Filmrezension, Teil 2: Zoomania

Hallo ihr Lieben!

Nachdem ich das letzte Mal meine Meinung zu dem Film „Triangle – Die Angst kommt in Wellen“ verfasst habe, geht es heute mit Zoomania weiter. Triangle ist, wie ich finde, ein super Werk und mein bisheriges Filmhighlight dieses Jahr – also solltet ihr unbedingt auch hier vorbeischauen und die Rezension lesen. Jetzt starten wir aber erstmal mit dem Film für heute:

1.) „Zoomania – ganz schön ausgefuchst“

Filmdaten:

Deutscher Titel: „Zoomania – ganz schön ausgefuchst“

Original Titel: „Zootopia“

Original Sprache: Englisch

Erscheinungsjahr: 2016

Filmlänge: 109 Minuten

Altersfreigabe: Fsk 0; Jmk* 6

Genre: Animation, Familie, Komödie

*Jugendmedienkommission

 

Persönliche Kurzbewertung:

Titel: 4/5

Thematik: 3,5/5

Umsetzung: 5/5

Besetzung: //

Charaktere: 3,5/5

Ort(e): 5/5

Schon bevor der Film in den deutschen Kinos anlief, war mein Freund davon überzeugt, dass wir ihn sehen müssen. Da seine absoluten Lieblingstiere Faultiere sind, war er vom ersten Augenblick von Flash, dem Faultier und dem Film begeistert. Ich fand den Trailer auch recht gut gemacht und bin generell immer für süße Kinderfilme zu haben, weshalb ich mich auch schon auf die Erscheinung des Films gefreut habe. Allerdings kamen wir erst Monate nach Kinostart dazu, ihn zu gucken. Mittlerweile habe ich ihn aber gesehen und nach den Filmdaten und meiner persönlichen Kurzbewertung folgt nun die Inhaltsangabe, damit auch diejenigen von euch, die noch nicht von diesem Film gehört haben Bescheid wissen, worum es geht und eine längere, ausführlichere Bewertung.

Inhaltsangabe:

In einer von anthropomorphen Säugetieren bewohnten Welt erfüllt Judy Hopps aus dem ländlichen Dorf Bunnyborrow in Nageria ihren Traum, als erster Hase Polizist zu werden. Nachdem sie als Jahrgangsbeste in der Polizeiakademie abschließt, wird sie vom Bürgermeister Leodore Lionheart, einem Löwen, als neues Mitglied des Zoomania Police Departement (ZPD) vorgestellt. Polizeichief Bogo, ein Büffel, aber teilt sie nicht für die gegenwärtigen Untersuchungen von 14 vermissten Säugetieren ein, sondern als Politesse, da er an ihrem Potenzial, eine echte Polizistin zu sein, zweifelt. Während einer ihrer Schichten trifft sie auf den Fuchs und Trickbetrüger Nick Wilde.Judy wird während einer nächsten Schicht Zeuge eines Diebstahls bei einem Floristen und versucht den Dieb, ein Wiesel namens Herzog von Pitzbühl, zu fangen. Sie wird darauf wegen Verlassens des Postens und Anstiftung zum Chaos, das während der Verfolgungsjagd entstand, fast vom Dienst suspendiert. Das Erscheinen der Otterdame Mrs. Otterton, welche Chief Bogo wegen ihres vermissten Mannes Emmett Otterton aufsucht, unterbricht allerdings die Suspendierung und Judy Hopps verspricht Mrs. Otterton, den Fall zu übernehmen. Als auch die zweite Bürgermeisterin Dawn Bellwether, ein Schaf, erscheint und davon erfährt, dass das Eingliederungsprogramm für kleine Säuger die ersten Erfolge zeigt, bleibt Chief Bogo nichts anderes übrig als Judy nicht zu entlassen. Er gibt ihr 48 Stunden den Fall zu lösen, anderenfalls solle sie kündigen, worauf Judy einwilligt. In der Fallakte findet sie einen Hinweis, welcher sie zu Nick Wilde führt, welchen sie mit einem Trick dazu bringt, ihr bei diesem Fall zu helfen.

Der Film „Zoomania“ hat mir zwar gefallen, aber ich muss gestehen, dass ich ihn nicht ganz so gut fand, wie ich erwartet habe. Für Kinder finde ich ihn allerdings sehr geeignet – ich liebe die Aussage, welche der Film vermittelt. Im Film heißt es „Zoomania – Ein Ort, wo jeder alles sein kann“, aber man kann es auch auf das eigene Leben beziehen, was bedeutet, dass jeder alles sein kann, was er/oder sie möchte und jeder kann seine Ziele erreichen, wenn man daran arbeitet. Judy, die Hauptperson (beziehungsweise der Haupthase) aus dem Film, möchte Polizistin werden – die erste Hasenpolizistin – und obwohl viele an ihr zweifeln, schafft sie es. Ich hoffe, dass diese Botschaft bei vielen ankommt und auch einige jüngere Menschen merken, dass sie ihre Träume erreichen können. Die Thematik fand ich persönlich nicht ganz so gut, ich schätze, dass ist auch der Grund, weshalb der Film allgemein nicht meinen Erwartungen ansprach. Ich wusste zwar, dass es um eine Hasenpolizistin und um einen Fall geht, aber ich fand den Fall nicht so spannend und einfallsreich. Die Umsetzung hingegen hat mir schon gefallen.Zoomania wurde als Stadt richtig toll umgesetzt und man hat so viele kleine, aber liebevolle Details entdecken können und das hat diesen Film schon ein bisschen besonders gemacht. Der Ort bekommt deshalb auch von mir 5/5 Punkten, ich war völlig fasziniert von der Stadt und der Idee. Die Charaktere waren eigentlich größtenteils ganz toll, allerdings konnte ich nur 3,5 von 5 Punkten vergeben, weil mich ein paar Charaktere eintäuscht haben. Die beiden Charaktere welche ich am liebsten mochte, haben sich später als nicht so toll herausgestellt und sowas macht mich fuchsig! (Ha, fuchsig, Anspielung auf den Untertitel des Film) Ich habe mich in letzter Zeit auch öfter darüber geärgert, wenn ich mich beim lesen in einen Charaktere verliebe und einfühle und dieser sich am Ende als böse herausstellt – ernsthaft, ich habe in letzter Zeit unzählige Bücher mit diesem Schema gelesen und langsam nervt es – so war es auch bei Zoomania. Es gab aber auch Charaktere die am Anfang und auch am Ende toll waren, wobei die beiden Hauptpersonen Judy und Nick nicht zwangsläufig dazu gehören. Ich weiß nicht warum, aber ich wurde nicht richtig warm mit den beiden. Ich fand sie nicht richtig schlecht, sodass sie den Film zerstört hätten, aber richtig super fand ich sie auch nicht. Da haben mir die kleineren Rollen schon mehr gefallen, als Beispiel nenne ich hier mal Officer Benjamin Clawhauser, den fand ich echt super süß! Trotz kleiner Kritik kann ich jedem diesen Film empfehlen, ob jung oder alt, schaut euch diesen Film an und füttert euer inneres Kind, viel Spaß und Freude wünsche ich euch dabei.

 

Bald geht es mit der nächsten Filmrezension weiter. Wenn ihr euch gern gruselt und auf Thriller steht, schaut vorbei. Es geht nämlich um „Fragile“, welcher mir schon ein paar Schrecken eingejagt hat – und das obwohl ich mich bei Filmen sonst nicht so schnell grusele!

Bis bald,

Eure Weltenbummlerin

 

Filmrezension, Teil 1: Triangle

Hallo ihr Lieben!

Heute folgt wie geplant ein Blogbeitrag zu einem Film, welchen ich 2016 zum ersten Mal gesehen habe und meine persönliche Meinung über Umsetzung, Handlung und Besetzung. Da der Eintrag zu diesem Film seeehr ausführlich und lang wird, folgen die Rezensionen zu den anderen Filmen demnächst. Also bleibt gespannt!

„Triangle – Die Angst kommt in Wellen“

Filmdaten:

Deutscher Titel: „Triangle – Die Angst kommt in Wellen“

Original Titel: „Triangle“

Original Sprache: Englisch

Erscheinungsjahr: 2009

Filmlänge: 95 Minuten

Altersfreigabe: 16 Jahre

Genre: Thriller/Mystery

Persönliche Kurzbewertung:

Titel: 4/5

Thematik: 5/5

Umsetzung: 5/5

Besetzung: 4/5

Charaktere: 4/5

Ort(e): 4/5

Fangen wir mit meinem persönlichen Highlight an. „Triangle – die Angst kommt in Wellen“ war meiner Meinung nach ein Meisterwerk, ein Film, den jeder mal geschaut haben muss. Und dabei bin ich eher durch Zufall auf ihn gestoßen und hätte ihn beinahe nicht geguckt. Er kam vor ein paar Wochen spät nachts im Fernsehen und mein Freund meinte, dass er ihn vor ein paar Jahren mal geschaut hat und positiv in Erinnerung hatte. Wir haben den Sender also laufen lassen und auf „Triangle“ gewartet – noch bevor der Film angefangen hat, ist mein Freund eingeschlafen und da ich eigentlich ungern Filme alleine schaue, wollte ich ihn auch erst nicht anfangen, doch er hat mich von der ersten Minute gefesselt und wurde immer besser und spannender und hat sich am Ende als reines Kunstwerk herausgestellt, weshalb ich es absolut nicht bereue ihn doch noch alleine geschaut zu haben. Aber nun genug Vorrede, kommen wir zu einer kurzen Inhaltsangabe, damit ihr einen kleinen Überblick der Handlung erhaltet:

Als Jess mit Freunden einen Segeltörn unternimmt, hat sie von Anfang an ein komisches Gefühl. Ihre schlimmsten Ängste werden wahr, als die Yacht in einen Sturm kommt und sie sich auf einen verlassenen Ozean-Dampfer retten müssen. Jess ist davon überzeugt, dass sie schon einmal auf diesem Schiff war und obwohl das Schiff verwahrlost ist, sind sie trotzdem nicht allein. Jemand jagt sie, einen nach dem anderen. Nur Jess hat den Schlüssel zum Ende dieses nervenaufreibenden Terrors in der Hand – ohne etwas davon zu ahnen.

Zugegeben, laut Inhaltsangabe klingt der Film nicht annähernd so gut, wie er eigentlich ist. Würde ich nur diese Inhaltsangabe kennen, würde ich auf einen stumpfen Thriller tippen, dazu noch typisch klischeehaft eine junge Truppe, welche ein Segeltörn unternimmt – Aber der Film enthält wirklich einiges mehr als das. Falls ihr, wie ich manchmal, auf der Suche nach einem Film seid, welcher euch noch lange, lange, lange im Gedächtnis bleibt und welcher euch richtig zum Nachdenken anregt – schaut Triangle! Noch heute, wochenlang nachdem ich ihn geschaut habe, grübele ich über das Ende und mögliche Theorien nach. Am Ende präsentiere ich euch noch einige der Theorien und Erklärungen zum Filmende, welche ich im Internet gefunden habe und schreibe auch ein paar meiner eigenen Gedanken nieder – diese solltet ihr allerdings nur lesen, wenn ihr nicht gespoilert werden wollt. Nun machen wir allerdings erstmal mit einem unverfänglichen Thema weiter – die Besetzung! Die Hauptperson Jess wird von Melissa George gespielt, einige kennen sie vielleicht aus Serienklassiker wie „Friends“, „Charmed“ und „Grey’s Anatomy“. Ich wusste ehrlich gesagt nicht ob ich die Besetzung passend fand oder nicht. Im Film spielt sie eine Mutter, sah aber meiner Meinung nach viel, viel zu jung dafür aus. Im Laufe der Handlung ist sie aber irgendwie gewachsen – Ich weiß auch nicht, aber sie wirkte nicht mehr so kindlich und unpassend, sondern geradezu perfekt für die Rolle. Zu der Hauptbesetzung zählt ansonsten noch der Sohn von Jess – Tommy, gespielt von Joshua McIvor und die Leute, welche mit auf dem Segeltörn waren: Michael Dorman (Greg), Henry Nixon (Downey), Rachael Carpani (Sally), Emma Lung (Heather) und Liam Hemsworth (Victor). Na? Wer kennt alles den letzteren Burschen, Liam,  vielen bekannt als Gale aus dem Film „Die Tribute von Panem“. Leider Gottes habe ich ihn in Triangle nicht erkannt. In dem Film trägt er eine Glatze und sieht meiner Meinung nach absolut nicht so aus wie Gale. Trotzdem fand ich alle Besetzungen passend und gut und an sich mochte ich auch jeden Charakter.

Nun solltet ihr nicht weiterlesen, wenn ihr nicht gespoilert werden wollt:

Das Ende von Triangle ist etwas verwirrend und hinterlässt viele offene Fragen und Freiraum für eigene Interpretationsmöglichkeiten. Grob gesagt handelt der Film von Jess, welche mit ihrem autistischen Sohn vollkommen überfordert ist. Am Anfang des Films ist sie in einem Gespräch mit ihm, bis es an der Tür klingelt. Wenn Jess die Tür öffnet, ist jedoch niemand da. Als nächstes ist sie am Hafen und möchte mit Greg, ein Typ der ihr gefällt und seinen Freunden segeln gehen. Sie wirkt unsicher, kindlich und desorientiert. Bevor das Segelschiff selbst kentert, erhalten sie einen Notruf, können am anderen Ende jedoch nicht alle Worte verstehen. Während des Unwetter geht eine Person über Bord und die restlichen betreten ein scheinbar verwahrlostes Schiff. Jess verhält sich immer seltsamer, beteuert das Schiff zu kennen und letztendlich finden sie auch noch einen Schlüsselbund, welcher Jess gehört – niemand kann sich erklären wie dieser dort angelangt ist. Jess bekommt mit, wie ein Unbekannter alle anderen tötet. Bevor dieser Unbekannte ins Meer stürzt, gibt er Jess noch einen rätselhaften Hinweis: Sie soll alle Menschen töten, welche an Bord kommen wollen, damit sie selbst das Schiff wieder verlassen kann. Kurze Zeit später kommen auch schon Leute, welche aufs Bord wollen – und zwar Greg, seine Freunde und eine Kopie von Jess. Alles spielt sich genauso ab, wie zuvor. Diese Szene wiederholt sich häufiger und immer gibt es andere Enden und neue Aha-Momente. Zum Beispiel verliert „die richtige Jess“ selbst ihren Schlüsselbund, weshalb die neue Truppe ihn findet und sich wundert, wie er dorthin gelangt ist. In der letzten Version tötet Jess alle und kämpft am Schluss gegen sich selbst – wie am Anfang. Nur diesmal fällt nicht die Unbekannte ins Meer, sondern sie selbst. Sie wird an den Sand gespült und geht zurück nach Hause, wo sich die Szene vom Anfang austrägt. Sie klingt an ihre eigene Haustür, nachdem sie beobachtet hat, wie ein Abbild von ihr mit ihrem Sohn streitet. Sie erkennt, dass sie absolut überfordert ist als Mutter und zudem noch aggressiv ihrem Sohn gegenüber und verspricht von nun an eine bessere Mutter zu sein. Sie tötet ihr Abbild und erklärt ihrem Sohn, der alles mit angesehen hat, dass er nur schlecht geträumt hat. Mit Tommy und der Leiche im Auto fährt sie davon, bis eine Möwe gegen ihre Scheibe fliegt. Sie wirft die Möwe weg und entdeckt dabei, dass dort schon viele andere tote Möwen liegen. Sie versucht ihren Sohn zu beruhigen, welcher immer verängstigter ist. Währenddessen achtet sie nicht auf die Fahrbahn, baut einen Unfall und Tommy stirbt. Am Unfallstort wird sie von einem Taxifahrer angesprochen und sie bittet ihn, dass er sie zum Hafen fährt. Am Hafen spielt sich wieder die gleiche Szene ab, wie am Anfang, als die Reise mit dem Segeltörn begann… und alles fängt wieder von vorne an.

Ich habe viele, viele Meinungen, Erklärungen und Auflösungen gelesen und viele basierten auf die griechische Mythologie, was für mich sehr sinnvoll klingt, da es viele Hinweise gibt, die darauf abzielen, z.B:

  • Manche von euch kennen vielleicht Sisyphos, welcher von Hermes eine Strafe auferlegt bekommen hat: Er soll auf ewig einen Felsblock einen Berg hinauswälzen und immer, wenn er fast das Ende erreicht hat, rollt dieser zurück ins Tal. Deshalb nennt man eine scheinbar endlose Tätigkeit, ohne absehbares Ende, auch „Sisyphusaufgabe“. Im Film scheint Jess eine Sisyphusaufgabe erledigen zu müssen, da sich alles immer wieder von vorne abspielt und kein Ende in sich ist. Auf dem Schiff entdecken die Passagiere auch ein Bild und es wird davon geredet, dass Sisyphos den Tod ausgetrickst hat.
  • Das Schiff, welche die Schiffbrüchigen besteigen, heißt „Aeolos“ – genauso wie der Vater von Sisyphos. Außerdem spielt eine Blaskapelle, auf der dieser Name steht, wenn Jess den Unfall baut und ihr Sohn stirbt.
  • Der Taxifahrer wird von vielen als eine der wichtigsten Rollen angesehen, obwohl er nur ein paar Minuten zu sehen ist. Er erklärt Jess am Unfallort, dass der Junge nicht mehr zu retten ist und bringt sie zum Hafen. Er sagt zur ihr „Ich lasse das Taxameter laufen, sie kommen doch wieder“ – eventuell, weil sie aufgrund der Zeitschleife immer wieder beim Taxifahrer ankommt oder weil er hofft, dass sie sich von selbst ergibt. Für viele steht der Taxifahrer nämlich als Fahrer zur Hölle, beziehungsweise zur Unterwelt, auch auf die griechische Mythologie abgestimmt.

Ich finde die Anhaltspunkte zur griechischen Mythologie zwar sehr schlüssig und gut, habe mir aber auch eigene Gedanken darüber gemacht, wie Jess ihren Teuffelskreis, beziehungsweise ihre Sisyphusarbeit beenden kann:

  • In einer Version folgt Jess Sally. Sally hat Angst, dass Jess sie töten will, da mehrere Versionen von Jess auf dem Schiff rumlaufen und eine davon versucht, die Besetzung zu töten. Sally kommt an einen Ort an, wo sie einen Notruf losschicken kann: Und wo gelangt dieser hin? Richtig! Auf die Triangle, also das Segelschiff der Gruppe. Diese haben ja bevor sie gekentert sind einen Notruf erhalten, aber nicht alle Wörter verstehen können. Was wäre denn, wenn Jess direkt zu dieser Stelle geht und selbst den Notruf betätigt? Wenn sie die Leute auf der Triangle bittet, nicht das Schiff zu betreten? Sie soll ja die Menschen töten, die auf das Schiff wollen, damit sie selbst das Schiff verlassen kann. Da sie immer im Kampf gegen sich selbst verliert, scheitert sie an dieser Aufgabe und alles beginnt von vorne, was ist aber, wenn die Leute erst gar nicht auf das Schiff kommen?
  • Ansonsten frage ich mich, wieso sie es nicht über das Herz bringt sich selbst zu töten. Später, wenn sie die Szene in ihrem Haus beobachtet, tötet sie sich auch, da sie einsieht, was für eine schlechte Mutter sie ist. Wieso schafft sie es also nicht ihr eigenes Abbild auf dem Schiff zu töten und den Kreislauf zu stoppen?
  • Was wäre, wenn sie sich vom Taxifahrer nicht zum Hafen bringen lässt und niemals zum Segeltörn antritt? Sondern wenn sie stattdessen einfach nach Hause geht? Ich schätze, diese Version kommt für Jess nicht infrage, da sie dann einsehen muss, dass ihr Sohn verstorben ist. Sie leugnet seinen Tod die ganze Zeit, z.B sagt sie am Anfang, dass ihr Sohn in der Schule sei und später sagt sie zu Greg, dass in ihrer Welt ein Sohn auf seine Mutter wartet.
  • Aber was wiederum würde passieren, wenn sie erst gar nicht das Haus verlässt? Wenn sie mit ihrem Sohn zuhause bleibt, sodass dieser nicht bei dem Unfall sterben kann und sie nicht segeln geht?

Film- und Serienrezensionen

Hallo ihr Lieben!

Ich verfasse nun ja schon seit einigen Monaten Blogposts zu meinen gelesenen Büchern und berichte euch, was mir gut und was mir weniger gut gefallen hat. Ich habe vor dies in Zukunft auch mit Filmen und Serien zu tun. Ich habe in letzter Zeit reichlich gute Filme geschaut, welche ich gerne mit euch teilen würde. Also seid gespannt, demnächst geht es los. Hier schon mal eine kleine Übersicht der Filme, welche ich 2016 bereits geschaut habe. Zuerst werde ich eine Bewertung über den Film „Triangle – Die Angst kommt in Wellen“ verfassen. Dieser Film hat mir unglaublich gut gefallen!

Bis bald,

Eure WeltenbummlerinX

Lesemonat: Juni

Lesemonat Juni im Überblick:

Gelesene Bücher: 7
Seiten insgesamt: 3.148
Buchtitel: 1. "Der Schock" von Marc Raabe
           2. "Me and Earl and the dying girl" von Jesse Andrews
           3. "How to love" von Katie Cotugno
           4. "Der Käfig" von Richard Laymon
           5.  "Die Gang" von Richard Laymon
           6.  "Eleanor and Park" von Rainbow Rowell
           7.  "Papierjunge" von Kristina Ohlsson


1. "Der Schock" von Marc Raabe
Inhaltsangabe: "Bei einem Unwetter an der Cote d’Azur begegnet 
Laura Bjely ihrem schlimmsten Alptraum. Ihr Freund Jan findet 
später nur noch ihr Smartphone – mit einem verstörenden Film im 
Speicher. Kurz darauf wird in Berlin die Leiche von Jans 
Nachbarin entdeckt. Auf ihrer Stirn steht eine blutige 
Nachricht. Allen Warnungen zum Trotz sucht Jan weiter nach 
Laura. Dabei stößt er auf einen Abgrund aus Wahnsinn und 
Bösartigkeit."

Seiten: 400
Genre: Psychothriller
Titel: 2,5/5
Cover: 2,5/5
Inhalt: 3,5/5
Schreibstil: 4/5
Charaktere: 4/5

Das Buch "Der Schock" von Marc Raabe hat mir eigentlich sehr
gut gefallen. Der Schreibstil ist angenehm und flüssig und auch
die Idee an sich fand ich gut, allerdings war es manchmal etwas
chaotisch und nicht gut durchdacht. Ich habe mehrere Sinnfehler
gefunden und das Ende hat viele Fragen aufgeworfen.
Erstmal zu den Sinnfehlern: 
(1) Erst wurde geschrieben "Wie alt mochte Fanny jetzt sein? Anfang
50?" und kurz danach hieß es dann: "(...inzwischen fast 60 sein.)".

(2) Beim zweiten Sinnfehler wurde auf S. 67 zuerst geschrieben:
"(...) nahm er aus seinem Kleiderschrank eine weiße Hose (...) und
"(...) hatte vor dem Spiegel gestanden in der weißen Hose seines
Vaters (...)". Später hieß es dann "Was fehlte war ein weißes
Hemd, die besaß nur sein Vater. Normalerweise hätte er sich
niemals getraut, in den Kleiderschrank seines Vaters zu greifen
(...)"

Als nächstes folgen Fragen, welche während des gesamten 
Buchverlaufs und auch besonders am Ende aufgetreten sind:
(Vorsicht! Kann Spoiler enthalten.)

- Alles dreht sich darum, wer der Unbekannte ist, der Laura
entführt hat. Zwischendurch gelangen Menschen ins Visier, bei
denen man denken soll, dass sie diese Person sind, z.B. Peter
Nolte, welcher ein nicht so netter Zeitgenosse ist, aber
nicht der Unbekannte, der Laura entführt hat, was meiner
Meinung nach sehr verwirrend war, weil auch ihr Vater Peter
heißt, welcher der große Unbekannte ist, wie man am Ende erfährt.
Außerdem erfährt man auch, dass Peter, Lauras Vater, der Junge 
vom Anfang ist - Froggy, wie er von seinen Mitschülern genannt
wurde oder auch Fjodor, wie er sich selbst nannte. Da drei
Namen für ein und dieselbe Person verwendet wurde, war es
ebenfalls sehr durcheinander.

- Ungeklärte Fragen gab es reichlich, z.B: Wer war die
Frau im Keller? Und was hat Froggy am Ende zu Jan gesagt?
Und am wichtigsten: Wieso hat Laura ihren eigenen Vater nicht
erkannt? Selbst wenn dieser viel beschäftigt und selten zuhause
war, muss sie ihn doch mal gesehen haben oder immerhin ein Foto
von ihm kennen? Oder aber seine Stimme erkennen? 
An sich war es sehr spannend, auch als man erfahren hat wer
Lauras Mutter ist, aber die Umsetzung war stellenweise
wirklich äußerst seltsam.
Anfangs hieß es auch, dass Laura sich auf dem Video erschreckt,
ob sie den Mann im Auto (also ihren Vater, den Entführer)
erkannt hat, aber später sagt sie, dass sie ihn nicht kennt.

2. "Me and Earl and the dying girl" von Jesse Andrews

Inhaltsangabe: "Was Greg mag: sich in der Schule so unauffällig 
zu verhalten, dass er nahezu unsichtbar wird. Gelegentlich mit 
seinem Freund Earl einen Film zu drehen. Seine Ruhe. Was er 
nicht mag: die Idee seiner Mutter, der todkranken Rachel 
beizustehen. Womit er nicht gerechnet hat: Rachel selbst, die 
keinen braucht, der sie bemitleidet, und die ihre ganz eigene 
Vorstellung von jenen Tagen hat, die ihre letzten sein könnten…
Die Taktik des siebzehnjährigen Greg ist ganz klar: Sich 
möglichst aus allem raushalten, so übersteht man die Highschool
Jahre am besten, ohne in irgendeiner unliebsamen Clique zu 
stranden. Einzig mit dem zynischen Earl ist Greg befreundet – 
wobei »befreundet« es nicht ganz trifft. Earl und er haben 
vielmehr ein gemeinsames Projekt. Sie drehen Filme, in denen 
sie den Klassikern der Filmgeschichte nacheifern. Als Gregs 
Sandkastenfreundin Rachel an Leukämie erkrankt und Greg sich 
»um sie kümmern« soll, sieht er nur eine Chance, dem Auftrag 
nachzukommen und gleichzeitig seinen Prinzipien treu zu 
bleiben: Greg und Earl drehen einen Film für Rachel. Und 
irgendwann währenddessen kommt Greg dann doch aus der sicheren
Distanz hinter der Kamera hervor und nimmt von Rachel Abschied…"

Seiten: 295
Genre: Drama/Komödie
Titel: 4/5
Cover: 4/5
Inhalt: 3,5/5
Schreibstil: 5/5
Charaktere: 3,5/5

Das Buch "Me and Earl and the dying girl" hat mir an sich ganz
gut gefallen. Schon vor Wochen habe ich den Film geschaut, ohne
zu wissen, dass das Buch existiert. Da es doch ein paar
Unterschiedene zwischen Film und Buch gab, war ich während des 
Lesens ab und zu genervt. Wenn ich zuerst das Buch gelesen hätte,
wäre ich wohl vom Film genervt gewesen, so muss ich aber leider
sagen, dass ich den Film mehr mochte.
Es hat schon damit angefangen, dass die Besetzung im Hinblick
auf das Buch miserable war. Ohne das Buch gekannt zu haben, fand
ich die Besetzung gut, nun finde ich sie aber reichlich unpassend.
Die Hauptperson Greg wird im Buch als übergewichtiger Junge mit
Brille beschrieben und im Film ist er ein fast schon zu dünner 
Junge, ohne Brille. (Schauspieler: Thomas Mann). Auch Rachel
wird im Buch als unattraktiv betitelt, obwohl ich die Schauspielerin
(Olivia Cooke) ziemlich hübsch finde. Gut, sowas ist ansichts-
und geschmackssache, aber trotzdem.
Auf die ganzen anderen Unterschiede mag ich gar nicht so extrem
eingehen, weil es bei Büchern und deren Verfilmungen ja meist so
ist, dass nicht alles Wort für Wort übernommen wird, allerdings
muss ich noch sagen, dass der Film mich an manchen Stellen
unglaublich stark berührt hat, wohin hingegen das Buch eher
stumpf, kalt und emotionslos war. Alles wirkte irgendwie viel
zu oberflächlich und war im Film viel intensiver und gefühlvoller.
Ganz besonders hat man das zum Beispiel bei Rachels Tod lesen
können. Es wurde kaum darüber geschrieben, im Gespräch mit Earl
erwähnt Greg kurz und knapp und ohne jegliche Emotionen: 
"So", I said. "I dunno if you heard, but Rachel died." und im
weiteren Gesprächsverlauf, wird nicht mehr über sie gesprochen.
Später geht es noch kurz um ihre Beerdigung, aber ansonsten ist
es, als ob Rachel nie dagewesen ist und das, obwohl sie einer
der wichtigsten Personen in diesem Buch ist. 

3. "How to love" von Katie Cotugno

Inhaltsangabe: "Mit fünfzehn bringt Reena im Restaurant, wo sie 
nach der Schule bedient, die Bestellungen durcheinander, sobald 
Sawyer auftaucht. Sie steht schon immer auf ihn, ist aber viel 
zu schüchtern, ihm ihre Gefühle zu zeigen. Mit siebzehn kommt 
sie mit ihm zusammen, irgendwie, es scheint Reena wie ein
verrückter Traum. Der ein paar Monate später auch schon wieder 
vorbei ist, für Reena allerdings nicht folgenlos: Sie ist 
schwanger – und Sawyer verschwindet ohne ein Wort des Abschieds.
Mit neunzehn steht sie ihm im Supermarkt plötzlich wieder 
gegenüber, und er nimmt sie in die Arme, als sei nichts 
geschehen. Doch Reena ist jetzt eine andere, sie hat ihre kleine 
Tochter Hannah, die sie über alles liebt. Sie wird nie wieder 
auf irgendeinen Typen hereinfallen, der sie dann einfach sitzen
lässt. Die Geschichte mit Sawyer ist vorbei – oder?"

Seiten: 389
Genre: Roman
Titel: 1,5/5
Cover: 3/5
Inhalt: 1,5/5
Schreibstil: 4/5
Charaktere: 1,5/5

Ich habe relativ schnell gemerkt, dass "How to Love" von
Katie Cotugno ein Fehlkauf war - ernsthaft. Mir hat das Buch 
überhaupt nicht zugesagt und wenn ich die deutsche Inhaltsangabe
gelesen hätte, hätte ich es mir vermutlich auch niemals gekauft,
weil man dort viel eher lesen kann worum es geht. Der englische
Klapptext war meiner Meinung nach viel ansprechender und ich
hätte nicht erwartet, dass so ein Inhalt folgen würde.
Zur Veranschaulichung hier nochmal der englische Klapptext:
"This is a love story. But it’s not what you think. 
This is not a first kiss, or a first date. This is not love at 
first sight. This is a boy and a girl falling in messy, 
unpredictable, thrilling love. This is the complicated route to 
happiness that follows. This is real. This is life. This is how 
to love."

Ich stehe nicht auf kitschige Liebesgeschichten und dachte, dass
das Buch nicht so kitschig wird. "This is a love story, but it's
not what you think". Naja, im Grunde war das auch wahr, da es
wirklich nicht das war, was ich dachte. 
Erstmal: Liebesgeschichten sind an sich okay, da ich gerade 
auch selbst über beide Ohren verliebt bin, ist das manchmal
ganz süß und erfrischend (auch wenn ich eher der Thrillerfan bin),
aber was ich ganz schlimm finde sind kitschige Liebesgeschichten,
Dreiecksbeziehungen (Protagonisten liebt zwei Typen und kann sich
nicht entscheiden, blabla, kotz) und ich kann es nicht leiden,
wenn jemand fremdgeht usw. Und "How to love" oder wie es auf
Deutsch heißt "So geht Liebe", beinhaltet davon leider alles.
Die Hauptperson Serena, genannt Reena, ist seit Jahren
unglaublich verliebt in Sawyer, welcher allerdings vorerst mit
ihrer besten Freundin Allie zusammenkommt, woran letztendlich
auch die Freundschaft der zwei zerbricht - was meiner Meinung 
nach schon traurig genug ist. Wieso muss eine langjährige
Freundschaft wegen so einem Typen auseinander gehen? Dazu muss
man sagen, dass Allie nicht wusste, dass Serena auf ihn steht
und sie nicht verletzen wollte. Dann geht Sawyer Allie fremd -
mit Serena. Hallo? Wieso lässt sich Serena auf einen ein,
der ihre (ehemalige) beste Freundin (welche sie ja immer noch
mag), hintergeht. Die beiden sind zu dem Zeitpunkt bereits
8 Monate zusammen, was meiner Meinung nach schon recht lange
für eine Beziehung ist und plötzlich fällt ihm ein, dass er 
Serena ja schon immer viel toller als Allie fand. 
Das Allie dann auch noch genau in dem Moment stirbt, als die
beiden miteinander rummachen, war einfach nur ätzend. 
Als ob das an sich nicht schon genug war, lässt sich Serena
(wenn auch erst später) von Sawyer schwängern. Reicht es nicht
dass sie ihre beste Freundin EINMAL hintergangen hat? Muss sie
sich echt NOCHMAL und NOCHMAL und NOCHMAL auf ihn einlassen?
Selbst wenn Allie dort schon tot ist und nicht mehr mitbekommt
was für Schweine ihr Exfreund und ihre Ex beste Freundin sind -
es ist einfach nur unverständlich, eklig und scheiße. Das
allein reichte eigentlich schon aus um Serena absolut 
unsympathisch zu finden, aber die Tatsache, dass sie ebenfalls
fremdgeht, macht sie für mich noch unsympathischer. Sie ist
später mit Aaron zusammen - einer der wenigen Personen in diesem
Buch, welche ich mag - und sie ist mit ihm zusammen, obwohl sie
offensichtlich noch nicht über Sawyer hinweg ist. Ich muss mich
immer in die Rolle(n) der betroffenen Personen hineinversetzen
und es macht mich unglaublich traurig, wenn ich daran denke, dass
Aaron glücklich ist und denkt, Serena ist genauso glücklich mit
ihm und sie trauert noch heimlich Sawyer hinterher. Später
musste er dann ja auch noch herausfinden, dass Serena seit zwei
Jahren einen anderen liebt. Sie wollte auch nicht bei Aaron 
übernachten, fährt stattdessen aber zu Sawyer - und küsst ihn.
Welche Szene ich auch noch schrecklich fand: Serena hat Aaron
gefragt, ob sie heute Nacht bei ihm übernachten soll und als
dieser vollkommen verblüfft gefragt hat, ob diese das ernst meint,
da sie sonst immer abgelehnt hat, hat sie geantwortet, dass sie
lieber eine Beziehungspause einlegen sollten. Das hat mir fast
das Herz gebrochen. Wie kann sie Aaron erst solche Hoffnungen
machen und dann die Beziehung so gut wie beenden? Und der Grund
dafür war natürlich Sawyer, welchen ich auch absolut unsympathisch
finde. Das Buch hat mir allein schon deshalb nicht gefallen, 
weil ich die beiden Personen um die es hauptsächlich ging, zum 
kotzen fand. Sawyer belügt Serena andauernd, die beiden streiten 
fast permanent, er nimmt Drogen, ist gewalttätig (...), ja ich 
weiß, manche finden Badboys ansprechend und geheimnisvoll und 
sexy, aber ich finde das einfach nur abturnend. Ich kann absolut 
nicht verstehen wieso Serena mit ihm abhängt und ihm immer 
wieder verzeiht. So naiv kann man doch nicht mal sein, wenn man 
blind vor Liebe ist. Mal ganz davon abgesehen, dass das für mich
keine Liebe ist. Die beiden haben fast nichts gemeinsam und
haben auch irgendwie kaum schöne Momente zusammen. Sie geht mit
ihm auf Partys, obwohl sie sich langweilt und sich unwohl fühlt
und sich woandershin sehnt. Ich könnte noch weitere Sachen
aufzählen, aber da ich mich permanent nur über die beiden geärgert
habe, wäre das zu viel alles aufzulisten. Mal abgesehen davon,
dass die Charaktere ätzend waren, war das Buch an sich sehr
einseitig. Es passierte häufig nur das Gleiche - der Ort
war meist in der Schule, zuhause, im Restaurant oder irgendwo
im Auto. Es ist kaum etwas unvorhergesehenes passiert und man
konnte sich schon am Anfang denken, wie es ausgeht. Auch wenn
ich gehofft habe, dass Serena Sawyer abschießt und sich einen
vernüftigen Typ sucht, war mir klar, dass sie sich am Ende
zum wiederholten Mal auf ihn einlässt. Ich habe echt gehofft,
dass sie am Ende ohne ihn verreist und endlich mal was für 
sich tut, aber Fehlanzeige.
Sie hat Sawyer tausendmal gesagt, dass sich nicht alles nur um
ihn dreht, aber leider Gottes hat sie ständig so gehandelt,
ob sich ihr ganzes Leben nur um ihn dreht. Kein Wunder, dass
Sawyer sie immer wieder ausgenutzt hat, wenn sie so dämlich ist.
Was ich gut gefunden hätte (jetzt mal vom Inhalt abgesehen):
Da das komplette Buch nach "Before" und "After" gegliedert ist,
wäre ein "Now" ziemlich cool gewesen.
Aber na gut, weitere Seiten hätte ich mir wirklich nicht 
gewünscht, ich musste mich schon durch die vorhandenen quälen.

4. "Der Käfig" von Richard Laymon

Inhaltsangabe: "Vor langer Zeit war sie eine Herrscherin. 
Jetzt ist sie nur noch eine vertrocknete Mumie. Bis die Siegel 
zerbrochen werden, die sie in ihrem Sarkophag gefangenhalten. 
Die Untote macht sich auf einen blutigen Rachefeldzug durch das 
heutige Kalifornien."

Seiten: 512
Genre: Horrorroman
Titel: 3,5/5
Cover: 5/5
Inhalt: 5/5
Schreibstil: 5/5
Charaktere: 5/5

Das Buch "Der Käfig" von Richard Laymon hat mir sehr gut gefallen.
(Ich hätte es nur "Die Mumie" genannt, weil die Mumie eine
zentralere Rolle hatte, als der Käfig)
Ich dachte anhand des Klapptextes nicht, dass mir das Buch so
gut gefallen würde, aber es war meiner Meinung nach eines der
besten Bücher von meinem Lieblingsautor Richard Laymon - und
das soll schon was heißen.
Was ich seltsam fand waren die Namen zweier Personen. "Top"
und "Tag" sind nun wirklich keine Namen, welche man in Deutschland
oft hört/liest. Deswegen hat es mich beim lesen manchmal verwirrt
ob nun der Tag oder die Person Tag gemeint ist.
Schade fand ich, dass ausgerechnet wieder zwei Personen sterben
musste, welche ich mochte. Ernsthaft, Richard? Bring doch jemand
anderes um.
Ein paar Fragen sind am Ende auch offen geblieben:
(Vorsicht! Spoiler!)

- Ich habe nicht gecheckt, dass April die Person ist, welche
die Leute im Käfig festhält, obwohl vieles darauf hingedeutet
hat. Die Leute haben sich gefragt wieso die Person im Dunkeln
so gut zurecht finden kann und da April blind ist, erklärt sich 
das von selbst. Außerdem wurde vermutet, dass sie sich in einem
Studio befinden und da Aprils Vater eins besaß, war das ebenfalls
ein dezenter Hinweis. Ich habe trotzdem nicht mit April gerechnet
und eher vermutet, dass es sich um Mable und ihre Mutter handelt.
Ich hätte nur gerne noch gewusst, wieso die zweite Person April
bei all dem unterstützt hat. Aprils Beweggründe kann man ja noch
halbwegs nachvollziehen, da sie einsam war.

- Wieso verhält sich Virginia so seltsam? Ich mochte sie echt
gerne (habe insgeheim auch gehofft, dass sie sich in Ed verliebt)
und dann rennt sie erstens einfach weg und kehrt zweitens zu 
ihrer Entführerin zurück (und verliebt sich auch noch oder so?)
Das war so skurril, das es schon fast wieder gut war.

- Woher wussten sie plötzlich, dass April blind ist?

- Was war Amaras Mission? Wen wollte sie rächen?

- Was hat Imad mit Mable vor?

5. "Die Gang" von Richard Laymon

Inhaltsangabe: "Das Küstenstädtchen Boleta Bay birgt ein 
finsteres Geheimnis. Immer wieder verschwinden Menschen. 
Eine Gang Jugendlicher macht die herumlungernden Stadtstreicher
dafür verantwortlich. Sie wollen ihnen eine Lektion erteilen 
– und gehen dabei bis zum Äußersten. In einer finsteren Nacht 
treibt die Gang ihre drastischen Säuberungsaktionen auf die 
Spitze. Doch im alten Vergnügungspark des Ortes erleben die 
Jäger eine Überraschung. In der Finsternis lauert etwas 
Unaussprechliches, Grauenhaftes auf sie, das nur eines kennt: 
Blutrausch."

Seiten: 640
Genre: Horrorroman
Titel: 3,5/5
Cover: 5/5
Inhalt: 5/5
Schreibstil: 5/5
Charaktere: 5/5

Auch "Die Gang" ist meiner Meinung nach eines der besten Bücher
von Richard Laymon.
Ich finde alleine schon den Ort des Geschehens super. Ein 
Freizeitpark in der Nähe vom Meer? Toll! Ich finde Freizeitparks
in solchen Büchern sowieso immer total gruselig und mysteriös.
Ich mochte besonders die Stelle als sie in Jaspers 
Kuriositätenkabinett waren. Alles war total spannend und 
interenssant beschrieben.
Auch wenn das Buch echt gut war, gab es ein paar Sinn- und
womöglich Übersetzungsfehler, welche mich gestört haben. 
Here we go:

(1) Auf S. 178 steht: "Ein Kampf! Messer!" und daraufhin
"Der Junge hatte etwas von Messern gesagt. In der Mehrzahl.
Mindestens zwei, aber wie viele?" Im Englischen macht das vielleicht
Sinn, da man Singular und Plural unterscheiden kann, im Deutschen
ist es aber sowohl ein Messer, als auch mehrere Messer, weshalb
man anhand des Ausrufes "Messer!" nicht sagen kann ob es ein oder
zwei oder tausende Messer sind.

(2.) Auf S. 198 steht: "Jeder außer dir muss das gewusst hatten."
Sie lachte leise. "Haben", verbessert sie sich."
Ich weiß nicht inwiefern das überhaupt logisch sein soll.

(3) Auf S. 589 steht "Cowboy drehte sich zur Seite (...)",
obwohl dieser zu dem Zeitpunkt längst tot ist.

Außerdem fand ich es traurig wie Joan mit Harold umgegangen ist,
auch wenn ich Dave mehr mag. Ich finde es unfair Harold wegen
seiner Höhenangst zu verurteilen und dafür, dass er sich
zurückgehalten hat, was den Körperkontakt betrifft. Ich finde
es eher sympathisch, dass er warten und sie nicht drängen wollte.
Wenn es sie so sehr gestört hat und sie gerne mit ihm schlafen
wollte, hätte sie es ihm auch einfach direkt sagen können,
sodass sie es ändern können.

Ebenfalls doof fand ich Jeremys Entwickelt. Ich fand Shiner
und ihn echt süß zusammen, aber er schmeißt alles hin,
weil er besessen von Tanya ist. Es war ebenfalls komisch,
als Jeremy sauer auf Cowboy war, weil dieser weggegangen ist,
obwohl Jeremy zuerst abgehauen ist.

Ich mag Nate echt gerne, aber er sagt zu Robin, dass sie das
erste Mädchen ist, in welches er verliebt ist und später
erzählt er ihr von seiner Exfreundin und sagt, dass er sie
damals echt geliebt hat. 

Desweiteren verstehe ich nicht, wieso Dave und Joan alleine
in die Trollhöhle gehen. Wieso fordern sie nicht Verstärkung
an, wenn die beiden Kindern ihnen erzählen, wie schlimm es 
in der Höhle ist? Logisch, Joan will so schnell wie möglich
ihre Schwester retten, aber ein bisschen Verstand wäre
schon angebracht gewesen.
Ich weiß auch nicht, wieso sie die Trolle am leben lassen,
obwohl diese offenbar gefährlich sind. Klar, sie will immer noch
schnell weiter, aber auf dem Weg sollten dennoch die
Gefahren ausgeschaltet werden.

Ich hätte es am Ende echt lustig gefunden, wenn Tanya gar
nicht wirklich von Trollen angegriffen wurde, sondern
sie einfach nur ein bisschen gestört war (das war sie so oder
so) und einen Grund suchen wollte, damit ihre Freunde mit
ihr Trolle jagen gehen. Es wäre irgendwie ironisch gewesen,
wenn ihre ganzen Freunde wegen ihr sterben, obwohl die Trolle
nie was böses getan haben.

Das wirkliche Ende war allerdings auch ganz lustig.
Es ist lustig, dass Jeremy ohne Tanya scheinbar verrückt wurde
und nun als "Troll" in der Rettungsstation lebt, in der Tanya
gearbeitet hat. Allerdings: Wieso zur Hölle ist er am Ende
weißhaarig? Wie viel Zeit ist bitte vergangen?

Ich hätte gerne noch gewusst wo Shiner Steve kennengelernt hat.
Allerdings freut es mich echt, dass sie am Ende noch einen Freund
gefunden hat und offensichtlich über Jeremy hinweg ist.


6. "Eleanor & Park" von Rainbow Rowell

Inhaltsangabe: "Sie sind beide Außenseiter, aber grundverschieden: 
Die pummelige Eleanor und der gut aussehende, aber 
zurückhaltende Park. Als er ihr im Schulbus den Platz neben 
sich frei macht, halten sie wenig voneinander. Park liest 
demonstrativ und Eleanor ist froh, ignoriert zu werden. In der 
Schule ist sie das Opfer übler Mobbing-Attacken und zu Hause 
hat sie mit vier Geschwistern und einem tyrannischen Stiefvater 
nur Ärger. Doch als sie beginnt, Parks Comics mitzulesen, 
entwickelt sich ein Dialog zwischen den beiden. Zögerlich 
tauschen sie Kassetten, Meinungen und Vorlieben aus. Dass sie 
sich ineinander verlieben, scheint unmöglich. Doch ihre 
Annäherung gehört zum Intensivsten, was man über die erste 
Liebe lesen kann."

Seiten: 336
Genre: Roman
Titel: 5/5
Cover: 5/5
Inhalt: 5/5
Schreibstil: 5/5
Charaktere: 5/5

"Eleanor & Park" von Rainbow Rowell hat mir unglaublich gut
gefallen. Ich habe das Buch auf Englisch gelesen und der 
Schreibstil war einfach unglaublich und wunderschön.
Es hat mir gefallen, dass man sowohl die Sichtweise von
Eleanor lesen kann, als auch die von Park. 
Man kann sich leider schon am Anfang denken, dass die Liebe
von Park und Eleanor nicht hält, aber es tut trotzdem weh, wenn
man das wirkliche Ende erreicht. Es ist schon schlimm genug,
dass Eleanor fortgeht - obwohl es so viele Optionen gegeben hat -
[Wieso redet sie nicht mit ihrer Mutter? Mit dieser versteht sie
sich doch eigentlich ganz gut? Oder mit ihrem Vater? Sie sagt
zwar, dass dieser sich nicht für sie interessiet, aber in der
kurzen Szene, in der ihr Vater vorkommt, wirkt er auf mich 
eigentlich ganz sympathisch. Wieso schaltet sie nicht die Polizei
ein oder bittet Parks Eltern um Hilfe?] aber wieso meldet sie
sich verdammt nochmal nicht bei Park? Es ist ansatzweise 
verständlich, da sie ihn vielleicht nicht nerven will oder
möchte, dass er sein Leben weiterlebt, aber was ich nicht
verstehen kann - und zwar ganz und gar nicht - wieso
verleugnet sie Park? Als ihre neue Freundin fragt, ob sie
schon mal einen Freund hatte oder geküsst hat, sagt sie nein.
WIESO? 
Was ebenfalls unverständlich ist, wieso sich Park so schnell
wieder mit einem anderen Mädchen abgibt. Klar, er liebt sie
vielleicht nicht wirklich und rechnet nicht mehr damit, dass
Eleanor sich meldet, aber traurig ist es dennoch und
unverständlich auch, da es eigentlich so wirkte, ob er keine
andere will.
Welche drei Wörter Eleanor geschrieben hat, kann man nur ahnen.


7. "Papierjunge" von Kristina Ohlsson

Inhaltsangabe: "Tagsüber schläft er, und wenn die Sonne untergeht,
erwacht er. Dann sucht er sich ein Kind aus und das holt er sich...
In der Nacht erwacht er zum Leben, erwählt ein Kind und 
verschwindet mit seinem Opfer in der Dunkelheit. Der 
Papierjunge. Eigentlich glaubt niemand an die jüdische 
Sagengestalt – bis an einem eiskalten Wintertag in Stockholm 
eine Erzieherin vor den Augen von Schülern und Eltern 
erschossen wird. Als wenig später zwei Kinder verschwinden, 
fragen sich die Ermittler Fredrika Bergman und Alex Recht, 
ob der Junge aus der Legende etwas mit den Vorfällen zu tun 
haben könnte. Die Ermittlungen führen Fredrika nach Israel, 
wo sie mit einem grausamen Verbrechen aus der Vergangenheit 
konfrontiert wird..."

Seiten: 576
Genre: Thriller
Titel: 5/5
Cover: 5/5
Inhalt: 5/5
Schreibstil: 5/5
Charaktere: 5/5

Das Buch "Papierjunge" von Kristina Ohlsson habe ich als 
Leseexemplar vom Bloggerportal zur Verfügung gestellt bekommen.
Vielen Dank nochmal dafür! Das Lesen dieses Buches hat mir
einfach unglaublich viel Spaß bereitet, da der Inhalt sehr spannend
verpackt wurde und mir der Schreibstil sehr zugesagt hat. Dieser
war äußerst angenehm, flüßig und irgendwie erfrischend und malerisch.
Es gab einige Sätze und Formulierungen, die ich perfekt und
wunderschön fand. Hier ein paar meiner Lieblingsstellen:

1. Sie läuft um ihr Leben und doch direkt in die Arme des Todes.
   (S. 11)
2. Der Papierjunge hatte zum Tanz gebeten, aber Efraim war nicht
   interessiert, darauf einzugehen. (S. 180)
3. Konnte die Trauer in einem fremden Land eine andere Form und
   Farbe annehmen? (S. 186)
4. Alle Wege führe nach Rom, heißt es. Diesmal jedoch schienen
   sie nach Israel zu führen. (S. 237)
Auch die Thematik fand ich sehr interessant und faszinierend.
Die Geschichte von der jüdischen Sagengestalt hat mich von
Anfang an in den Bann gezogen.
Allerdings gab es auch zwei Stellen, welche ich nicht so ganz
verstehen und nachvollziehen konnte:

Auf S. 70-71 ist ein Wortwechsel zwischen Peder und Alex
und Peders Antwort passt irgendwie so gar nicht zu der Aussage
von Alex:
"Siehst gut aus", sagte Alex schließlich, als
sie einander wieder losgelassen hatten. "Doch", erwidert Peder.
"Eigentlich fange ich erst morgen hier an, aber sie wollten mich
heute Abend gern schon dabei haben."

Außerdem steht auf S. 86 "Ein Wunder ist geschehen. Eines
der Kinder lebt." und auf S. 343 heißt es dann "Der Kommissar, der
auf der Straße vor dem Haus steht, in dem ein Mann und seine
Kinder ermordert worden sind, wünscht sich, das Wetter wäre anders."
Obwohl ja offensichtlich nur ein Kind getötet wurde und keine
Kinder.

Traurigerweise muss ich nun auch noch gestehen, dass mich das
Ende nicht ganz überzeugt hat. Es war nicht wirklich schlecht,
aber nachdem mich Anfang und Mittelteil so mitgerissen haben, fiel
das Ende verhältnismäßig lahm aus. Wer nicht gespoilert werden
will, sollte die folgenden Kritikpunkte überspringen:

1. Ich finde es doof, dass Alex und Fredrika nicht erfahren, was
Efraim getan hat. Als er tot aufgefunden wird, sehen ihn alle nur
als Opfer an und man geht weiterhin davon aus, dass Gideon der
Böse ist, obwohl er, soweit ich es verstanden habe, nichts unrechtes
getan hat. Da ich Gideon eigentlich mochte, finde ich es gemein,
dass er sogar über seinen Tod hinaus für etwas bestraft wird,
was er nicht getan hat.

2. Auch Eden erfährt nicht was ihre große Liebe Efraim getan hat,
obwohl sie sogar noch in Israel Untersuchungen anstellt.

3. Richtig langweilig fand ich auch den Tod von Mona. Sie stirbt
ganz plötzlich, weil sie vor ein Auto läuft, obwohl sie die
ganze Zeit vorsichtig und clever gewesen ist? Für mich klingt
das eher nach einem viel zu abrupten Ende. Verständlicher wäre
es noch gewesen, wenn beispielsweise Eden sie überfährt um sich
zu rächen.

Zum Schluss noch eine allgemeine Frage, welche ebenfalls
übersprungen werden sollte, wenn man nicht gespoilert werden will.
Die beiden befreundeten Jungen vom Anfang, David und Avital, sind
die Väter von Gideon und Saul, welche hingegen die Väter von
Simon und Abraham sind. Man erfährt, dass Avital der Papierjunge
ist und Gideon sein letztes Opfer. Wieso zur Hölle schnappt sich
Avital den Sohn seines Freundes David? Na gut, man könnte jetzt
auch fragen, wieso jemand überhaupt tötet, aber ich habe nicht
verstanden wieso er ausgerechnet Gideon auswählt.



In den Juli bin ich mit dem Buch "Der Gast" von Richard Laymon
gestartet. Die Rezension zu diesem Buch findet ihr dann Anfang
August hier auf meinem Blog.