Lesemonat: Februar

Hallo ihr Lieben,

Morgen ist schon März, die Zeit rast mal wieder. Leider
habe ich diesen Monat wieder nicht so viel lesen können,
allerdings waren ein paar richtig gute dabei.
Ich wünsche euch nun viel Spaß beim Lesen von meinen
Rezensionen.

Lesemonat Februar im Überblick:

Gelesene Bücher: 3
Seiten insgesamt: 953
Buchtitel: 1. "Das Paket" von Sebastian Fitzek
           2. "Glücksmädchen" von Mikaela Bley
           3. "Die Vermissten" von Caroline Eriksson


1. "Das Paket" von Sebastian Fitzek

Inhaltsangabe: "Seit die junge Psychiaterin Emma Stein in 
einem Hotelzimmer vergewaltigt wurde, verlässt sie das 
Haus nicht mehr. Sie war das dritte Opfer eines Psychopathen, 
den die Presse den »Friseur« nennt – weil er den 
misshandelten Frauen die Haare vom Kopf schert, bevor er 
sie ermordet. Emma, die als Einzige mit dem Leben davonkam, 
fürchtet, der »Friseur« könnte sie erneut heimsuchen, um 
seine grauenhafte Tat zu vollenden. In ihrer Paranoia 
glaubt sie in jedem Mann ihren Peiniger wiederzuerkennen, 
dabei hat sie den Täter nie zu Gesicht bekommen. Nur in 
ihrem kleinen Haus am Rande des Berliner Grunewalds fühlt 
sie sich noch sicher – bis der Postbote sie eines Tages 
bittet, ein Paket für ihren Nachbarn anzunehmen. Einen Mann, 
dessen Namen sie nicht kennt und den sie noch nie gesehen hat, 
obwohl sie schon seit Jahren in ihrer Straße lebt..."

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Genre: Psychothriller
Seiten: 362
Titel: 5/5
Cover: 5/5
Inhalt: 5/5
Schreibstil: 5/5
Charaktere: 4/5

Das Buch "Das Paket" von Sebastian Fitzek hat mir
unglaublich gut gefallen! Ich habe es von meinem Freund
zu Weihnachten bekommen und mich sehr darüber gefreut. Das
Cover finde ich einfach klasse. Mich haben einige Personen
auf das Cover angesprochen, weil sie dachten, ich hätte
selbst einen Paketaufkleber auf das Buch gemacht. Das fand
ich wahnsinnig amüsant. Der Titel passt natürlich auch super
zum Cover und auch zum Inhalt. Das Buch hat mich sehr
überrascht und ist anders verlaufen, als ich Anfangs
erwartet habe.
Da mir der Schreibstil auch sehr gut gefallen hat, habe
ich auch ein paar schöne Zitate herausgeschrieben:

- "(...) und dem Schnee zu ihren Füßen, der ganz bestimmt
nicht so kalt war wie der Innenhof ihrer Seele." (S. 57)

- "Wie unvermeidlich, sagte der Teil des menschlichen
Systems, der im Grunde alle Entscheidungen bestimmte und
der sich weder kontrollieren noch heilen ließ, sondern nur
verletzen: die Seele." (S. 142)


2. "Glücksmädchen" von Mikaela Bley

Inhaltsangabe: "Ellen Tamm ist besessen vom Tod, seit ihre 
Zwillingsschwester vor acht Jahren starb. Sogar während 
ihrer Arbeit verfolgt sie der Verlust: Sie ist 
Kriminalreporterin bei einem Stockholmer Fernsehsender und 
sucht sich mit Absicht die schlimmsten Fälle aus. Als 
könne sie damit den Tod überwinden und die Trauer aus ihrem 
eigenen Leben verdrängen. Dann verschwindet an einem kalten, 
verregneten Tag die achtjährige Lycke spurlos. Ellen soll 
über den Fall berichten. Aber mit einem Mal funktionieren 
ihre Abwehrmechanismen nicht mehr. Es ist, als hätte sie 
ihre Zwillingsschwester erneut verloren. Panisch sucht sie 
nach Lycke. Kann sie das Mädchen retten und endlich 
Frieden finden?"

okk
(Quelle: Selbstgemacht, Instagram: @weltenbummlerinx)


Genre: Psychothriller
Seiten: 320
Titel: 3/5
Cover: 5/5
Inhalt: 4,5/5
Schreibstil: 4/5
Charaktere: 3,5/5

Das Buch "Glücksmädchen" von Mikaela Bley hat mir an sich
gut gefallen. Ich fand die Charaktere teilweise noch nicht
so ausgereift und recht oberflächlich. Keiner ist mir
wirklich ans Herz gewachsen - am liebsten mochte ich Lycke,
obwohl diese gar nicht richtig vorkam. Die Eltern von
Lycke fand ich zudem richtig ätzend und seltsam, den
Tennistrainer sowieso und auch die "Affäre" von Ellen
fand ich nervig. Den Inhalt an sich mochte ich aber.
Das Cover finde ich richtig schön, auch wenn es farblich
nicht zu einem Thriller passt. Den Titel finde ich gut,
habe ich aber ehrlich gesagt nicht verstanden. Wer soll
dieses Glücksmädchen sein? Ellen? Lycke? Niemand hatte
wirklich Glück, deswegen verstehe ich diesen Zusammenhang
nicht wirklich. Alles in Allem ist es aber ein mitreißender
und spannender Psychothriller, den ich nur jedem empfehlen
kann!
Ein paar Zitate, welche mir gefallen haben, habe ich
auch herausgeschrieben:

- "Ihre guten Vorsätze hielten ungefähr bis Dienstag.
Bestenfalls bis Mittwoch." (S. 12)

- "Für Ellen war Musik ein Heilmittel, mit dem sie ihre
eigenen Gefühle ausblenden konnte (...) Je lauter, desto
besser. Die Musik hatte die gleiche Wirkung wie ein
Horrorfilm, wie Boxtraining oder Pornos. Alle diese Dinge
brachten sie auf andere Gedanken und hielten ihr die
Angst vom Leib." (S. 89)


3. "Die Vermissten" von Caroline Eriksson

Inhaltsangabe: "Das grünschwarze Wasser leuchtet geheimnisvoll 
in der untergehenden Sommersonne. Der Abend könnte nicht schöner
sein, als Greta, Alex und Tochter Smilla mit dem Boot zur kleinen 
Insel in der Mitte des Sees fahren. Greta bleibt am Ufer, während
die anderen beiden neugierig auf Entdeckungstour gehen. Aber sie 
kommen nicht mehr zurück. Beunruhigt macht sich Greta auf die Suche – 
doch von Alex und Smilla fehlt jede Spur. In ihrer wachsenden 
Verzweiflung wendet sie sich an die Polizei. Schnell wird klar, 
dass Gretas eigene Geschichte ebenso große Rätsel aufwirft wie 
das Verschwinden ihrer Lieben. Und die Frage: Hat sie etwas damit 
zu tun?"

Die Vermissten von Caroline Eriksson

Genre: Psychothriller
Seiten: 271
Titel: 4/5
Cover: 3/5
Inhalt: 4/5
Schreibstil: 4/5
Charaktere: 3/5

Ich muss gestehen, Anfangs fand ich das Buch "Die Vermissten" 
von Caroline Eriksson etwas gewöhnungsbedürftig. Mich hat das 
Verhalten von Greta teilweise unglaublich genervt. Ich habe 
nicht verstanden wieso sie nicht direkt die Polizei oder jemand 
anderes um Hilfe gebeten hat, immerhin sind plötzlich zwei Personen 
von einer Insel verschwunden. Ihre Verwirrtheit und das Chaos, 
welches in ihrem Kopf herrschte, hat auch mich irgendwann verwirrt, 
weshalb ich alles zuerst etwas wuselig und komisch fand. Am 
Ende hat sich allerdings alles irgendwie zusammengefügt und 
das Buch hat mir letztendlich doch ganz gut gefallen.
Der Schreibstil war sehr schön und ich habe einige schöne Zitate
aufgeschrieben - Mein Stift hat schon geglüht.

Die Zitate können womöglich ungewollte Spoiler enthalten, weshalb 
ihr nur weiterlesen solltet, wenn euch das egal ist:

1. "Welcher Worte bedient man sich, wenn man einfach nur eine 
Erklärung für das Unerklärliche haben will?" (S. 33)

2. "Dort, in den Schatten, nahm unsere Geschichte ihren Anfang 
und in den Schatten sollte sie ihre Fortsetzung finden." (S. 49)

3. "Ich schaudere und spüre ein ziehendes Gefühl im Magen. 
Etwas rührt sich dort drinnen, was ich selbst bin, aber irgendwie 
auch nicht. Vielleicht ist nicht nur der Sommer vorbei. Vielleicht 
geht auch das Leben, wie ich es bis jetzt kannte, zu Ende." (S. 54)

4. "Wie kann nur so viel Finsternis in meinem Herzen sein? Ich 
bin doch in Liebe entstanden, wurde in Liebe ausgetragen und 
in Liebe erhöht." (S. 73)

5. "Dort, in den Rissen dessen, was einmal war, keimt der Hass." 
(S. 73)

6. "Sie war mein Anker, aber seit das Tau gekappt worden ist, 
zerbricht alles." (S. 106)

7. "Die aufflammenden Gefühle waren so intensiv, dass sie am Rande 
bald verbrannt und rußig waren." (S. 109)

8. "Es juckt unter meiner Haut. Als würde ich mich häuten wie
eine Schlange. Bald werde ich mich aus meiner alten Hülle 
winden und als die herauskommen, die ich wirklich bin. Die ich 
schon immer gewesen bin, auch wenn ich versucht habe, sie 
zu unterdrücken." (S. 129)

9. "Alex führte, und ich folgte. Bis die Reise in den Abgrund 
führte." (S. 141)

10. "Niemand darf davon erfahren. Ich erkenne das Mantra wieder. 
Weiß, dass mit niemand meistens keine Fremden gemeint sind, sondern 
vielmehr die Menschen, die einem am Nächsten stehen.
Familie, Freunde, Liebhaber." (S. 179)

11. "Entweder man gibt auf. Oder man schlägt zurück." (S. 197)

12. "Mein Gesicht landet auf dem Lenkrad und drückt auf die Hupe, 
die daraufhin einen einsamen Ton von sich gibt. Damit so ein Signal 
etwas bedeutet, braucht es einen Sender und einen Empfänger, aber 
außer mir ist niemand hier, der es hören könnte. Ohne Zusammenhang 
verliert alles seine Bedeutung, wird unwichtig. Genauso wie ich, 
genauso wie mein Leben bis zum heutigen Tag." (S. 202)

Ein klitzekleiner negativer Punkt gibt es allerdings zum Schluss 
auch noch:
Wieso hat die Polizei nicht reagiert, als sie in diese wahrhaft 
seltsame Szene gelangt sind? Greta lag völlig fertig und verletzt 
auf dem Boden und auch der Raum war total zerstört. Okay, die Mutter 
hat eine logische Erklärung abgeben - dass Greta sich erst gerade
aus einer zerstörerischen Beziehung befreien konnte - aber wieso 
hat die Polizei trotzdem nicht mehr nachgefragt? Die Polizisten 
hat Greta erkannt, da sie kurz vorher Mann und Kind als vermisst 
gemeldet hat, wenn diese nun hört, dass sie sich aus einer 
gewaltätigen Beziehung befreit hat, wieso möchte sie dann nicht 
wissen, was mit dem Mann geschehen ist? Nach der Szene in der Hütte 
hätte ich wohl angenommen, dass ein Kampf stattgefunden hat und 
der Mann eventuell tödlich verunglückt ist. Ich hätte als 
Polizisten vielleicht gedacht, dass Greta ihren Mann als "Vermisst" 
meldet, da sie Schuld an seinem Tod ist...
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