Lesemonat: Juli

 

Hallo ihr Lieben,

ich habe versucht mich nicht selbst so unter Druck zu setzen und so
viel zu lesen, wie ich eben schaffe und es hat wunderbar geklappt.
Es ist erst Mitte Juli - ich schreibe die Rezensionen diesen
Monat mal eher, weil ich bald in den Urlaub fliege - und ich habe
bisher schon vier(!) Bücher gelesen. Das ist mehr, als ich sonst
im kompletten Monat schaffe und nun habe ich noch die Hälfte des
Monats übrig und schaffe bestimmt noch ein paar Bücher mehr, vor
allem weil ich jetzt drei Wochen Urlaub habe. By the way: zu 
meiner Urlaubsplanung folgt auch noch ein Blogpost, also seid
gespannt!
Aber nun erstmal viel Spaß mit den Rezensionen:

Lesemonat Juli im Überblick:

Gelesene Bücher: 7
Seiten insgesamt: 2.255
Buchtitel: 1. "Bruderlüge" von Kristina Ohlsson
           2. "Teufelskälte" von Gard Sveen
           3. "To all the boys I've loved before" von Jenny Han
           4. "Bilder deiner großen Liebe" von Wolfgang Herrndorf
           5. "Honeymoon XXL - Vom Standesamt ins Outdoor-Abenteuer"
              von Julia und Stefan Richter
           6. "Eine von uns" von Harriet Cummings
           7. "Das peinlichste Jahr meines Lebens" von Mark Lowery                 


1. "Bruderlüge" von Kristina Ohlsson

Inhaltsangabe: "Martin Benner befindet sich in der Hand von 
Unterweltboss Lucifer, der ihm den Auftrag erteilt, Mio zu finden – 
den Sohn der Serienmörderin Sara Texas. Wohl fühlt sich Benner 
damit nicht, schließlich arbeitet er nun für denjenigen, der Sara 
solche Angst einjagte, dass sie von einer Brücke gesprungen ist. 
Doch damit nicht genug: Jemand ist dabei, Benner zwei Morde 
anzuhängen, und er hat keine Ahnung, wer das ist. Als Benner von 
seiner eigenen Vergangenheit eingeholt wird, begreift er, dass er 
nicht durch Zufall in die ganze Geschichte geraten ist, sondern 
dabei eine wichtige Rolle spielt."

Bruderluege von Kristina Ohlsson

 
Genre: Thriller
Seiten: 445
Titel: 5/5
Cover: 4,5/5
Inhalt: 5/5
Schreibstil: 5/5
Charaktere: 4/5

Kürzlich habe ich das Buch "Schwesterherz" gelesen und fand es
großartig. Diesen Monat habe ich die Fortsetzung "Bruderlüge"
gelesen und fand es noch großartiger! Das Buch war so spannend,
ich konnte es nicht mehr aus der Hand legen. Das offene Ende und
das Versprechen auf einen dritten Teil haben mich sehr glücklich
gemacht - na gut, das offene Ende hat mich eher in den Wahnsinn
getrieben, aber ich freue mich so auf den nächsten Teil, da diese
Reihe einfach extrem spannend ist. Alles ist irgendwie
durcheinander und verwirrend - aber auf eine spannende Weise - 
und dann setzt sich alles so brilliant und einleuchtend zusammen,
das ist wirklich ganz große Klasse, was Kristina Ohlsson da 
abgeliefert hat.
Ich bin wirklich so begeistert, ich kann meine Begeisterung gar
nicht in Worte fassen, also sag ich nur: LOS, IHR MÜSST DIESE
BÜCHER LESEN! SOFORT! 
Die Kapitelanfänge haben mich leider genauso sehr genervt, wie 
beim Vorgänger "Schwesterherz", diese sind nämlich in Großbuchstaben
geschrieben. (Beispiel: "DER TAG WOLLTE KEIN ENDE nehmen.") Ich 
finde es schon blöd, dass man so angeschrien wird, weil das sehr 
aggressiv wirkt, aber warum dann nicht mal der komplette Satz 
großgeschrieben wird und nur ein Wort klein, verstehe ich nicht 
wirklich.

Zum Schluss habe ich noch ein paar Zitate für Euch, welche mir
gefallen haben:

- "Am liebsten hätte ich mich zusammengekauert und darum
gebettelt, in Ruhe gelassen zu werden. Aber so was funktioniert
nur, wenn es Menschen sind, die man anfleht, nicht die Sünden
der Vergangenheit." (S. 46)

- "Ich war unschuldig und würde mich auch genau so verhalten:
zur Arbeit gehen, das Kind zur Tagesstätte bringen und zweihundert
Runden in dem Hamsterrad abreiten, das sich für gewöhnlich
Alltag nennt." (S. 48)

- "Ich habe mich schon gefragt, ob Didrik allen Stil verloren hat."
(S. 215) Dieses Zitat finde ich besonders witzig, da Didrik Stihl
mit Nachnamen heißt. 

- "Nachts hielt mich die Vergangenheit wach und tagsüber die
Gegenwart." (S. 321)

- "Wir wissen erst, was wir gesucht haben, wenn wir es vor Augen
haben." (S. 406)



2. "Teufelskälte" von Gard Sveen

Inhaltsangabe: "Wie sehr kann man sich selbst hassen? Nie 
war Tommy Bergmann verzweifelter, nie einsamer. Da wird sein 
schlimmster Albtraum wahr. Er hielt seinen ersten Fall für gelöst. 
Doch nun geht das Morden wieder los. Auf die gleiche Weise wie 
damals. Hat er den falschen eingesperrt? Ist der wahre Mörder 
seit Jahren auf freiem Fuß? Hat er als Kommissar auf ganzer Linie 
versagt? Bergmanns neue Kollegin entdeckt eine Spur. Sie ist eine 
Frau nach seinem Geschmack: klug, verletzlich und schön. 
Doch sie hat einen Hang zu den falschen Männern."

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Genre: Kriminalroman
Seiten: 416
Titel: 4/5
Cover: 5/5
Inhalt: 3,5/5
Schreibstil: 4/5
Charaktere: 4/5

Letztes Jahr habe ich zum ersten Mal ein Buch von Gard Sveen
gelesen: "Der letzte Pilger". Diesen Monat folgte dann der
zweite Teil "Teufelskälte".
Ich habe bei der Rezension von "Der letzte Pilger" gehofft, dass
die Beziehung von Tommy und Hadja nochmal erwähnt und erwärmt
wird, aber leider kam diese in "Teufelskälte" kaum bis gar nicht
vor. Dennoch fand ich das Buch gut, nicht mein Highlight
in diesem Monat, aber solide. Wer den ersten Teil gelesen hat,
der sollte auch unbedingt den zweiten Teil lesen.
Negativ fand ich die vielen verschiedenen Sichtweisen - versteht
mich nicht falsch, eigentlich liebe ich es, wenn in Büchern
die Perspektiven von mehreren Personen erläutert werden, aber
irgendwie war es in diesem Fall too much. Es war verwirrend
am Anfang nicht zu wissen, um wen es nun eigentlich geht und
man musste immer erst einige Sätze lesen bis man es endlich
wusste. Vielleicht wäre es cooler gewesen, wenn die Namen immer
über den jeweiligen Teil gestanden hätten, aber nun gut, so ging
es auch, irgendwie.
Negativ fand ich auch, dass eine Person sterben musste, welche
ich super sympathisch fand, da ich nicht spoilern möchte, 
verrate ich nun mal nicht welchen Charakter ich meine.

Zum Schluss habe ich wie immer ein paar Zitate, welche ich mochte:

- "Wie viele Winter erlebt man in einem Leben?" (S. 253)

- "Wenn sie nur einander hatten, hatten sie doch alles, was
sie brauchten." (S. 331)


3. "To all the boys I've loved before" von Jenny Han

Inhaltsangabe (Englisch): "Lara Jean Song keeps her love letters in 
a hatbox her mother gave her. They aren’t love letters that anyone 
else wrote for her; these are ones she’s written. One for every boy 
she’s ever loved — five in all. When she writes, she pours out her 
heart and soul and says all the things she would never say in
real life, because her letters are for her eyes only. Until the 
day her secret letters are mailed, and suddenly, Lara Jean’s love 
life goes from imaginary to out of control."

Inhaltsgabe (Deutsch): Lara Jeans Liebesleben verlief bisher eher 
unauffällig. Nicht, dass es ihr an Herz oder Fantasie mangelte. 
Im Gegenteil, Liebeskummer hatte sie schon oft, und unsterblich 
verliebt war sie auch schon. Einmal sogar in den Freund ihrer 
großen Schwester. Klar, dass sie das keinem anvertrauen kann. Außer 
ihrer Hutschachtel. Denn um sich ihrer Gefühle klar zu werden, 
schreibt Lara Jean jedes Mal einen Abschieds-Liebesbrief, in dem 
sie so richtig ihr Herz ausschüttet, und legt ihn dort hinein. 
Diese fünf Briefe sind ein streng gehütetes Geheimnis. Bis zu 
dem Tag, an dem auf mysteriöse Weise jeder Brief seinen Empfänger 
erreicht und Lara Jeans rein imaginäres Liebesleben völlig außer 
Kontrolle gerät."

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Seiten: 425
Genre: Jugendliteratur
Titel: 5/5
Cover: 5/5
Inhalt: 5/5
Schreibstil: 5/5
Charaktere: 5/5

Ich liebe "To all the boys I've loved before" so sehr! Ich wollte
direkt den zweiten Teil lesen, aber leider war es in jedem
Buchladen in meiner Nähe ausverkauft, sodass ich es letztendlich
bestellt habe. Mir hat das Buch wirklich sehr gefallen und ich
freue mich schon auf die nächsten beiden Teile und auf den Film,
welcher wie ich mitbekommen habe, bald kommen soll! Ich habe
auf dem Instagramaccount der Autorin bereits Bilder von Lara
Jean und ihren Schwestern gesehen und wow, ich bin so aufgeregt!
Das Buch ist allerdings anders als ich es mir vorgestellt habe.
Ich dachte das Buch handelt sich hauptsächlich um den Inhalt
der Briefe, sogesehen viele Kurzgeschichten zu jedem Jungen,
welchen sie mal geliebt hat, inklusive dem Liebesbrief und
Erzählungen wieso es mit dem Jungen vielleicht nicht geklappt
hat oder so. Allerdings ging es, wie ich finde, eher
nebensächlich um die Briefe, klar, diese haben alles in Rollen
gebracht, aber die Geschichte handelte dann ja eher um andere
Dinge. Und ich liebe diese andere Geschichte, um die es sich
handelt! Ich liebe Lara Jean. Ich heiße ebenfalls Lara und
sie erinnert mich so häufig an mich selbst, das ist schon
fast gruselig. Außerdem LIEBE ich Peter, eindeutig mein Liebling,
von all den Jungs, die Lara Jean mochte/mag. Zu Josh habe ich
irgendwie gemischte Gefühle, als der Freund der Schwester fand
ich ihn irgendwie süß, als potenzieller Freund für Lara Jean
irgendwie doof. Zum Schluss habe ich natürlich wieder ein paar
schöne Zitate für euch:

- "I'm always wondering about the what-ifs, about the road not
taken." (S. 15)

- "I just mean that you should give people a chance to know you."
(...) "If people knew you, they would love you." He sounds so
matter-of-fact. Josh, you break my heart. And you're a liar.
Because you know me, you know me better than almost anybody, and
you don't love me." (S. 266-267)

- "It's not like in the movies. It's better, because it's real."
(S. 376)

- "I could look at his face for hours, it's so beautiful."
(S. 377)



4. "Bilder deiner großen Liebe (Ein unvollenndeter Roman) von
   Wolfgang Herrndorf

Inhaltsangabe: "Ein Mädchen steht im Hof einer Anstalt. Das Tor 
geht auf, das Mädchen huscht hinaus und beginnt seine Reise, 
durch Wälder, Felder, Dörfer und an der Autobahn entlang: 
«Die Sterne wandern, und ich wandre auch.» Isa heißt sie, und 
Isa wird den Menschen begegnen – freundlichen wie rätselhaften, 
schlechten wie traurigen. Einem Binnenschiffer, der vielleicht 
ein Bankräuber ist, einem merkwürdigen Schriftsteller, einem 
toten Förster, einem Fernfahrer auf Abwegen. Und auf einer 
Müllhalde trifft sie zwei Vierzehnjährige, einer davon, der 
schüchterne Blonde, gefällt ihr. An dem Roman über die verlorene, 
verrückte, hinreißende Isa hat Wolfgang Herrndorf bis zuletzt 
gearbeitet, er hat ihn selbst noch zur Veröffentlichung bestimmt. 
Eine romantische Wanderschaft durch Tage und Nächte; unvollendet 
und doch ein unvergessliches Leseerlebnis. «Ich halte das 
Tagebuch wie einen Kompass vor mich hin. Pappelsamen schneien 
um mich herum, und der süße Duft der Lichtnelken strömt durch 
die Nächte. Ich sehe einen Wald, aus dem vier hohe Masten aufragen 
über die Baumwipfel. Am Waldrand steht eine kleine Hütte, die 
Teil eines Wanderwegs ist, wie drei eingekastelte Zeichen 
verraten. Ein schwarzer Gedankenstrich, eine gelbe Schlange, 
ein rotes Dreieck. Mein Name.»"

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Genre: Roman
Seiten: 142
Titel: 5/5
Cover: 5/5
Inhalt: 4,5/5
Schreibstil: 5/5
Charaktere: 3,5/5

Dieses Buch habe ich für wenig Geld in einer Wühlkiste gefunden
und mich direkt in das Cover verliebt, auch den Titel fand ich
direkt wunderschön und den Klapptext vielversprechend, also hab
ich mir das Buch gekauft, obwohl es sich etwas unterscheidet,
von den Büchern, welche ich sonst lese. Dachte ich zumindest.
Ich dachte es würde sich um einen "steiferen" und kulturellen
Roman handeln, als dann jedoch direkt auf der ersten Seite
Wörter wie "kacken" und "ficken" auftauchten war ich mir sicher:
nein, das ist kein steifer, langweiliger Roman. Und so war es
dann auch. Ich habe das Buch in wenigen Stunden durchgelesen und
fand es super. Ich habe die ganze Zeit gedacht, dass mich dieser
Roman irgendwie an "Tschick" erinnert, dieses Buch habe ich vor 
Ewigkeiten mal gelesen. Ich wusste nicht, dass es sich um den 
gleichen Autor handelt, ja, sogar um eine "Fortsetzung", 
wenn man das denn so sagen will. An "Tschick" kann ich mich leider 
nicht mehr so gut erinnern, ich glaube aber, dass ich nicht allzu 
begeistert war. Also ich fand es nicht schlecht, aber so 
begeistert wie meine Freundin, welche es mir empfohlen hat, war 
ich nicht. 
"Bilder deiner großen Liebe" fand ich aber wundervoll.
Keine Ahnung ob ich nun einfach älter, reifer und offener für so 
eine Art von Büchern bin oder ob das Buch mich einfach generell 
mehr angesprochen hat.
Vielleicht werde ich "Tschick" bei Zeiten nochmal lesen.
Ich mochte die Hauptperson Isa sehr, sehr gerne. Ihre Art
und Weise und die Sichtweise auf manche Dinge waren sehr
erfrischend. Außerdem habe ich sie für sehr klug erachtet und
inspirierend. Das Buch war allgemein sehr inspirierend.
Das der Roman unvollständig und teilweise wirr ist, hat mich
nicht gestört, eher beeindruckt und es hat die Inspiration noch
verstärkt. Am Ende ist noch ein Schlusswort angehängt, wie
es zu diesem Roman kam und warum er so ist, wie er eben ist und
das war ziemlich interessant und faszinierend.
Zwei Abschlusszitate habe ich auch noch für euch:

- "Was du heute erlebst, ist eine zukünftige Erinnerung."
 (S. 80)

- "Das Glück macht nie so glücklich wie das Unglück unglücklich."
 (S. 82)


5. "Honeymoon XXL - Vom Standesamt ins Outdoor-Abenteuer" von
   Julia und Stefan Richter

Inhaltsangabe: Eine Reise um die Welt fängt nicht am Flughafen an, 
wenn der Rucksack bereits gepackt ist, der Job gekündigt und der 
Auszug aus der geliebten Wohnung erfolgreich über die Bühne 
gebracht wurde. Nein, die Reise um die Welt beginnt bereits viel 
früher. Für Julia und Stefan Richter genauer gesagt ein Jahr 
früher – im August 2012, als sie 2 Wochen mit dem Seekajak 
durch die Stockholmer Schären paddeln. Während dieser Reise 
gibt es den Heiratsantrag – ohne Verlobungsring, dafür aber 
mit einer Weltkarte – ein eindeutiges Vorzeichen, was sie als 
verheiratetes Paar als erstes machen werden. Ein Jahr später 
begeben sich Julia und Stefan dann auf Hochzeitsreise, und 
zwar so richtig: Sie lassen ihre Jobs Jobs sein und reisen 
433 Tage lang dem Sommer nach."

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Genre: Erfahrungsbericht/Urlaubsbericht/Abenteuerlektüre
Seiten: 223
Titel: 2/5
Cover: 2/5
Inhalt: 4/5
Schreibstil: 5/5
Charaktere: 4/5

Titel: Ich mag das Wort "Honeymoon" irgendwie gaaar nicht.
Keine Ahnung wieso. Sowohl Honey, als auch Moon finde ich
eigentlich ganz schön, aber bei Honeymoon rollen sich meine
Zehnägel hoch. Leider kam der Begriff nicht nur im Titel, sondern
allgemein sehr häufig vor. Nicht mal Hochzeitsreise oder
Flitterwochen (wobei ich dieses Wort auch grässlich finde..), 
sondern meistens Honeymoon.

Cover: Das Bild mag vielleicht ganz schön sein, aber irgendwie
spricht es mich nicht so wirklich an. Die anderen Bilder,
welche auf der Reise entstanden sind und welche in dem Buch
veröffentlich waren, fand ich irgendwie schöner.

Inhalt: Den Inhalt fand ich großartig. Ich habe ja sowieso
immer riesen Lust zu reisen, aber dieses Buch hat die
Sehnsucht noch verstärker. Heimlich hat sich auch der Wunsch
eingeschlichen, dass mein Freund mir einen ähnlichen Heirats-
antrag macht und wir auch sowas erleben. Gemeinsam reisen
schweißt glaub ich sehr zusammen und das was man erlebt ist
unbezahlbar. Auch wenn ich ihre Reise interessant und die
verschiedenen Reiseziel mehr oder weniger alle fasziniert und
schön fand, hätte ich eine KOMPLETT andere Reiseroute gewählt.
Mongolei, China, Malaysia, Indonesien, Nepal, Thailand,
Kambodscha, Philippinen (...) all das sind Reiseziele die
mich nicht so interessieren. Ich würde nicht nein sagen, wenn ich
hinreisen dürfte, aber in erster Linie möchte ich andere Orte
sehen. Australien, Kanada, USA und Neuseeland reizen mich aber
zum Beispiel sehr.
Trotzdem waren die Eindrücke sehr interessant und ein paar
Länder mit denen ich mich noch nie beschäftigt habe, konnten
mich nun doch schon etwas anziehen.
Die beiden verdienen meinen vollsten Respekt, nicht nur,
weil sie die Reise durchgeführt haben, sondern auch weil sie
alles so akribisch festgehalten haben.

Schreibstil: Den Schreibstil fand ich sehr gut. Julia
könnte definitiv auch andere Bücher schreiben. Der Schreibstil
war sehr locker und angenehm und witzig war es auch des Öfteren.
Ich musste häufig lächeln oder sogar aus vollster Kehle lachen
und es gab so viele tolle Zitate, dass ich gar nicht alle 
festhalten konnte. 
Also empfehle ich euch: Lest das Buch lieber selbst, es
lohnt sich, vor allem wenn ihr Reisen und fremde Länder/Kulturen
liebt.
Ein paar Zitate habe ich nun trotzdem für euch, damit ihr einen
kleinen Eindruck vom Schreibstil und vom Inhalt bekommt:

- "Wer zu viel Wodka hatte, der wurde einfach links und rechts
am Arm genommen und ins Zelt gelegt, als wäre es das Normalste
der Welt." (S. 28)

- "Übers Bad konnten wir uns nicht beschweren, es gab nämlich
keins." (S. 58)

- "Man hat fast immer zu wenig Zeit, egal wie viel Zeit man sich
lässt." (S. 142) 

Charaktere: Naja, dazu möchte ich nicht allzu viel sagen,
weil die "Charaktere" in diesem Buch schließlich echte, lebende
Personen sind. Ich fand Julia und Stefan allerdings sehr
sympathtisch und auch die restlichen Personen welche vor kamen
wirkten größtenteils freundlich.

Ein paar andere Anmerkungen:
Ich mochte die Listen gerne, weil ich selber ein absoluter
Listenmensch bin. Die Packlisten waren also nicht nur
hilfreich, sondern auch irgendwie vertraut, da ich selbst immer
welche erstelle.
Außerdem mochte ich das "So war..." am Ende von jedem Ort, sodass
man eine kleine Zusammenfassung hatte, wie die beiden den
jeweiligen Ort fanden.
Die Bilder waren natürlich auch sehr schön, allerdings hätte
ich mir Untertitel zu den Bildern gewünscht. Und auch irgendwie
mehr Bilder. Es hieß so häufig, dass Stefan ein bestimmtes
Fotomotiv im Sinn hat und dafür finde ich hat man recht wenig
bildliche Eindrücke präsentiert bekommen.
Alles in allem fand ich das Buch trotzdem sehr gelungen.
Und ein weiterer Pluspunkt war: Ich mochte den Geruch von
diesem Buch unglaublich gerne!


6. "Eine von uns" von Harriet Cummings

Inhaltsangabe: "Sommer 1984, ein Dorf in der Provinz in England.
Alles beginnt ganz harmlos: mit dem Gefühl der Dorfbewohner, 
dass jemand in ihrem Haus war, mit Spuren von schmutzigen 
Schuhen auf der Treppe, fettigen Fingerabdrücken auf dem 
Badezimmerspiegel. Dann verschwinden Dinge, oder, noch rätselhafter, 
es tauchen andere auf. Bis schließlich eine von ihnen weg ist: 
Anna, die harmloseste, unscheinbarste von allen. Die Dorfbewohner
 beginnen sich zu bewaffnen, sie haben Angst vor dem Einbrecher, 
Angst um Anna und immer mehr auch voreinander. Kann einer von 
ihnen der geheimnisvolle Fox sein?"

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Genre: Roman
Seiten: 367
Titel: 5/5
Cover: 3/5
Inhalt: 5/5
Schreibstil: 4/5
Charaktere: 4/5

Das Buch habe ich von Vorablesen erhalten, vielen Dank dafür.
Es hat mir wirklich sehr gut gefallen. Eine spannende Geschichte
mit vielen Nebeneindrücken und Geschichten. Ich fand es sehr
erfrischend, dass das Buch aus mehreren Perspektiven geschrieben
worden ist, so hat man einen besseren Einblick bekommen.
Manchmal fand ich es etwas chaotisch, da es so viele Personen
und Dorfbewohner gab, aber insgesamt ist das ein sehr tolles Werk
und man hat sich sehr in der Zeit zurückversetzt gefühlt. Der
Schreibstil war deshalb manchmal auch etwas ungewöhlich und
altmodisch, aber das war passend und gut so. (Beispiel: "Ich
nehme an, dich ekelt vor mir", sagt Jim tonlos. Er lehnt sich
im Gestühl zurück." (S. 299)
Die Auflösung fand ich dann allerdings etwas zu schnell. Ich habe
Harvey verdächtigt, da er mir sehr unsympathisch war und er 
oftmals sehr auffällig war, die richtige Begründung fand ich dann
eher mau.
An manchen Stellen hat mir auch irgendwas gefehlt, ich kann nur
nicht wirklich sagen was. Ich hätte nur einfach gern noch mehr
Informationen, wie es mit den verbliebenen Personen weiter geht
und noch mehr Informationen warum "der Fox" getan hat, was er
getan hat. Wie gesagt, die Erklärung und das Ende allgemein hat
mir so nicht ausgereicht. Trotzdem hat mir das Buch gefallen.

Ich möchte noch mit einem Zitat abschließen:

"Wir erfinden Horrorgeschichten, damit wir über den echten
Schrecken hinwegkommen." (S. 238)


7. "Das peinlichste Jahr meines Lebens - Der nackte Wahnsinn"
    von Mark Lowery


Inhaltsangabe: "Willkommen im Leben von Michael Swarbrick – es könnte 
nicht schlimmer sein!
Michael Swarbricks Leben könnte wirklich nicht schlimmer sein. 
Sein perverser Freund Paul Beary reißt ihn in die Sache mit der 
Mädchenumkleide rein, sein idiotischer großer Bruder knutscht mit 
dem Mädchen seiner Träume rum, und als er früher als geplant vom 
Schwimmtraining nach Hause kommt muss er entdecken, dass seine Eltern 
heimliche Nudisten sind.
Eine Kette von Ereignissen, die er selbst nicht beeinflussen kann, 
scheint darauf aus zu sein, sein Leben zu ruinieren. Aber stattdessen 
denken seine Lehrer, dass er Schwierigkeiten hat, mit seinen Gefühlen 
umzugehen. Also ist er gezwungen, sich regelmäßig mit der 
Beratungslehrerin Miss O'Malley zu treffen, die glaubt, dass ein 
möchtegerncooler Psychologe von der Uni seine Probleme lösen kann.
Und so beginnt Michaels „Geplauder mit Chas“, dem Psycho, was zunächst 
tatsächlich genauso demütigend und peinlich ist, wie es klingt…"

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Genre: Jugendroman
Seiten: 237
Titel: 3/5
Cover: 4/5
Inhalt: 4,5/5
Schreibstil: 5/5
Charaktere: 4/5

Ich liebe diese Art von Jugendbücher, ich nenne sie still und
heimlich "Dumme Jungen"-Bücher. Bücher, in denen es um Jungen geht
(nicht zwangsläufig um dumme Jungen, ABER um Jungen in der Pubertät),
welche peinliche und witzige Dinge erleben.
Dieses Buch hat genau meinen Geschmack getroffen. Ich bin so froh, dass
ich dieses Buch und Teil 2 in einer Wühlkiste entdeckt habe.
Es war unglaublich witzig und erheiternd. Es war allerdings wirklich
hart, was Michael alles durchmachen muss. Es mag vielleicht witzig sein,
wenn immes alles schief geht, aber ich persönlich mag auch ein "Happy End",
beziehungsweise das Ende einer Pechsträhne.
Ganz besonders haben mir die Fußzeilen gefallen, die Gespräche mit Chas
und die ganzen Listen. Ich liebe Listen!
Die Postkarten, welche am Ende angehängt waren, waren auch super und
haben dem ganzen "die Krone aufgesetzt". Ich freue mich jetzt schon
auf den zweiten Teil.

Es gab unglaublich viele gute Zitate, der Schreibstil war allgemein
total toll, aber ich habe nur ein schönes Zitat für euch
herausgeschrieben. Den Rest solltet ihr lieber selbst lesen, denn
es lohnt sich!

"Wenn dir etwas so viel Angst macht, dass es dein Leben zerstört,
dann musst du dem direkt ins Auge blicken." (S. 224)



					
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