So war das Deichbrand Festival…

Wer meinen „Rock am Ring“ Beitrag letztes Jahr gelesen hat, weiß wie sehr ich Festivals liebe, ansonsten könnt ihr hier auch gerne nochmal nachlesen. Letztes Jahr war ich zumindest noch super frustriert, dass ich nicht bei Rock am Ring dabei sein konnte, dieses Jahr habe ich mich mehr oder weniger damit abgefunden. Ich wäre zwar immer noch gerne dabei gewesen, aber da ich mich auch sehr auf den anstehenenden Urlaub freue war es nicht allzu schlimm. Dann habe ich jedoch das Deichbrand Festival gefunden – dieses Festival kannte ich zwar schon vorher, aber als ich das Line Up gesehen habe und festgestellt habe, dass es genau in meinen dreiwöchigen Urlaub stattfindet, war ich hin und weg und wollte unbedingt hin. Ich habe also an tausenden Gewinnspielen teilgenommen, ungefähr genauso wie letztes Jahr, als ich zum Ring wollte. Ich hatte nicht wirklich viel Hoffnung, weil es letztes Jahr auch nicht geklappt hat und mal ernsthaft, wie hoch stehen die Chancen Festivalstickets zu gewinnen? Leider gab es auch nicht so viele Deichbrand Gewinnspiele und viele sahen mehr nach Fake aus. Doch wer hätte es gedacht? Bei einem Gewinnspiel hatte ich tatsächlich Erfolg und auch wenn die Seite und das Gewinnspiel echt aussahen hatte ich die ganze Zeit Angst und Bedenken – weil ich es einfach nicht fassen konnte. Gewonnen habe ich die Karten bei Instagram, die Seite heißt tabacfragrances, vielleicht wollt ihr ja mal vorbeischauen. Wer weiß? Vielleicht verlost die Seite nächstes Jahr wieder Tickets und dann könnt genau IHR dabei sein. Die Gewinnbotschaft habe ich per Direkt Nachricht erhalten und zwar als ich auf der Arbeit war. Ich habe sie in der Pause überflogen und konnte es nicht fassen. Erst Tage später habe ich dann endlich meinen Guest Voucher  per E-Mail erhalten, weil das etwas länger gedauert hat und ich die E-Mail erst kurz vor Abreise zum Festival erhalten habe, war ich noch mehr verunsichert. Mit dem ausgedruckten Voucher mussten mein Freund und ich dann zum „Gästelisten“-Eingang. Das hat sich ziemlich cool und special angefühlt. Eigentlich war es aber nur die Freiwillige Feuerwehr vor Ort, dort konnten wir uns dann unsere Bändchen abholen. Das war super entspannt, weil wir uns so nicht extra am Bändchenzelt anstellen mussten. Wir mussten am Campingplatz Eingang schon lange genug warten, das hat definitiv gereicht. Der Parkplatz war meiner Meinung nach viel, viel zu weit weg vom Campingplatz. Man musste sein ganzes Zeug vom Auto zum Platz schleppen und dann dort ewig in der Schlange warten. Es hat so lange gedauert, weil alle Gepäckstücke kontrolliert werden sollten, theoretisch. Okay, als wir endlich dran waren hat die Frau auch kurz in meinen Rucksack geschaut, aber mal ehrlich, wer weiß mit einem Blick denn ob sich etwas verbotenes im Rucksack befindet? Ich habe zum Beispiel erst später herausgefunden, dass das Trockenshampoo, welches ich dabei habe, gar nicht mit auf den Platz durfte, da die Kontrollen nicht sehr ausreichend ausgeführt wurden. Da ich es von anderen Festivals so kannte, dachte ich das Festivalgelände würde direkt an das Campinggelände anschließen, weshalb mein Freund und ich uns einen Zeltplatz weiter weg vom Eingang ausgesucht haben, damit wir nicht so lange zu den Bühnen brauchen. Leider musste man den Campingplatz wieder am Eingang verlassen und dann noch Ewigkeiten gehen (vorbei an noch einem weiteren Campingplatz, welchen wir vorher gar nicht gesehen haben) und deshalb brauchten wir immer ein Weilchen zum Festivalgelände. Schlimm war das aber letztendlich nicht wirklich, ein bisschen Fußmarsch hat ja noch niemanden geschadet. Mein Freund und ich haben nicht wirklich viele Bands gesehen, aber die, die wir gesehen haben, waren größtenteils gut. Ich wollte unbedingt Biffy Clyro und Billy Talent sehen – oder Biffy Talent und Billy Clyro, wie mein Freund und ich sie manchmal im Scherz genannt haben. Die Donots wollte ich auch gerne sehen, weil ich sie damals auf meinem aller ersten Festival gesehen habe (Area 4!) und es war großartig. Mein Freund wollte gerne Placebo sehen, welche eher ruhige (nicht unbedingt Festivaltaugliche) Lieder gespielt haben, aber dennoch hat mir der Auftritt gefallen. Es war eine schöne, ruhige Atmophäre, die Band hat zwischendurch auch nicht geredet und geklatscht wurde auch kaum bis gar nicht, es war einfach ein sehr entspannte Situation. Außerdem haben wir uns noch Cro angeguckt, zum einen weil er vor Biffy Clyro kam und zum anderen weil ich das Lied „Bye Bye“ echt schön finde, aber irgendwie hatte sein Auftritt nichts besonderes für mich. Auch das Lied fand ich live nicht so gut. Und ich habe zwar nicht wirklich Ahnung von Cro, aber ich dachte immer er hat eine Pandamaske? Die Maske war aber nur weiß und sah eher gruselig aus. Kraftklub haben wir auch gesehen, weil die Band so gefeiert wird und wir mal reinhören wollten, es war okay, aber nichts weltbewegendes. Ich mag Deutsche Musik allgemein nicht so gerne, das sollte ich vielleicht auch erwähnen. Nebenbei haben wir auch noch ein paar andere Bands gesehen, aber nur noch Emil Bulls sind mir davon wirklich im Gedächtnis geblieben. Die waren echt gut. Als Nächstes muss ich unbedingt das gute Essen ansprechen, oh Gott, ich liebe Festivalessen. Ich könnte auf Festivals so viel essen, aber leider ist es auch immer so verdammt teuer. Mein Freund und ich haben daher alles geteilt, damit wir viel probieren und gleichzeitig nicht so viel ausgeben mussten. Mein Lieblingsfestivalessenstand (was ein Wort!) war auch dabei: Handbrotzeit. Mein Freund kannte das noch nicht, weshalb ich es ihm selbstverständlich zeigen musste. So lecker. Ich hätte es gerne mehr als einmal gegessen, aber es gab so viel anderes Zeug zu probieren. Ich würde euch nun echt gerne erzählen, was wir alles hatten, aber ich krieg nicht mehr alles zusammen. Und es hat alles super geschmeckt, nur den Pulled Pork Burger fand ich nicht so geil und das obwohl ich Pulled Pork Burger eigentlich liebe. Dieser war irgendwie fad und matschig. Außerdem haben wir uns von Haribo, Sesamringen, Cornflakes, Bananen, Äpfel, Ravioli und Linsensuppe (kalt!) ernährt. Am ersten Tag haben wir auch noch Würstchen gegrillt. Apropos Essen, irgendein Idiot hat am letzten Arbeit unser Zelt mit Curry Ketchup bespritzt. Ich weiß, auf Festivals geht es nicht immer so sauber zu, aber das Eigentum von Fremdem zu beschmutzen ist meiner Meinung nach nicht so super. Vor allem weil wir ein paar Stunden danach aufbrechen wollten und es eklig ist ein super dreckiges Zelt abzubauen und einzupacken. Mein Freund wollte es sogar erst stehen lassen, aber dazu war mir das recht teure Zelt zu schade. Ansonsten hatten wir eigentlich recht ruhige und angenehme Nachbarn. Ich kenne es von anderen Festivals eigentlich nur so, dass die ganze Nacht laute Musik läuft und irgendwo immer jemand wach ist, aber hier war es nicht so. Ab ca. zwei Uhr war es eigentlich immer still und manchmal hatte ich schon Angst, dass alle evakuiert wurden und wir nichts mitbekommen haben oder das alle abgereist sind, weil es schon sehr, sehr still war. Vor allem als es dann am Samstag so gewittert hat dachte ich nun sind alle um uns herum verschwunden. Mein Freund hat ziemlich Angst vor Gewitter, aber da das Auto so weit weg war (und man zu dem auch noch durch ein kleines Waldstück laufen mussten) konnten wir nicht einfach schnell dahin gehen, als es stärker wurde. Eigentlich wollte mein Freund sogar gar nicht mit dem Auto anreisen, er hat Festivals früher immer mit dem Zug erreicht. Da wir nun aber ein eigenes Auto haben und ich das einfach entspannter finde, habe ich ihn damit gelockt, dass wir bei einem potenziellen Gewitter schnell ins Auto flüchten können, das hat ihn überzeugt, aber leider hat es in der Realität dann nicht so funktioniert. Alles in allem hat mir das Festival sehr gefallen. Vielleicht sogar mehr als Rock am Ring (pssst!) da mir dieses manchmal ein bisschen zu groß ist. Anfangs war ich immer bei Area 4, ein kleines Festival in der Nähe von meiner Heimatstadt, welches leider abgeschafft worden ist. Danach bin ich dann zu Rock am Ring gewechselt und auch wenn das auch toll war, war es mir im Vergleich zu Area 4 zu riesig, unpersönlich irgendwie. Deichbrand hat sich da schon eher so angefühlt wie bei den ersten Malen. Nur die Sicherheitskontrolle hätte vielleicht noch ausgebaut werden können. Beim Betreten des Festivalsgelände wurden wir nie kontrolliert, manchmal hat man einen kurzen, oberflächlichen Blick in meine Handtasche gewagt, aber ansonsten lief da nicht viel. Na gut, es ist letztendlich alles gut gegangen, aber darauf kann man sich leider nicht verlassen, vor allem in den heutigen Zeiten. Ansonsten wäre ich gern bald mal wieder auf dem Deichbrand. Es waren sehr schöne Tage mit meinem Freund und ich danke TABAC nochmal ganz herzlich für die gewonnenen Tickets! Falls ihr ein paar Bilder von dem Wochenende sehen wollt, schaut doch mal auf meinem Instagramaccount vorbei, ich würde mich sehr freuen! Hier geht’s zu den Fotos.

Bis dann,

Eure Weltenbummlerin

 

 

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