Lesemonat: Mai

Hallo ihr Lieben,
ja, der Lesemonat kommt diesmal erst so spät. Ich wünschte ich würde
mal mehr Zeit für Dinge finden, die mir Spaß machen, z.b eben 
Rezensionen schreiben und vor allem auch lesen, aber irgendwie bin 
ich ständig nur gestresst und am arbeiten. Trotzdem habe ich 
diesen Monat immerhin vier Bücher geschafft, welche ich nun 
rezensieren werde, viel Spaß:


Lesemonat Mai im Überblick:

Gelesene Bücher: 4
Seiten insgesamt: 1.134 
Buchtitel: 1. "Schwesterherz" von Kristina Ohlsson
           2. "Die Tür" von Richard Laymon
           3. "Die Wildnis" von Richard Laymon
           4. "The girl before" von JP Delaney


1. "Schwesterherz" von Kristina Ohlsson

Inhaltsangabe: "Staatsanwalt Martin Benner will Bobby Tell 
eigentlich schnellstmöglich wieder loswerden: Dieser ungepflegte, 
nach Zigaretten stinkende Kerl wirkt erst mal wenig vertrauenswürdig. 
Sein Anliegen ist nicht weniger prekär: Tells Schwester Sara – eine 
geständige fünffache Mörderin, die sich noch vor der 
Verfahrenseröffnung das Leben nahm – soll unschuldig gewesen sein
und Benner soll nun posthum einen Freispruch erwirken. Vor Gericht 
hätte die Beweislage damals nicht mal ausgereicht, um Sara zu 
verurteilen, doch unbegreiflicherweise legte sie ein umfassendes 
Geständnis ab und konnte sogar die Verstecke der Tatwaffen präzise 
benennen. Benners Neugier ist geweckt, und er nimmt das Mandat an."

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Genre: Thriller
Seiten: 479
Titel: 3/5
Cover: 5/5
Inhalt: 4/5
Schreibstil: 5/5
Charaktere: 4/5

Ich mag die Bücher von Kristina Ohlsson sehr. Auch das Buch
"Schwesterherz", der erste Teil der Martin-Benner-Reihe hat mir
gut gefallen. Ich freue mich jetzt schon auf den zweiten Teil
"Bruderlüge". Ich weiß ehrlich gesagt nicht so richtig, was der
Titel mit dem Inhalt zu tun hat, aber ich hoffe, dass klärt sich
im zweiten Teil. Ich fand das Buch super spannend, manchmal etwas
verwirrend, aber im Grunde einleuchtend.
Außerdem mochte ich die Hauptfigur Martin Benner. Er war zwar
manchmal irgendwie ein totales Arschloch, aber irgendwas in mir
fand ihn trotzdem sympathisch.

Bevor wir zum schönen Teil kommen (den wundervollen Zitate
aus diesem Buch), muss ich noch einmal kurz etwas Negatives
anmerken: Ich mochte es nicht, dass die Kapitelanfänge
groß geschrieben waren, zum Beispiel: "SEHEN WIR UNS WIEDER?"
Dies wirkt meiner Meinung nach aggressiv und wie schreien und
ich fand es nicht angenehm.

Nun macht euch bereit für die Zitate:

- "Alles, was zu gut ist, um wahr zu sein, ist meist genau das:
zu gut, um wahr zu sein." (S. 104)

- "Die großen Veränderungen im Leben, so heißt es, geschehen
rasend schnell. Über Nacht oder binnen einer Sekunde ändert alles
seine Richtung." (S. 218)

- "Die Flugtickets kosteten fünfundfünfzigtausend Kronen (...)
Buisnessclass. Wenn man schon untergeht, dann wenigstens mit Stil."
(S. 255)

- "Ich hasste das Gefühl, dass meine Zukunft in den Händen von
jemand anderen lag. Ich war in eine Marionette verwandelt worden,
und von allen Rollen, die ich in meinem Leben schon gespielt
hatte, gab es keine, die verabscheuungswürdiger vorkam." (S. 427)



2. "Die Tür" von Richard Laymon

Inhaltsangabe: "Tief und düster ragt es in die Nacht empor. Das
sogenannte Horrorhaus. Schreckliche Morde sollen dort über die 
Jahrzehnte geschehen sein. Immer wieder ist die Rede von Bestien, 
die grausame Massaker in dem Haus angerichtet haben sollen. Doch 
wer soll solche Schauergeschichten schon ernst nehmen? Dem jungen 
Mark geht es vor allem darum, Alison zu beeindrucken. Das Mädchen 
verspricht ihm ein Date, eine Nacht im Horrorhaus. Im Keller des 
makabren Anwesens will Mark sich seinen Ängsten stellen – ohne zu 
wissen, dass ihn ein Inferno des Grauens erwartet…"

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Genre: Horrorroman
Seiten: 128
Titel: 3/5
Cover: 2/5
Inhalt: 2,5
Schreibstil: 3/5
Charaktere: 4/5

Ich LIEBE Richard Laymon, wirklich. Auch wenn seine Geschichten
manchmal gewöhnungsbedürftig oder seltsam sind, ich liebe die
Bücher. Als ich "Die Tür" vor Kurzem im Laden gesehen habe,
musste ich mir das Buch dann auch SOFORT kaufen und es ist auf
dem SuB direkt nach ganz oben gerutscht und wurde fast sofort
gelesen. ABER ich wurde ziemlich enttäuscht. "Die Tür" ist
eh schon ein sehr dünnes Buch und ich habe mich zwar sowieso
auf eine Kurzgeschichte vorbereitet, aber dass in diesem Buch
dann gleich ZWEI Kurzgeschichten drin waren, die nicht nur kurz,
sondern erbärmlich kurz waren und zudem ziemlich langweilig,
war dann doch nicht vorherzusehen. Ich werde deswegen beide
Kurzgeschichten einzeln bewerten, zuerst kommt nun "Die Tür", 
danach folgt "Die Wildnis". Ich habe die Keller-Reihe geliebt und
mich sehr über einen neuen Teil gefreut, aber meiner Meinung nach
wäre es besser gewesen, wenn Laymon den letzten Teil lieber
weggelassen hätte. Oh Gott, es schmerzt ein bisschen so über
meinen Lieblingsautor zu schreiben, aber ich habe mir halt mehr
erhofft. Grob gesagt handelt die Geschichte wirklich nur davon
was der Klapptext verspricht: Ein Junge möchte ein Mädchen 
beeindrucken und verbringt deswegen eine Nacht mit ihr im
Horrorhaus. Es geschieht nichts vorhersehbares, nichts 
spannendes... ja, eigentlich passiert gar nichs. Das Ende
sollte wohl spannend und gruselig sein, allerdings fand iche
es eher abgehackt und komisch. Ach man, die Idee war eigentlich
echt gut, sie ist solide und ausbaufähig. Er hätte lieber
nur eine Geschichte schreiben sollen und die dann länger und
besser ausformuliert. Zwei halbe Kurzgeschichten ist eben
auch nichts Ganzes.


3. "Die Wildnis" von Richard Laymon

Genre: Horrorroman
Seiten: 128
Titel: 3/5
Cover: 0/5
Inhalt: 3/5
Schreibstil: 4/5
Charaktere: 2/5

Thematisch hat mir eigentlich die erste Geschichte besser
gefallen, allerdings fand ich die Umsetzung von der zweiten
Geschichte besser. Wobei "besser" in diesem Fall auch nicht
"gut" heißt. Der Charakter wurde im Verlauf immer seltsamer,
so war er mir am Anfang noch sympathisch und am Ende zutiefst
unsympathisch. Es gab es paar "Höhepunkte", welche nicht so
super spannend waren, aber allgemein war es spannender als
"Die Tür".
Allerdings würde ich euch raten, dieses Buch lieber nicht zu
kaufen. Ernsthaft, mit dem Geld könnt ihr etwas besseres
anstellen.

4. "The girl before - Sie war wie du. Und jetzt ist sie tot"

Inhaltsangabe: "Manchmal habe ich das Gefühl, dass ich nicht allein 
bin. Manchmal glaube ich, dass dieses Haus mich beobachtet. Etwas 
muss hier geschehen sein. Etwas Schreckliches.
Nach einem Schicksalsschlag braucht Jane dringend einen Neuanfang. 
Daher überlegt sie nicht lange, als sie die Möglichkeit bekommt, 
in ein hochmodernes Haus in einem schicken Londoner Viertel 
einzuziehen. Sie kann ihr Glück kaum fassen, als sie dann auch 
noch den charismatischen Besitzer und Architekten des Hauses 
kennenlernt. Er scheint sich zu ihr hingezogen zu fühlen. Doch 
bald erfährt Jane, dass ihre Vormieterin im Haus verstarb – und 
ihr erschreckend ähnlich sah. Als sie versucht, der Wahrheit auf 
den Grund zu gehen, erlebt sie unwissentlich das Gleiche wie die 
Frau vor ihr: Sie lebt und liebt wie sie. Sie vertraut den 
gleichen Menschen. Und sie nähert sich der gleichen Gefahr."


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Genre: Thriller
Seiten: 399
Titel: 5/5
Cover: 5/5
Inhalt: 5/5
Schreibstil: 5/5
Charaktere: 4/5

Ich fand das Buch von JP Delaney wirklich großartig. Es war mal
etwas anderes, erfrischend, spannend. Ein Thriller der ganz
anderen Sorte. Ich kann dieses Buch wirklich jedem, vor allem
aber Thrillerfans, nur ans Herz legen.
Das Buch ist aus der Sicht von zwei Personen geschrieben:
Emma (damals) und Jane (heute) - Letztere fand ich sympathisch,
erste wurde mir immer unsympathischer.
Ich mochte den "Damals"-Teil sowieso etwas weniger, da dort
keine wörtliche Rede verwendet wurde und ich sowas immer
sehr nervig und verstörend finde.
Positiv fand ich die ganzen Listen im Buch und zwischen
den Kapiteln, das hat die Gestaltung von dem Buch aufgelockert
und ich liebe Listen. 
Auch wenn ich mir das Ende schon so gedacht habe, war es
dennoch überraschend und nachvollziehbar.

Zum Schluss habe ich noch ein paar Zitate, welche mir
gefallen haben:

- "Entschuldigen Sie sich nie für jemanden den Sie lieben, sagt
er ruhig, so stehen sie nämlich da wie ein Idiot." (S. 60)

- "Man kann seine Umgebung so blitzblank und kahl gestalten,
wie man will, wenn in einem selbst Chaos herrscht, bringt das
gar nichts. (...) sind wir doch alle auf der Suche, oder?
Nach jemandem, der sich um das Chaos in unserem Kopf kümmert."
(S. 388)

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Momentan lese ich übrigens "Du stirbst nicht allein" von Tammy
Cohen, die Rezension zu diesem Buch findet ihr dann nächsten
Monat hier. :)
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