Lesemonat: Juli

Hallo ihr Lieben,

ich habe versucht mich nicht selbst so unter Druck zu setzen und so
viel zu lesen, wie ich eben schaffe und es hat wunderbar geklappt.
Es ist erst Mitte Juli - ich schreibe die Rezensionen diesen
Monat mal eher, weil ich bald in den Urlaub fliege - und ich habe
bisher schon vier(!) Bücher gelesen. Das ist mehr, als ich sonst
im kompletten Monat schaffe und nun habe ich noch die Hälfte des
Monats übrig und schaffe bestimmt noch ein paar Bücher mehr, vor
allem weil ich jetzt drei Wochen Urlaub habe. By the way: zu 
meiner Urlaubsplanung folgt auch noch ein Blogpost, also seid
gespannt!
Aber nun erstmal viel Spaß mit den Rezensionen:

Lesemonat Juli im Überblick:

Gelesene Bücher: 4
Seiten insgesamt: 
Buchtitel: 1. "Bruderlüge" von Kristina Ohlsson
           2. "Teufelskälte" von Gard Sveen
           3. "To all the boys I've loved before" von Jenny Han
           4. "Bilder deiner großen Liebe" von Wolfgang Herrndorf


1. "Bruderlüge" von Kristina Ohlsson

Inhaltsangabe: "Martin Benner befindet sich in der Hand von 
Unterweltboss Lucifer, der ihm den Auftrag erteilt, Mio zu finden – 
den Sohn der Serienmörderin Sara Texas. Wohl fühlt sich Benner 
damit nicht, schließlich arbeitet er nun für denjenigen, der Sara 
solche Angst einjagte, dass sie von einer Brücke gesprungen ist. 
Doch damit nicht genug: Jemand ist dabei, Benner zwei Morde 
anzuhängen, und er hat keine Ahnung, wer das ist. Als Benner von 
seiner eigenen Vergangenheit eingeholt wird, begreift er, dass er 
nicht durch Zufall in die ganze Geschichte geraten ist, sondern 
dabei eine wichtige Rolle spielt."

Bruderluege von Kristina Ohlsson

 
Genre: Thriller
Seiten: 445
Titel: 5/5
Cover: 4,5/5
Inhalt: 5/5
Schreibstil: 5/5
Charaktere: 4/5

Kürzlich habe ich das Buch "Schwesterherz" gelesen und fand es
großartig. Diesen Monat habe ich die Fortsetzung "Bruderlüge"
gelesen und fand es noch großartiger! Das Buch war so spannend,
ich konnte es nicht mehr aus der Hand legen. Das offene Ende und
das Versprechen auf einen dritten Teil haben mich sehr glücklich
gemacht - na gut, das offene Ende hat mich eher in den Wahnsinn
getrieben, aber ich freue mich so auf den nächsten Teil, da diese
Reihe einfach extrem spannend ist. Alles ist irgendwie
durcheinander und verwirrend - aber auf eine spannende Weise - 
und dann setzt sich alles so brilliant und einleuchtend zusammen,
das ist wirklich ganz große Klasse, was Kristina Ohlsson da 
abgeliefert hat.
Ich bin wirklich so begeistert, ich kann meine Begeisterung gar
nicht in Worte fassen, also sag ich nur: LOS, IHR MÜSST DIESE
BÜCHER LESEN! SOFORT! 
Die Kapitelanfänge haben mich leider genauso sehr genervt, wie 
beim Vorgänger "Schwesterherz", diese sind nämlich in Großbuchstaben
geschrieben. (Beispiel: "DER TAG WOLLTE KEIN ENDE nehmen.") Ich 
finde es schon blöd, dass man so angeschrien wird, weil das sehr 
aggressiv wirkt, aber warum dann nicht mal der komplette Satz 
großgeschrieben wird und nur ein Wort klein, verstehe ich nicht 
wirklich.

Zum Schluss habe ich noch ein paar Zitate für Euch, welche mir
gefallen haben:

- "Am liebsten hätte ich mich zusammengekauert und darum
gebettelt, in Ruhe gelassen zu werden. Aber so was funktioniert
nur, wenn es Menschen sind, die man anfleht, nicht die Sünden
der Vergangenheit." (S. 46)

- "Ich war unschuldig und würde mich auch genau so verhalten:
zur Arbeit gehen, das Kind zur Tagesstätte bringen und zweihundert
Runden in dem Hamsterrad abreiten, das sich für gewöhnlich
Alltag nennt." (S. 48)

- "Ich habe mich schon gefragt, ob Didrik allen Stil verloren hat."
(S. 215) Dieses Zitat finde ich besonders witzig, da Didrik Stihl
mit Nachnamen heißt. 

- "Nachts hielt mich die Vergangenheit wach und tagsüber die
Gegenwart." (S. 321)

- "Wir wissen erst, was wir gesucht haben, wenn wir es vor Augen
haben." (S. 406)



2. "Teufelskälte" von Gard Sveen

Inhaltsangabe: "Wie sehr kann man sich selbst hassen? Nie 
war Tommy Bergmann verzweifelter, nie einsamer. Da wird sein 
schlimmster Albtraum wahr. Er hielt seinen ersten Fall für gelöst. 
Doch nun geht das Morden wieder los. Auf die gleiche Weise wie 
damals. Hat er den falschen eingesperrt? Ist der wahre Mörder 
seit Jahren auf freiem Fuß? Hat er als Kommissar auf ganzer Linie 
versagt? Bergmanns neue Kollegin entdeckt eine Spur. Sie ist eine 
Frau nach seinem Geschmack: klug, verletzlich und schön. 
Doch sie hat einen Hang zu den falschen Männern."

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Genre: Kriminalroman
Seiten: 416
Cover: 5/5
Titel: 4/5
Inhalt: 3,5/5
Schreibstil: 4/5
Charaktere: 4/5

Letztes Jahr habe ich zum ersten Mal ein Buch von Gard Sveen
gelesen: "Der letzte Pilger". Diesen Monat folgte dann der
zweite Teil "Teufelskälte".
Ich habe bei der Rezension von "Der letzte Pilger" gehofft, dass
die Beziehung von Tommy und Hadja nochmal erwähnt und erwärmt
wird, aber leider kam diese in "Teufelskälte" kaum bis gar nicht
vor. Dennoch fand ich das Buch gut, nicht mein Highlight
in diesem Monat, aber solide. Wer den ersten Teil gelesen hat,
der sollte auch unbedingt den zweiten Teil lesen.
Negativ fand ich die vielen verschiedenen Sichtweisen - versteht
mich nicht falsch, eigentlich liebe ich es, wenn in Büchern
die Perspektiven von mehreren Personen erläutert werden, aber
irgendwie war es in diesem Fall too much. Es war verwirrend
am Anfang nicht zu wissen, um wen es nun eigentlich geht und
man musste immer erst einige Sätze lesen bis man es endlich
wusste. Vielleicht wäre es cooler gewesen, wenn die Namen immer
über den jeweiligen Teil gestanden hätten, aber nun gut, so ging
es auch, irgendwie.
Negativ fand ich auch, dass eine Person sterben musste, welche
ich super sympathisch fand, da ich nicht spoilern möchte, 
verrate ich nun mal nicht welchen Charakter ich meine.

Zum Schluss habe ich wie immer ein paar Zitate, welche ich mochte:

- "Wie viele Winter erlebt man in einem Leben?" (S. 253)

- "Wenn sie nur einander hatten, hatten sie doch alles, was
sie brauchten." (S. 331)


3. "To all the boys I've loved before" von Jenny Han

Inhaltsangabe: (Folgt)

Lesemonat: Juni

Hallo ihr Lieben,

Ich habe im Juni drei Bücher gelesen - mal wieder nicht wirklich
viel, aber ich bin zufrieden. Ich möchte mich nicht mehr selbst
so unter Druck setzen, das hemmt auf lang oder kurz nur die
Leselust. Ich wünsche euch also viel Spaß mit den folgenden
Rezensionen:


Lesemonat Juni im Überblick:

Gelesene Bücher: 3
Seiten insgesamt: 980
Buchtitel: 1. "Du stirbst nicht allein" von Tammy Cohen
           2. "Tage mit Leuchtkäfern" von Zoe Hagen
           3. "Holding up the Universe" von Jennifer Niven


1. "Du stirbst nicht allein" von Tammy Cohen


Inhaltsangabe: "Vor vier Jahren erschütterte der Mord an der 
siebenjährigen Megan Purvis ganz London. Die Leiche des Mädchens 
wurde in einem abgelegenen Waldstück gefunden, auf ihrem nackten 
Schenkel stand das Wort »Sorry«. Zwei Jahre später verschwand 
Tilly Reid, auch ihre Leiche wurde gezeichnet und im Wald gefunden. 
Vierzehn Monate danach fand man erneut eine Mädchenleiche. Der 
Mörder der drei wurde nie gefasst. Und nun ist die kleine Poppy 
Glover verschwunden."

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Genre: Thriller
Seiten: 400
Titel: 5/5
Cover: 5/5
Inhalt: 5/5
Schreibstil: 5/5
Charaktere: 4/5

Ich habe dieses Buch von wasliestdu.de als kostenloses
Leseexemplar erhalten. Vielen Dank dafür!
Das Buch hat mir richtig gut gefallen, wie man vielleicht auch
schon an der Kurzbewertung erkennen kann.
Ich möchte unbedingt auch noch das andere Buch "Während du
stirbst" lesen. Ich habe gehört, dass es genauso gut sein soll,
wie dieses.
Erst fand ich alles etwas verwirrend, da das Buch aus
vielen verschiedenen Perspektiven geschrieben wurde. Außerdem
wurden die Familien erwähnt, in denen die Kinder verschwunden
sind. Zuerst habe ich alle Familien und Mädchen vertauscht,
aber es ging irgendwann besser und auch der Inhalt wurde
besser und besser und richtig spannend. Die Teile von Rory und
Jason fand ich besonders spannend und gelungen.
Das Ende war der absolute Knaller - wirklich. Ich war erst etwas
enttäuscht, weil ich dachte das Ende wird etwas abgehackt,
weil die "Auflösung" (Täterfindung + Verhaftung) so schnell von
Statten ging, aber danach wurde es nochmal richtig gut und alles
hat sich flüssig und schlüssig aufgeklärt. Ein hammer Buch,
welches ich jedem Thrillerfan ans Herz legen kann.



2. "Tage mit Leuchtkäfern" von Zoe Hagen


Inhaltsangabe: "»Das Leben ist ein Privileg«, sagte ich. »Das Leben
ist ein Privileg?«, fragte Noah erstaunt. »Ja«, sagte ich. Noah zog 
die Luft ein, ein Lächeln umspielte seine Lippen. Er drehte sich zu 
Fred und den anderen um und fragte: »Wo zum Henker hast du denn den 
kleinen Gandhi hier her?« Du bist einsam und unglücklich, dein 
Leben wie ein falscher Film, der an dir vorbeiläuft. Bis du 
neue Freunde triffst. Gut, die sind alle ein bisschen verrückt, 
sie nennen sich »Der Club der verhinderten Selbstmörder«. Aber 
sie geben dir Halt und sind wie Leuchtkäfer in deiner bodenlosen 
Traurigkeit. Denn du hast nur das eine Leben."


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Genre: Psychothriller
Seiten: 189
Titel: 5/5
Cover: 5/5
Inhalt: 4/5
Schreibstil: 4/5
Charaktere: 5/5


Ich habe dieses Buch in einer Bücherkiste gefunden und musste
es direkt mitnehmen. Ich habe das Buch schon häufig bei
Instagram gesehen und finde das Cover echt süß und der Klapptext
hat mich auch angesprochen. Ich habe es nach dem Kauf auch direkt
gelesen, weil es ja doch ein sehr dünnes Buch ist.
Mir hat der Aufbau von dem Buch gefallen, da es in Briefform
verfasst worden ist. Die Hauptperson, welche ich sehr niedlich
fand und mich oftmals an mich selbst erinnert hat, hat Briefe
an Gott geschrieben, an welchen sie eigentlich gar nicht glaubt.
Das Buch hat mir eigentlich sehr gut gefallen, obwohl ich ehrlich
gesagt mehr erwartet habe. Das man nicht allzu viel Spannung in
so wenig Seiten packen kann war aber eigentlich zu erwarten.
Trotzdem war es ein wunderschönes, gefühlvolles und auch sehr
trauriges Buch. Ehrlich gesagt etwas ZU traurig. (VORSICHT, der
nächste Satz enthält einen Spoiler!) !! Ich habe mir nach so viel
Leid eigentlich ein Happy End gewünscht und deswegen hat es mich
sehr geschockt, dass das Buch so enden musste. !!
Ich hätte mir die ganzen Leidensgeschichten von den Freunden
gewünscht. Ich hätte es sehr interessant und spannend gefunden,
wenn man erfahren hätte, was allen widerfahren ist.
Eine Liebesgeschichte habe ich mir auch irgendwie gewünscht,
obwohl ich gar nicht so der Liebesgeschichtentyp bin, aber
irgendwie fand ich es in diesem Buch angebracht und passend.
Zum Schluss habe ich noch ein paar schöne Zitate aus dem Buch
für Euch:

"Es heißt doch, die Jugend ist die Beste Zeit des Lebens.
Nun, ich bin jung und wenn das die Beste Zeit meines Lebens
sein soll, na dann Prost." (S. 8)

"Das ist für mich Kindheit (...) und ich weiß, dass ich früher
viel glücklicher war (...) Wir hatten unsere eigenen Träume und
Vorstellungen vom Leben, wie absurd sie auch klingen mochten.
(...) Wir hatten keine Angst. Wir konnten alles werden, was wir
wollten. Astronaut oder Tierärztin oder Kürbis. Meine kleine
Schwester wollte immer Kürbis werden, wenn sie mal groß ist."
(S. 10)



3. "Holding up the Universe" von Jennifer Niven (Englisch)

Inhaltsangabe (Englisch): "Everyone thinks they know Libby Strout, 
the girl once dubbed 'America's Fattest Teen'. But no one's taken 
the time to look past her weight to get to see who she really is. 
Since her mum's death, she's been picking up the pieces in the 
privacy of her home, dealing with her heartbroken father and her 
own grief. 
Everyone thinks they know Jack Masselin too.
Yes, he's got swagger, but he's also mastered the art of fitting 
in. What no one knows is that Jack has a secret: he can't 
recognize faces. Even his own brothers are strangers to him. 
So he tells himself to play it cool: Be charming. Be 
hilarious. Don't get too close to anyone. Until he meets Libby. 
Because sometimes when you meet someone, it changes the world 
- theirs and yours."

Inhaltsangabe (Deutsch): "Der eine Mensch, der dein Leben verändert 
– Jack ist der Coolste, der Schönste, von allen geliebt und begehrt. 
Doch er hat ein Geheimnis: Er ist gesichtsblind. Auf Partys fällt es 
ihm schwer, seine Freundin unter all den anderen Frauen zu erkennen. 
Für ihn sieht ein Gesicht wie das andere aus. Dass er schon mal einer 
vollkommen Fremden ein »Hey Baby« ins Ohr raunt, halten alle für 
Coolness. Doch Jacks ganzes Leben besteht aus Strategien und 
Lügen, um sein Problem zu vertuschen: Immer cool bleiben, auch 
wenn er mal die Falsche küsst. Jedes Fettnäpfchen eine Showbühne! 
Und dann kommt Libby, die in den Augen vieler so unperfekt ist, 
wie man nur sein kann. Denn Libby ist übergewichtig. Keine 
Strategie der Welt kann das vertuschen. Libby ist die Einzige, 
die erkennt, was hinter Jacks ewigem Lächeln steckt. Bei ihr 
kann Jack zum ersten Mal einfach er selbst sein. Aber hat einer 
wie Jack den Mut, zu einer wie Libby zu stehen?Eine Geschichte 
über die eine wahre Liebe, die dir das wunderbare Gefühl schenkt, 
mit all deinen verdammten Fehlern perfekt zu sein." 
(Titel: "Stell dir vor, dass ich dich liebe")

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Genre: Roman
Seiten: 391 (423, wenn man den Auszug aus "All the Bright places"
mitzählt, welcher hinten angehängt ist.)
Titel: 5/5
Cover: 5/5
Inhalt: 3,5/5
Schreibstil: 5/5
Charaktere: 4/5

Ich muss gestehen, dass mir das Buch am Anfang nicht so sehr
gefallen hat. Ich habe aber auch sehr viel erwartet und hatte
sehr hohe Ansprüche an dieses Buch, da mir "All the bright places"
SO unglaublich gut gefallen hat.
Allerdings wurde das Buch immer besser und an manchen Stellen
hat es mich so sehr berührt, dass es mich fast umgeworfen hat.
Ich würde auch sehr gerne mehr als 3,5 Inhaltspunkte vergeben,
da das irgendwie viel zu wenig für so ein gefühlvolles und
emotionales Buch ist, aber da ich am Anfang so Probleme hatte
reinzukommen, kann ich einfach nicht mehr vergeben.
Ich mochte allerdings die Verbindung zu Supernatural sehr, ich
liebe diese Serie. (VORSICHT SPOILER! Außerdem mag ich Dean
am Meisten und fand es cool, dass Libby ausgerechnet Jack als
Dean bezeichnet hat. !!)

Zum Schluss habe ich noch ein paar schöne Zitate:

"»How's the anxiety?« - »I'm mad, but I'm breathing«" (S. 64)

Can you tell me what has you so panicked?« »All of it.«
That was my answer, even though I knew my dad was expecting
something more specific. »Everything. It was you. Me.
Aneurysm. Death. Cancer. Murder. Crime. Mean people. Rotten
people. Two-faced people. Bullies. Natural disasters. The
world has me panicked. The world did this. Especially the way
it gives you people to love and then takes them away." (S. 365)

"This is what I know about loss: 
 
              → It doesn't get better, you just get (somewhat)
                used to it.

              → You never stop missing the people who go away.
     
              → For something that isn't there anymore, it
                weighs a ton. 
 
(S. 374)


Das war es für diesen Monat! Denkt dran: Ihr seid toll, so wie
ihr seid. 
         
                      
                         YOU ARE WANTED  

Lesemonat: Mai

Hallo ihr Lieben,
ja, der Lesemonat kommt diesmal erst so spät. Ich wünschte ich würde
mal mehr Zeit für Dinge finden, die mir Spaß machen, z.b eben 
Rezensionen schreiben und vor allem auch lesen, aber irgendwie bin 
ich ständig nur gestresst und am arbeiten. Trotzdem habe ich 
diesen Monat immerhin vier Bücher geschafft, welche ich nun 
rezensieren werde, viel Spaß:


Lesemonat Mai im Überblick:

Gelesene Bücher: 4
Seiten insgesamt: 1.134 
Buchtitel: 1. "Schwesterherz" von Kristina Ohlsson
           2. "Die Tür" von Richard Laymon
           3. "Die Wildnis" von Richard Laymon
           4. "The girl before" von JP Delaney


1. "Schwesterherz" von Kristina Ohlsson

Inhaltsangabe: "Staatsanwalt Martin Benner will Bobby Tell 
eigentlich schnellstmöglich wieder loswerden: Dieser ungepflegte, 
nach Zigaretten stinkende Kerl wirkt erst mal wenig vertrauenswürdig. 
Sein Anliegen ist nicht weniger prekär: Tells Schwester Sara – eine 
geständige fünffache Mörderin, die sich noch vor der 
Verfahrenseröffnung das Leben nahm – soll unschuldig gewesen sein
und Benner soll nun posthum einen Freispruch erwirken. Vor Gericht 
hätte die Beweislage damals nicht mal ausgereicht, um Sara zu 
verurteilen, doch unbegreiflicherweise legte sie ein umfassendes 
Geständnis ab und konnte sogar die Verstecke der Tatwaffen präzise 
benennen. Benners Neugier ist geweckt, und er nimmt das Mandat an."

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Genre: Thriller
Seiten: 479
Titel: 3/5
Cover: 5/5
Inhalt: 4/5
Schreibstil: 5/5
Charaktere: 4/5

Ich mag die Bücher von Kristina Ohlsson sehr. Auch das Buch
"Schwesterherz", der erste Teil der Martin-Benner-Reihe hat mir
gut gefallen. Ich freue mich jetzt schon auf den zweiten Teil
"Bruderlüge". Ich weiß ehrlich gesagt nicht so richtig, was der
Titel mit dem Inhalt zu tun hat, aber ich hoffe, dass klärt sich
im zweiten Teil. Ich fand das Buch super spannend, manchmal etwas
verwirrend, aber im Grunde einleuchtend.
Außerdem mochte ich die Hauptfigur Martin Benner. Er war zwar
manchmal irgendwie ein totales Arschloch, aber irgendwas in mir
fand ihn trotzdem sympathisch.

Bevor wir zum schönen Teil kommen (den wundervollen Zitate
aus diesem Buch), muss ich noch einmal kurz etwas Negatives
anmerken: Ich mochte es nicht, dass die Kapitelanfänge
groß geschrieben waren, zum Beispiel: "SEHEN WIR UNS WIEDER?"
Dies wirkt meiner Meinung nach aggressiv und wie schreien und
ich fand es nicht angenehm.

Nun macht euch bereit für die Zitate:

- "Alles, was zu gut ist, um wahr zu sein, ist meist genau das:
zu gut, um wahr zu sein." (S. 104)

- "Die großen Veränderungen im Leben, so heißt es, geschehen
rasend schnell. Über Nacht oder binnen einer Sekunde ändert alles
seine Richtung." (S. 218)

- "Die Flugtickets kosteten fünfundfünfzigtausend Kronen (...)
Buisnessclass. Wenn man schon untergeht, dann wenigstens mit Stil."
(S. 255)

- "Ich hasste das Gefühl, dass meine Zukunft in den Händen von
jemand anderen lag. Ich war in eine Marionette verwandelt worden,
und von allen Rollen, die ich in meinem Leben schon gespielt
hatte, gab es keine, die verabscheuungswürdiger vorkam." (S. 427)



2. "Die Tür" von Richard Laymon

Inhaltsangabe: "Tief und düster ragt es in die Nacht empor. Das
sogenannte Horrorhaus. Schreckliche Morde sollen dort über die 
Jahrzehnte geschehen sein. Immer wieder ist die Rede von Bestien, 
die grausame Massaker in dem Haus angerichtet haben sollen. Doch 
wer soll solche Schauergeschichten schon ernst nehmen? Dem jungen 
Mark geht es vor allem darum, Alison zu beeindrucken. Das Mädchen 
verspricht ihm ein Date, eine Nacht im Horrorhaus. Im Keller des 
makabren Anwesens will Mark sich seinen Ängsten stellen – ohne zu 
wissen, dass ihn ein Inferno des Grauens erwartet…"

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Genre: Horrorroman
Seiten: 128
Titel: 3/5
Cover: 2/5
Inhalt: 2,5
Schreibstil: 3/5
Charaktere: 4/5

Ich LIEBE Richard Laymon, wirklich. Auch wenn seine Geschichten
manchmal gewöhnungsbedürftig oder seltsam sind, ich liebe die
Bücher. Als ich "Die Tür" vor Kurzem im Laden gesehen habe,
musste ich mir das Buch dann auch SOFORT kaufen und es ist auf
dem SuB direkt nach ganz oben gerutscht und wurde fast sofort
gelesen. ABER ich wurde ziemlich enttäuscht. "Die Tür" ist
eh schon ein sehr dünnes Buch und ich habe mich zwar sowieso
auf eine Kurzgeschichte vorbereitet, aber dass in diesem Buch
dann gleich ZWEI Kurzgeschichten drin waren, die nicht nur kurz,
sondern erbärmlich kurz waren und zudem ziemlich langweilig,
war dann doch nicht vorherzusehen. Ich werde deswegen beide
Kurzgeschichten einzeln bewerten, zuerst kommt nun "Die Tür", 
danach folgt "Die Wildnis". Ich habe die Keller-Reihe geliebt und
mich sehr über einen neuen Teil gefreut, aber meiner Meinung nach
wäre es besser gewesen, wenn Laymon den letzten Teil lieber
weggelassen hätte. Oh Gott, es schmerzt ein bisschen so über
meinen Lieblingsautor zu schreiben, aber ich habe mir halt mehr
erhofft. Grob gesagt handelt die Geschichte wirklich nur davon
was der Klapptext verspricht: Ein Junge möchte ein Mädchen 
beeindrucken und verbringt deswegen eine Nacht mit ihr im
Horrorhaus. Es geschieht nichts vorhersehbares, nichts 
spannendes... ja, eigentlich passiert gar nichs. Das Ende
sollte wohl spannend und gruselig sein, allerdings fand iche
es eher abgehackt und komisch. Ach man, die Idee war eigentlich
echt gut, sie ist solide und ausbaufähig. Er hätte lieber
nur eine Geschichte schreiben sollen und die dann länger und
besser ausformuliert. Zwei halbe Kurzgeschichten ist eben
auch nichts Ganzes.


3. "Die Wildnis" von Richard Laymon

Genre: Horrorroman
Seiten: 128
Titel: 3/5
Cover: 0/5
Inhalt: 3/5
Schreibstil: 4/5
Charaktere: 2/5

Thematisch hat mir eigentlich die erste Geschichte besser
gefallen, allerdings fand ich die Umsetzung von der zweiten
Geschichte besser. Wobei "besser" in diesem Fall auch nicht
"gut" heißt. Der Charakter wurde im Verlauf immer seltsamer,
so war er mir am Anfang noch sympathisch und am Ende zutiefst
unsympathisch. Es gab es paar "Höhepunkte", welche nicht so
super spannend waren, aber allgemein war es spannender als
"Die Tür".
Allerdings würde ich euch raten, dieses Buch lieber nicht zu
kaufen. Ernsthaft, mit dem Geld könnt ihr etwas besseres
anstellen.

4. "The girl before - Sie war wie du. Und jetzt ist sie tot"

Inhaltsangabe: "Manchmal habe ich das Gefühl, dass ich nicht allein 
bin. Manchmal glaube ich, dass dieses Haus mich beobachtet. Etwas 
muss hier geschehen sein. Etwas Schreckliches.
Nach einem Schicksalsschlag braucht Jane dringend einen Neuanfang. 
Daher überlegt sie nicht lange, als sie die Möglichkeit bekommt, 
in ein hochmodernes Haus in einem schicken Londoner Viertel 
einzuziehen. Sie kann ihr Glück kaum fassen, als sie dann auch 
noch den charismatischen Besitzer und Architekten des Hauses 
kennenlernt. Er scheint sich zu ihr hingezogen zu fühlen. Doch 
bald erfährt Jane, dass ihre Vormieterin im Haus verstarb – und 
ihr erschreckend ähnlich sah. Als sie versucht, der Wahrheit auf 
den Grund zu gehen, erlebt sie unwissentlich das Gleiche wie die 
Frau vor ihr: Sie lebt und liebt wie sie. Sie vertraut den 
gleichen Menschen. Und sie nähert sich der gleichen Gefahr."


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Genre: Thriller
Seiten: 399
Titel: 5/5
Cover: 5/5
Inhalt: 5/5
Schreibstil: 5/5
Charaktere: 4/5

Ich fand das Buch von JP Delaney wirklich großartig. Es war mal
etwas anderes, erfrischend, spannend. Ein Thriller der ganz
anderen Sorte. Ich kann dieses Buch wirklich jedem, vor allem
aber Thrillerfans, nur ans Herz legen.
Das Buch ist aus der Sicht von zwei Personen geschrieben:
Emma (damals) und Jane (heute) - Letztere fand ich sympathisch,
erste wurde mir immer unsympathischer.
Ich mochte den "Damals"-Teil sowieso etwas weniger, da dort
keine wörtliche Rede verwendet wurde und ich sowas immer
sehr nervig und verstörend finde.
Positiv fand ich die ganzen Listen im Buch und zwischen
den Kapiteln, das hat die Gestaltung von dem Buch aufgelockert
und ich liebe Listen. 
Auch wenn ich mir das Ende schon so gedacht habe, war es
dennoch überraschend und nachvollziehbar.

Zum Schluss habe ich noch ein paar Zitate, welche mir
gefallen haben:

- "Entschuldigen Sie sich nie für jemanden den Sie lieben, sagt
er ruhig, so stehen sie nämlich da wie ein Idiot." (S. 60)

- "Man kann seine Umgebung so blitzblank und kahl gestalten,
wie man will, wenn in einem selbst Chaos herrscht, bringt das
gar nichts. (...) sind wir doch alle auf der Suche, oder?
Nach jemandem, der sich um das Chaos in unserem Kopf kümmert."
(S. 388)

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Momentan lese ich übrigens "Du stirbst nicht allein" von Tammy
Cohen, die Rezension zu diesem Buch findet ihr dann nächsten
Monat hier. :)

Lesemonat: April

Hallo ihr Lieben,

ich muss euch vorwarnen: Der Lesemonat April wird leider genauso
kurz ausfallen, wie die bisherigen. Ich könnte mich momentan
selbst in den Hintern beißen, weil ich kaum zum lesen komme
und immer tausend andere Sachen Vorrang haben (müssen), aber
ich hoffe, dass sich das bald wieder bessert und ich euch
wieder längere, bessere und ausführlichere Lesemonate bieten
kann. Aber nun legen wir los, viel Spaß:


Lesemonat April im Überblick:

Gelesene Bücher: 3
Seiten insgesamt: 1.032
Buchtitel: 1. "Wer nicht das Dunkel kennt" von Sabine Klewe
           2. "Be my girl" von Nina Sadowsky
           3. "Die unbekannte Schwester" von Theresa Prammer



1. "Wer nicht das Dunkel kennt" von Sabine Klewe


Inhaltsangabe: "Kriminalhauptkommissarin Lydia Louis steht unter
Schock: Das Unfallopfer, das sie befragen soll, ist der Rechtsanwalt 
Gregor Kepler – ein Mann, den sie aus der Vergangenheit kennt und 
dessen Gesicht sie in ihren schlimmsten Albträumen heimsucht.
Unauffällig gibt Lydia den Fall an einen jungen Kollegen ab. Kurz 
darauf werden sie und ihr Partner Chris Salomon an einen Tatort 
gerufen: In einem Teich wurde die entstellte Leiche einer Frau 
gefunden. Ihre Handtasche samt Handy liegt am Ufer. Ihr Name: 
Silvia Kastinzky. Ihr letzter Anrufer: Gregor Kepler. Diesmal 
muss Lydia den Fall übernehmen – und riskiert damit nicht nur 
ihren Job, sondern auch ihr Leben."

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Genre: Thriller
Seiten: 318
Titel: 2/5
Cover: 5/5
Inhalt: 4/5
Schreibstil: 4/5
Charaktere: 3/5

Ich ärgere mich immer ein bisschen, wenn ich erst im Nachhinein
erfahre, dass ein Buch eigentlich eine Reihe ist. Auch dieses
Buch ist bereits das Dritte und die vorigen habe ich nun
leider gar nicht gelesen.
Mir das hat Buch, welches ich vom Bloggerportal erhalten habe,
trotzdem gut gefallen. Der Inhalt war spannend und auch der
Schreibstil war angenehm.
Ab und zu hatte ich jedoch das Gefühl, manche Sachen werden
doppelt und dreifach erwähnt, dadurch haben sich manche
Stellen in die Länge gezogen und meine Lesefreude etwas
gehemmt. Alles in allem war das Buch allerdings gut und
empfehlenswert.


2. "Be my girl" von Nina Sadowsky

Inhaltsangabe: "Ellie und Rob sind das perfekte Paar. Gut aussehend, 
erfolgreich, bis über beide Ohren verliebt. Aber nur Augenblicke nach 
dem Jawort scheint alles in Scherben zu liegen. Rob verbirgt eine 
entsetzliche Vergangenheit. Je mehr Ellie erfährt, desto tiefer 
wird sie in einen Strudel aus Lügen und Verrat gezogen, der 
ihrer beider Leben bedroht. Wer ist der Mann, den sie geheiratet 
hat? Und wie weit will sie gehen, um ihre Liebe zu retten? Denn 
Rob ahnt nicht, dass auch sie nicht ehrlich zu ihm war."


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Genre: Psychothriller
Seiten:334
Titel: 4/5
Cover: 5/5
Inhalt 3/5
Schreibstil: 3/5
Charaktere: 2/5

Anfangs habe ich mir etwas ganz anderes unter diesem Buch
vorgestellt - dachte es würde eher so ähnlich werden wie
"Saving Grace - Bis dein Tod uns scheidet" von B. A. Paris.
Allerdings wurde alles dann ja ganz anders und ich weiß noch
nicht, ob ich überzeugt bin. Teilweise gefiel die Story mir
richtig gut - vor allem auch deswegen, weil ich so überrascht
wurde und es ganz anders war, als erwartet. Aber irgendwie
war es stellenweise auch richtig komisch. Die Charaktere
fand ich sehr oberflächlich und ich mochte niemanden so richtig,
beziehungsweise die Person, welche ich am meisten mochte, hat sich
hinterher als bösartig herausgestellt. Das hat mich nicht so
hart getroffen wie sonst, da die Person mir auch nicht dermaßen
ans Herz gewachsen ist, aber ich habe die negativen Beweggründe
der Person nicht nachvollziehen können, das nervt mich so ein
bisschen. 
Ansonsten fand ich cool, dass die Geschichte nach
"Davor" und "Danach" gegliedert ist - Irgendwie hat sich immer
alles perfekt ineinander gefügt.

Ein paar schöne Zitate habe ich auch herauspicken können:

"Am Horizont sind zwei verspielte Delfine aufgetaucht und
vollführen einen Sprung nach dem anderen - ein Sinnbild
von Anmut und Freiheit, das sie schmerzhaft daran erinnert,
wie unfrei sie ist." (S. 13)

"Ihr Mitleid ist so groß, dass sie darin zu ertrinken droht."
(S. 149)

"Wenn du den ersten Schritt schaffst, bekommst du auch den
nächsten hin." (S. 215)

"Ein Gefühl, das er im ersten Moment nicht benennen kann,
breitet sich in seiner Brust aus, doch dann erkennt er es.
Es ist ein Hoffnungsschimmer." (S. 303)


3. "Die unbekannte Schwester" von Theresa Prammer

Inhaltsangabe: "Lotta Fiore, gescheiterte Opernsängerin und 
ehemalige Kaufhausdetektivin, tritt ihre neue Stelle bei der 
Polizei an: Ab jetzt ermittelt sie nicht mehr undercover, sondern 
ganz offiziell. Ihre Kollegen allerdings sind alles andere als 
begeistert von der ahnungslosen Neuen, die die lange und harte 
Ausbildung überspringen durfte. Spöttisch spielen sie ihr zur 
Begrüßung eine alte Opernaufnahme vor. Der Unterschied zu ihrer 
verstorbenen Mutter, der weltberühmten Operndiva Maria Fiore, ist 
frappierend. Lotta würde am liebsten im Boden versinken. Was 
niemand weiß: Maria Fiore ist nicht ihre richtige Mutter. Sie 
hat Lotta als Kind entführt. Nur Lotta und ihre "Schwester" 
Henriette, die echte Tochter Maria Fiores, kennen die Wahrheit. 
Seit die beiden sich zwei Jahre zuvor gefunden haben, sind sie 
ein Herz und eine Seele. Doch plötzlich verschwindet Henriette. 
Und Lotta findet bei ihrer ersten Mordermittlung einen Zettel 
mit ihrem eigenen Namen. Trachtet jemand den Schwestern nach 
dem Leben?"

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Genre: Kriminalroman
Seiten: 380
Titel: 5/5
Cover: 5/5
Inhalt: 4/5
Schreibstil: 4/5
Charaktere: 4/5

Ich bin absolut begeistert von diesem Buch, welches ich von
vorablesen.de erhalten habe. Es ist zwar immer noch Luft nach
oben, aber es war schon ein kleines Highlight!
Das Buch war absolut spannend, aber auch irgendwie erheiternd
und authentisch. Ich habe wirklich jeden Charakter an
irgendeiner Stelle verdächtigt (auch den/die wirkliche(n) 
Verdächtige(n)), und trotzdem war ich am Ende überrascht.
Ich würde gern mehr von Carlotta und dem Rest lesen - well done,
Theresa Prammer!

Natürlich habe ich bei diesem wunderschönen Schreibstil auch
einige Zitate sammeln können:

"Wenn Eifersucht eine Flamme ist, dann stand ich mitten im
Feuer." (S. 123)

"Ich war so angespannt, als erwarte ich eine Explosion.
Und ich war der Auslöser. Die Frage war nur, wollte ich
ihn zünden?" (S. 192)

"Es gibt einen Punkt, an dem die Gleichgültigkeit die Führung
übernimmt und man plötzlich mit einem Schlag alles, was vorher
so wichtig war, als belanglos empfindet." (S. 208)

"Manchmal ist das Einzige was uns hilft, den größten Schmerz
zu ertragen, mit jeder Faser des Körpers zu spüren, dass wir
am Leben sind." (S. 309)



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Momentan lese ich übrigens "Schwesterherz" von Kristina
Ohlsson - nachdem ich kürzlich mein erstes Buch von dieser
Autorin gelesen habe, musste unbedingt das nächste her.
Die Rezension zu diesem Buch könnt ihr dann nächsten Monat
lesen - ich hoffe der "Lesemonat Mai" kommt schneller und
zeitnaher als dieser hier.

Bis bald,
eure Weltenbummlerin


Lesemonat: März

Hallo ihr Lieben,

obwohl ich im März eine Woche Urlaub hatte, habe ich leider nicht 
viel gelesen.
Ich hatte während der Woche so viel anderes zu tun, dass ich nicht 
dazu gekommen bin, mein SuB zu verkleinern, wie ich es eigentlich 
vorhatte, puh. Trotzdem wünsche ich euch viel Spaß mit den wenigen 
Rezensionen in diesem Monat:

Lesemonat März im Überblick:

Gelesene Bücher: 2
Seiten insgesamt: 831
Buchtitel: 1. "Kein Sterbensort" von Clara Donoghue (e-Book)
           2. "Das Mädchen im Dunkeln" von Jenny Blackhurst


1. "Kein Sterbensort" von Clara Donoghue (e-Book)


Inhaltsangabe: "Auf der Suche nach einem verschwundenen Kollegen 
stößt die Polizistin Jane Bennett auf die Leiche einer jungen Frau. 
Bei Nachforschungen stellt sich heraus, dass diese Psychologie 
studierte. Wurde das Opfer womöglich Teil eines verbotenen 
psychologischen Experiments?"

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Genre: Thriller
Seiten: 989 (e-Book) // 400 (Print)
Titel: 3/5
Cover: 3/5
Inhalt: 4/5
Schreibstil: 2/5
Charaktere: 3/5

Ich habe das e-Book von vorablesen.de erhalten. Eigentlich lese ich
ungern Bücher am Bildschirm, aber bei spannenden Büchern lohnt
sich das ab und an. Auch dieses Buch hat mir vom Inhalt gefallen.
Leider habe ich erst zu spät gemerkt, dass dies der Zweite Teil
ist. Vielleicht wäre ich auch ein bisschen wärmer mit den
Charakteren geworden, wenn ich vorher bereits mit den beiden
Ermittlern zu tun gehabt hätte - so fand ich die Charaktere eher
oberflächlich, weshalb ich keine Bindung zu ihnen aufbauen konnte.
Außerdem hat mich der Name "Lockyer" genervt. Der Schreibstil
war eigentlich okay, allerdings habe ich viele Rechtschreibfehler
gefunden, welche mein Lesevergnügen gehemmt haben. Alles in allem
aber trotzdem ein guter Thriller, dem ich Thrillerfans nur 
empfehlen kann.



2. "Das Mädchen im Dunkeln" von Jenny Blackhurst


Inhaltsangabe: "Als Dr. Karen Browning die Patientin zum ersten Mal
sieht, hält sie Jessica für einen psychologischen Routinefall. Doch
schon bald hat sie das Gefühl, dass Jessica ihre Hilfe gar nicht
sucht. Dafür scheint sie geradezu besessen von Karens Privatleben,
und sie weiß Dinge von ihr, die kein Patient wissen sollte.
Mehr und mehr fühlt Karen sich von der seltsamen jungen Frau
verfolgt, dennoch glaubt sie nicht an eine ernsthafte Gefahr.
Dann steht eines Tages die Polizei vor Karens Tür, und sie ahnt,
dass es ein großer Fehler war, Jessica zu unterschätzen..."

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Genre: Psychothriller
Seiten: 431
Titel: 2/5
Cover: 4/5
Inhalt: 4/5
Schreibstil: 5/5
Charaktere: 3/5


Das Buch fand ich eigentlich ganz gut. Das Ende war interessant, gut
ausgetüftelt und nicht so vorhersehbar. Okay ich (und bestimmt auch
einige andere) habe/n recht früh bemerkt, was abgeht, aber an sich
war es eine gute Idee. Irgendwas hat mich irgendwie dennoch
gestört, aber ich kann nicht recht benennen was. Mit den Charakteren
wurde ich nicht so recht warm, die beiden Freundinnen von Karen mochte
ich eigentlich, aber Karen selbst fand ich von Anfang an nervig und
für den Rest konnte ich mich auch nicht ganz begeistern.
Gefallen hat mir, dass ein Bezug zu dem ersten Buch von Jenny 
Blackhurst geschaffen wurde, auch wenn es nur ein kleiner war.
Außerdem wurde eine meiner Lieblingsserien - Catfish - 
erwähnt, was ich richtig cool fand. ("Ich hatte im Netz von
dieser Frau gelesen - Catfish wurde sie in dem Artikel
genannt, nach einer Reality-Fernsehshow, die Leute auffliegen
ließ, die auf Internet-Partnerbörsen logen und falsche
Angaben über sich machten, um ihre Chancen zu verbessern." (S.308))
Den Schreibstil fand ich sehr gut, ich habe auch wieder fleißig
schöne Zitate gesammelt, welche ich euch natürlich nicht
vorenthalten möchte, also los geht's:

- "Doch beim Aufwachen am nächsten Morgen hatte Bea sich
entschlossen, der miefigen Langeweile zu entkommen, auf den 
ihr Leben zusteuerte, wenn sie nicht aufpasste und mit 
ihrem Leben weitermachte wie bisher." (S. 93)

- "Manchmal dachte Bea darüber nach, wie es wohl wäre zu leben,
ohne sich selbst zu verachten. Genau zu wissen, wer man war
und auf diese Person stolz zu sein. Es war komisch, die
Leute nahmen automatisch an, dass das, was sie bestimmt
unbedingt brauchte - galt das nicht für alle Frauen? - ein
Ehemann war. Tatsächlich aber wollt sie gar nicht von einem
anderen Menschen geliebt werden. Sie wollte nur eines: ein ganz
klein wenig Zuneigung für sich selbst empfinden." (S. 95-96)

- "Es war ja nicht so, dass es ihr finaziell viel besser ging,
nur war ihr Leben eben reicher an Farben, während in meinem
Leben Grautöne vorherrschten." (S. 139)

- "Gott, das Leben war nicht gerade toll, wenn man darum betete,
die Gasleitung möge undicht sein, nur um ein bisschen Gesellschaft
zu haben." (S. 150)

- "Das Erwachsensein war in ihnen gewachsen wie ein Tumor,
zunächst fast unbemerkt, und als sie ihn schließlich bemerkten,
war er bereits im Endstadium." (S. 200)


Heimat-Tierpark Olderdissen

Am Wochenende waren mein Freund und ich in Biefeld. Sein Papa hatte am Freitag Geburtstag, weshalb wir mal wieder hingefahren sind und seine Familie besucht haben. Samstag war das Wetter so unfassbar herrlich und frühlingshaft, dass mein Freund spontan entschlossen hat, mir den Heimat-Tierpark Olderdissen zu zeigen. Er weiß, ich liebe Tiere über alles und deswegen war dieser Ausflug perfekt für mich.

Ich war total begeistert und kann den Besuch im Heimat-Tierpark Olderdissen nur jedem von euch empfehlen!

Der Park ist offen und hat mehrere Ein- und Ausgänge. Er ist rund um die Uhr geöffnet und man kann einfach vorbeischauen, wann man möchte. Zudem ist der Eintritt kostenlos und man bekommt wirklich viel geboten: Wunderschöne, unberührte Natur, zahlreiche Wander- und Waldwege, Kinderspielplätze und Rastplätze und über 450 Tiere zum bewundern und bestaunen und auch zum füttern und befühlen. Das Futter gibt es im Park zu kaufen.

Folgende Tiere könnt ihr im Heimat-Tierpark Olderdissen zum Beispiel sehen:

  • Ziegen
  • Kaninchen
  • Enten
  • Esel
  • Wildschweine
  • Biber
  • Wölfe
  • Eulen
  • Nutria
  • Ponys
  • Bären
  • Silberfüchse
  • Mäuse
  • Luchse
  • und viele mehr

Schaut doch einfach selbst vorbei und findet heraus, welche Tiere es noch gibt! Oder schaut mal auf meinem Instagramprofil vorbei, dort habe ich ein paar Fotos von gestern gepostet.

Mein persönliches Highlight war übrigens dieses herzerwärmende Tierchen ♥

ds

 

Bis bald,

Eure WeltenbummlerinX

Lesemonat: Februar

Hallo ihr Lieben,

Morgen ist schon März, die Zeit rast mal wieder. Leider
habe ich diesen Monat wieder nicht so viel lesen können,
allerdings waren ein paar richtig gute dabei.
Ich wünsche euch nun viel Spaß beim Lesen von meinen
Rezensionen.

Lesemonat Februar im Überblick:

Gelesene Bücher: 3
Seiten insgesamt: 953
Buchtitel: 1. "Das Paket" von Sebastian Fitzek
           2. "Glücksmädchen" von Mikaela Bley
           3. "Die Vermissten" von Caroline Eriksson


1. "Das Paket" von Sebastian Fitzek

Inhaltsangabe: "Seit die junge Psychiaterin Emma Stein in 
einem Hotelzimmer vergewaltigt wurde, verlässt sie das 
Haus nicht mehr. Sie war das dritte Opfer eines Psychopathen, 
den die Presse den »Friseur« nennt – weil er den 
misshandelten Frauen die Haare vom Kopf schert, bevor er 
sie ermordet. Emma, die als Einzige mit dem Leben davonkam, 
fürchtet, der »Friseur« könnte sie erneut heimsuchen, um 
seine grauenhafte Tat zu vollenden. In ihrer Paranoia 
glaubt sie in jedem Mann ihren Peiniger wiederzuerkennen, 
dabei hat sie den Täter nie zu Gesicht bekommen. Nur in 
ihrem kleinen Haus am Rande des Berliner Grunewalds fühlt 
sie sich noch sicher – bis der Postbote sie eines Tages 
bittet, ein Paket für ihren Nachbarn anzunehmen. Einen Mann, 
dessen Namen sie nicht kennt und den sie noch nie gesehen hat, 
obwohl sie schon seit Jahren in ihrer Straße lebt..."

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Genre: Psychothriller
Seiten: 362
Titel: 5/5
Cover: 5/5
Inhalt: 5/5
Schreibstil: 5/5
Charaktere: 4/5

Das Buch "Das Paket" von Sebastian Fitzek hat mir
unglaublich gut gefallen! Ich habe es von meinem Freund
zu Weihnachten bekommen und mich sehr darüber gefreut. Das
Cover finde ich einfach klasse. Mich haben einige Personen
auf das Cover angesprochen, weil sie dachten, ich hätte
selbst einen Paketaufkleber auf das Buch gemacht. Das fand
ich wahnsinnig amüsant. Der Titel passt natürlich auch super
zum Cover und auch zum Inhalt. Das Buch hat mich sehr
überrascht und ist anders verlaufen, als ich Anfangs
erwartet habe.
Da mir der Schreibstil auch sehr gut gefallen hat, habe
ich auch ein paar schöne Zitate herausgeschrieben:

- "(...) und dem Schnee zu ihren Füßen, der ganz bestimmt
nicht so kalt war wie der Innenhof ihrer Seele." (S. 57)

- "Wie unvermeidlich, sagte der Teil des menschlichen
Systems, der im Grunde alle Entscheidungen bestimmte und
der sich weder kontrollieren noch heilen ließ, sondern nur
verletzen: die Seele." (S. 142)


2. "Glücksmädchen" von Mikaela Bley

Inhaltsangabe: "Ellen Tamm ist besessen vom Tod, seit ihre 
Zwillingsschwester vor acht Jahren starb. Sogar während 
ihrer Arbeit verfolgt sie der Verlust: Sie ist 
Kriminalreporterin bei einem Stockholmer Fernsehsender und 
sucht sich mit Absicht die schlimmsten Fälle aus. Als 
könne sie damit den Tod überwinden und die Trauer aus ihrem 
eigenen Leben verdrängen. Dann verschwindet an einem kalten, 
verregneten Tag die achtjährige Lycke spurlos. Ellen soll 
über den Fall berichten. Aber mit einem Mal funktionieren 
ihre Abwehrmechanismen nicht mehr. Es ist, als hätte sie 
ihre Zwillingsschwester erneut verloren. Panisch sucht sie 
nach Lycke. Kann sie das Mädchen retten und endlich 
Frieden finden?"

okk
(Quelle: Selbstgemacht, Instagram: @weltenbummlerinx)


Genre: Psychothriller
Seiten: 320
Titel: 3/5
Cover: 5/5
Inhalt: 4,5/5
Schreibstil: 4/5
Charaktere: 3,5/5

Das Buch "Glücksmädchen" von Mikaela Bley hat mir an sich
gut gefallen. Ich fand die Charaktere teilweise noch nicht
so ausgereift und recht oberflächlich. Keiner ist mir
wirklich ans Herz gewachsen - am liebsten mochte ich Lycke,
obwohl diese gar nicht richtig vorkam. Die Eltern von
Lycke fand ich zudem richtig ätzend und seltsam, den
Tennistrainer sowieso und auch die "Affäre" von Ellen
fand ich nervig. Den Inhalt an sich mochte ich aber.
Das Cover finde ich richtig schön, auch wenn es farblich
nicht zu einem Thriller passt. Den Titel finde ich gut,
habe ich aber ehrlich gesagt nicht verstanden. Wer soll
dieses Glücksmädchen sein? Ellen? Lycke? Niemand hatte
wirklich Glück, deswegen verstehe ich diesen Zusammenhang
nicht wirklich. Alles in Allem ist es aber ein mitreißender
und spannender Psychothriller, den ich nur jedem empfehlen
kann!
Ein paar Zitate, welche mir gefallen haben, habe ich
auch herausgeschrieben:

- "Ihre guten Vorsätze hielten ungefähr bis Dienstag.
Bestenfalls bis Mittwoch." (S. 12)

- "Für Ellen war Musik ein Heilmittel, mit dem sie ihre
eigenen Gefühle ausblenden konnte (...) Je lauter, desto
besser. Die Musik hatte die gleiche Wirkung wie ein
Horrorfilm, wie Boxtraining oder Pornos. Alle diese Dinge
brachten sie auf andere Gedanken und hielten ihr die
Angst vom Leib." (S. 89)


3. "Die Vermissten" von Caroline Eriksson

Inhaltsangabe: "Das grünschwarze Wasser leuchtet geheimnisvoll 
in der untergehenden Sommersonne. Der Abend könnte nicht schöner
sein, als Greta, Alex und Tochter Smilla mit dem Boot zur kleinen 
Insel in der Mitte des Sees fahren. Greta bleibt am Ufer, während
die anderen beiden neugierig auf Entdeckungstour gehen. Aber sie 
kommen nicht mehr zurück. Beunruhigt macht sich Greta auf die Suche – 
doch von Alex und Smilla fehlt jede Spur. In ihrer wachsenden 
Verzweiflung wendet sie sich an die Polizei. Schnell wird klar, 
dass Gretas eigene Geschichte ebenso große Rätsel aufwirft wie 
das Verschwinden ihrer Lieben. Und die Frage: Hat sie etwas damit 
zu tun?"

Die Vermissten von Caroline Eriksson

Genre: Psychothriller
Seiten: 271
Titel: 4/5
Cover: 3/5
Inhalt: 4/5
Schreibstil: 4/5
Charaktere: 3/5

Ich muss gestehen, Anfangs fand ich das Buch "Die Vermissten" 
von Caroline Eriksson etwas gewöhnungsbedürftig. Mich hat das 
Verhalten von Greta teilweise unglaublich genervt. Ich habe 
nicht verstanden wieso sie nicht direkt die Polizei oder jemand 
anderes um Hilfe gebeten hat, immerhin sind plötzlich zwei Personen 
von einer Insel verschwunden. Ihre Verwirrtheit und das Chaos, 
welches in ihrem Kopf herrschte, hat auch mich irgendwann verwirrt, 
weshalb ich alles zuerst etwas wuselig und komisch fand. Am 
Ende hat sich allerdings alles irgendwie zusammengefügt und 
das Buch hat mir letztendlich doch ganz gut gefallen.
Der Schreibstil war sehr schön und ich habe einige schöne Zitate
aufgeschrieben - Mein Stift hat schon geglüht.

Die Zitate können womöglich ungewollte Spoiler enthalten, weshalb 
ihr nur weiterlesen solltet, wenn euch das egal ist:

1. "Welcher Worte bedient man sich, wenn man einfach nur eine 
Erklärung für das Unerklärliche haben will?" (S. 33)

2. "Dort, in den Schatten, nahm unsere Geschichte ihren Anfang 
und in den Schatten sollte sie ihre Fortsetzung finden." (S. 49)

3. "Ich schaudere und spüre ein ziehendes Gefühl im Magen. 
Etwas rührt sich dort drinnen, was ich selbst bin, aber irgendwie 
auch nicht. Vielleicht ist nicht nur der Sommer vorbei. Vielleicht 
geht auch das Leben, wie ich es bis jetzt kannte, zu Ende." (S. 54)

4. "Wie kann nur so viel Finsternis in meinem Herzen sein? Ich 
bin doch in Liebe entstanden, wurde in Liebe ausgetragen und 
in Liebe erhöht." (S. 73)

5. "Dort, in den Rissen dessen, was einmal war, keimt der Hass." 
(S. 73)

6. "Sie war mein Anker, aber seit das Tau gekappt worden ist, 
zerbricht alles." (S. 106)

7. "Die aufflammenden Gefühle waren so intensiv, dass sie am Rande 
bald verbrannt und rußig waren." (S. 109)

8. "Es juckt unter meiner Haut. Als würde ich mich häuten wie
eine Schlange. Bald werde ich mich aus meiner alten Hülle 
winden und als die herauskommen, die ich wirklich bin. Die ich 
schon immer gewesen bin, auch wenn ich versucht habe, sie 
zu unterdrücken." (S. 129)

9. "Alex führte, und ich folgte. Bis die Reise in den Abgrund 
führte." (S. 141)

10. "Niemand darf davon erfahren. Ich erkenne das Mantra wieder. 
Weiß, dass mit niemand meistens keine Fremden gemeint sind, sondern 
vielmehr die Menschen, die einem am Nächsten stehen.
Familie, Freunde, Liebhaber." (S. 179)

11. "Entweder man gibt auf. Oder man schlägt zurück." (S. 197)

12. "Mein Gesicht landet auf dem Lenkrad und drückt auf die Hupe, 
die daraufhin einen einsamen Ton von sich gibt. Damit so ein Signal 
etwas bedeutet, braucht es einen Sender und einen Empfänger, aber 
außer mir ist niemand hier, der es hören könnte. Ohne Zusammenhang 
verliert alles seine Bedeutung, wird unwichtig. Genauso wie ich, 
genauso wie mein Leben bis zum heutigen Tag." (S. 202)

Ein klitzekleiner negativer Punkt gibt es allerdings zum Schluss 
auch noch:
Wieso hat die Polizei nicht reagiert, als sie in diese wahrhaft 
seltsame Szene gelangt sind? Greta lag völlig fertig und verletzt 
auf dem Boden und auch der Raum war total zerstört. Okay, die Mutter 
hat eine logische Erklärung abgeben - dass Greta sich erst gerade
aus einer zerstörerischen Beziehung befreien konnte - aber wieso 
hat die Polizei trotzdem nicht mehr nachgefragt? Die Polizisten 
hat Greta erkannt, da sie kurz vorher Mann und Kind als vermisst 
gemeldet hat, wenn diese nun hört, dass sie sich aus einer 
gewaltätigen Beziehung befreit hat, wieso möchte sie dann nicht 
wissen, was mit dem Mann geschehen ist? Nach der Szene in der Hütte 
hätte ich wohl angenommen, dass ein Kampf stattgefunden hat und 
der Mann eventuell tödlich verunglückt ist. Ich hätte als 
Polizisten vielleicht gedacht, dass Greta ihren Mann als "Vermisst" 
meldet, da sie Schuld an seinem Tod ist...