Lesemonat: Februar

Hallo ihr Lieben,

Morgen ist schon März, die Zeit rast mal wieder. Leider
habe ich diesen Monat wieder nicht so viel lesen können,
allerdings waren ein paar richtig gute dabei.
Ich wünsche euch nun viel Spaß beim Lesen von meinen
Rezensionen.

Lesemonat Februar im Überblick:

Gelesene Bücher: 3
Seiten insgesamt: 953
Buchtitel: 1. "Das Paket" von Sebastian Fitzek
           2. "Glücksmädchen" von Mikaela Bley
           3. "Die Vermissten" von Caroline Eriksson


1. "Das Paket" von Sebastian Fitzek

Inhaltsangabe: "Seit die junge Psychiaterin Emma Stein in 
einem Hotelzimmer vergewaltigt wurde, verlässt sie das 
Haus nicht mehr. Sie war das dritte Opfer eines Psychopathen, 
den die Presse den »Friseur« nennt – weil er den 
misshandelten Frauen die Haare vom Kopf schert, bevor er 
sie ermordet. Emma, die als Einzige mit dem Leben davonkam, 
fürchtet, der »Friseur« könnte sie erneut heimsuchen, um 
seine grauenhafte Tat zu vollenden. In ihrer Paranoia 
glaubt sie in jedem Mann ihren Peiniger wiederzuerkennen, 
dabei hat sie den Täter nie zu Gesicht bekommen. Nur in 
ihrem kleinen Haus am Rande des Berliner Grunewalds fühlt 
sie sich noch sicher – bis der Postbote sie eines Tages 
bittet, ein Paket für ihren Nachbarn anzunehmen. Einen Mann, 
dessen Namen sie nicht kennt und den sie noch nie gesehen hat, 
obwohl sie schon seit Jahren in ihrer Straße lebt..."

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Genre: Psychothriller
Seiten: 362
Titel: 5/5
Cover: 5/5
Inhalt: 5/5
Schreibstil: 5/5
Charaktere: 4/5

Das Buch "Das Paket" von Sebastian Fitzek hat mir
unglaublich gut gefallen! Ich habe es von meinem Freund
zu Weihnachten bekommen und mich sehr darüber gefreut. Das
Cover finde ich einfach klasse. Mich haben einige Personen
auf das Cover angesprochen, weil sie dachten, ich hätte
selbst einen Paketaufkleber auf das Buch gemacht. Das fand
ich wahnsinnig amüsant. Der Titel passt natürlich auch super
zum Cover und auch zum Inhalt. Das Buch hat mich sehr
überrascht und ist anders verlaufen, als ich Anfangs
erwartet habe.
Da mir der Schreibstil auch sehr gut gefallen hat, habe
ich auch ein paar schöne Zitate herausgeschrieben:

- "(...) und dem Schnee zu ihren Füßen, der ganz bestimmt
nicht so kalt war wie der Innenhof ihrer Seele." (S. 57)

- "Wie unvermeidlich, sagte der Teil des menschlichen
Systems, der im Grunde alle Entscheidungen bestimmte und
der sich weder kontrollieren noch heilen ließ, sondern nur
verletzen: die Seele." (S. 142)


2. "Glücksmädchen" von Mikaela Bley

Inhaltsangabe: "Ellen Tamm ist besessen vom Tod, seit ihre 
Zwillingsschwester vor acht Jahren starb. Sogar während 
ihrer Arbeit verfolgt sie der Verlust: Sie ist 
Kriminalreporterin bei einem Stockholmer Fernsehsender und 
sucht sich mit Absicht die schlimmsten Fälle aus. Als 
könne sie damit den Tod überwinden und die Trauer aus ihrem 
eigenen Leben verdrängen. Dann verschwindet an einem kalten, 
verregneten Tag die achtjährige Lycke spurlos. Ellen soll 
über den Fall berichten. Aber mit einem Mal funktionieren 
ihre Abwehrmechanismen nicht mehr. Es ist, als hätte sie 
ihre Zwillingsschwester erneut verloren. Panisch sucht sie 
nach Lycke. Kann sie das Mädchen retten und endlich 
Frieden finden?"

okk
(Quelle: Selbstgemacht, Instagram: @weltenbummlerinx)


Genre: Psychothriller
Seiten: 320
Titel: 3/5
Cover: 5/5
Inhalt: 4,5/5
Schreibstil: 4/5
Charaktere: 3,5/5

Das Buch "Glücksmädchen" von Mikaela Bley hat mir an sich
gut gefallen. Ich fand die Charaktere teilweise noch nicht
so ausgereift und recht oberflächlich. Keiner ist mir
wirklich ans Herz gewachsen - am liebsten mochte ich Lycke,
obwohl diese gar nicht richtig vorkam. Die Eltern von
Lycke fand ich zudem richtig ätzend und seltsam, den
Tennistrainer sowieso und auch die "Affäre" von Ellen
fand ich nervig. Den Inhalt an sich mochte ich aber.
Das Cover finde ich richtig schön, auch wenn es farblich
nicht zu einem Thriller passt. Den Titel finde ich gut,
habe ich aber ehrlich gesagt nicht verstanden. Wer soll
dieses Glücksmädchen sein? Ellen? Lycke? Niemand hatte
wirklich Glück, deswegen verstehe ich diesen Zusammenhang
nicht wirklich. Alles in Allem ist es aber ein mitreißender
und spannender Psychothriller, den ich nur jedem empfehlen
kann!
Ein paar Zitate, welche mir gefallen haben, habe ich
auch herausgeschrieben:

- "Ihre guten Vorsätze hielten ungefähr bis Dienstag.
Bestenfalls bis Mittwoch." (S. 12)

- "Für Ellen war Musik ein Heilmittel, mit dem sie ihre
eigenen Gefühle ausblenden konnte (...) Je lauter, desto
besser. Die Musik hatte die gleiche Wirkung wie ein
Horrorfilm, wie Boxtraining oder Pornos. Alle diese Dinge
brachten sie auf andere Gedanken und hielten ihr die
Angst vom Leib." (S. 89)


3. "Die Vermissten" von Caroline Eriksson

Inhaltsangabe: "Das grünschwarze Wasser leuchtet geheimnisvoll 
in der untergehenden Sommersonne. Der Abend könnte nicht schöner
sein, als Greta, Alex und Tochter Smilla mit dem Boot zur kleinen 
Insel in der Mitte des Sees fahren. Greta bleibt am Ufer, während
die anderen beiden neugierig auf Entdeckungstour gehen. Aber sie 
kommen nicht mehr zurück. Beunruhigt macht sich Greta auf die Suche – 
doch von Alex und Smilla fehlt jede Spur. In ihrer wachsenden 
Verzweiflung wendet sie sich an die Polizei. Schnell wird klar, 
dass Gretas eigene Geschichte ebenso große Rätsel aufwirft wie 
das Verschwinden ihrer Lieben. Und die Frage: Hat sie etwas damit 
zu tun?"

Die Vermissten von Caroline Eriksson

Genre: Psychothriller
Seiten: 271
Titel: 4/5
Cover: 3/5
Inhalt: 4/5
Schreibstil: 4/5
Charaktere: 3/5

Ich muss gestehen, Anfangs fand ich das Buch "Die Vermissten" 
von Caroline Eriksson etwas gewöhnungsbedürftig. Mich hat das 
Verhalten von Greta teilweise unglaublich genervt. Ich habe 
nicht verstanden wieso sie nicht direkt die Polizei oder jemand 
anderes um Hilfe gebeten hat, immerhin sind plötzlich zwei Personen 
von einer Insel verschwunden. Ihre Verwirrtheit und das Chaos, 
welches in ihrem Kopf herrschte, hat auch mich irgendwann verwirrt, 
weshalb ich alles zuerst etwas wuselig und komisch fand. Am 
Ende hat sich allerdings alles irgendwie zusammengefügt und 
das Buch hat mir letztendlich doch ganz gut gefallen.
Der Schreibstil war sehr schön und ich habe einige schöne Zitate
aufgeschrieben - Mein Stift hat schon geglüht.

Die Zitate können womöglich ungewollte Spoiler enthalten, weshalb 
ihr nur weiterlesen solltet, wenn euch das egal ist:

1. "Welcher Worte bedient man sich, wenn man einfach nur eine 
Erklärung für das Unerklärliche haben will?" (S. 33)

2. "Dort, in den Schatten, nahm unsere Geschichte ihren Anfang 
und in den Schatten sollte sie ihre Fortsetzung finden." (S. 49)

3. "Ich schaudere und spüre ein ziehendes Gefühl im Magen. 
Etwas rührt sich dort drinnen, was ich selbst bin, aber irgendwie 
auch nicht. Vielleicht ist nicht nur der Sommer vorbei. Vielleicht 
geht auch das Leben, wie ich es bis jetzt kannte, zu Ende." (S. 54)

4. "Wie kann nur so viel Finsternis in meinem Herzen sein? Ich 
bin doch in Liebe entstanden, wurde in Liebe ausgetragen und 
in Liebe erhöht." (S. 73)

5. "Dort, in den Rissen dessen, was einmal war, keimt der Hass." 
(S. 73)

6. "Sie war mein Anker, aber seit das Tau gekappt worden ist, 
zerbricht alles." (S. 106)

7. "Die aufflammenden Gefühle waren so intensiv, dass sie am Rande 
bald verbrannt und rußig waren." (S. 109)

8. "Es juckt unter meiner Haut. Als würde ich mich häuten wie
eine Schlange. Bald werde ich mich aus meiner alten Hülle 
winden und als die herauskommen, die ich wirklich bin. Die ich 
schon immer gewesen bin, auch wenn ich versucht habe, sie 
zu unterdrücken." (S. 129)

9. "Alex führte, und ich folgte. Bis die Reise in den Abgrund 
führte." (S. 141)

10. "Niemand darf davon erfahren. Ich erkenne das Mantra wieder. 
Weiß, dass mit niemand meistens keine Fremden gemeint sind, sondern 
vielmehr die Menschen, die einem am Nächsten stehen.
Familie, Freunde, Liebhaber." (S. 179)

11. "Entweder man gibt auf. Oder man schlägt zurück." (S. 197)

12. "Mein Gesicht landet auf dem Lenkrad und drückt auf die Hupe, 
die daraufhin einen einsamen Ton von sich gibt. Damit so ein Signal 
etwas bedeutet, braucht es einen Sender und einen Empfänger, aber 
außer mir ist niemand hier, der es hören könnte. Ohne Zusammenhang 
verliert alles seine Bedeutung, wird unwichtig. Genauso wie ich, 
genauso wie mein Leben bis zum heutigen Tag." (S. 202)

Ein klitzekleiner negativer Punkt gibt es allerdings zum Schluss 
auch noch:
Wieso hat die Polizei nicht reagiert, als sie in diese wahrhaft 
seltsame Szene gelangt sind? Greta lag völlig fertig und verletzt 
auf dem Boden und auch der Raum war total zerstört. Okay, die Mutter 
hat eine logische Erklärung abgeben - dass Greta sich erst gerade
aus einer zerstörerischen Beziehung befreien konnte - aber wieso 
hat die Polizei trotzdem nicht mehr nachgefragt? Die Polizisten 
hat Greta erkannt, da sie kurz vorher Mann und Kind als vermisst 
gemeldet hat, wenn diese nun hört, dass sie sich aus einer 
gewaltätigen Beziehung befreit hat, wieso möchte sie dann nicht 
wissen, was mit dem Mann geschehen ist? Nach der Szene in der Hütte 
hätte ich wohl angenommen, dass ein Kampf stattgefunden hat und 
der Mann eventuell tödlich verunglückt ist. Ich hätte als 
Polizisten vielleicht gedacht, dass Greta ihren Mann als "Vermisst" 
meldet, da sie Schuld an seinem Tod ist...
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Lesemonat: Januar

Hallo ihr Lieben!

Juhu! Ich verfasse nun den ersten Lesemonat im Jahr 2017. Ich habe
mir vorgenommen wieder mehr zu lesen und möchte versuchen, mich 
nicht mehr allzu sehr stressen zu lassen und bisher klappt es 
ganz gut. Ich habe zwar "nur" vier Bücher geschafft, aber das 
ist immerhin schon weitaus mehr als ich in den letzten vier 
Monaten gelesen habe. Ich freue mich nun auch darauf meine 
Rezensionen zu verfassen. Euch wünsche ich beim Lesen 
natürlich auch viel Spaß!

Lesemonat Januar im Überblick:

Gelesene Bücher: 4
Seiten insgesamt: 1.650
Buchtitel: 1. "Phase Null - Die Auserwählten" von James Dashner
           2. "Die Stille vor dem Tod" von Cody McFadyen
           3. "Saving Grace - Bis dein Tod uns scheidet" von
               B. A. Paris
           4. "Anders" von Anita Terpstra


1. "Phase Null - Die Auserwählten" von James Dashner

Inhaltsangabe: "Sie sind die Auserwählten. Dazu erkoren, 
eine Welt zu retten, die längst verloren scheint. Sie sind 
die Zukunft der Menschheit und ihre einzige Hoffnung. Das 
glauben sie zumindest. Denn noch ahnen sie nichts von 
geheimen Allianzen, schockierenden Geheimnissen und 
unverzeihlichen Lügen. Sie wissen nur, dass sie von ANGST 
auf die erste Phase des Experiments vorbereitet werden.
Das macht die Auserwählten zu Freunden – und damit beginnt 
der Verrat an Thomas."

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(Quelle: Selbstgemacht, Instagram: @Weltenbummlerinx)

Genre: Jugendbuch
Seiten: 437
Titel: 4/5
Cover: 5/5
Inhalt: 3,5/5
Schreibstil: 4/5
Charaktere: 4/5

Das Buch habe ich von wasliestdu.de als kostenloses
Leseexemplar zur Verfügung gestellt bekommen und ich bin
sehr glücklich darüber, da ich die "Die Auserwählten"-Reihe
sehr mochte und es toll war noch einen Einblick zu erhalten
und die Szenen aus einem anderen Blickwinkel betrachten zu
können. Außerdem war es schön wieder Zeit mit den Charakteren
verbringen zu können, vor allem über mehr Informationen
über mein Liebling Newt habe ich mich gefreut. Auch wenn
mich die Beziehung von Newt und Sonya wirklich unfassbar
traurig gemacht hat. Das war einfach der Knaller sowas
(Nein, ich spoiler jetzt mal nicht) noch erfahren zu müssen.
Und wie sie auseinander gegangen sind, uff, das hat mich
echt gekillt.
Traurig gemacht hat mich auch diese Stelle: "Dann zeigte
er auf Newt. "Der da ist nicht immun - bringt ihn in
sein Zimmer zurück und ruft einen Arzt, der ihn testen soll."
Auch wenn man als aufmerksamer "Die Auserwählten"-Leser
natürlich schon wusste, dass Newt nicht immun ist, war
es trotzdem nochmal ein Schlag in die Magengrube. 

Eine weitere Stelle, die mich zum Nachdenken gebracht hat:
"Er scrollte die Dokumente durch und prägte sich so viel
davon ein wie nur möglich. Er erfuhr die wahren Namen seiner
Freunde und musste über einige davon lachen. Siggy, alias
Bratpfanne, hatte von seinen Eltern den Namen Toby erhalten,
den Thomas zum Totlachen fand, obwohl er nicht sagen konnte,
warum." (S. 302)
- Erstens: Ich hätte gerne ALLE echten Namen erfahren. 
Finde sowas interessant und hätte gerne gewusst wie Minho
und co. wirklich hießen. Außerdem hätte ich gerne erfahren,
wieso die Leute überhaupt die Namen geändert haben und
nach welchem Prinzip sie bei der Namensgebung gehandelt
haben.
- Zweitens: WAS ZUR HÖLLE IST SO WITZIG AN TOBY? Toby
ist ein völlig normaler, sogar recht cooler Name. "Siggy"
oder "Bratpfanne" finde ich da weitaus seltsamer. 
- Drittens: Ich hätte mich über einen Verweis gefreut,
wegen Thomas/Stephen. Irgendeine Gefühlsregung, als er
seinen eigenen, alten Namen gelesen hat.

Allgemein wüsste ich gerne, wieso "Chuck" weiterhin "Chuck"
genannt wird, obwohl er von ANGST den Namen "Charles"
bekommen hat.

Diese Szene von Chuck hat mich übrigens sehr glücklich
gemacht: "Chuck kicherte und quiekte wie ein Schweinchen,
was ihn irgendwie unwiderstehlich machte." (S. 309)
-> Ich liebe kleine Zufälle und hier ist die Seitenzahl 309 
und ich habe am 30.9 Geburtstag und zudem sind Schweine meine
Lieblingstiere.

An dieser Stelle "Newt ging zielstrebig zum Friedhof zu
den Gräbern mit den einfachen Holzpfosten, in denen die
Jungen lagen, die bereits auf der Lichtung gestorben waren."
(S. 359) habe ich mich gefragt, wie viele bereits gestorben
sind und welche Begründung Thomas geliefert wurde. Wieso
reagiert Thomas nicht? Bei dem ersten Tod war er noch
fassungslos, wie konnte ein weiterer Tod gerechtfertigt
werden, beziehungsweise noch mehrere? 

Ich muss übrigens nochmal anmerken, dass ich Alby in diesem
Buch überaus sympathisch fand. In den ersten Büchern war
er ja nicht so super drauf.

Zum Schluss noch ein kleiner Spoiler, wenn ihr diesen
nicht lesen wollt, überspringt den nächsten Absatz am
Besten:
Ich fand das Ende ziemlich schockierend, da man erfahren
hat, dass Theresa ihr Gedächtnis niemals verloren hat
und bloß IMMER eine hinterlistige Schlange war. Ich meine,
ich konnte sie noch nie leiden, aber ich habe gehofft, dass
sie Thomas wirklich mag und nur von ANGST unter Druck gesetzt
wurde, aber ich schätze, dass alles nur gespielt war.


2. "Die Stille vor dem Tod" von Cody McFadyen

Inhaltsangabe: "Smoky Barrett ist zurück. An einem kalten 
Oktobertag werden Smoky Barrett und ihr Team nach Denver, 
Colorado, gerufen. Im Haus der Familie Wilton ist 
Schreckliches geschehen: Die gesamte fünfköpfige Familie 
wurde ermordet, und der Täter hat durch eine mit Blut 
geschriebene Botschaft Smoky mit der Lösung des Falles 
beauftragt. Doch das Unheil ist weit größer, denn die 
Wiltons sind nicht die einzigen Opfer. Insgesamt drei 
Familien wurden in der gleichen Nacht und in unmittelbarer
Nähe voneinander getötet. „Komm und lerne“, lautet die 
Botschaft an Smoky. Es wird ein grausamer Lernprozess, das 
Böse in seiner reinsten Form, in seiner tiefsten 
Abgründigkeit  zu spüren. Smoky gelangt an die Grenzen 
ihrer Belastbarkeit. Und weit darüber hinaus."

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Genre: Thriller
Seiten: 478
Titel: 3/5
Cover: 4/5
Inhalt: 1,5/5
Schreibstil: 5/5
Charaktere: 2,5/5


Ich bin WIRKLICH enttäuscht von diesem Buch. Ich liebe die
ersten Teile der Smoky Barrett-Reihe und ich liebe die
Charaktere und die Fälle und die Spannung und ALLES, aber
dieses Buch war einfach ein totaler Reinfall. Nach langer
Wartezeit war ich extrem gespannt und neugierig und wurde
deswegen umso mehr enttäuscht.
Dies ist definitiv keine würdige Fortsetzung der Smoky
Barrett Reihe. Ich kann das Buch nicht empfehlen, aber
vor allem solltet ihr es nicht lesen, wenn ihr Cody
McFadyen noch nicht kennt. Ihr werdet nur schlecht von
ihm denken, wenn ihr mit diesem Buch einsteigt.
Hier mal ein paar Gründe, weshalb ich das Buch doof finde:

-> Es ist viel zu langatmig und es wird viel sinnloses
Zeug beschrieben. Anstatt den Fall spannend auszuweiten,
wird nur um den heißen Brei gelabert. Die Therapie von
Smoky wurde zu extrem ausgeschmückt. Das war einfach
langweilig. Außerdem fand ich Smokys Veränderung unschön.
Ja, okay, vermutlich wollte Cody ihre "schwache Seite"
hervorheben, aber ich fand dies nicht gelungen.
-> Die Charaktere wurden nicht genug hervorgehoben. Alles
war irgendwie oberflächlich. Es wurde viel zu wenig von 
Bonnie berichtet, auf die ich mich am Meisten gefreut habe.
Ich konnte auch nur wenig Punkte für die Charaktere vergeben,
da zwei GUTE und TOLLE Charaktere "böse" wurden (OH GOTT!!!
WIE OFT HABE ICH HIER NUN SCHON ERWÄHNT, DASS ICH ES HASSE,
HASSE, HASSE WENN CHARAKTERE DIE ICH MAG PLÖTZLICH KACKE
WERDEN? Das ist in einem einfachen Buchverlauf schon kacke,
aber wenn dir eine Person über eine komplette Reihe so ans
Herz wächst und sie dann ganz plötzlich ihre schlechte Seite
zeigt, ist das einfach frustrierend und scheiße!) 
Und die anderen Charaktere, wie z.B eben Bonnie wurden zu
wenig erwähnt. Smoky hat sich negativ verändert, usw. Ich
konnte einfach nicht mehr Punkte vergeben. 

Ich habe allerdings viele Zitate herausgeschrieben, welche
ich schön oder auf irgendeine Art und Weise ansprechend
fand, das ist ein riesiger Pluspunkt und deswegen gibt es
volle Punktzahl für den Schreibstil, welcher alles in allem
gut war.
Bevor ich mich weiteren negativen Punkten widme, schreibe 
ich nun alle Positiven Zitate nieder:

1. "Ich stoße einen resignierten Seufzer aus. Ich nehme einen
James Classic, überlege ich. Mit einer kleinen Portion
Arschgesicht. Zum Mitnehmen. Aber ich bin zu müde und zu 
schwanger, um mich über James zu ärgern. Ich bin allerdings
nicht zu müde, um das kleine neue Nugget an persönlichen
Informationen zu speichern: James schaut sich keine Nachrichten
an." (S. 30-31)
-> Finde die Anspielung einer Fastfood Bestellung mit der
Kombination "Nugget" extrem lustig.

2. "Ich weiß, was Tränen sind. Was glauben Sie, warum ich
so viel lache?" (S. 55)

3. "Seine Liebe hat mich geheilt." (S. 59)

4. "Das Leben ist schön - auch wenn ich manchmal das Gefühl
habe, als würde hinter der nächsten Ecke immer noch die
Schwärze lauern." (S. 59-60)

5. "Ich hatte meine ganze Welt verloren, doch ich bekam sie
zurück." (S. 133)

6. "Ich glaube eher, dass ich den Verstand verloren habe. Dass
das Haus, das ich bin, eingestürzt ist." (S. 140)

7. "Diejenigen, die nicht begreifen, was Leid und Tod
bedeuten, können auch das Leben nicht begreifen." (S. 159)

8. "Das Leben ist nicht der Ort, an dem die Hoffnung so
plötzlich und unerwartet stirbt." (S. 166)

9. "Ihre Schönheit, ihre Frische und die gerade erst
einsetzende Verwandlung zur Frau lassen mich an einen
Wasserfall denken oder einen Sonnenaufgang. Irgendwas
wunderbares, das in anmutiger Bewegung ist und zu lebendig
um Still zu verharren." (S. 174)

10. "Ich spüre, wie sich Schweiß zu Perlen verbindet, die
an mir herunterrinnen, als mein Körper Tränen aus Panik
weint." (S. 201)

11. ""Nehmen wir mal die kindlichen Opfer, dann fällt die
Antwort ganz leicht. Diese Opfer waren unschuldig, sie
waren rein und gut. Trotzdem werden sie schnell vergessen,
manchmal sogar von ihren Familien. Aber irgendjemand sollte
sich erinnern." Tränen laufen mir übers Gesicht. "Es gibt
Wunden, die sollten nicht heilen. Es ist nicht richtig,
wenn die Welt sich weiterdreht, als wäre nichts geschehen."
(S. 223)

12. "Du selbst bestimmst die Geschwindigkeit, mit der du
dich bewegst. Es ist nichts falsch daran, die Welt warten
zu lassen." (S. 278)

13. "Wie es scheint, habe ich mir in der letzten Zeit eine
Weitere Unart angewöhnt: das Warten auf den perfekten
Augenblick zum Anfangen. Der kommt natürlich nie. Es ist nur
eine weitere Spielart der Angst - eine Ausrede, reglos zu
verharren. Die einzige Lösung besteht darin, entschlossen
nach vorn zu schreiten." (S. 321)

14. "Diese Welt ist ein gefühlloser riesiger Stein, auf dem
das Überleben oft eine knappe Sache ist - und größtenteils
Glückssache. Die Chancen, einsam zu sein und Leid zu
erfahren, sind viel größer als die, eine Partnerschaft
einzugehen, die etwas bedeutet. Ein Augenblick der
Liebe ist das Bedeutungsvollste, was die meisten von uns
jemals erleben werden." (S. 336)

15. "Wir küssen uns, und während seine Seele meine Seele
füllt und umgekehrt, rufe ich mir ins Gedächtnis: Das hier
ist alles, was zählt." (S. 336)

16. "Eines habe ich gelernt: dass jede Angst zu besiegen ist.
Sie kann dir den Mut rauben, sie kann dich lähmen, sie
kann außer Kontrolle geraten, besonders, wenn die Angst
selbst zum Gegenstand der Angst wird, (...) sie kann aber
auch Ansporn sein und Kräfte freisetzen, von denen du gar
nicht gewusst hast, dass du sie besitzt." (S. 475)


So, nach diesen wirklich vielen (meiner Meinung nach) guten
Zitaten, folgen ein paar andere Anmerkungen.

Es ist zwar schon relativ lange her, seit ich die anderen
Teile der Smoky Barrett Reihe gelesen habe, aber ich 
meine mich daran erinnern zu können, dass Smoky Tommy als
"nicht gutaussehend" bezeichnet hat. Vielleicht täusche
ich mich, aber ich bin eigentlich übrzeugt davon. Ich
meine mich daran zu erinnern, dass ich es damals gemein
fand, dass sie ihn als "nicht gutaussehend" bezeichnet.
Nun, im neuen Teil redet sie dann plötzlich ganz anders:
"Tommy ist ein Drei-Sterne-Feinschmeckermenü für das
weibliche Auge, und sicher auch für manches männliche, ob
angezogen oder nackt. Er ist sagenhaft sexy, wie ein Model
auf dem Titelblatt des GQ Magazine, unter der Titelzeile
Hot Latin Lovers." (S. 59)
Ich würde die anderen Teile nun echt gerne nochmal lesen,
um herauszufinden, ob ich mich täusche oder nicht. Aber
vielleicht hat ja einer von euch die Bücher vor kurzem
gelesen und weiß was ich meine? 

Was ich zum Schluss noch negativ anmerken muss, ist die 
teilweise schlechte Übersetzung, z.B "Nicht alle Latten
im Zaun" (S. 231) statt "Nicht alle Latten am Zaun"


3. Saving Grace - Bis dein Tod uns scheidet" von B. A. Paris

Inhaltsangabe: "Grace und Jack Angel sind das perfekte Paar. 
Die dreiunddreißigjährige Grace ist warmherzig, liebevoll, 
bildhübsch. Jack sieht gut aus, ist charmant und kämpft 
als renommierter Anwalt für die Rechte misshandelter 
Frauen. Aber sollte man Perfektion jemals trauen? Warum 
zum Beispiel kann Grace auf Dinnerpartys so viel essen und 
nimmt doch niemals zu? Warum umgibt ein hoher Zaun Jacks und 
Graces wunderschönes Haus? Doch wenn man Grace danach 
fragen möchte, stellt man fest, dass sie nie allein ist. 
Denn Jack ist immer – wirklich immer – an ihrer Seite."

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(Quelle: Selbstfotografiert ~ Instagram: @weltenbummlerinx)

Seiten: 352
Genre: Psychothriller
Titel: 5/5
Cover: 5/5
Inhalt: 5/5
Schreibstil: 5/5
Charaktere: 4/5


Ich fand das Buch echt unglaublich gut! Es ist zwar kein
blutiger Psychothriller, aber der Terror, den Jack mit Grace
abzieht ist defintiv Thrillerreif! Ich fand das Buch 
durchgehend spannend und habe die ganze Zeit mit Grace 
mitgefiebert.
Komisch fand ich nur, dass Grace und Jack nach drei Monaten
noch keinen Sex hatten und dann sofort geheiratet haben.
Ich liebe meinen Freund auch über alles, würde aber niemals
auf die Idee kommen, ihn nach so kurzer Zeit schon zu
heiraten. Ich finde Grace hätte bei vielen Dingen bereits
stutzig werden sollen, sodass es erst gar nicht so schlimm
hätte werden können. Auch als er sie vor die Wahl
gestellt hat und sie sich für ihn und gegen ihre Schwester
Millie entschieden hat.. Sie hätte sofort sagen sollen,
dass sie lieber ihre Schwester im Krankenhaus besuchen geht.
Was ich auch nicht verstanden habe: Wieso sagt Millie nichts
zu Janice? Ich schätze Janice als sehr sympathische
Person ein, die sich für Millie und Grace einsetzen würde.

Lustig fand ich allerdings die Namensauswahl von Jack:
"Als erstes habe ich einen perfekten Namen gesucht und bin
auf Angel gekommen. Ich habe sogar überlegt, mich Gabriel
Angel zu nennen, aber das wäre doch zu dick aufgetragen
gewesen, daher habe ich ein bisschen nachgedacht, ein
paar Recherchen angestellt und entdeckt, dass die
guten Kerle im Film oft Jack heißen - und Simsalabim - schon
war Jack Angel geboren." (S. 119) Ich musste SOFORT an
"Jack the Ripper" denken und finde es traurig, dass dazu
nichts geschrieben wurde.

Zum Abschluss noch etwas positives über das Ende, wenn
ihr nicht gespoilert werden wollt, lest nicht weiter:

Ich finde es gut, dass Esther gemerkt hat, dass Jack böse
ist und wie sich alles wirklich abgespielt hat. Ich fände
es furchtbar deprimierend, wenn niemals jemand von Jacks 
Schuld erfahren hätte. Das Ende fand ich allgemein sehr
spannend beschrieben. Ich kann dieses Buch nur jedem ans
Herz legen. 


4. "Anders" von Anita Terpstra

Inhaltsangabe: "Alma Meester, ihr Mann Linc und die beiden 
Kinder Iris und Sander sind eine ganz normale, glückliche 
Familie. Bis zu dem Tag, als der elfjährige Sander zusammen
mit einem Freund während eines Ferienlagers spurlos 
verschwindet. Der andere Junge wird kurz darauf tot 
aufgefunden, doch Sander bleibt wie vom Erdboden 
verschluckt. Sechs Jahre später meldet sich ein junger Mann
bei einer deutschen Polizeistation. Er sei der verschwundene
Sander Meester. Die Familie ist überglücklich, doch nach und 
nach kommen der Mutter Zweifel. Ist der Junge wirklich ihr 
Sohn? Und was ist in der Nacht damals tatsächlich passiert?"

(Bild folgt)

Seiten: 383
Genre: Thriller
Titel: 5/5
Cover: 5/5
Inhalt: 4/5
Schreibstil: 4/5
Charaktere: 4/5

Die Bücher "Anders" von Anita Terpstra und "Saving Grace - 
Bis dein Tod uns scheidet" von B. A. Paris habe ich vom
Bloggerportal erhalten. Beide Bücher habe ich im Januar
verschlungen! Die Bücher gehören definitiv zu meinen
Favoriten vom Lesemonat Januar.
Das Buch ist der Autorin gelungen. Alleine den Terror
von Sander fand ich so spannend, meiner Meinung nach hätte
dieser ein ganzes Buch füllen können. Ein jüngerer Bruder,
der seine ältere Schwester brutal schikaniert und niemand
glaubt ihr? Niemand glaubt ihr, bis es zu spät ist.

Den Abschluss fand ich auch sehr gelungen, da er Raum
für Spekulationen ließ. Ich wüsste nun gerne wie es mit
Bas weiter geht und ob er Züge und Verhaltensweise von
seinem Bruder geerbt hat.
Obwohl ich offene Enden mag, zumindest wenn es nicht zu
extrem ist, stelle ich mir ein paar Fragen. Was zum Beispiel
ist mit Harjan geschehen? Und sind Iris und Christiaan
wieder ein Paar?


In den Februar bin ich mit dem Buch "Das Paket" von
Sebastian Fitzek gestartet, welches mir mein Freund
zu Weihnachten geschenkt hat. Bisher gefällt es mir
unglaublich gut.