Jahresleseübersicht 2016

Hallo ihr Lieben!

Heute habe ich mir vorgenommen eine Jahresleseübersicht für Euch zu verfassen. Sortieren werde ich die Bücher nach „Absolut Perfekt“ (Und absolut empfehlenswert) – „Gut“ – „Zufriedenstellend“ und „Schlecht“ — Ja, leider habe ich 2016 auch schlechte Bücher gelesen, weshalb es diese Kategorie überhaupt gibt. Außerdem folgt noch eine allgemeine Übersicht. Wie viele Bücher habe ich diesen Monat insgesamt gelesen? Und wie viele Seiten? Welcher Monat war lesetechnisch der Beste? (Leider habe ich erst im Februar angefangen Rezensionen zu schreiben, weshalb es keinen Lesemonat Januar gibt.

Allgemeine Leseübersicht:

Monat                                               Bücher                                                                    Seiten

Februar                                                 3                                                                                1.239

März                                                       5                                                                                1.954

April                                                       6                                                                               2.203

Mai                                                          8                                                                               3.434

Juni                                                          7                                                                               3.148

Juli                                                            6                                                                               2.456

August                                                    6                                                                               1.948

September                                             2                                                                                   959

Oktober                                                   3                                                                                   961

November/Dezember                         3                                                                                 1.322

Insgesamt                                             49                                                                              19.624

 

 

WOW! Ich habe tatsächlich insgesamt 49 Bücher und 19.624 Seiten gelesen. Das finde ich schon sehr gut. Ich weiß, manche von Euch lesen mehr, aber ich finde es für mich persönlich gut und ausreichend. Wie man sieht war mein bester Leseonat der Mai mit 8 Bücher und 3.434 Seiten. Wie man ebenfalls sieht habe ich ab September weniger gelesen. November und Dezember musste ich dann letztendlich sogar zusammenfassen, weil ich so wenig gelesen habe. Seit September habe ich eine neue Arbeitsstelle, weshalb ich kaum noch Zeit zum lesen habe, Anfang Oktober bin ich dann auch noch in meine erste eigene Wohnung gezogen, weshalb ich zusätzlich zum vielen arbeiten auch noch im Umzugsstress war. Ich hoffe eigentlich, dass ich 2017 wieder mehr lesen kann, aber mittlerweile ist auch schon wieder der 17. und ich bin erst bei meinem zweiten Buch angelegt, aber ich hoffe dennoch, dass es sich bald wieder einrenkt und ich mehr Zeit für mich und meine Bücher finde.

Nun folgt die Sortierung aller Bücher, welche ich im Jahr 2016 gelesen habe:

(INFO: Es wurden jeweils 5 Punkte für Cover, Titel, Inhalt, Schreibstil und Charaktere vergeben, die genaue Bewertung + die Rezesionen könnt ihr in den jeweiligen Lesemonaten durchlesen. Am Ende des Beitrags verlinke ich nochmal alle Lesemonate und füge hinter jedes Buch den Monat hinzu. Wenn euch eine Rezension zu einem Buch interessiert, könnt ihr Euch dann einfach den Monat merken und am Ende auf den Link klicken.)

ABSOLUT PERFEKT

 

 

  • „So wüst und schön sah ich noch keinen Tag“ von Elizabeth LaBan // gelesen im März // Punkte: 25/25
  • „Broken – Der Moment in dem du fällst“ von Tabitha Suzuma // gelesen im April // Punkte: 22/25
  • „Eleanor & Park“ von Rainbow Rowell // gelesen im Juni // Punkte: 25/25
  • „Papierjunge“ von Kristina Ohlssen // gelesen im Juni // Punkte: 25/25
  • „Zurück ins Leben geliebt“ von Colleen Hoover // gelesen im August // Punkte: 25/25
  • „Love letters to the Dead“ von Ava Dellaira // gelesen im August // Punkte: 23/25
  • „Reasons to stay alive“ von Matt Haig // gelesen im August // Punkte: 18/20
  • „Simon vs. the Homo sapiens Agenda // gelesen im Oktober // Punkte: 22/25
  • „Ich gebe dir die Sonne“ von Jandy Nelson // gelesen Dezember // Punkte: 25/25

 

GUT

  • „Masterminds – Im Auge der Macht“ (Teil 1) von Gordon Korman // gelesen im Februar // Punkte: 21,5/25
  • „Die stille Kammer“ von Jenny Blackhurst // gelesen im März // Punkte: 20/25
  • „Der letzte Pilger“ von Gard Sveen // gelesen im März // Punkte: 20,5/25
  • „Digby“ von Stephanie Tromly // gelesen im April // Punkte: 21,5/25
  • „Joyland“ von Stephen King // gelesen im April // Punkte: 20/25
  • „Das Haus“ von Richard Laymon // gelesen im April // Punkte: 22/25
  • „Die Klinge“ von Richard Laymon // gelesen im Mai // Punkte: 20/25
  • „Frag die Toten“ von Linwood Barclay // gelesen im Mai // Punkte: 20/25
  • „Der Geist“ von Richard Laymon // gelesen im Mai // Punkte: 21/25
  • „Amokspiel“ von Sebastian Fitzek // gelesen im Mai // Punkte: 21,5/25
  • „Finster“ von Richard Laymon // gelesen im Mai // Punkte: 17/25
  • „Me and Earl and the dying Girl“ von Jesse Andrews // gelesen im Juni // Punkte: 20/25
  • „Der Käfig“ von Richard Laymon // gelesen im Juni // Punkte: 23,5/25
  • „Die Gang“ von Richard Laymon // gelesen im Juni // Punkte: 23,5/25
  • „Eine für Vier“ von Ann Brashares // gelesen im Juli // Punkte: 20/25
  • „Noah will nach Hause“ von Sharon Guskin // gelesen im August // Punkte: 21/25
  • „Die Tage, die ich dir verspreche“ von Lily Oliver // gelesen im September // Punkte: 22/25
  • „Harry Potter und das verwunschene Kind“ von J. K. Rowling // gelesen im Oktober // Punkte: 18/25
  • „Am Abgrund seiner Seele“ von Dania Dicken // gelesen im Oktober // Punkte: 20/25

 

 

ZUFRIEDENSTELLEND

  • „Bewusstlos“ von Sabine Thiesler // gelesen im Februar // Punkte: 15,5/25
  • „Verderbnis“ von Mo Hayder // gelesen im Februar // Punkte: 13,5/25
  • „Das Nest“ von Kenneth Oppel (Kinderbuch mit Zeichnungen) // gelesen im März // Punkte: 23/30
  • „Nachts ist es leise in Teheran“ von Shida Bazyar // gelesen im April // Punkte: 16/25
  • „Stirb, mein Prinz“ von Tania Carver // gelesen im April // Punkte: 13,5/25
  • „Der Killer“ von Richard Laymon // gelesen im Mai // Punkte: 19,5/25
  • „Ich bin die Nacht“ von Ethan Cross // gelesen im Mai // Punkte: 18/25
  • „Die Spur“ von Richard Laymon // gelesen im Mai // Punkte: 17,5/25
  • „Der Schock“ von Marc Raabe // gelesen im Juni // Punkte: 16,5/25
  • „Der Geist“ von Richard Laymon // gelesen im Juli // Punkte: 19,5/25
  • „Der Todeswächter“ von Veit Etzold // gelesen im Juli // Punkte: 19,5/25
  • „Cooper“ von Eberhard Rathgeb // gelesen im Juli // Punkte: 14,5/25
  • „Doppeltot“ von Gideon Samson // gelesen im Juli // Punkte: 18,5/25
  • „Der Pfahl“ von Richard Laymon // gelesen im Juli // Punkte: 15,5/25
  • „Masterminds – Im Sog des Verbrechens“ (Teil 2) von Gordon Korman // gelesen im August // Punkte: 18/25
  • „The Girl on the Train“ von Paula Hawkins // gelesen im August //Punkte: 18,5/25
  • „Das Ufer“ von Richard Laymon // gelesen im September // Punkte: 18/25
  • „Das Spiel – Opfer“ (Teil 1) von Jeff Menapace // gelesen im November/Dezember // Punkte: 19/25
  • „Die Wahrheit“ von Melanie Raabe // gelesen im November/Dezember // Punkte: 15/25

 

 

SCHLECHT

  • „Endgültig“ von Andreas Pflüger // gelesen im Mai // Punkte: 12/25 (Das Buch hat nur so „viele“ Punkte, weil ich das Cover cool fand, das Buch an sich war grausam!)
  • „How to Love“ von Katie Cotugno // gelesen im Juni // Punkte: 11,5/25

 

Das war’s erstmal. Ich gehe jetzt weiterlesen, damit mein Lesemonat Januar vielleicht ein bisschen besser ausfällt, als die letzten Monate. 🙂

 

Bis bald,

Eure Weltenbummlerin

 

 

 

Lesemonate: November und Dezember

Hallo ihr Lieben!
Puh, irgendwie hinke ich ganz schön hinterher mit den ganzen
Rezensionen und mein SuB wird auch immer größer... 
Hab eigentlich gedacht, ich hätte soweit alles im Griff und müsste
jetzt nur noch den Lesemonat für Dezember fertigstellen, aber
falsch gedacht. Ich habe eben erst gesehen, dass ich gar keinen
Lesemonat für den Monat November verfasst habe.. Wo habe ich nur
meinen Kopf gelassen? Irgendwie waren die Umzugsmonate reichlich
stressig für mich, ich kam nicht zum lesen und viel Zeit für das 
Internet und meinen Blog hatte ich auch nicht. Ich hoffe, dass
sich das dieses Jahr wieder verbessert und ich wieder aktiver
lese und rezensiere. 
Um alles etwas kürzer zu fassen und damit ich nach diesem Beitrag
wirklich mit allen Lesemonaten aus dem Jahr 2016 fertig bin,
packe ich in diesen Post den November und den Dezember zusammen.
Wirklich viel habe ich eh nicht gelesen, leider.

Lesemonate November und Dezember im Überblick:

Gelesene Bücher: 3
Seiten insgesamt: 1.322 Seiten
Buchtitel: 1. "Das Spiel - Opfer" von Jeff Menapace (Teil 1)
           2. "Die Wahrheit" von Melanie Raabe
           3. "Ich gebe dir die Sonne" von Jandy Nelson


1. "Das Spiel - Opfer" von Jeff Menapace (Teil 1)

Inhaltsangabe: "Am idyllischen Crescent Lake im amerikanischen
Hinterland ist die Welt noch in Ordnung. Vor der Kulisse des 
malerischen Sees findet sich in wild-romantischer Umgebung eine 
Siedlung von Ferienhütten. Hier will die Familie Lambert ihr 
Wochenende verbringen: Mit Fischen, Barbecue und 
Freizeitspielen. Auch die beiden Fannelli-Brüder haben sich zum 
See aufgemacht. Auch sie möchten das Wochenende genießen. Auf 
ihre Art. Mit Spielen. Bösen Spielen. Und ihre Mitspieler haben 
sie schon auserkoren…"

Das Spiel - Opfer von Jeff Menapace


Genre: Thriller
Seiten: 400
Titel: 4/5
Cover: 4/5
Inhalt: 3,5/5
Schreibstil: 4/5
Charaktere: 3,5/5

Das Buch hat mich sofort angessprochen, da es nicht nur wie ein
Buch von meinem Lieblingsautor (Richard Laymon) heißt, sondern
das Cover auch ähnlich von der Covergestaltung ist, ebenfalls
vom Heyne Hardcore Verlag UND weil hinten drauf steht: "An alle
Richard Laymon-Fans: Lest das Spiel!" 
Wie hätte ich mich da nicht diesem Buch widmen können? Als ich
es dann vom Bloggerportal als kostenloses Leseexemplar zur
Verfügung gestellt bekommen habe, musste ich es dann natürlich
auch direkt lesen. Leider war es nicht so gut wie ich es mir
vorgestellt habe und da ich allgemein Stress und eine leichte
Leseflaute hatte, hat sich das Buch gezogen wie Kaugummi.
Das Thema war eigentlich ganz cool, obwohl ich mich die ganze
Zeit über die Blödheit der Familie aufregen musste. Es gab
so viele seltsame und gefährliche Vorfälle und sie sind trotzdem
nicht abgereist und haben alles viel zu sehr auf die leichte
Schulter genommen. Von Richard Laymon kenne ich zwar auch schon,
dass er scheinbar wahllos Charaktere tötet, welche ich mochte,
aber in diesem Buch war mir das irgendwie zu extrem. Ich
mochte die Familie, welche von den Fannelli-Brüder schikaniert
wurde zwar, allerdings konnte ich mich mit keinem Charakter
so richtig identifizieren, alle waren mir irgendwie zu
oberflächlich. Ausgerechnet zwei der getöteten Personen haben
es aber in mein Herz geschafft, weshalb ich es äußerst schade
fand, dass sie getötet wurden.
Eine allgemeine Frage: Wieso haben Leute, die James heißen, so
häufig den Spitznamen "Jim"? Das war in diesem Buch auch so und
es verwirrt mich jedes Mal aufs Neue. Ich finde James und Jim
ziemlich unterschiedlich.
Positiv fand ich eine Anspielung auf Chevy Chase, da mich dieser
an meinen Lieblingsweihnachtsfilm "Schöne Bescherung" erinnert.
Gerade zur Weihnachtszeit hat mich diese Anspielung sehr
erfreut. 

Zwei Szenen fand ich richtig super und spannend, falls ihr
nicht gespoilert werden wollt, überspringt diesen Teil:

1. Die Szene mit den Fannelli-Brüdern und ihrem "Vater"
(Der Tod/Unfall)
2. Die Abschlussszene mit Caleb und dem "Streich"


2. "Die Wahrheit" von Melanie Raabe

Inhaltsangabe: "Vor sieben Jahren ist der reiche und zurückgezogen 
lebende Geschäftsmann Philipp Petersen während einer 
Südamerikareise spurlos verschwunden. Seither zieht seine Frau 
Sarah den gemeinsamen Sohn alleine groß. Doch dann erhält Sarah 
wie aus heiterem Himmel die Nachricht, dass Philipp am Leben 
ist. Die Rückkehr des vermeintlichen Entführungsopfers löst ein 
gewaltiges Medieninteresse aus. Sarah hat zwiespältige Gefühle, 
nach all der Zeit verständlich. Sie hat eine harte Zeit hinter 
sich. Gerade war sie dabei, sich von der Vergangenheit zu lösen. 
Ihr Ehemann taucht, wenn man so will, zur Unzeit auf. Was wird 
werden? Gibt es eine gemeinsame Zukunft? Sie ist auf alles 
vorbereitet, nur auf das eine nicht: Der Mann, der aus dem 
Flugzeug steigt, ist nicht der, als der er sich ausgibt. Es ist 
nicht ihr Ehemann. Es ist ein Fremder - und er droht Sarah: 
Wenn sie ihn jetzt bloßstelle, werde sie alles verlieren: ihren 
Mann, ihr Kind, ihr ganzes scheinbar so perfektes Leben."

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Genre: Thriller
Seiten: 448
Titel: 2/5
Cover: 1/5
Inhalt: 4/5
Schreibstil: 5/5
Charaktere: 3/5

Ich fand das Buch "Die Wahrheit" von Melanie Raabe eigentlich
ganz cool. Es war ziemlich spannend und ich wusste lange nicht
wie sich alles entwickelt. Das Ende war für mich überraschend,
auch wenn es eigentlich recht eindeutig war. Später gehe ich
noch ein bisschen näher auf meine Meinung zu dem Ende und
der "Auflösung" ein, aber jetzt folgen erstmal ein paar
schöne Buchzitate:

"Woher weiß man, wenn man, wenn man einen Eisklumpen als Herz
hat?", fragt er. Im ersten Moment weiß ich nicht, was ich sagen
soll. Daran, dass man nichts mehr fühlt, so wie früher, denke ich.
Daran, dass Freude kein Taumel mehr ist, sondern nur noch ein
leichtes Lächeln. Daran, dass Wut nicht mehr siedend heiß ist,
sondern höchstens noch lauwarm. Daran, dass die Farben immer
weniger werden, daran, dass man nicht mehr weiß, was die 
Leute meinen, wenn sie von Glück sprechen. (...)
"Eisklumpen pochen nicht.", sage ich und ringe um ein Lächeln.
(S. 33)

"Meine Bücherregale nehmen eine ganze Wand im Wohnzimmer
ein, ich liebe und brauche Bücher. All diese eigenständigen
kleinen Universen zwischen zwei Buchdeckeln, in die ich so
gern reise, wenn ich das Gefühl habe, im falschen zu leben.
Oder wenn mir mein eigenes Universum nicht mehr reicht
oder mir entgleitet oder mir Schmerzen und Schaden zufügt."
(S. 129)

"Ereignisse an sich haben keine Bedeutung. Die Bedeutung
geben wir ihnen." (S. 159)

"Philipp trank Wein, ich weine in mein Glas." (S. 313)


Nun solltet ihr nicht mehr weiterlesen, wenn ihr nicht
gespoilert werden wollt:

Puh! Ich habe eigentlich felsenfest damit gerechnet, dass
"der fremde Mann" nicht der echte Philipp ist. Ich meine 
darauf lief doch alles hinaus? Vermutlich wurde man schon
zu sehr in diese Richtung gesteuert, dass man eigentlich
darauf hätte kommen müssen, dass er der echte ist, ABER
WAS ZUR HÖLLE? Ich hätte niemals mit dieser Begründung
gerechnet. Sarah war sich so sicher, dass er nicht der
Echte ist und auch die Reaktion der Mutter und die von
dem alten Nachbar ließen darauf schließen, dass er ein
Hochstapler ist. Auch in dem Teil von Philipp hatte man
immer das Gefühl, dass er nicht Philipp ist. Nun ja, nun
weiß man ja warum er sich so fremd und distanziert verhalten
hat, aber das erklärt meiner Meinung nach nicht alles.
Hier ein Beispiel aus dem Teil von Philipp:
"Doch da ist auch ein Foto, dass sie lachend und glücklich
in den Armen ihres Mannes zeigt." (S. 233-234)
Wenn er doch WEISS das er Philipp ist, kann er ja "in
meinen Armen" denken. Klar sollte es für die Leser/innen
spannend bleiben, aber dann hätte man auch eine andere
Formulierung benutzen können.
Außerdem meine ich mich daran zu erinnern in einem Philippteil
gelesen zu haben, dass er sich operiert hat um wie Philipp
auszusehen. Nachdem ich erfahren habe, dass er WIRKLICH
Philipp ist, habe ich das Buch wie wild durchgeblättert,
aber ich habe diesen Teil nicht mehr finden können. Entweder
habe ich mir das echt dazugedichtet oder es ist auch wieder
eine sinnlose Formulierung, die Leser und Leserinnen 
verwirren sollen. Bei mir hat es geklappt: Ich war nachdem 
Buch haushoch verwirrt und wusste nicht mehr wo oben und wo 
unten ist.


3. "Ich gebe dir die Sonne" von Jandy Nelson

Inhaltsangabe: "Am Anfang sind Jude und ihr Zwillingsbruder
Noah unzertrennlich. Noah malt ununterbrochen und verliebt 
sich Hals über Kopf in den neuen, faszinierenden Jungen von
nebenan, während Draufgängerin Jude knallroten Lippenstift 
entdeckt, in ihrer Freizeit Kopfsprünge von den Klippen 
macht und für zwei redet. Ein paar Jahre später sprechen die 
Zwillinge kaum ein Wort miteinander. Etwas ist passiert, das 
die beiden auf unterschiedliche Art verändert und ihre Welt 
zerstört hat. Doch dann trifft Jude einen wilden, 
unwiderstehlichen Jungen und einen geheimnisvollen, 
charismatischen Künstler..."


unbenannt
(Das Foto habe ich selbst gemacht, bei Instagram könnt
ihr noch mehr #bookstagram Bilder von mir anschauen. :-))

Genre: Roman
Seiten: 474
Titel: 5/5
Cover: 5/5
Inhalt: 5/5
Schreibstil: 5/5
Charaktere: 5/5

Wie ihr vielleicht schon an meiner Bewertung sehen könnt:
DAS BUCH WAR UNGLAUBLICH SCHÖN! Ich gebe euch hier eine
riesige, riesige Leseempfehlung! Ich muss gestehen, dass
ich es am Anfang etwas komisch fand und nicht wirklich rein
kam, aber es wurde immer besser und hat sich als so viel
mehr entpuppt, als ich erst angenommen habe. Es ist ein
absolutes Meisterwerk und eins meiner Lesehighlights aus
dem Jahr 2016. Vielen Dank an Jandy Nelson, ich bin so
verliebt in dieses Buch, ich könnte noch stundenlang
weiterschwärmen. Das Buch ist einfach so inspirierend und
ausdrucksstark! Der Titel ist schon so unfassbar schön,
aber wenn man erstmal erfährt, was es mit der Sonne auf
sich hat und wer sie wem geben will, dann ist es gleich
noch viel, viel schöner! Hach.. Und das Cover, schaut es
euch an, es ist so wunderschön. Der Inhalt und der
Schreibstil übertreffen sowieso alles. Das Buch handelt
von Liebe, Schmerz, Homosexualität, Ängsten, Sehnsucht, 
Zwillingen/Geschhwisterliebe/Geschwistermachtkämpfe,
Kunst, Tod/Verlust/Trauer, Zauberei/Aberglaube und ein 
bisschen Hokus Pokus, Eifersucht, Streit & Versöhnung,
Dualseelen, der Welt, dem Universum, Meteoriten, dem
Ende der alten Welt und dem Anfang von einer Neuen
und, und, und. Aber taucht selbst in dieses Buch ein, es 
lohnt sich, versprochen!

Natürlich habe ich auch ein paar Buchzitate für euch, welche
mich angesprochen haben:

"Weil ich manchmal die Seelen der Menschen sehen kann,
wenn ich sie zeichne, weiß ich Folgendes: Mom hat eine
riesige Sonnenblume als Seele, die so groß ist, dass in
ihrem Inneren kaum noch Platz für Organe ist. Jude und
ich haben eine gemeinsame Seele, die wir uns teilen müssen:
ein Baum dessen Blätter in Flammen stehen. Und Dad hat
einen Teller Maden als Seele." (S. 21)

"Die Ruhe des Aneinandergeschmiegtseins durchströmt mich.
Jude atmet ein und ich atme mit. Vielleicht sind wir zu
alt, um das immer noch zu machen, aber egal. Ich kann sie
lächeln sehen, obwohl ich geradeaus gucke. Wir atmen
zusammen aus, zusammen ein, ausatmen, einatmen, ein und
aus, aus und ein, bis nicht mal die Bäume sich erinnern,
was gestern im Wald passiert ist, bis aus den wütenden
Stimmen von Mom und Dad Musik geworden ist, bis wir nicht
nur gleich alt, sondern die gleiche Person sind." (S. 30)

"Sich mit jemanden anzufreunden ist echt total stressig."
(S. 117)

"Alles wird gut, Liebling.", sagt sie, weil sie ein 
Menschenmechaniker ist und immer weiß, wenn ich nicht
richtig funktioniere." (S. 154)

"Es ist schrecklich, sie zu sehen, so als würde man aus
dem besten Film aller Zeiten in den ganz gewöhnlichen,
langweiligen Nachmittag hinaustreten." (S. 169)

"Es gibt Zeiten, wenn er in einem Sessel fläzt, auf
seinem Bett liegt oder sich auf dem Sofa zusammengerollt
hat, da kann ich mit der Hand vor seinem Gesicht rumwedeln
und er blinzelt nicht mal. Es ist, als wäre er erblindet.
Wo ist er dann? Was macht er da drinnen? Ich habe den
Verdacht, dass er immer noch malt. Ich habe den Verdacht,
dass in dieser unzugänglichen Festung der Konventionalität,
zu der er geworden ist, ein total irres Museum ist." (S. 193)

"Wie kann Liebe nur so eine Abrissbirne sein?" (S. 374)

"Du musst die Wunder sehen, damit es Wunder gibt." (S. 412)

"Ich wette, deiner Mutter wäre es lieber, wenn du dein Leben
leben würdest, statt es aufs Spiel zu setzen." (S. 413)

"Ich habe praktisch die Ganze Welt für dich gegeben." (S. 421)

"Als ich an einem Spiegel vorbeikomme, sehe ich, dass ich
weine. Ich weiß nicht, wie ich damit aufhören soll. Es ist
wie Atmen geworden. So ein Immerding." (S. 435)

"Liebe vernichtet und erschafft." (S. 454)

"Menschen sterben, denke ich, aber unsere Beziehung zu
ihnen stirbt nicht." (S. 468)


Bald verfasse ich noch einen Bücherjahresüberblick. Dann
geht es Ende Januar/Anfang Februar wieder wie gewohnt und
hoffentlich wieder regelmäßiger und ausführlicher weiter
mit den Lesemonaten. 


Bis bald,
Eure Weltenbummlerin