mit
diesem Jungen auf sich hat. Auch was es mit der Katze auf sich hat,
bleibt aus. Diese kommt zwar noch einmal vor, aber es werden
nur weitere Fragen aufgeworfen und keine beantwortet. Als die 
Familie nämlich später an ihrem Ziel ankommt ist dort auch
diese Katze und alle fragen sich, wie das nur möglich ist. Es
ging spannend weiter. Während die Töchter mit ihrem Vater am
nächsten Morgen weggehen, bleibt die Mutter allein zurück. Ihr
passiert etwas schreckliches, aber man erfährt nicht was. Ich
habe gehofft, dass sich all das am Ende aufklärt, aber das war
reines Wunschdenken. Der Mittelteil war auch noch recht spannend:
Die Mutter, welche etwas schreckliches erlebt hat, fährt fort, um
darüber hinwegzukommen. Als sie wieder nach Hause kehrt, fahren sie
zurück an den Ort des Geschehens. Der Vater schwört seine Frau
keine Sekunde aus den Augen zu lassen, damit ihr nicht wieder
irgendwas zustößt, aber schon am Nächsten Morgen verlässt gemeinsam
mit den Kindern das Haus. Die drei sterben womöglich bei einem
Autounfall (bei dem auch die Katze involviert ist?), aber
wirklich feststehen tut davon nichts.
Den letzten Teil fand ich richtig schlecht, langweilig und
ereignislos. Die Erklärungen blieben wie gesagt aus und es
wurde nur oberflächlich beschrieben was die Frau ohne Mann 
und Kinder macht. Sie lernt Cooper kennen, knapp 20 Seiten vor
Buchende, obwohl das Buch nach Cooper benannt ist und man
eigentlich denkt, dass er eine zentralere Rolle spielt, aber
vielleicht ist seine Rolle auch wichtig und ich habe es nur nicht
begriffen. Er erzählt von seinem Bruder, welcher meiner Meinung nach
nichts mit dem davorigen Buchverlauf zu schaffen hat, aber
vielleicht ist dort irgendeine unterschwellige Erklärung enthalten,
welche ich nicht kapiert habe. Am Ende nimmt sich die Mutter
scheinbar das Leben, aber genaueres erfährt man mal wieder nicht.
Das Ende bleibt wie alles in diesem Buch reine Spekulation.

5. "Doppeltot" von Gideon Samson

Inhaltsangabe: "Grenzenlose Freundschaft. Rifka und Düveke sind
beste Freundinnen. Rifka hat das Sagen und immer wieder schräge 
Ideen. Düveke imponiert das, es ist aufregend und schweißt die 
beiden noch enger zusammen. Der neueste Coup: Rifka will an 
ihrer eigenen Beerdigung teilnehmen – quicklebendig. Sie 
überredet Düveke, eine Entführung vorzutäuschen und ihr Versteck, 
Kleidung und Essen zu besorgen. Doch die Sache läuft aus dem Ruder."

Seiten: 220
Titel: 4/5
Cover: 1/5
Inhalt: 5/5
Schreibstil: 5/5
Charaktere: 3,5/5

Das Buch "Doppeltot" von Gideon Samson hat mich sehr geschockt
und mitgenommen. Es hat einen anderen Verlauf angenommen, als ich
vorher in Betracht gezogen habe und mich haben viele Stellen sehr
berührt. Bevor ich aber näher darauf eingehen werde, vorerst ein
paar oberflächlichere Fakten:

- Ich fand die Aufteilung von dem Buch sehr gut. Die Teile 
waren in die Kategorien "Davor", "Danach" und "Währenddessen" 
gegliedert und jeder Teil wurde aus der Sicht einer anderen Person
beschrieben, was super war, weil man so die Gedanken und Gefühle
vieler näher betrachten konnte. Nicht nur, dass es drei verschiedene
Personen waren, es gab auch sprachlich drei verschiedene Sichten.
So wurde Düvekes Teil, "Davor" in der Ich-Perspektive verfasst,
währenddessen Oliviers Teil "Danach" in der dritten Person ("er)
geschrieben wurde. Rifkas Teil "Währenddessen" ist aus der
Du-Perspektive, was ziemlich genial ist, da man so noch mehr
im Geschehen involviert wird. Außerdem ist diese 
Erzählperspektive relativ selten. (Beispiel: "Du könntest jetzt
aufstehen, aber du bleibst sitzen.")

- Was ich noch so gut fand, ist dass Oliviers Teil keine 
Kapitelnamen hat, sondern nur in "Erstes Kapitel", "Zweites 
Kapitel" usw. unterteilt ist. In Teil 1 und 3 tragen die
unterschiedlichen Kapitel verschiedene Namen.

- Eine Sache, die ich so vorher auch noch nie gesehen habe, 
fand ich ganz toll. In Oliviers Teil fällt einmal der Wortlaut
"(...) das schwärzeste Kapitel seines Lebens (...)" und die
darauffolgende Seite ist einfach komplett schwarz. Das hat diesem
kleinen Satz sehr viel Ausdruck verliehen, weil das Kapitel danach
in der Tat sehr schwarz war.

Als nächstes folgen ein paar Zitate aus dem Buch, welche mir
persönlich sehr gefallen haben:

"Das also ist es, was man Liebe nennt, dachte er. Dass das Glück
eines anderen dir wichtiger ist als dein eigenes." (S. 140)

"Es musste ein Wort geben für Momente, in denen Begriffe wie
"Trauer", "Leid" und "Schmerz" viel zu klein und unbeholfen
klingen." (S. 142)


Nun folgen ein paar meiner Gedanken und Gefühle, welche
ich beim lesen hatte. Da ihr hierbei möglicherweise
gespoilert werden könnt, nur weiterlesen, wenn euch
das nichts ausmacht:

- Im ersten Teil hat man das Gefühl Düveke und Rifka
sind unzertrennlich und die besten Freundinnen der Welt.
Ich war kurzzeitig sogar etwas neidisch, weil ich mir 
auch so eine Freundschaft gewünscht habe. Im letzten Teil
löst sich dann alles Positive in Luft auf, da man nun
auch Rifkas Sicht kennt und erfährt, dass diese Düveke
niemals mochte und lediglich dafür benutzt hat, um
an ihren großen Bruder Olivier heranzukommen. Es tut
einem vor allem deshalb im Herzen weh, weil Düveke
so viel für Rifka riskiert. Ich kann mich auch deshalb
so gut in die Sache einfinden, weil ich ein bisschen so wie
Düveke bin. Düveke ist die unsichere und ängstlichere
von beiden und wird deshalb von Rifka als dumm und 
uneigenständig betitelt.
Düveke riskiert so viel für Rifka und tut alles was
diese verlangt, weil sie denkt, sie sind beste
Freundinnen. Es ist heftig wie sich Düveke 
in dem Buch verwandelt, von dem unschuldigen, süßen,
unsicheren 12 Jährigen Mädchen, zu dem, was sie
letztendlich wird.
Was ich nicht nachvollziehen kann ist, warum Düveke
immer noch zu Rifka hält, obwohl diese irgendwann
zeigt, dass sie keine Freundinnen mehr sind.
Rifka schickt ihr eine Nachricht und fügt als letzten
Satz "Du bist eine Schlampe" hinzu. Wieso fährt
Düveke trotzdem zu ihr? Sie wurde grundlos beleidigt
und sollte langsam einsehen, dass sie von
Rifka nur benutzt wird. Ich hätte gerne gewusst, was
Düveke gedacht hat, als sie diese bösen Nachrichten
gelesen hat. Da sie in Rifkas Teil verschickt wurden,
hat man nur Düvekes Antwort lesen können, nicht mehr
ihre Gedanken. War sie traurig oder bereits dort
voller Wut und Hass? Hat sie schnell begriffen,
dass sie und Rifka niemals Freundinnen waren?
Das Ende hat mich natürlich auch unglaublich geschockt.
Ich finde es einerseits unglaublich süß, was
Olivier auf sich nimmt, nur weil er seine Schwester so
sehr liebt, zum anderen ist es so schrecklich, weil 
ich Olivier echt mochte und er gerade so glücklich
mit Ilona war und nun alles in Scherben liegt.


6. "Der Pfahl" von Richard Laymon

Inhaltsangabe: "Der Horrorautor Larry entdeckt eine 
Geisterstadt in der Wüste Kaliforniens. Im Keller eines
verfallenen Hotels steht ein Sarg, in dem eine mumifizierte,
weibliche Leiche liegt. Und in dieser Leiche steckt ein
Holzpfahl. Larry beschließt, den Sarg mitzunehmen und das
Entfernen des Pfahls in seiner eigenen Garage auf Video für
die Nachwelt festzuhalten. Keine gute Idee, wie sich bald
herausstellen wird."

Seiten: 589
Genre: Horrorroman
Titel: 3/5
Cover: 3/5
Inhalt: 2,5/5
Schreibstil: 3/5
Charaktere: 4/5

Puh, ehrlich gesagt weiß ich nicht so recht, was ich in dieser
Rezension schreiben soll. Wie fleißige Leser mittlerweile wissen
müssten, liebe ich Richard Laymon und seine Horrorromane. Das
manche Bücher auch Themen beinhalten, welche nicht so realistisch
sind stört mich meist nicht, obwohl ich sowas sonst nicht so
spannend finde. Da es sich aber um Laymon handelt gefallen mir
oft auch Bücher mit Mumien oder unsichtbare Killer. In "Der Pfahl"
ging es um Vampire und ich muss sagen, dass mir das nicht so
wirklich gefallen hat. Später werde ich noch näher darauf 
eingehen, jetzt aber erstmal ein paar Zitate, welche mir gut
gefallen haben:

"Wenn die Zukunft uns erreicht, ist sie nicht mehr als ein Moment,
ein Augenblick der Gegenwart." (S. 337)

"Das leben ist grausam und dann stirbt man." (S. 390)

Falls ihr nicht gespoilert werden wollt, hört nun lieber auf
zu lesen:

Im Prolog kann man sofort lesen, dass es sich um einen echten
Vampir handelt, das finde ich schade, weil es sofort die Spannung
wegnimmt. Das komplette Buch handelt davon, wie Larry überlegt,
ob er den Pfahl aus der Leiche ziehen soll, da er Angst vor
möglichen Konsequenzen hat. Ohne den Prolog wüsste auch der Leser
nicht, ob es nun ein echter Vampir ist oder nur eine Leiche und
wäre ebenso gespannt wie Larry selbst.
Ich weiß nicht ob das der einzige Grund war oder es einfach
damit zusammenhängt, dass ich Vampire allgemein nicht so spannend
finde, aber alles, was nebenher passiert ist, fand ich spannender
als diesen Pfahl. Lane, Larrys Tochter, wurde von ihrem Lehrer
vergewaltigt, für den sie vorher enorm geschwärmt hat. Ich hätte
lieber mehr von Lane, ihrer Angst und vielleicht sogar ihrem
Versuch erneut einem Jungen zu vertrauen, gelesen, anstatt von
dem Vampir. Ich fand diese Nebengeschichte einfach viel zentraler
und spannender. Was ich ebenfalls super gefunden hätte, wenn es
schon um Vampire gehen soll, dass Lane Lehrer der böse Vampir 
ist und nicht die entschuldige Bonnie, welche mit dem Pfahl in der
Brust gefunden wurde. Etwa so: Der junge, gutaussehende Lehrer
reist schon seit tausenden von Jahren durch die Länder, vergewaltigt
und tötet schöne Mädchen und tötet sie mit einem Pfahl in der Brust,
damit jeder denkt, sie wären Vampire und nicht etwa der Mörder
selbst. Er hat Lane auch von seiner früheren Freundin, Lonnie,
erzählt, über welche er noch nicht hinweg ist. Lonnie = Bonnie?
Das wäre einfach viel zu perfekt gewesen. Im Buch wird der Lehrer
später tatsächlich mit einem Pfahl getötet (zwar in die Kehle),
aber es wäre so cool gewesen, wenn er mit dem Pfahl getötet worden
wäre, weil sich Lanes Vater wegen der Vergewaltigung rächen will,
nicht etwa, weil er glaubt dieser sei ein Vampir. Umso mehr ich
darüber nachdenke, desto mehr wird mir bewusst, dass man viel 
mehr aus diesem Buch hätte machen können. Schade Laymon, ich
liebe dich aber trotzdem!