Lesemonat: April

Lesemonat April im Überblick:

Gelesene Bücher: 6
Seiten insgesamt: 2.203
Buchtitel: 1. "Nachts ist es leise in Teheran" von Shida 
               Bazyar
           2. "Broken - Der Moment in dem du fällst" von
               Tabitha Suzuma
           3. "Digby" von Stephanie Tromly
           4. "Joyland" von Stephen King
           5. "Stirb, mein Prinz" von Tania Carver
           6. "Das Haus" von Richard Laymon

1. "Nachts ist es leise in Teheran" von Shida Bazyar

Inhaltsangabe: "1979. Behsad, ein junger kommunistischer
Revolutionär, kämpft nach der Vertreibung des Schahs mit seinen
Freunden für eine neue Ordnung. Er erzählt von 
funkenschlagender Hoffnung, von klandestinen politischen 
Aktionen, und davon, wie er in der mutigen, literaturbesessenen
Nahid die Liebe seines Lebens findet. Zehn Jahre später nimmt
uns Nahid mit in die deutsche Provinz, wohin Behsad und sie 
nach der Machtübernahme der Mullahs mit ihren Kindern flohen. 
Stunde um Stunde verbringen sie vor dem Radio und hoffen auf 
Neuigkeiten von den Freunden, die untertauchen mussten.
Sie wollen zurückkehren, unbedingt, und suchen zugleich eine 
Heimat in der Fremde. 1999 reist Laleh gemeinsam mit ihrer 
Mutter in den Iran. Zwischen »Kafishaps«, Schönheitsritualen 
und Familiengeheimnissen lernt sie ein Teheran kennen, das sich
nur schwer mit den Erinnerungen aus der Kindheit deckt. 
Ihren Bruder Mo beschäftigt ein Jahrzehnt später der 
Liebeskummer seines Kumpels Tobi mehr als die pseudoengagierten 
Demos der deutschen Studenten. Doch dann bricht die Grüne 
Revolution im Iran aus und stellt Mos Welt auf den Kopf."

Seiten: 288
Titel: 3/5
Cover: 2/5
Inhalt: 3,5/5
Schreibstil: 3,5/5
Charaktere: 4/5

Das Buch "Nachts ist es leise in Teheran" von Shida Bazyar
war in der Lovelybox, welche ich erhalten habe.
Ich war angenehm überrascht von dem Inhalt und der Schreibweise.
Wenn ich ehrlich bin, habe ich nämlich zuerst angenommen, der
Inhalt sei trocken und langweilig.
Das Buch thematisiert zwar eigentlich keine nichts, was mich
ansonsten interessiert, aber es war trotzdem sehr spannend 
und aufschlussreich etwas über ein Land zu erfahren, von dem
man sonst nichts weiß. Fremde Kulturen und Sprachen finde ich
sehr interessant. Anbei ist auch ein Glossar mit Übersetzungen.
Das Buch wurde aus vier verschiedenen Perspektiven geschrieben,
was ich unglaublich kreativ und ansprechend fand, da man so
Einblick in die Gedanken aller Familienmitglieder hatte.
Zuerst wird aus der Sicht von dem Vater der Familie geschrieben,
welcher Behsad heißt. Seine Sicht fand ich zwar nicht schlecht,
aber diese hat mich am Wenigsten interessiert. Danach wurde aus
der Sicht der Mutter geschrieben, Nahid, welche schon besser
war.
Die danach folgenden Einblicke der beiden Kinder Laleh und
Mo fand ich am Besten. Die Sicht von dem dritten Kind, Tara,
wird leider nur kurz im Epilog erwähnt. Ich schätze ein längeres
Kapitel über sie wäre auch interessant gewesen.
Was mir nicht gefallen hat ist zum einen, die fehlende 
wörtliche Rede. Beispiel: Ich lächle, und sie verkündet, Ich
komme morgen zum Kaffee bei euch vorbei, ja? Ich lächle wieder
und drehe mich Richtung Tür (...) / Zitat Seite 90/91 
Ich finde die wörtliche Rede sorgt für einen
angenehmeren Lesefluss, ansonsten fand ich den Schreibstil
jedoch ganz schön.
Zum anderen haben mir nicht die vielen offenen Fragen gefallen,
klar, kann man sich so ein eigenes Bild erstellen und sich 
die Fragen selbst kreativ beantworten, aber ich hätte lieber
die Meinung der Autorin gewusst. 
Nun folgt eine Liste meiner offenen Fragen, welche eventuell
Spoiler verursachen können:

- Kommen Tobi und Maryam zusammen? Oder ist diese in Mo
verliebt?
- Was ist mit Merle?
- Mit wem bekommt Laleh Kinder? David? 

2. "Broken - Der Moment in dem du fällst" von Tabitha
Suzuma

Inhaltsangabe: "Mathéos grosse Liebe ist Lola. Doch Mathéo ist 
auch Großbritanniens Hoffnung auf olympisches Gold im 
Turmspringen. Und seine ehrgeizigen Eltern zeigen sich wenig
begeistert über die Beziehung. Zum Glück ist Lolas Vater anders.
Mit ihm versteht sich Mathéo blind. Doch dann gerät Mathéos 
Leben komplett aus den Fugen. Nach einer Siegesfeier wacht er 
mit Verletzungen am ganzen Körper auf, ohne Erinnerung an die 
Nacht zuvor. Erst als er sich beim Turmspringen am Kopf 
verletzt, kommt die Erinnerung zurück..."

Seiten: 384
Titel: 4/5
Cover: 3,5/5
Inhalt: 5/5
Schreibstil: 5/5
Charaktere: 5/5

Das Buch "Broken - der Moment in dem du fällst" von
Tabitha Suzuma habe ich bei einem Gewinnspiel von der
Verlagsgruppe Oetinger gewonnen, wofür ich unglaublich dankbar
bin. Wer weiß ob ich dieses wundervolle Buch ansonsten gelesen
hätte?
Das Buch spricht ein sehr sensibles Thema an, welches ich 
ausnahmsweise mal nicht spoilern möchte.
Der Schreibstil ist angenehm und gefällt mir sehr gut. Die
beschriebenen Personen sind mir fast alle ans Herz gewachsen,
besonders Mathéo mochte ich sehr.
Das Ende jedoch hat mir überhaupt nicht gefallen, wenn ihr
Spoiler vertragen könnt, dürft ihr gerne weiterlesen, 
weshalb mich das Ende so geschockt und enttäuscht hat.

SPOILERWARNUNG:

Ich mochte Mathéo und seine Freundin Lola sehr, die beiden
waren meiner Meinung ein zuckersüßes Paar und ich musste das
ein oder andere Mal an mich und meine eigene Beziehung denken,
weshalb ich zutiefst traurig bin, dass Lola am Ende sterben
musste. Ich hätte mir eher ein positives Ende gewünscht und das
Lola Mathéo weiterhin unterstützt und liebt, anstatt ihn einfach
allein zu lassen und noch mehr Schmerz und Kummer zu
hinterlassen. Ich hätte es besser gefunden, wenn zum Beispiel
Mathéos Trainer der Vergewaltiger gewesen wäre und nicht
Lolas Vater. So hätte Lola keine Schuldgefühle haben müssen und
es hätte meiner Meinung nach auch mehr Sinn gemacht, weil 
Mathéo sich nach dem Vorfall immer mehr vom Turmspringen
abgewendet hat, aber noch positiv gegenüber Lola, ihrer Wohnung
und dem Vater gestimmt war.

3. "Digby" von Stephanie Tromly

Inhaltsangabe: "Beschossen. Inhaftiert. Gekidnappt. Ein ganz 
normaler Tag mit Digby: Bei Digby muss man auf alles gefasst 
sein. Das war Zoe in dem Moment klar, als sie seine 
Bekanntschaft machte. Nicht klar war ihr allerdings, dass sie 
mit ihm auch gleich von einer gefährlichen Situation in die 
nächste geraten würde. Denn Digby setzt alles daran, den Fall 
seiner kleinen Schwester, die vor acht Jahren entführt wurde, 
aufzuklären. Wie er es aber anstellt, dass Zoe mit ihm bei
einem Gynäkologen einbricht, kurzzeitig auf der Polizeiwache 
landet und an einen Drogenhändlerring gerät? Keine Ahnung. 
Nur eines weiß sie genau: Ein Plan B wäre jetzt gerade sicher 
nicht verkehrt. Bei Stephanie Tromlys Held Digby muss man sich 
auf spannende Unterhaltung auf höchstem Niveau gefasst machen, 
immer mit einer Prise schrägem Humor gewürzt.

Seiten: 363
Titel: 4/5
Cover: 3/5
Inhalt: 4,5/5
Schreibstil: 5/5
Charaktere: 5/5

Ich habe "Digby" von Stephanie Tromly innerhalb kurzer Zeit
verschlungen. Das Buch war einfach herrlich amüsant und 
äußerst angenehm zu lesen, weshalb ich unglaublich froh bin,
auch dieses Buch bei dem Gewinnspiel der Verlagsgruppe Oetinger
erworben zu haben.
Besonders die Figur Digby hat mir unglaublich gut gefallen.
Er wirkte auf mich sehr intelligent, gerissen und wirklich
witzig. Ich hoffe sehr bald auf einen weiteren Teil, denn
die Geschichte ist für mich noch nicht abgeschlossen und ich
möchte unbedingt noch weitere lustige und wagemutige Situationen
mit Digby und seinen Freunden erleben. Allerdings finde ich
sollte neben dem ganzen Spaß Digbys verletzliche Seite nicht
außer Acht gelassen werden. Ich finde seine Familienverhältnisse
äußerst kompliziert und auch der Fall mit seiner Schwester
sehr traurig, weshalb ich mir vorstellen kann, dass auch Digby
nicht immer nur witzig ist. Ich würde mich freuen, wenn das
Nächste Teil das ab und zu hervorhebt und Digbys ernstere Seiten
präsentiert. Ansonsten finde ich das Buch sehr gelungen und
ansprechend.

4. "Joyland" von Stephen King

Inhaltsangabe: "Um sich sein Studium zu finanzieren, arbeitet 
Devin Jones während der Semesterferien im Vergnügungspark 
Joyland an der Küste von North Carolina. Drei Dinge sind es, 
die ihn im Laufe des Sommers 1973 vor allem beschäftigen: 
Seine große Liebe Wendy gibt ihm per Brief den Laufpass. 
In der Geisterbahn Horror House soll es spuken, nachdem dort 
ein Mädchen ermordet wurde. Und er fragt sich, welches 
Geheimnis sich wohl hinter der schönen jungen Frau mit ihrem 
behinderten Sohn verbirgt, an deren Strandvilla er jeden Tag 
vorbeikommt. Vom unbekümmerten Schaustellerleben in Joyland 
fasziniert, verlängert Devin seinen Aufenthalt. Mit seinen 
neugierigen Nachforschungen tritt er jedoch eine Lawine von 
Ereignissen los, bei denen es schließlich um Tod oder Leben 
geht..."

Seiten: 352
Titel: 5/5
Cover: 3/5
Inhalt: 4/5
Schreibstil: 4/5
Charaktere: 4/5

Ich wollte schon seit Ewigkeiten ein Buch von Stephen King
lesen, weshalb ich nicht lange gezögert habe, als ich "Joyland"
für 2,99 Euro entdeckt habe. 
Ehrlich gesagt habe ich etwas ganz, ganz anderes erwartet. 
Ich habe mir immer vorgestellt, die Bücher von Stephen King
sind unglaublich gruselig, angsteinflössend und vielleicht sogar
etwas eklig und krank. 
Das was ich zu lesen bekommen habe war nicht wirklich gruselig
(was vielleicht auch daran liegt, dass ich in Bezug darauf
reichlich abgestumpft bin?), aber nein.. ehrlich, klar hatte
das Buch ein paar gruselige Aspekte, aber hauptsächlich ging es
um Liebe (Devins verflossene Liebe und später seine aktuelle)
und der Teil mit der jungen Frau und dem behinderten Sohn finde
ich schon fast rührend, als ob es hierbei um ein ganz anderes
Genre geht. 
Dennoch hat mir das Buch sehr gefallen und es wird sicherlich
nicht mein letztes Buch von Stephen King gewesen sein. 
Vielleicht habe ich beim ersten Versuch einfach ein sehr
harmloses entdeckt...

5. "Stirb, mein Prinz" von Tania Carver

Inhaltsangabe: "Ein altes Haus soll abgerissen werden. Da 
entdecken die Arbeiter etwas Grauenhaftes im Keller: einen 
Käfig aus Menschenknochen. Und darin ein verwahrlostes Kind.
Wer ist dieser Junge? Wer hat ihm das angetan? Mit ihren 
Ermittlungen stören Kommissar Phil Brennan und Profilerin 
Marina Esposito einen kaltblütigen Menschensammler, der seit 
mehr als dreißig Jahren einem grausamen Ritual folgt. Und 
dieser Killer duldet keine Einmischung. Er will den Jungen 
zurück."

Seiten: 528
Titel: 1/5
Cover: 1/5
Inhalt: 4/5
Schreibstil: 4/5
Charaktere: 3,5/5

Leider habe ich viel zu spät gemerkt, dass es sich bei diesem 
Buch um eine Reihe handelt. Der erste Teil "Entrissen" steht
schon seit Ewigkeiten ungelesenen in meinem Regal. Da ich dachte
die beiden Bücher hätten aber nichts miteinander zu tun, habe
ich mich zuerst diesem Teil, dem dritten, gewidmet. Nun ärgert 
mich das ein bisschen. Trotzdem fand ich das Buch gut. Ich mag
es, wenn Bücher wie ein kleines Puzzle aufgebaut sind und sich
erst im Verlauf alle Stücke sinnvoll zusammensetzen. Das war
hier der Fall. Ich habe es auch recht schnell fertig gelesen, da
es sehr spannend war.

6. "Das Haus" von Richard Laymon

Inhaltsangabe: "Halloween. In der amerikanischen Kleinstadt 
Ashburg gibt es dieses Jahr eine große Party. Geladen wird ins 
Sherwood-Haus. Ein ganz besonderes Haus. Vor vielen Jahren ist 
dort eine Familie bestialisch ermordet worden. Seitdem wird es 
gemieden. Doch trotz dieser finsteren Vorboten öffnen sich am 
Abend die Tore. Das blutige Spiel beginnt..."

Seiten: 288
Titel: 5/5
Cover: 3/5
Inhalt: 4/5
Schreibstil: 5/5
Charaktere: 4/5

Richard Laymon ist einer meiner absoluten Lieblingsautoren.
Ich habe ALLE Bücher von ihm (zugegeben davon sind noch einige
ungelesen), aber ich finde jedes Werk von ihm auf die eigene 
Art und Weise fantastisch. Auch "Das Haus" hat mir gut gefallen,
obwohl ich finde, dass es etwas dünn ausgefallen ist. Von
Richard Laymon bin ich sonst dickere und detailliertere Bücher
gewohnt.
Der Inhalt war aber trotzdem gut. Mir gefällt die Idee von einer
Halloweenparty in einem Horrorhaus, wie das Sherwoodhaus. Ich
finde die Party hätte jedoch durchaus etwas länger werden
können und brutaler von Statten gehen können.
Ich würde ja jetzt noch etwas jammern, weil Personen gestorben
sind, welche ich mochte, aber das passiert in Büchern von
Richard Laymon halt. Dann kann man froh sein, wenn überhaupt
jemand überlebt.


Auch in den Mai starte ich mit einem Buch von Richard Laymon, 
diesmal ist es "Der Killer".
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