Rock am Ring

Hallo ihr Lieben,

Ja, bald geht es wieder los… Rock am Ring. Schon seit ich etwa 13 Jahre alt war, war mein größter Traum einmal dabei zu sein. Damals schien mir das immer sehr unwahrscheinlich und als ich 2013, mit 22 Jahren, dann das erste Mal dabei war, konnte ich es immer noch nicht wirklich fassen. Die darauffolgenden Jahre 2014 und 2015 war ich ebenfalls dabei. Leider hatte ich jedes Jahr Stress mit meiner Begleitung (sie wollte immer eher abhauen, weshalb ich auch das ein oder andere Mal Bands verpasst habe, welche ich sehen wollte…), sodass ich mir gesagt habe, 2016 lieber alleine zu fahren, als noch einmal mit ihr. Wieso auch eigentlich nicht? Auf Festivals lernt man so viele tolle Menschen kennen, dass es doch eigentlich egal ist, ob man alleine anreist oder nicht. Leider habe ich mir viel zu viel Zeit gelassen und mir Gedanken gemacht, wie ich das alleine machen sollte, dass ich keine Karte mehr ersteigern konnte. Genau dann als die Karten komplett ausverkauft waren, kam ich mit meinem Freund zusammen, welcher gerne mit mir gefahren wäre, weshalb ich mich nun noch mehr ärgere, kein Ticket zu besitzen. Mit ihm wäre es so viel besser gewesen, als mit meiner sonstigen Begleitung. Ich habe wochenlang an allen möglichen Gewinnspielen teilgenommen, weil ich UNBEDINGT hinwollte, aber ich hatte bei keinem einzigen Glück. Meine letzte Hoffnung war ein Ticket bei dem Radiosender „Rockland Radio“ zu ersteigern. Diese haben insgesamt 60×2 Tickets verlost. Jeden Tag, über eine Woche lang, musste man zwischen 6-18 Uhr auf ein Anrufsignal warten und dann schnell anrufen, um zu gewinnen. Ich habe die komplette Woche echt kaum etwas anderes gemacht, als Radio gehört, weil ich so dringend gewinnen wollte. Ich bin extra morgens um kurz vor 6 aufgestanden, damit ich ja kein Signal verpasse. Ich habe die Nummer des Senders eingespeichert und mit meinem Daumen auf dem grünen Hörer verweilt, damit ich blitzschnell anrufen konnte – aber ich hatte keinen Erfolg. Ich konnte es selbst nicht fassen, diesen Schritt gegangen zu sein, da ich normalerweise eine riesige Telefonphobie habe und allgemein so schüchtern bin, dass ich ungern mit anderen – vor allem Fremden – rede. Und dann wollte ich, ausgerechnet ich, bei einem Radio Gewinnspiel teilnehmen, bei dem mich im Gewinnfall zig Menschen hören können? Ehrlich gesagt hatte ich gleichermaßen Angst zu gewinnen und nicht zu gewinnen. Heute, am Donnerstagmorgen einen Tag vor Rock am Ring, wollte ich das letzte Mal mein Glück versuchen. Zwischen 8-9 Uhr morgens sollten wieder 2 Karten verlost werden. Als das Anrufsignal kam, habe ich angerufen – Leitung besetzt. Ich habe noch ein zweites Mal angerufen, obwohl ich eigentlich keine Hoffnung mehr hatte. Ich habe gedacht die ersten Anrufer wären auch zuerst in der Leitung und da ich beim ersten Mal nicht durchkam, würde es wohl auch beim zweiten Mal nicht der Fall sein – aber falsch gedacht! Es wurde durchgegeben, dass ich in einer Leitung bin und kurz dranbleiben soll. Ich habe so gezittert und dachte ernsthaft, ich habe es geschafft. All die Mühen waren nicht umsonst gewesen. Nach kurzer Zeit war eine Dame dran, die mich nach meinem Namen fragte. „Lara“, habe ich mehr gestottert, als gesagt. Dann hat sie mich gefragt, was sie für mich tun kann und ich dachte schon, ich habe verwählt. Es ist ja wohl klar, was ich möchte, wenn ich die Gewinnspielhotline anrufe, oder? Andere gehen mit so einer Aussage wohl ganz normal um, aber da ich eh ziemlich schnell einzuschüchtern bin, habe ich noch heftiger gestottert und irgendwas davon geredet, dass ich Rock am Ring Tickets gewinnen will. Ich wünschte, ich hätte mehr Willen gezeigt und es nicht wie eine Frage klingen lassen: „Äh, ich, äh… Möchte Rock am Ring Karten gewinnen?“ Ich wurde dann noch nach meinen Nachnamen gefragt – welchen ich zweimal buchstabieren musste – und sollte meinen Wohnort nennen. Als ich „Bochum“ gesagt habe, hat die Dame das Lied von Herbert Grönemeyer angestimmt. Bochum ich komm aus dir… Bochum ich häng an dir… Zum Schluss musste ich noch meine Telefonnummer hinterlegen und wenn ich Glück gehabt hätte, wäre ich dann im Gewinnfall zurückgerufen worden. Wie schon gesagt: ich hatte kein Glück. Ernsthaft, ich wusste eigentlich, dass es mehrere Leitungen gibt und ziemlich viele Menschen teilnehmen, sodass es schwierig wird durchzukommen, aber ich dachte echt ich muss irgendwann mal Glück haben, wenn es um 60 Tickets geht. Und als ich dann tatsächlich durchkam, dachte ich WIRKLICH ich habe gewonnen. Ich dachte nicht, dass man nochmal Glück haben muss, wenn man endlich das Glück hatte durchzukommen. Das ist so unfair. Ich bin am Boden zerstört. Viele andere sind sicher auch gerne dabei und haben ein paar entspannte und lockere Tage, aber für mich bedeutet Rock am Ring viel mehr. Festivals sind für mich nun seit sechs Jahren die nötige Auszeit vom Alltag, welche ich brauche, um das Jahr zu überstehen. Egal wie schlecht es mir manchmal ging und wie unglücklich ich generell war – bei Rock am Ring konnte ich all das hinter mir lassen und einfach abschalten. Wenn ich darüber nachdenke, dass ich nun ein Jahr ohne meinen Rückzugsort aushalten muss, wird mir ganz schlecht und ich möchte mich am liebsten heulend unter meine Bettdecke verkriechen. Das dieses Jahr so gute Bands kommen (bei denen ich vermutlich nie wieder die Möglichkeit habe sie live zu sehen) macht das Ganze natürlich nicht besser. Skillet, zum Beispiel, ich höre diese Band seit JAHREN und viele der Songtexte haben mir deshalb so gefallen, weil ich mich so mit ihnen identifizieren konnte. Sie haben mich durch viele schwere Zeiten begleitet und es wäre so unglaublich gewesen, sie live zu sehen und diese Lieder zu hören. Da die Band auch kaum nach Deutschland kommt, stehen die Chancen schlecht sie jemals zu sehen. Gleiches gilt für Shinedown. Gott, das Lied „Breaking Inside“ habe ich andauernd gehört, als es mir schlecht ging. Außerdem hätte ich mich wahnsinnig gefreut, wenn ich Biffy Clyro, Billy Talent, Panic! at the Disco, Volbeat (…) live sehen könnte.

Advertisements

Ein ereignisreicher Samstag

Samstag, 9. April 2016

Der Tag begann um 5:00 Uhr morgens. Wer genauso ein Morgenmuffel
wie ich ist, weiß, dass das nicht leicht ist. Vor allem nicht, 
wenn man noch bis nach 00:00 Uhr wachlag. Trotzdem schaffte die
Vorfreude es mich doch relativ wach aus dem Bett zu locken.
Um 7:40 Uhr mussten mein Freund und ich am Hauptbahnhof sein um
unseren Zug nach Bielefeld zu erwischen. In Bielefeld wohnt die
Familie von meinem Freund, seine Mutter hat uns zum Frühstück
eingeladen, um ihren Geburtstag nachzufeiern. Zum Frühstücken
ging es ins "bernstein", aber vorher wurde mir noch ein 
bisschen die Innenstadt gezeigt. Die Bielefelder Innenstadt 
fand ich  persönlich ja sehr entzückend und süß. 
Besonders die Altstadt. Das "bernstein" befindet sich 
im letzten Stockwerk eines großen Gebäudes - hier kann man 25 
Meter über dem Jahnplatz gemütlich speisen und trinken. 
Für Leute wie mich, die Treppen auch eher gruselig finden, 
gibt es natürlich auch einen Aufzug. Man konnte sowohl draußen 
als auch im Inneren sitzen und den Ausblick, welcher wirklich 
wunderschön war, genießen. Bei Instagram werde ich noch 
einige Bilder von dem Ausblick hochladen, also schaut 
vorbei: weltenbummlerinx 
Das Essen war köstlich und ich war etwas traurig, weil ich viel
zu schnell satt wurde. Es gab ein riesiges Büffet und ich würde
mal behaupten, dass für alle Geschmäcker etwas passendes dabei
war. Frische Brötchen, Croissants, Brot, verschiedene 
Aufstriche. Außerdem auch Cornflakes, Müsli und verschiedenes
Obst. Lecker! Bacon, kleine Würstchen, Frikadellen sowieso Mayo
und Ketchup waren auch vertreten, für die Leute, die lieber 
herzhafter frühstücken. Es gab auch verschiedene leckere
Nachtische - den Waldmeisterwackelpudding mit Vanillesoße kann 
ich zum Beispiel wärmstens empfehlen.
Pro Person bezahlt man 9,90 Euro und man darf so oft
zuschlagen, wie man kann. Gratis obendrauf gibt es auch noch
ein Glas Orangensaft für jeden.
Falls ihr nun genauso neugierig seid, wie ich vorher war, 
schaut mal im "bernstein" vorbei, wenn ihr in Bielefeld seid.
Anschließend sind mein Freund und ich noch weiter allein durch
die Innenstadt geschlendert, um das schöne Wetter zu genießen.
In Bielefeld war ich das erste Mal bei "Müller", da es diesen
Laden in meiner Heimatstadt Bochum nicht gibt und ich war ein
bisschen überwältigt von den zahlreichen Produkten. 
Make Up (!), Spielzeug und sogar CDs und Dvds, zum stöbern.
Später ging es noch zu ihm nach Hause, da wir schon bald
wieder zum nächsten Programmpunkt an diesem Tag hetzen mussten,
konnten wir nicht bis zum Kaffee trinken um 15:00 Uhr bleiben.
Wir haben dann vorab ein Stück Kuchen mit der Familie gegessen.
Der Papa von meinem Freund macht übrigens den himmlischsten 
Käsekuchen, welchen ich jemals gespeist habe.
Dann war wieder Zug fahren angesagt, zurück nach Bochum und 
von dort aus nach Köln. In Köln sollte für mich nämlich das 
Highlight des Tages anstehen: Ein Konzert meiner Lieblingsband
im Palladium. Mein Freund hatte zwar kein Ticket, wollte mich
aber dennoch begleiten, sodass ich nicht allein hin und zurück
fahren musste. Die Schlange war relativ lang, als wir endlich
am Konzertsaal ankamen, aber ruck-zuck war ich drin und musste
mich vom meinem Freund verabschieden. Die Vorband hat um 20:00
Uhr angefangen und etwa 45 Minuten gespielt. Attila, so heißt 
die Vorband, hat Stimmung gemacht, keine Frage, aber mein 
Geschmack traf es nicht unbedingt. Meiner Meinung nach wurde
zu viel geschrien und zu wenig gesungen, aber es war 
auszuhalten und danach kam dann ja auch endlich HOLLYWOOD 
UNDEAD auf die Bühne. Das war nun das vierte Mal, dass ich
meine Lieblingsband live erleben konnte. Das erste Mal war
ebenfalls in Köln, im Jahr 2009. Das zweite Mal war im
November 2014, wo wohl? Na, in Köln. Und das dritte Mal 
habe ich sie bei Rock am Ring im Jahr 2015 gesehen.
Ich fand es war einer ihrer besten Auftritte, aber ich fand
alle Auftritte, welche ich gesehen habe, super. 
Die Liedauswahl war gut, aber ich habe mir wie jedes Mal
"El Urgencia" gewünscht. Das Lied ist irgendwie so unbekannt
und wird bei keiner Show gespielt, aber ich liebe es.
"Disease" wäre auch toll gewesen - mein absolutes Lieblingslied
vom neuen Album "Day of the Dead". Ansonsten möchte ich nicht
meckern, klar, ich hätte noch andere Songs liebend gerne 
gehört, aber das was uns geboten wurde, war auch ansprechend.

Hier die Setlist vom 9.4.2016:
1. Usual Suspects
2. Undead
3. Tendencies
4. Been to hell
5. Dead Bite
6. Bullet
7. City
8. Gravity
9. War child
10. I'm shipping up to Boston (Dropkick Murphys Cover)
11. Kill Everyone
12. Party by myself
13. Coming in Hot (Einer meiner Lieblingssongs!)
14. Du hast (Rammstein Cover)
15. Another way out
16. Day of the Dead
17. Everywhere I go
18. Hear me now

Nachdem Konzert war ich leicht euphorisiert (Mein Freund hat
gesagt es ist süß wie aufgedreht und glücklich ich bin) und 
dann ging es auch leider schon wieder zurück nach Bochum.
Wenn die Euphorie verklungen ist, leide ich übrigens immer
an "Das-Konzert-ist-vorbei-und-ich-werde-die-Band-auch-so-
schnell-nicht-wieder-sehen"-Depression.
In der WG von meinem Freund war auch noch spätnachts eine
Party im Gange, als wir endlich nach Hause kamen. 
Also: Ein sehr ereignisreicher, anstrengender, aber auch
unglaublich toller Tag.

So war das Deichbrand Festival…

Wer meinen „Rock am Ring“ Beitrag letztes Jahr gelesen hat, weiß wie sehr ich Festivals liebe, ansonsten könnt ihr hier auch gerne nochmal nachlesen. Letztes Jahr war ich zumindest noch super frustriert, dass ich nicht bei Rock am Ring dabei sein konnte, dieses Jahr habe ich mich mehr oder weniger damit abgefunden. Ich wäre zwar immer noch gerne dabei gewesen, aber da ich mich auch sehr auf den anstehenenden Urlaub freue war es nicht allzu schlimm. Dann habe ich jedoch das Deichbrand Festival gefunden – dieses Festival kannte ich zwar schon vorher, aber als ich das Line Up gesehen habe und festgestellt habe, dass es genau in meinen dreiwöchigen Urlaub stattfindet, war ich hin und weg und wollte unbedingt hin. Ich habe also an tausenden Gewinnspielen teilgenommen, ungefähr genauso wie letztes Jahr, als ich zum Ring wollte. Ich hatte nicht wirklich viel Hoffnung, weil es letztes Jahr auch nicht geklappt hat und mal ernsthaft, wie hoch stehen die Chancen Festivalstickets zu gewinnen? Leider gab es auch nicht so viele Deichbrand Gewinnspiele und viele sahen mehr nach Fake aus. Doch wer hätte es gedacht? Bei einem Gewinnspiel hatte ich tatsächlich Erfolg und auch wenn die Seite und das Gewinnspiel echt aussahen hatte ich die ganze Zeit Angst und Bedenken – weil ich es einfach nicht fassen konnte. Gewonnen habe ich die Karten bei Instagram, die Seite heißt tabacfragrances, vielleicht wollt ihr ja mal vorbeischauen. Wer weiß? Vielleicht verlost die Seite nächstes Jahr wieder Tickets und dann könnt genau IHR dabei sein. Die Gewinnbotschaft habe ich per Direkt Nachricht erhalten und zwar als ich auf der Arbeit war. Ich habe sie in der Pause überflogen und konnte es nicht fassen. Erst Tage später habe ich dann endlich meinen Guest Voucher  per E-Mail erhalten, weil das etwas länger gedauert hat und ich die E-Mail erst kurz vor Abreise zum Festival erhalten habe, war ich noch mehr verunsichert. Mit dem ausgedruckten Voucher mussten mein Freund und ich dann zum „Gästelisten“-Eingang. Das hat sich ziemlich cool und special angefühlt. Eigentlich war es aber nur die Freiwillige Feuerwehr vor Ort, dort konnten wir uns dann unsere Bändchen abholen. Das war super entspannt, weil wir uns so nicht extra am Bändchenzelt anstellen mussten. Wir mussten am Campingplatz Eingang schon lange genug warten, das hat definitiv gereicht. Der Parkplatz war meiner Meinung nach viel, viel zu weit weg vom Campingplatz. Man musste sein ganzes Zeug vom Auto zum Platz schleppen und dann dort ewig in der Schlange warten. Es hat so lange gedauert, weil alle Gepäckstücke kontrolliert werden sollten, theoretisch. Okay, als wir endlich dran waren hat die Frau auch kurz in meinen Rucksack geschaut, aber mal ehrlich, wer weiß mit einem Blick denn ob sich etwas verbotenes im Rucksack befindet? Ich habe zum Beispiel erst später herausgefunden, dass das Trockenshampoo, welches ich dabei habe, gar nicht mit auf den Platz durfte, da die Kontrollen nicht sehr ausreichend ausgeführt wurden. Da ich es von anderen Festivals so kannte, dachte ich das Festivalgelände würde direkt an das Campinggelände anschließen, weshalb mein Freund und ich uns einen Zeltplatz weiter weg vom Eingang ausgesucht haben, damit wir nicht so lange zu den Bühnen brauchen. Leider musste man den Campingplatz wieder am Eingang verlassen und dann noch Ewigkeiten gehen (vorbei an noch einem weiteren Campingplatz, welchen wir vorher gar nicht gesehen haben) und deshalb brauchten wir immer ein Weilchen zum Festivalgelände. Schlimm war das aber letztendlich nicht wirklich, ein bisschen Fußmarsch hat ja noch niemanden geschadet. Mein Freund und ich haben nicht wirklich viele Bands gesehen, aber die, die wir gesehen haben, waren größtenteils gut. Ich wollte unbedingt Biffy Clyro und Billy Talent sehen – oder Biffy Talent und Billy Clyro, wie mein Freund und ich sie manchmal im Scherz genannt haben. Die Donots wollte ich auch gerne sehen, weil ich sie damals auf meinem aller ersten Festival gesehen habe (Area 4!) und es war großartig. Mein Freund wollte gerne Placebo sehen, welche eher ruhige (nicht unbedingt Festivaltaugliche) Lieder gespielt haben, aber dennoch hat mir der Auftritt gefallen. Es war eine schöne, ruhige Atmophäre, die Band hat zwischendurch auch nicht geredet und geklatscht wurde auch kaum bis gar nicht, es war einfach ein sehr entspannte Situation. Außerdem haben wir uns noch Cro angeguckt, zum einen weil er vor Biffy Clyro kam und zum anderen weil ich das Lied „Bye Bye“ echt schön finde, aber irgendwie hatte sein Auftritt nichts besonderes für mich. Auch das Lied fand ich live nicht so gut. Und ich habe zwar nicht wirklich Ahnung von Cro, aber ich dachte immer er hat eine Pandamaske? Die Maske war aber nur weiß und sah eher gruselig aus. Kraftklub haben wir auch gesehen, weil die Band so gefeiert wird und wir mal reinhören wollten, es war okay, aber nichts weltbewegendes. Ich mag Deutsche Musik allgemein nicht so gerne, das sollte ich vielleicht auch erwähnen. Nebenbei haben wir auch noch ein paar andere Bands gesehen, aber nur noch Emil Bulls sind mir davon wirklich im Gedächtnis geblieben. Die waren echt gut. Als Nächstes muss ich unbedingt das gute Essen ansprechen, oh Gott, ich liebe Festivalessen. Ich könnte auf Festivals so viel essen, aber leider ist es auch immer so verdammt teuer. Mein Freund und ich haben daher alles geteilt, damit wir viel probieren und gleichzeitig nicht so viel ausgeben mussten. Mein Lieblingsfestivalessenstand (was ein Wort!) war auch dabei: Handbrotzeit. Mein Freund kannte das noch nicht, weshalb ich es ihm selbstverständlich zeigen musste. So lecker. Ich hätte es gerne mehr als einmal gegessen, aber es gab so viel anderes Zeug zu probieren. Ich würde euch nun echt gerne erzählen, was wir alles hatten, aber ich krieg nicht mehr alles zusammen. Und es hat alles super geschmeckt, nur den Pulled Pork Burger fand ich nicht so geil und das obwohl ich Pulled Pork Burger eigentlich liebe. Dieser war irgendwie fad und matschig. Außerdem haben wir uns von Haribo, Sesamringen, Cornflakes, Bananen, Äpfel, Ravioli und Linsensuppe (kalt!) ernährt. Am ersten Tag haben wir auch noch Würstchen gegrillt. Apropos Essen, irgendein Idiot hat am letzten Arbeit unser Zelt mit Curry Ketchup bespritzt. Ich weiß, auf Festivals geht es nicht immer so sauber zu, aber das Eigentum von Fremdem zu beschmutzen ist meiner Meinung nach nicht so super. Vor allem weil wir ein paar Stunden danach aufbrechen wollten und es eklig ist ein super dreckiges Zelt abzubauen und einzupacken. Mein Freund wollte es sogar erst stehen lassen, aber dazu war mir das recht teure Zelt zu schade. Ansonsten hatten wir eigentlich recht ruhige und angenehme Nachbarn. Ich kenne es von anderen Festivals eigentlich nur so, dass die ganze Nacht laute Musik läuft und irgendwo immer jemand wach ist, aber hier war es nicht so. Ab ca. zwei Uhr war es eigentlich immer still und manchmal hatte ich schon Angst, dass alle evakuiert wurden und wir nichts mitbekommen haben oder das alle abgereist sind, weil es schon sehr, sehr still war. Vor allem als es dann am Samstag so gewittert hat dachte ich nun sind alle um uns herum verschwunden. Mein Freund hat ziemlich Angst vor Gewitter, aber da das Auto so weit weg war (und man zu dem auch noch durch ein kleines Waldstück laufen mussten) konnten wir nicht einfach schnell dahin gehen, als es stärker wurde. Eigentlich wollte mein Freund sogar gar nicht mit dem Auto anreisen, er hat Festivals früher immer mit dem Zug erreicht. Da wir nun aber ein eigenes Auto haben und ich das einfach entspannter finde, habe ich ihn damit gelockt, dass wir bei einem potenziellen Gewitter schnell ins Auto flüchten können, das hat ihn überzeugt, aber leider hat es in der Realität dann nicht so funktioniert. Alles in allem hat mir das Festival sehr gefallen. Vielleicht sogar mehr als Rock am Ring (pssst!) da mir dieses manchmal ein bisschen zu groß ist. Anfangs war ich immer bei Area 4, ein kleines Festival in der Nähe von meiner Heimatstadt, welches leider abgeschafft worden ist. Danach bin ich dann zu Rock am Ring gewechselt und auch wenn das auch toll war, war es mir im Vergleich zu Area 4 zu riesig, unpersönlich irgendwie. Deichbrand hat sich da schon eher so angefühlt wie bei den ersten Malen. Nur die Sicherheitskontrolle hätte vielleicht noch ausgebaut werden können. Beim Betreten des Festivalsgelände wurden wir nie kontrolliert, manchmal hat man einen kurzen, oberflächlichen Blick in meine Handtasche gewagt, aber ansonsten lief da nicht viel. Na gut, es ist letztendlich alles gut gegangen, aber darauf kann man sich leider nicht verlassen, vor allem in den heutigen Zeiten. Ansonsten wäre ich gern bald mal wieder auf dem Deichbrand. Es waren sehr schöne Tage mit meinem Freund und ich danke TABAC nochmal ganz herzlich für die gewonnenen Tickets! Falls ihr ein paar Bilder von dem Wochenende sehen wollt, schaut doch mal auf meinem Instagramaccount vorbei, ich würde mich sehr freuen! Hier geht’s zu den Fotos.

Bis dann,

Eure Weltenbummlerin

 

 

Frankfurtausflug + Billy Talent Konzert

Hallo ihr Lieben!

Ende September hat mein Freund mir unter anderem Konzertkarten geschenkt! [Er hat mir eine riesige Holzkiste mit vielen, vielen tollen und nützlichen Sachen.] Das Geschenk war allgemein total abgefahren und cool, aber die Konzertkarten waren natürlich das Highlight. Wie ihr euch schon denken könnt, hat er mir Karten für das Billy Talent Konzert geschenkt, aaaber da das Konzert in unserer Nähe schon ausverkauft war, ging es nach FRANKFURT! Und da habe ich mich umso mehr gefreut, weil ich liebe Reisen und Ausflüge in andere (fremde) Städte. In Frankfurt war ich zwar schon einmal (und zwar vor ungefähr genau einem Jahr, ebenfalls auf einem Konzert mit einer guten Freundin. Ich habe sogar genau hier bereits davon berichtet, alllerdings habe ich damals noch nicht so aktiv diesen Blog benutzt und deshalb nicht wirklich viel berichtet, aber schaut doch mal vorbei, wenn ihr Lust habt.)

Nun aber genug Vorweg erzählt, jetzt geht es zur eigentlichen Fahrt. Das Konzert fand am 4.12.2016 in der Frankfurter Festhalle statt. Wir sind schon ein paar Tage eher losgefahren, damit wir ein bisschen was von Frankfurt sehen können und etwas Zeit für uns haben. Mein Freund hat das Hotel gebucht – Das „Manhattan“ Hotel, welches fast direkt am Hauptbahnhof liegt und super schön ist, für alle die ebenfalls eine Übernachtungsmöglichkeit in Frankfurt suchen. Schade war nur, dass dieses Hotel keine Parkplätze angeboten hat und da wir mit dem Auto angereist sind hatte mein Freund erst ein paar Bedenken wo wir unser Auto sicher und kostenlos parken können. Diese Sorge war allerdings unbegründet, wir haben einen super guten und kostenlosen Parkplatz in der Nähe gefunden, dort konnten wir das Auto die ganze Zeit stehen lassen. In Frankfurt haben wir uns nämlich hauptsächlich zu Fuß fortbewegt. Die Innenstadt war schließlich nur ein paar Minuten entfernt. Die Festhalle war auch in der Nähe und nur ein paar Bahnstationen weit weg – Mit dem Konzertticket konnten wir sogar umsonst die Bahn nehmen.

Bevor wir aber nun zum Konzertbericht kommen, folgt erstmal ein Bericht darüber, was wir alles in Frankfurt erlebt haben. Da ich mich schon ein bisschen ausgekannt habe, habe ich meinem Freund ein paar Dinge gezeigt, welche mir von dem ersten Besuch in Erinnerung geblieben sind. Wer den ersten Beitrag gelesen hat, weiß, dass mich der Laden „Urban Outfitters“ begeistert hat. Auch beim zweiten (und dritten Mal, ja wir waren öfter in dem Laden), war ich wieder voll fasziniert. Ich habe auch zwei Dinge gekauft, da sie einfach viel zu süß waren, um sie nicht mitzunehmen.

  1. Elefanten Tasse # Preis 17 € 33943770_004_d

 

2. „Teddy Make Up Tasche“ # Preis: 14 € # OHNE INHALT

5770318091662_020_d

 

SIND DIE SACHEN NICHT ZUCKERSÜSS?

Die Make Up Tasche kostete erst 20 Euro, das war mir leider viel zu viel, weshalb ich sie beim ersten Mal nicht mitgenommen habe. Da ich die ganze Zeit super traurig war, weil ich sie nicht gekauft habe, sind wir am Montag, bevor wir nach Hause gefahren sind nochmal zu Urban Outfitters gegangen und taaadaaa, die Make Up Tasche wurde auf 14 Euro heruntergesetzt! Das nenne ich mal Glück.

Aber nun weiter:

Wir waren auch wieder in dem Einkaufszentrum „MyZeil“, in welchem ich schon mit meiner Freundin war. Wie auch schon lerztes Jahr war das Einkaufszentrum bereits weihnachtlich geschmückt und alles sah sehr schön aus. Besonders die riesigen, leuchtenden Rentiere, welche überall waren, fand ich super. Mein Freund und ich haben auch im Einkaufszentrum gegessen. Der Laden heißt „Aiso“ und ist im Internet komischerweise ziemlich schlecht bewertet, wir waren beide begeistert von dem Essen und konnten auch sonst nichts negatives bemerken. Als Vorspeise haben wir uns eine Kokosnussmilchsuppe geteilt und als Hauptgang hatte jeder ein eigenes Gericht. Ich hatte zusätzlich noch einen Eistee, welcher super lecker war. Also lasst euch von möglichen negativen Bewertungen nicht abschrecken und bildet euch eine eigene Meinung!

Letztes Jahr wurde der Weihnachtsmarkt gerade aufgebaut, weshalb wir ihn nicht mehr begutachten konnten, aber dieses Jahr hat er im vollen Glanz erstrahlt. Leider war es unnatürlich voll – wahrscheinlich normal für Frankfurt? – aber es war trotzdem schön. Wir waren auch noch am Main spazieren und es war alles ziemlich schön. Ich habe die gemeinsame Zeit mit meinem Freund sehr genossen. Bei Instagram habe ich übrigens ganz viele Bilder von unserem Ausflug gemacht, also wenn ihr möchtet, könnt ihr ja mal vorbeischauen, ich würde mich sehr freuen. (Instagram: @weltenbummlerinX)

Eigentlich wollten wir auch auf den Main Tower, aber mein Freund, der kleine Angsthase, hat leider etwas Höhenangst und einen Rückzieher gemacht. Wir standen schon in der Eingangshalle! Lustigerweise hat er das neue Lied von Billy Talent „Afraid of Heights“ angestimmt und das war so unglaublich passend, dass ich ihm gar nicht böse sein konnte. Naja, er hat mir versprochen, dass er beim Nächsten Mal seine Angst überwindet, wollen wir ja mal sehen..

Ein nächstes Mal in Frankfurt gibt es bestimmt, da die Stadt echt schön und irgendwie aufregend ist. Vielleicht geht es nächstes Jahr schon auf ein neues Konzert?

JETZT habe ich aber wirklich genug geplaudert und wir kommen zum Konzertbericht:

Da die Stehplätze schon ausverkauft waren, hat mein Freund Sitzplatztickets für uns besorgt. Ich fand es eigentlich ganz entspannend vorher sitzen zu können, ich meine, während der Show sind eh alle aufgesprungen und haben getanzt, auch in den Sitzplatzrängen, aber vorher war es halt auch mal schön nicht im Gedränge stehen zu müssen. Ich liebe Konzerte zwar und auch das Feeling, welches man in der Menge hat, aber es war trotzdem cool. Ich muss noch unbedingt erwähnen, dass mein Freund Billy Talent eigentlich gar nicht mag und trotzdem mitgekommen ist und auch nicht gerade wenig Geld dafür ausgegeben hat. Ich glaube im Nachhinein fand er es gar nicht so schlecht, aber trotzdem fand ich das ziemlich toll und süß von ihm! Es gab zwei Vorbands „The Dirty Nil“ und „Monstertruck“, ehrlich gesagt weiß ich nicht mehr wie ich die Bands fand, weil meine Vorfreude so riesig war und ich nur Billy Talent im Kopf hatte, haha. Ich meine, ich höre die Band seit JAHREN und sie ist auch eine der Bands die ich beim diesjährigen Rock am Ring verpasst und deswegen sehr getraut habe. Mein Trauerbericht könnt ihr gerne hier lesen. Ich glaube, die Vorbands waren beide ganz gut, aber festnageln will ich mich darauf nun nicht. ABER was ich mit völliger Sicherheit sagen kann: Billy Talent waren großartig! Wie gesagt: Das Publikum konnte nicht sitzen bleiben und jeder ist aufgesprungen und abgegangen, das war ziemlich cool. Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich die neuen Lieder nicht alle so super gut kenne, ich stehe eher auf die älteren Songs, aber dennoch war es eine großartige Show und es wurden auch einige alte Lieder gespielt. Ich hätte mich über „Perfect World“ oder „Sympathy“ gefreut, aber ich möchte mich ja nicht beschweren…

Hier auf jeden Fall wieder die Setlist für Euch:

  1. Devil in a Midnight Mess
  2. This Suffering
  3. Big, Red Gun
  4. This is how it goes
  5. Rusted from the Rain
  6. River Below
  7. Leave them all Behind
  8. White Sparrows
  9. Surrender
  10. The Crutch
  11. Saint Veronika
  12. Ghost Ship of Cannibal Rats
  13. Surprise, Surprise
  14. Afraid of Heights
  15. Louder than the DJ
  16. Devil on my Shoulder
  17. Red Flag
  18. Fallen Leaves
  19. Try Honesty
  20. Viking Death March

 

uww2gr0

Falls ihr Billy Talent auch mal live erleben wollt, zögert nicht! Es hat sich absolut gelohnt. Leider muss ich euch auch noch etwas erzählen, was nicht so toll war. Direkt nach dem Konzert sind wir mit vielen anderen Leuten zur Bahnhaltstelle gelaufen. An der Haltestelle stand schon eine Bahn, weshalb alle anfingen zu Rennen. Auch mein Freund wollte die Bahn noch erwischen, deswegen fingen auch wir beide an schneller zu laufen. Ich bin gestürzt und noch während des Fallens ist mir aufgefallen, dass meine Stiefel sich ineinander verharkt haben. Alle haben mich nur dämlich angestarrt, keiner hat mir aufgeholfen.. aber immerhin haben wir es noch in die Bahn geschafft. Mein Freund dachte es war nur ein kleiner Sturz und war deswegen sehr bekümmert, als er bemerkt hat wie schlecht es mir ging. Ich weiß nicht warum, aber ich schätze viele Faktoren haben eine Rolle gespielt, aber mir war plötzlich sehr, sehr schwindelig, ich konnte nur noch verschwommen sehen und mir war unglaublich schlecht. So schlecht habe ich mich schon lange nicht gefühlt und das nur wegen einem kleinen „Sturz“. Allerdings habe ich während des Konzerts gar nichts getrunken (und das Konzert ging immerhin einige Stunden), dann war es natürlich auch stickig und zu allem Überfluss hatte ich auch noch meine Periode. Ich schätze diese Faktoren und eventuell auch noch der Schock haben dazu geführt, dass ich zu nichts mehr zu gebrauchen war. Mein Freund musste mich mehr oder weniger aus der Bahn schleppen und dann habe ich mich auf eine Bank gesetzt und es nicht mehr geschafft den kurzen Weg zum Hotel zu laufen. Vor allem konnte ich mir nicht vorstellen mit dem Aufzug zu fahren und da unser Zimmer ganz, ganz oben war, mussten wir auch noch einen kleinen Teil ohne Aufzug bewältigen. Irgendwann ging es mir immerhin so viel besser, dass ich gehen konnte, aber auch noch im Hotelzimmer ging es mir schrecklich. Mein Freund hat mich dann mit Trinken und einem nassen Handtuch versorgt und meine Wunden gepflegt. Ich hatte dann einen riesigen blauen Fleck auf dem Oberschenkel (ich konnte wochenlang nicht auf der linken Seite liegen) und meine Hand war aufgerissen. Auch jetzt habe ich noch kleine Schürfwunden an der Hand.. und der Unfall war Anfang des Monats. Alles in allem war der Ausflug natürlich trotzdem toll, aber auf so ein Ende hätte ich auch gut verzichten können. Ich hoffe euch geht’s gut!

Bis bald,

Eure Weltenbummlerin

Lesemonat: Juni

Lesemonat Juni im Überblick:

Gelesene Bücher: 7
Seiten insgesamt: 3.148
Buchtitel: 1. "Der Schock" von Marc Raabe
           2. "Me and Earl and the dying girl" von Jesse Andrews
           3. "How to love" von Katie Cotugno
           4. "Der Käfig" von Richard Laymon
           5.  "Die Gang" von Richard Laymon
           6.  "Eleanor and Park" von Rainbow Rowell
           7.  "Papierjunge" von Kristina Ohlsson


1. "Der Schock" von Marc Raabe
Inhaltsangabe: "Bei einem Unwetter an der Cote d’Azur begegnet 
Laura Bjely ihrem schlimmsten Alptraum. Ihr Freund Jan findet 
später nur noch ihr Smartphone – mit einem verstörenden Film im 
Speicher. Kurz darauf wird in Berlin die Leiche von Jans 
Nachbarin entdeckt. Auf ihrer Stirn steht eine blutige 
Nachricht. Allen Warnungen zum Trotz sucht Jan weiter nach 
Laura. Dabei stößt er auf einen Abgrund aus Wahnsinn und 
Bösartigkeit."

Seiten: 400
Genre: Psychothriller
Titel: 2,5/5
Cover: 2,5/5
Inhalt: 3,5/5
Schreibstil: 4/5
Charaktere: 4/5

Das Buch "Der Schock" von Marc Raabe hat mir eigentlich sehr
gut gefallen. Der Schreibstil ist angenehm und flüssig und auch
die Idee an sich fand ich gut, allerdings war es manchmal etwas
chaotisch und nicht gut durchdacht. Ich habe mehrere Sinnfehler
gefunden und das Ende hat viele Fragen aufgeworfen.
Erstmal zu den Sinnfehlern: 
(1) Erst wurde geschrieben "Wie alt mochte Fanny jetzt sein? Anfang
50?" und kurz danach hieß es dann: "(...inzwischen fast 60 sein.)".

(2) Beim zweiten Sinnfehler wurde auf S. 67 zuerst geschrieben:
"(...) nahm er aus seinem Kleiderschrank eine weiße Hose (...) und
"(...) hatte vor dem Spiegel gestanden in der weißen Hose seines
Vaters (...)". Später hieß es dann "Was fehlte war ein weißes
Hemd, die besaß nur sein Vater. Normalerweise hätte er sich
niemals getraut, in den Kleiderschrank seines Vaters zu greifen
(...)"

Als nächstes folgen Fragen, welche während des gesamten 
Buchverlaufs und auch besonders am Ende aufgetreten sind:
(Vorsicht! Kann Spoiler enthalten.)

- Alles dreht sich darum, wer der Unbekannte ist, der Laura
entführt hat. Zwischendurch gelangen Menschen ins Visier, bei
denen man denken soll, dass sie diese Person sind, z.B. Peter
Nolte, welcher ein nicht so netter Zeitgenosse ist, aber
nicht der Unbekannte, der Laura entführt hat, was meiner
Meinung nach sehr verwirrend war, weil auch ihr Vater Peter
heißt, welcher der große Unbekannte ist, wie man am Ende erfährt.
Außerdem erfährt man auch, dass Peter, Lauras Vater, der Junge 
vom Anfang ist - Froggy, wie er von seinen Mitschülern genannt
wurde oder auch Fjodor, wie er sich selbst nannte. Da drei
Namen für ein und dieselbe Person verwendet wurde, war es
ebenfalls sehr durcheinander.

- Ungeklärte Fragen gab es reichlich, z.B: Wer war die
Frau im Keller? Und was hat Froggy am Ende zu Jan gesagt?
Und am wichtigsten: Wieso hat Laura ihren eigenen Vater nicht
erkannt? Selbst wenn dieser viel beschäftigt und selten zuhause
war, muss sie ihn doch mal gesehen haben oder immerhin ein Foto
von ihm kennen? Oder aber seine Stimme erkennen? 
An sich war es sehr spannend, auch als man erfahren hat wer
Lauras Mutter ist, aber die Umsetzung war stellenweise
wirklich äußerst seltsam.
Anfangs hieß es auch, dass Laura sich auf dem Video erschreckt,
ob sie den Mann im Auto (also ihren Vater, den Entführer)
erkannt hat, aber später sagt sie, dass sie ihn nicht kennt.

2. "Me and Earl and the dying girl" von Jesse Andrews

Inhaltsangabe: "Was Greg mag: sich in der Schule so unauffällig 
zu verhalten, dass er nahezu unsichtbar wird. Gelegentlich mit 
seinem Freund Earl einen Film zu drehen. Seine Ruhe. Was er 
nicht mag: die Idee seiner Mutter, der todkranken Rachel 
beizustehen. Womit er nicht gerechnet hat: Rachel selbst, die 
keinen braucht, der sie bemitleidet, und die ihre ganz eigene 
Vorstellung von jenen Tagen hat, die ihre letzten sein könnten…
Die Taktik des siebzehnjährigen Greg ist ganz klar: Sich 
möglichst aus allem raushalten, so übersteht man die Highschool
Jahre am besten, ohne in irgendeiner unliebsamen Clique zu 
stranden. Einzig mit dem zynischen Earl ist Greg befreundet – 
wobei »befreundet« es nicht ganz trifft. Earl und er haben 
vielmehr ein gemeinsames Projekt. Sie drehen Filme, in denen 
sie den Klassikern der Filmgeschichte nacheifern. Als Gregs 
Sandkastenfreundin Rachel an Leukämie erkrankt und Greg sich 
»um sie kümmern« soll, sieht er nur eine Chance, dem Auftrag 
nachzukommen und gleichzeitig seinen Prinzipien treu zu 
bleiben: Greg und Earl drehen einen Film für Rachel. Und 
irgendwann währenddessen kommt Greg dann doch aus der sicheren
Distanz hinter der Kamera hervor und nimmt von Rachel Abschied…"

Seiten: 295
Genre: Drama/Komödie
Titel: 4/5
Cover: 4/5
Inhalt: 3,5/5
Schreibstil: 5/5
Charaktere: 3,5/5

Das Buch "Me and Earl and the dying girl" hat mir an sich ganz
gut gefallen. Schon vor Wochen habe ich den Film geschaut, ohne
zu wissen, dass das Buch existiert. Da es doch ein paar
Unterschiedene zwischen Film und Buch gab, war ich während des 
Lesens ab und zu genervt. Wenn ich zuerst das Buch gelesen hätte,
wäre ich wohl vom Film genervt gewesen, so muss ich aber leider
sagen, dass ich den Film mehr mochte.
Es hat schon damit angefangen, dass die Besetzung im Hinblick
auf das Buch miserable war. Ohne das Buch gekannt zu haben, fand
ich die Besetzung gut, nun finde ich sie aber reichlich unpassend.
Die Hauptperson Greg wird im Buch als übergewichtiger Junge mit
Brille beschrieben und im Film ist er ein fast schon zu dünner 
Junge, ohne Brille. (Schauspieler: Thomas Mann). Auch Rachel
wird im Buch als unattraktiv betitelt, obwohl ich die Schauspielerin
(Olivia Cooke) ziemlich hübsch finde. Gut, sowas ist ansichts-
und geschmackssache, aber trotzdem.
Auf die ganzen anderen Unterschiede mag ich gar nicht so extrem
eingehen, weil es bei Büchern und deren Verfilmungen ja meist so
ist, dass nicht alles Wort für Wort übernommen wird, allerdings
muss ich noch sagen, dass der Film mich an manchen Stellen
unglaublich stark berührt hat, wohin hingegen das Buch eher
stumpf, kalt und emotionslos war. Alles wirkte irgendwie viel
zu oberflächlich und war im Film viel intensiver und gefühlvoller.
Ganz besonders hat man das zum Beispiel bei Rachels Tod lesen
können. Es wurde kaum darüber geschrieben, im Gespräch mit Earl
erwähnt Greg kurz und knapp und ohne jegliche Emotionen: 
"So", I said. "I dunno if you heard, but Rachel died." und im
weiteren Gesprächsverlauf, wird nicht mehr über sie gesprochen.
Später geht es noch kurz um ihre Beerdigung, aber ansonsten ist
es, als ob Rachel nie dagewesen ist und das, obwohl sie einer
der wichtigsten Personen in diesem Buch ist. 

3. "How to love" von Katie Cotugno

Inhaltsangabe: "Mit fünfzehn bringt Reena im Restaurant, wo sie 
nach der Schule bedient, die Bestellungen durcheinander, sobald 
Sawyer auftaucht. Sie steht schon immer auf ihn, ist aber viel 
zu schüchtern, ihm ihre Gefühle zu zeigen. Mit siebzehn kommt 
sie mit ihm zusammen, irgendwie, es scheint Reena wie ein
verrückter Traum. Der ein paar Monate später auch schon wieder 
vorbei ist, für Reena allerdings nicht folgenlos: Sie ist 
schwanger – und Sawyer verschwindet ohne ein Wort des Abschieds.
Mit neunzehn steht sie ihm im Supermarkt plötzlich wieder 
gegenüber, und er nimmt sie in die Arme, als sei nichts 
geschehen. Doch Reena ist jetzt eine andere, sie hat ihre kleine 
Tochter Hannah, die sie über alles liebt. Sie wird nie wieder 
auf irgendeinen Typen hereinfallen, der sie dann einfach sitzen
lässt. Die Geschichte mit Sawyer ist vorbei – oder?"

Seiten: 389
Genre: Roman
Titel: 1,5/5
Cover: 3/5
Inhalt: 1,5/5
Schreibstil: 4/5
Charaktere: 1,5/5

Ich habe relativ schnell gemerkt, dass "How to Love" von
Katie Cotugno ein Fehlkauf war - ernsthaft. Mir hat das Buch 
überhaupt nicht zugesagt und wenn ich die deutsche Inhaltsangabe
gelesen hätte, hätte ich es mir vermutlich auch niemals gekauft,
weil man dort viel eher lesen kann worum es geht. Der englische
Klapptext war meiner Meinung nach viel ansprechender und ich
hätte nicht erwartet, dass so ein Inhalt folgen würde.
Zur Veranschaulichung hier nochmal der englische Klapptext:
"This is a love story. But it’s not what you think. 
This is not a first kiss, or a first date. This is not love at 
first sight. This is a boy and a girl falling in messy, 
unpredictable, thrilling love. This is the complicated route to 
happiness that follows. This is real. This is life. This is how 
to love."

Ich stehe nicht auf kitschige Liebesgeschichten und dachte, dass
das Buch nicht so kitschig wird. "This is a love story, but it's
not what you think". Naja, im Grunde war das auch wahr, da es
wirklich nicht das war, was ich dachte. 
Erstmal: Liebesgeschichten sind an sich okay, da ich gerade 
auch selbst über beide Ohren verliebt bin, ist das manchmal
ganz süß und erfrischend (auch wenn ich eher der Thrillerfan bin),
aber was ich ganz schlimm finde sind kitschige Liebesgeschichten,
Dreiecksbeziehungen (Protagonisten liebt zwei Typen und kann sich
nicht entscheiden, blabla, kotz) und ich kann es nicht leiden,
wenn jemand fremdgeht usw. Und "How to love" oder wie es auf
Deutsch heißt "So geht Liebe", beinhaltet davon leider alles.
Die Hauptperson Serena, genannt Reena, ist seit Jahren
unglaublich verliebt in Sawyer, welcher allerdings vorerst mit
ihrer besten Freundin Allie zusammenkommt, woran letztendlich
auch die Freundschaft der zwei zerbricht - was meiner Meinung 
nach schon traurig genug ist. Wieso muss eine langjährige
Freundschaft wegen so einem Typen auseinander gehen? Dazu muss
man sagen, dass Allie nicht wusste, dass Serena auf ihn steht
und sie nicht verletzen wollte. Dann geht Sawyer Allie fremd -
mit Serena. Hallo? Wieso lässt sich Serena auf einen ein,
der ihre (ehemalige) beste Freundin (welche sie ja immer noch
mag), hintergeht. Die beiden sind zu dem Zeitpunkt bereits
8 Monate zusammen, was meiner Meinung nach schon recht lange
für eine Beziehung ist und plötzlich fällt ihm ein, dass er 
Serena ja schon immer viel toller als Allie fand. 
Das Allie dann auch noch genau in dem Moment stirbt, als die
beiden miteinander rummachen, war einfach nur ätzend. 
Als ob das an sich nicht schon genug war, lässt sich Serena
(wenn auch erst später) von Sawyer schwängern. Reicht es nicht
dass sie ihre beste Freundin EINMAL hintergangen hat? Muss sie
sich echt NOCHMAL und NOCHMAL und NOCHMAL auf ihn einlassen?
Selbst wenn Allie dort schon tot ist und nicht mehr mitbekommt
was für Schweine ihr Exfreund und ihre Ex beste Freundin sind -
es ist einfach nur unverständlich, eklig und scheiße. Das
allein reichte eigentlich schon aus um Serena absolut 
unsympathisch zu finden, aber die Tatsache, dass sie ebenfalls
fremdgeht, macht sie für mich noch unsympathischer. Sie ist
später mit Aaron zusammen - einer der wenigen Personen in diesem
Buch, welche ich mag - und sie ist mit ihm zusammen, obwohl sie
offensichtlich noch nicht über Sawyer hinweg ist. Ich muss mich
immer in die Rolle(n) der betroffenen Personen hineinversetzen
und es macht mich unglaublich traurig, wenn ich daran denke, dass
Aaron glücklich ist und denkt, Serena ist genauso glücklich mit
ihm und sie trauert noch heimlich Sawyer hinterher. Später
musste er dann ja auch noch herausfinden, dass Serena seit zwei
Jahren einen anderen liebt. Sie wollte auch nicht bei Aaron 
übernachten, fährt stattdessen aber zu Sawyer - und küsst ihn.
Welche Szene ich auch noch schrecklich fand: Serena hat Aaron
gefragt, ob sie heute Nacht bei ihm übernachten soll und als
dieser vollkommen verblüfft gefragt hat, ob diese das ernst meint,
da sie sonst immer abgelehnt hat, hat sie geantwortet, dass sie
lieber eine Beziehungspause einlegen sollten. Das hat mir fast
das Herz gebrochen. Wie kann sie Aaron erst solche Hoffnungen
machen und dann die Beziehung so gut wie beenden? Und der Grund
dafür war natürlich Sawyer, welchen ich auch absolut unsympathisch
finde. Das Buch hat mir allein schon deshalb nicht gefallen, 
weil ich die beiden Personen um die es hauptsächlich ging, zum 
kotzen fand. Sawyer belügt Serena andauernd, die beiden streiten 
fast permanent, er nimmt Drogen, ist gewalttätig (...), ja ich 
weiß, manche finden Badboys ansprechend und geheimnisvoll und 
sexy, aber ich finde das einfach nur abturnend. Ich kann absolut 
nicht verstehen wieso Serena mit ihm abhängt und ihm immer 
wieder verzeiht. So naiv kann man doch nicht mal sein, wenn man 
blind vor Liebe ist. Mal ganz davon abgesehen, dass das für mich
keine Liebe ist. Die beiden haben fast nichts gemeinsam und
haben auch irgendwie kaum schöne Momente zusammen. Sie geht mit
ihm auf Partys, obwohl sie sich langweilt und sich unwohl fühlt
und sich woandershin sehnt. Ich könnte noch weitere Sachen
aufzählen, aber da ich mich permanent nur über die beiden geärgert
habe, wäre das zu viel alles aufzulisten. Mal abgesehen davon,
dass die Charaktere ätzend waren, war das Buch an sich sehr
einseitig. Es passierte häufig nur das Gleiche - der Ort
war meist in der Schule, zuhause, im Restaurant oder irgendwo
im Auto. Es ist kaum etwas unvorhergesehenes passiert und man
konnte sich schon am Anfang denken, wie es ausgeht. Auch wenn
ich gehofft habe, dass Serena Sawyer abschießt und sich einen
vernüftigen Typ sucht, war mir klar, dass sie sich am Ende
zum wiederholten Mal auf ihn einlässt. Ich habe echt gehofft,
dass sie am Ende ohne ihn verreist und endlich mal was für 
sich tut, aber Fehlanzeige.
Sie hat Sawyer tausendmal gesagt, dass sich nicht alles nur um
ihn dreht, aber leider Gottes hat sie ständig so gehandelt,
ob sich ihr ganzes Leben nur um ihn dreht. Kein Wunder, dass
Sawyer sie immer wieder ausgenutzt hat, wenn sie so dämlich ist.
Was ich gut gefunden hätte (jetzt mal vom Inhalt abgesehen):
Da das komplette Buch nach "Before" und "After" gegliedert ist,
wäre ein "Now" ziemlich cool gewesen.
Aber na gut, weitere Seiten hätte ich mir wirklich nicht 
gewünscht, ich musste mich schon durch die vorhandenen quälen.

4. "Der Käfig" von Richard Laymon

Inhaltsangabe: "Vor langer Zeit war sie eine Herrscherin. 
Jetzt ist sie nur noch eine vertrocknete Mumie. Bis die Siegel 
zerbrochen werden, die sie in ihrem Sarkophag gefangenhalten. 
Die Untote macht sich auf einen blutigen Rachefeldzug durch das 
heutige Kalifornien."

Seiten: 512
Genre: Horrorroman
Titel: 3,5/5
Cover: 5/5
Inhalt: 5/5
Schreibstil: 5/5
Charaktere: 5/5

Das Buch "Der Käfig" von Richard Laymon hat mir sehr gut gefallen.
(Ich hätte es nur "Die Mumie" genannt, weil die Mumie eine
zentralere Rolle hatte, als der Käfig)
Ich dachte anhand des Klapptextes nicht, dass mir das Buch so
gut gefallen würde, aber es war meiner Meinung nach eines der
besten Bücher von meinem Lieblingsautor Richard Laymon - und
das soll schon was heißen.
Was ich seltsam fand waren die Namen zweier Personen. "Top"
und "Tag" sind nun wirklich keine Namen, welche man in Deutschland
oft hört/liest. Deswegen hat es mich beim lesen manchmal verwirrt
ob nun der Tag oder die Person Tag gemeint ist.
Schade fand ich, dass ausgerechnet wieder zwei Personen sterben
musste, welche ich mochte. Ernsthaft, Richard? Bring doch jemand
anderes um.
Ein paar Fragen sind am Ende auch offen geblieben:
(Vorsicht! Spoiler!)

- Ich habe nicht gecheckt, dass April die Person ist, welche
die Leute im Käfig festhält, obwohl vieles darauf hingedeutet
hat. Die Leute haben sich gefragt wieso die Person im Dunkeln
so gut zurecht finden kann und da April blind ist, erklärt sich 
das von selbst. Außerdem wurde vermutet, dass sie sich in einem
Studio befinden und da Aprils Vater eins besaß, war das ebenfalls
ein dezenter Hinweis. Ich habe trotzdem nicht mit April gerechnet
und eher vermutet, dass es sich um Mable und ihre Mutter handelt.
Ich hätte nur gerne noch gewusst, wieso die zweite Person April
bei all dem unterstützt hat. Aprils Beweggründe kann man ja noch
halbwegs nachvollziehen, da sie einsam war.

- Wieso verhält sich Virginia so seltsam? Ich mochte sie echt
gerne (habe insgeheim auch gehofft, dass sie sich in Ed verliebt)
und dann rennt sie erstens einfach weg und kehrt zweitens zu 
ihrer Entführerin zurück (und verliebt sich auch noch oder so?)
Das war so skurril, das es schon fast wieder gut war.

- Woher wussten sie plötzlich, dass April blind ist?

- Was war Amaras Mission? Wen wollte sie rächen?

- Was hat Imad mit Mable vor?

5. "Die Gang" von Richard Laymon

Inhaltsangabe: "Das Küstenstädtchen Boleta Bay birgt ein 
finsteres Geheimnis. Immer wieder verschwinden Menschen. 
Eine Gang Jugendlicher macht die herumlungernden Stadtstreicher
dafür verantwortlich. Sie wollen ihnen eine Lektion erteilen 
– und gehen dabei bis zum Äußersten. In einer finsteren Nacht 
treibt die Gang ihre drastischen Säuberungsaktionen auf die 
Spitze. Doch im alten Vergnügungspark des Ortes erleben die 
Jäger eine Überraschung. In der Finsternis lauert etwas 
Unaussprechliches, Grauenhaftes auf sie, das nur eines kennt: 
Blutrausch."

Seiten: 640
Genre: Horrorroman
Titel: 3,5/5
Cover: 5/5
Inhalt: 5/5
Schreibstil: 5/5
Charaktere: 5/5

Auch "Die Gang" ist meiner Meinung nach eines der besten Bücher
von Richard Laymon.
Ich finde alleine schon den Ort des Geschehens super. Ein 
Freizeitpark in der Nähe vom Meer? Toll! Ich finde Freizeitparks
in solchen Büchern sowieso immer total gruselig und mysteriös.
Ich mochte besonders die Stelle als sie in Jaspers 
Kuriositätenkabinett waren. Alles war total spannend und 
interenssant beschrieben.
Auch wenn das Buch echt gut war, gab es ein paar Sinn- und
womöglich Übersetzungsfehler, welche mich gestört haben. 
Here we go:

(1) Auf S. 178 steht: "Ein Kampf! Messer!" und daraufhin
"Der Junge hatte etwas von Messern gesagt. In der Mehrzahl.
Mindestens zwei, aber wie viele?" Im Englischen macht das vielleicht
Sinn, da man Singular und Plural unterscheiden kann, im Deutschen
ist es aber sowohl ein Messer, als auch mehrere Messer, weshalb
man anhand des Ausrufes "Messer!" nicht sagen kann ob es ein oder
zwei oder tausende Messer sind.

(2.) Auf S. 198 steht: "Jeder außer dir muss das gewusst hatten."
Sie lachte leise. "Haben", verbessert sie sich."
Ich weiß nicht inwiefern das überhaupt logisch sein soll.

(3) Auf S. 589 steht "Cowboy drehte sich zur Seite (...)",
obwohl dieser zu dem Zeitpunkt längst tot ist.

Außerdem fand ich es traurig wie Joan mit Harold umgegangen ist,
auch wenn ich Dave mehr mag. Ich finde es unfair Harold wegen
seiner Höhenangst zu verurteilen und dafür, dass er sich
zurückgehalten hat, was den Körperkontakt betrifft. Ich finde
es eher sympathisch, dass er warten und sie nicht drängen wollte.
Wenn es sie so sehr gestört hat und sie gerne mit ihm schlafen
wollte, hätte sie es ihm auch einfach direkt sagen können,
sodass sie es ändern können.

Ebenfalls doof fand ich Jeremys Entwickelt. Ich fand Shiner
und ihn echt süß zusammen, aber er schmeißt alles hin,
weil er besessen von Tanya ist. Es war ebenfalls komisch,
als Jeremy sauer auf Cowboy war, weil dieser weggegangen ist,
obwohl Jeremy zuerst abgehauen ist.

Ich mag Nate echt gerne, aber er sagt zu Robin, dass sie das
erste Mädchen ist, in welches er verliebt ist und später
erzählt er ihr von seiner Exfreundin und sagt, dass er sie
damals echt geliebt hat. 

Desweiteren verstehe ich nicht, wieso Dave und Joan alleine
in die Trollhöhle gehen. Wieso fordern sie nicht Verstärkung
an, wenn die beiden Kindern ihnen erzählen, wie schlimm es 
in der Höhle ist? Logisch, Joan will so schnell wie möglich
ihre Schwester retten, aber ein bisschen Verstand wäre
schon angebracht gewesen.
Ich weiß auch nicht, wieso sie die Trolle am leben lassen,
obwohl diese offenbar gefährlich sind. Klar, sie will immer noch
schnell weiter, aber auf dem Weg sollten dennoch die
Gefahren ausgeschaltet werden.

Ich hätte es am Ende echt lustig gefunden, wenn Tanya gar
nicht wirklich von Trollen angegriffen wurde, sondern
sie einfach nur ein bisschen gestört war (das war sie so oder
so) und einen Grund suchen wollte, damit ihre Freunde mit
ihr Trolle jagen gehen. Es wäre irgendwie ironisch gewesen,
wenn ihre ganzen Freunde wegen ihr sterben, obwohl die Trolle
nie was böses getan haben.

Das wirkliche Ende war allerdings auch ganz lustig.
Es ist lustig, dass Jeremy ohne Tanya scheinbar verrückt wurde
und nun als "Troll" in der Rettungsstation lebt, in der Tanya
gearbeitet hat. Allerdings: Wieso zur Hölle ist er am Ende
weißhaarig? Wie viel Zeit ist bitte vergangen?

Ich hätte gerne noch gewusst wo Shiner Steve kennengelernt hat.
Allerdings freut es mich echt, dass sie am Ende noch einen Freund
gefunden hat und offensichtlich über Jeremy hinweg ist.


6. "Eleanor & Park" von Rainbow Rowell

Inhaltsangabe: "Sie sind beide Außenseiter, aber grundverschieden: 
Die pummelige Eleanor und der gut aussehende, aber 
zurückhaltende Park. Als er ihr im Schulbus den Platz neben 
sich frei macht, halten sie wenig voneinander. Park liest 
demonstrativ und Eleanor ist froh, ignoriert zu werden. In der 
Schule ist sie das Opfer übler Mobbing-Attacken und zu Hause 
hat sie mit vier Geschwistern und einem tyrannischen Stiefvater 
nur Ärger. Doch als sie beginnt, Parks Comics mitzulesen, 
entwickelt sich ein Dialog zwischen den beiden. Zögerlich 
tauschen sie Kassetten, Meinungen und Vorlieben aus. Dass sie 
sich ineinander verlieben, scheint unmöglich. Doch ihre 
Annäherung gehört zum Intensivsten, was man über die erste 
Liebe lesen kann."

Seiten: 336
Genre: Roman
Titel: 5/5
Cover: 5/5
Inhalt: 5/5
Schreibstil: 5/5
Charaktere: 5/5

"Eleanor & Park" von Rainbow Rowell hat mir unglaublich gut
gefallen. Ich habe das Buch auf Englisch gelesen und der 
Schreibstil war einfach unglaublich und wunderschön.
Es hat mir gefallen, dass man sowohl die Sichtweise von
Eleanor lesen kann, als auch die von Park. 
Man kann sich leider schon am Anfang denken, dass die Liebe
von Park und Eleanor nicht hält, aber es tut trotzdem weh, wenn
man das wirkliche Ende erreicht. Es ist schon schlimm genug,
dass Eleanor fortgeht - obwohl es so viele Optionen gegeben hat -
[Wieso redet sie nicht mit ihrer Mutter? Mit dieser versteht sie
sich doch eigentlich ganz gut? Oder mit ihrem Vater? Sie sagt
zwar, dass dieser sich nicht für sie interessiet, aber in der
kurzen Szene, in der ihr Vater vorkommt, wirkt er auf mich 
eigentlich ganz sympathisch. Wieso schaltet sie nicht die Polizei
ein oder bittet Parks Eltern um Hilfe?] aber wieso meldet sie
sich verdammt nochmal nicht bei Park? Es ist ansatzweise 
verständlich, da sie ihn vielleicht nicht nerven will oder
möchte, dass er sein Leben weiterlebt, aber was ich nicht
verstehen kann - und zwar ganz und gar nicht - wieso
verleugnet sie Park? Als ihre neue Freundin fragt, ob sie
schon mal einen Freund hatte oder geküsst hat, sagt sie nein.
WIESO? 
Was ebenfalls unverständlich ist, wieso sich Park so schnell
wieder mit einem anderen Mädchen abgibt. Klar, er liebt sie
vielleicht nicht wirklich und rechnet nicht mehr damit, dass
Eleanor sich meldet, aber traurig ist es dennoch und
unverständlich auch, da es eigentlich so wirkte, ob er keine
andere will.
Welche drei Wörter Eleanor geschrieben hat, kann man nur ahnen.


7. "Papierjunge" von Kristina Ohlsson

Inhaltsangabe: "Tagsüber schläft er, und wenn die Sonne untergeht,
erwacht er. Dann sucht er sich ein Kind aus und das holt er sich...
In der Nacht erwacht er zum Leben, erwählt ein Kind und 
verschwindet mit seinem Opfer in der Dunkelheit. Der 
Papierjunge. Eigentlich glaubt niemand an die jüdische 
Sagengestalt – bis an einem eiskalten Wintertag in Stockholm 
eine Erzieherin vor den Augen von Schülern und Eltern 
erschossen wird. Als wenig später zwei Kinder verschwinden, 
fragen sich die Ermittler Fredrika Bergman und Alex Recht, 
ob der Junge aus der Legende etwas mit den Vorfällen zu tun 
haben könnte. Die Ermittlungen führen Fredrika nach Israel, 
wo sie mit einem grausamen Verbrechen aus der Vergangenheit 
konfrontiert wird..."

Seiten: 576
Genre: Thriller
Titel: 5/5
Cover: 5/5
Inhalt: 5/5
Schreibstil: 5/5
Charaktere: 5/5

Das Buch "Papierjunge" von Kristina Ohlsson habe ich als 
Leseexemplar vom Bloggerportal zur Verfügung gestellt bekommen.
Vielen Dank nochmal dafür! Das Lesen dieses Buches hat mir
einfach unglaublich viel Spaß bereitet, da der Inhalt sehr spannend
verpackt wurde und mir der Schreibstil sehr zugesagt hat. Dieser
war äußerst angenehm, flüßig und irgendwie erfrischend und malerisch.
Es gab einige Sätze und Formulierungen, die ich perfekt und
wunderschön fand. Hier ein paar meiner Lieblingsstellen:

1. Sie läuft um ihr Leben und doch direkt in die Arme des Todes.
   (S. 11)
2. Der Papierjunge hatte zum Tanz gebeten, aber Efraim war nicht
   interessiert, darauf einzugehen. (S. 180)
3. Konnte die Trauer in einem fremden Land eine andere Form und
   Farbe annehmen? (S. 186)
4. Alle Wege führe nach Rom, heißt es. Diesmal jedoch schienen
   sie nach Israel zu führen. (S. 237)
Auch die Thematik fand ich sehr interessant und faszinierend.
Die Geschichte von der jüdischen Sagengestalt hat mich von
Anfang an in den Bann gezogen.
Allerdings gab es auch zwei Stellen, welche ich nicht so ganz
verstehen und nachvollziehen konnte:

Auf S. 70-71 ist ein Wortwechsel zwischen Peder und Alex
und Peders Antwort passt irgendwie so gar nicht zu der Aussage
von Alex:
"Siehst gut aus", sagte Alex schließlich, als
sie einander wieder losgelassen hatten. "Doch", erwidert Peder.
"Eigentlich fange ich erst morgen hier an, aber sie wollten mich
heute Abend gern schon dabei haben."

Außerdem steht auf S. 86 "Ein Wunder ist geschehen. Eines
der Kinder lebt." und auf S. 343 heißt es dann "Der Kommissar, der
auf der Straße vor dem Haus steht, in dem ein Mann und seine
Kinder ermordert worden sind, wünscht sich, das Wetter wäre anders."
Obwohl ja offensichtlich nur ein Kind getötet wurde und keine
Kinder.

Traurigerweise muss ich nun auch noch gestehen, dass mich das
Ende nicht ganz überzeugt hat. Es war nicht wirklich schlecht,
aber nachdem mich Anfang und Mittelteil so mitgerissen haben, fiel
das Ende verhältnismäßig lahm aus. Wer nicht gespoilert werden
will, sollte die folgenden Kritikpunkte überspringen:

1. Ich finde es doof, dass Alex und Fredrika nicht erfahren, was
Efraim getan hat. Als er tot aufgefunden wird, sehen ihn alle nur
als Opfer an und man geht weiterhin davon aus, dass Gideon der
Böse ist, obwohl er, soweit ich es verstanden habe, nichts unrechtes
getan hat. Da ich Gideon eigentlich mochte, finde ich es gemein,
dass er sogar über seinen Tod hinaus für etwas bestraft wird,
was er nicht getan hat.

2. Auch Eden erfährt nicht was ihre große Liebe Efraim getan hat,
obwohl sie sogar noch in Israel Untersuchungen anstellt.

3. Richtig langweilig fand ich auch den Tod von Mona. Sie stirbt
ganz plötzlich, weil sie vor ein Auto läuft, obwohl sie die
ganze Zeit vorsichtig und clever gewesen ist? Für mich klingt
das eher nach einem viel zu abrupten Ende. Verständlicher wäre
es noch gewesen, wenn beispielsweise Eden sie überfährt um sich
zu rächen.

Zum Schluss noch eine allgemeine Frage, welche ebenfalls
übersprungen werden sollte, wenn man nicht gespoilert werden will.
Die beiden befreundeten Jungen vom Anfang, David und Avital, sind
die Väter von Gideon und Saul, welche hingegen die Väter von
Simon und Abraham sind. Man erfährt, dass Avital der Papierjunge
ist und Gideon sein letztes Opfer. Wieso zur Hölle schnappt sich
Avital den Sohn seines Freundes David? Na gut, man könnte jetzt
auch fragen, wieso jemand überhaupt tötet, aber ich habe nicht
verstanden wieso er ausgerechnet Gideon auswählt.



In den Juli bin ich mit dem Buch "Der Gast" von Richard Laymon
gestartet. Die Rezension zu diesem Buch findet ihr dann Anfang
August hier auf meinem Blog.
 

Lesemonat: April

Lesemonat April im Überblick:

Gelesene Bücher: 6
Seiten insgesamt: 2.203
Buchtitel: 1. "Nachts ist es leise in Teheran" von Shida 
               Bazyar
           2. "Broken - Der Moment in dem du fällst" von
               Tabitha Suzuma
           3. "Digby" von Stephanie Tromly
           4. "Joyland" von Stephen King
           5. "Stirb, mein Prinz" von Tania Carver
           6. "Das Haus" von Richard Laymon

1. "Nachts ist es leise in Teheran" von Shida Bazyar

Inhaltsangabe: "1979. Behsad, ein junger kommunistischer
Revolutionär, kämpft nach der Vertreibung des Schahs mit seinen
Freunden für eine neue Ordnung. Er erzählt von 
funkenschlagender Hoffnung, von klandestinen politischen 
Aktionen, und davon, wie er in der mutigen, literaturbesessenen
Nahid die Liebe seines Lebens findet. Zehn Jahre später nimmt
uns Nahid mit in die deutsche Provinz, wohin Behsad und sie 
nach der Machtübernahme der Mullahs mit ihren Kindern flohen. 
Stunde um Stunde verbringen sie vor dem Radio und hoffen auf 
Neuigkeiten von den Freunden, die untertauchen mussten.
Sie wollen zurückkehren, unbedingt, und suchen zugleich eine 
Heimat in der Fremde. 1999 reist Laleh gemeinsam mit ihrer 
Mutter in den Iran. Zwischen »Kafishaps«, Schönheitsritualen 
und Familiengeheimnissen lernt sie ein Teheran kennen, das sich
nur schwer mit den Erinnerungen aus der Kindheit deckt. 
Ihren Bruder Mo beschäftigt ein Jahrzehnt später der 
Liebeskummer seines Kumpels Tobi mehr als die pseudoengagierten 
Demos der deutschen Studenten. Doch dann bricht die Grüne 
Revolution im Iran aus und stellt Mos Welt auf den Kopf."

Seiten: 288
Titel: 3/5
Cover: 2/5
Inhalt: 3,5/5
Schreibstil: 3,5/5
Charaktere: 4/5

Das Buch "Nachts ist es leise in Teheran" von Shida Bazyar
war in der Lovelybox, welche ich erhalten habe.
Ich war angenehm überrascht von dem Inhalt und der Schreibweise.
Wenn ich ehrlich bin, habe ich nämlich zuerst angenommen, der
Inhalt sei trocken und langweilig.
Das Buch thematisiert zwar eigentlich keine nichts, was mich
ansonsten interessiert, aber es war trotzdem sehr spannend 
und aufschlussreich etwas über ein Land zu erfahren, von dem
man sonst nichts weiß. Fremde Kulturen und Sprachen finde ich
sehr interessant. Anbei ist auch ein Glossar mit Übersetzungen.
Das Buch wurde aus vier verschiedenen Perspektiven geschrieben,
was ich unglaublich kreativ und ansprechend fand, da man so
Einblick in die Gedanken aller Familienmitglieder hatte.
Zuerst wird aus der Sicht von dem Vater der Familie geschrieben,
welcher Behsad heißt. Seine Sicht fand ich zwar nicht schlecht,
aber diese hat mich am Wenigsten interessiert. Danach wurde aus
der Sicht der Mutter geschrieben, Nahid, welche schon besser
war.
Die danach folgenden Einblicke der beiden Kinder Laleh und
Mo fand ich am Besten. Die Sicht von dem dritten Kind, Tara,
wird leider nur kurz im Epilog erwähnt. Ich schätze ein längeres
Kapitel über sie wäre auch interessant gewesen.
Was mir nicht gefallen hat ist zum einen, die fehlende 
wörtliche Rede. Beispiel: Ich lächle, und sie verkündet, Ich
komme morgen zum Kaffee bei euch vorbei, ja? Ich lächle wieder
und drehe mich Richtung Tür (...) / Zitat Seite 90/91 
Ich finde die wörtliche Rede sorgt für einen
angenehmeren Lesefluss, ansonsten fand ich den Schreibstil
jedoch ganz schön.
Zum anderen haben mir nicht die vielen offenen Fragen gefallen,
klar, kann man sich so ein eigenes Bild erstellen und sich 
die Fragen selbst kreativ beantworten, aber ich hätte lieber
die Meinung der Autorin gewusst. 
Nun folgt eine Liste meiner offenen Fragen, welche eventuell
Spoiler verursachen können:

- Kommen Tobi und Maryam zusammen? Oder ist diese in Mo
verliebt?
- Was ist mit Merle?
- Mit wem bekommt Laleh Kinder? David? 

2. "Broken - Der Moment in dem du fällst" von Tabitha
Suzuma

Inhaltsangabe: "Mathéos grosse Liebe ist Lola. Doch Mathéo ist 
auch Großbritanniens Hoffnung auf olympisches Gold im 
Turmspringen. Und seine ehrgeizigen Eltern zeigen sich wenig
begeistert über die Beziehung. Zum Glück ist Lolas Vater anders.
Mit ihm versteht sich Mathéo blind. Doch dann gerät Mathéos 
Leben komplett aus den Fugen. Nach einer Siegesfeier wacht er 
mit Verletzungen am ganzen Körper auf, ohne Erinnerung an die 
Nacht zuvor. Erst als er sich beim Turmspringen am Kopf 
verletzt, kommt die Erinnerung zurück..."

Seiten: 384
Titel: 4/5
Cover: 3,5/5
Inhalt: 5/5
Schreibstil: 5/5
Charaktere: 5/5

Das Buch "Broken - der Moment in dem du fällst" von
Tabitha Suzuma habe ich bei einem Gewinnspiel von der
Verlagsgruppe Oetinger gewonnen, wofür ich unglaublich dankbar
bin. Wer weiß ob ich dieses wundervolle Buch ansonsten gelesen
hätte?
Das Buch spricht ein sehr sensibles Thema an, welches ich 
ausnahmsweise mal nicht spoilern möchte.
Der Schreibstil ist angenehm und gefällt mir sehr gut. Die
beschriebenen Personen sind mir fast alle ans Herz gewachsen,
besonders Mathéo mochte ich sehr.
Das Ende jedoch hat mir überhaupt nicht gefallen, wenn ihr
Spoiler vertragen könnt, dürft ihr gerne weiterlesen, 
weshalb mich das Ende so geschockt und enttäuscht hat.

SPOILERWARNUNG:

Ich mochte Mathéo und seine Freundin Lola sehr, die beiden
waren meiner Meinung ein zuckersüßes Paar und ich musste das
ein oder andere Mal an mich und meine eigene Beziehung denken,
weshalb ich zutiefst traurig bin, dass Lola am Ende sterben
musste. Ich hätte mir eher ein positives Ende gewünscht und das
Lola Mathéo weiterhin unterstützt und liebt, anstatt ihn einfach
allein zu lassen und noch mehr Schmerz und Kummer zu
hinterlassen. Ich hätte es besser gefunden, wenn zum Beispiel
Mathéos Trainer der Vergewaltiger gewesen wäre und nicht
Lolas Vater. So hätte Lola keine Schuldgefühle haben müssen und
es hätte meiner Meinung nach auch mehr Sinn gemacht, weil 
Mathéo sich nach dem Vorfall immer mehr vom Turmspringen
abgewendet hat, aber noch positiv gegenüber Lola, ihrer Wohnung
und dem Vater gestimmt war.

3. "Digby" von Stephanie Tromly

Inhaltsangabe: "Beschossen. Inhaftiert. Gekidnappt. Ein ganz 
normaler Tag mit Digby: Bei Digby muss man auf alles gefasst 
sein. Das war Zoe in dem Moment klar, als sie seine 
Bekanntschaft machte. Nicht klar war ihr allerdings, dass sie 
mit ihm auch gleich von einer gefährlichen Situation in die 
nächste geraten würde. Denn Digby setzt alles daran, den Fall 
seiner kleinen Schwester, die vor acht Jahren entführt wurde, 
aufzuklären. Wie er es aber anstellt, dass Zoe mit ihm bei
einem Gynäkologen einbricht, kurzzeitig auf der Polizeiwache 
landet und an einen Drogenhändlerring gerät? Keine Ahnung. 
Nur eines weiß sie genau: Ein Plan B wäre jetzt gerade sicher 
nicht verkehrt. Bei Stephanie Tromlys Held Digby muss man sich 
auf spannende Unterhaltung auf höchstem Niveau gefasst machen, 
immer mit einer Prise schrägem Humor gewürzt.

Seiten: 363
Titel: 4/5
Cover: 3/5
Inhalt: 4,5/5
Schreibstil: 5/5
Charaktere: 5/5

Ich habe "Digby" von Stephanie Tromly innerhalb kurzer Zeit
verschlungen. Das Buch war einfach herrlich amüsant und 
äußerst angenehm zu lesen, weshalb ich unglaublich froh bin,
auch dieses Buch bei dem Gewinnspiel der Verlagsgruppe Oetinger
erworben zu haben.
Besonders die Figur Digby hat mir unglaublich gut gefallen.
Er wirkte auf mich sehr intelligent, gerissen und wirklich
witzig. Ich hoffe sehr bald auf einen weiteren Teil, denn
die Geschichte ist für mich noch nicht abgeschlossen und ich
möchte unbedingt noch weitere lustige und wagemutige Situationen
mit Digby und seinen Freunden erleben. Allerdings finde ich
sollte neben dem ganzen Spaß Digbys verletzliche Seite nicht
außer Acht gelassen werden. Ich finde seine Familienverhältnisse
äußerst kompliziert und auch der Fall mit seiner Schwester
sehr traurig, weshalb ich mir vorstellen kann, dass auch Digby
nicht immer nur witzig ist. Ich würde mich freuen, wenn das
Nächste Teil das ab und zu hervorhebt und Digbys ernstere Seiten
präsentiert. Ansonsten finde ich das Buch sehr gelungen und
ansprechend.

4. "Joyland" von Stephen King

Inhaltsangabe: "Um sich sein Studium zu finanzieren, arbeitet 
Devin Jones während der Semesterferien im Vergnügungspark 
Joyland an der Küste von North Carolina. Drei Dinge sind es, 
die ihn im Laufe des Sommers 1973 vor allem beschäftigen: 
Seine große Liebe Wendy gibt ihm per Brief den Laufpass. 
In der Geisterbahn Horror House soll es spuken, nachdem dort 
ein Mädchen ermordet wurde. Und er fragt sich, welches 
Geheimnis sich wohl hinter der schönen jungen Frau mit ihrem 
behinderten Sohn verbirgt, an deren Strandvilla er jeden Tag 
vorbeikommt. Vom unbekümmerten Schaustellerleben in Joyland 
fasziniert, verlängert Devin seinen Aufenthalt. Mit seinen 
neugierigen Nachforschungen tritt er jedoch eine Lawine von 
Ereignissen los, bei denen es schließlich um Tod oder Leben 
geht..."

Seiten: 352
Titel: 5/5
Cover: 3/5
Inhalt: 4/5
Schreibstil: 4/5
Charaktere: 4/5

Ich wollte schon seit Ewigkeiten ein Buch von Stephen King
lesen, weshalb ich nicht lange gezögert habe, als ich "Joyland"
für 2,99 Euro entdeckt habe. 
Ehrlich gesagt habe ich etwas ganz, ganz anderes erwartet. 
Ich habe mir immer vorgestellt, die Bücher von Stephen King
sind unglaublich gruselig, angsteinflössend und vielleicht sogar
etwas eklig und krank. 
Das was ich zu lesen bekommen habe war nicht wirklich gruselig
(was vielleicht auch daran liegt, dass ich in Bezug darauf
reichlich abgestumpft bin?), aber nein.. ehrlich, klar hatte
das Buch ein paar gruselige Aspekte, aber hauptsächlich ging es
um Liebe (Devins verflossene Liebe und später seine aktuelle)
und der Teil mit der jungen Frau und dem behinderten Sohn finde
ich schon fast rührend, als ob es hierbei um ein ganz anderes
Genre geht. 
Dennoch hat mir das Buch sehr gefallen und es wird sicherlich
nicht mein letztes Buch von Stephen King gewesen sein. 
Vielleicht habe ich beim ersten Versuch einfach ein sehr
harmloses entdeckt...

5. "Stirb, mein Prinz" von Tania Carver

Inhaltsangabe: "Ein altes Haus soll abgerissen werden. Da 
entdecken die Arbeiter etwas Grauenhaftes im Keller: einen 
Käfig aus Menschenknochen. Und darin ein verwahrlostes Kind.
Wer ist dieser Junge? Wer hat ihm das angetan? Mit ihren 
Ermittlungen stören Kommissar Phil Brennan und Profilerin 
Marina Esposito einen kaltblütigen Menschensammler, der seit 
mehr als dreißig Jahren einem grausamen Ritual folgt. Und 
dieser Killer duldet keine Einmischung. Er will den Jungen 
zurück."

Seiten: 528
Titel: 1/5
Cover: 1/5
Inhalt: 4/5
Schreibstil: 4/5
Charaktere: 3,5/5

Leider habe ich viel zu spät gemerkt, dass es sich bei diesem 
Buch um eine Reihe handelt. Der erste Teil "Entrissen" steht
schon seit Ewigkeiten ungelesenen in meinem Regal. Da ich dachte
die beiden Bücher hätten aber nichts miteinander zu tun, habe
ich mich zuerst diesem Teil, dem dritten, gewidmet. Nun ärgert 
mich das ein bisschen. Trotzdem fand ich das Buch gut. Ich mag
es, wenn Bücher wie ein kleines Puzzle aufgebaut sind und sich
erst im Verlauf alle Stücke sinnvoll zusammensetzen. Das war
hier der Fall. Ich habe es auch recht schnell fertig gelesen, da
es sehr spannend war.

6. "Das Haus" von Richard Laymon

Inhaltsangabe: "Halloween. In der amerikanischen Kleinstadt 
Ashburg gibt es dieses Jahr eine große Party. Geladen wird ins 
Sherwood-Haus. Ein ganz besonderes Haus. Vor vielen Jahren ist 
dort eine Familie bestialisch ermordet worden. Seitdem wird es 
gemieden. Doch trotz dieser finsteren Vorboten öffnen sich am 
Abend die Tore. Das blutige Spiel beginnt..."

Seiten: 288
Titel: 5/5
Cover: 3/5
Inhalt: 4/5
Schreibstil: 5/5
Charaktere: 4/5

Richard Laymon ist einer meiner absoluten Lieblingsautoren.
Ich habe ALLE Bücher von ihm (zugegeben davon sind noch einige
ungelesen), aber ich finde jedes Werk von ihm auf die eigene 
Art und Weise fantastisch. Auch "Das Haus" hat mir gut gefallen,
obwohl ich finde, dass es etwas dünn ausgefallen ist. Von
Richard Laymon bin ich sonst dickere und detailliertere Bücher
gewohnt.
Der Inhalt war aber trotzdem gut. Mir gefällt die Idee von einer
Halloweenparty in einem Horrorhaus, wie das Sherwoodhaus. Ich
finde die Party hätte jedoch durchaus etwas länger werden
können und brutaler von Statten gehen können.
Ich würde ja jetzt noch etwas jammern, weil Personen gestorben
sind, welche ich mochte, aber das passiert in Büchern von
Richard Laymon halt. Dann kann man froh sein, wenn überhaupt
jemand überlebt.


Auch in den Mai starte ich mit einem Buch von Richard Laymon, 
diesmal ist es "Der Killer".