Lesemonat: Mai

Lesemonat Mai im Überblick:

Gelesene Bücher: 8
Seiten insgesamt: 3.434
Buchtitel: 1. "Der Killer" von Richard Laymon
           2. "Die Klinge" von Richard Laymon
           3. "Frag die Toten" von Linwood Barclay
           4. "Der Geist" von Richard Laymon
           5. "Amokspiel" von Sebastian Fitzek
           6. "Ich bin die Nacht" von Ethan Cross
           7. "Finster" von Richard Laymon
           8. "Die Spur" von Richard Laymon


1. "Der Killer" von Richard Laymon

Inhaltsangabe: "Als die Journalisten Lacey eines Abends in
einem kleinen Supermarkt einkaufen will, findet sie sich in 
einem Albtraum wieder. Schwer verletzt kann sie einem 
unheimlichen Killer entkommen. Doch dies ist erst der Anfang.
Auf ihrer verzweifelten Flucht kommt Lacey einer Kultgemeinschaft
auf die Spur, die verbotene Riten abhält. Um die Entfesselung
unvorstellbaren Grauens zu verhindern, muss die junge Frau alle
Grenzen hinter sich lassen."

Seiten: 288
Titel: 5/5
Cover: 3/5
Inhalt: 3,5/5
Schreibweise: 5/5
Charaktere: 3/5

Das Buch "Der Killer" von Richard Laymon hat mir eigentlich
recht gut gefallen. Die Idee mit dem Killer war mir erst suspekt,
denn dieser ist (Vorsicht Spoiler) unsichtbar. Ich mag
unrealitische Dinge in Thrillern eigentlich nicht, da ich
reale Handlungen meist sehr viel gruseliger und 
angsteinflössender finde, aber ich finde Richard Laymon hat seine
irre Idee großartig umgesetzt. Erschreckender Weise fand ich den 
Killer sogar sympathisch, zumindest teilweise.

2. "Die Klinge" von Richard Laymon

Inhaltsangabe: "Der psychopathische Albert mag Frauen. Doch die
Frauen mögen Albert nicht. Unmenschlicher Hass treibt ihn dazu,
alle Grenzen hinter sich zu lassen. Albert beginnt einen
mörderischen Streifzug durch die USA - immer auf der Suche nach
Opfern. In Kalifornien kreuzt sein Weg das Schicksal einer Gruppe
junger Intellektueller. Auf einer Halloweenparty treffen alle
zusammen. Das Blutbad beginnt..."

Seiten: 432
Titel: 5/5
Cover: 3,5/5
Inhalt: 4/5
Schreibstil: 3,5/5
Charaktere: 4/5

Das Buch "Die Klinge" von Richard Laymon hat mir gefallen,
allerdings gibt es auch die ein oder andere Kleinigkeit, welche
mich sehr gestört hat.
Zum einen waren unglaublich viele Rechtschreib- und
Grammatikfehler in dem Buch. Meine Rechtschreibung ist auch nicht
immer die Beste, das muss ich zugeben, aber das was einem in dem
Buch geboten wurde, war schon grenzwertig. Allgemein musste ich
schon häufiger beobachten, dass die Bücher von Richard Laymon
voller Fehler sind. Da in diesem Buch so viele waren und meine
Leselaune davon getrübt wurde, muss ich dem Buch leider Punkte
beim Schreibstil abziehen, auch wenn es mir unendlich Leid tut,
da mein Lieblingsautor Richard Laymon wohl nichts dafür kann, 
dass bei der Übersetzung geschlampt wurde.
Abgesehen von den Fehlern, wurde auch ein Teil doppelt geschrieben
und der Klapptext passt nicht zum Inhalt. Albert gelangt gar nicht
in die Nähe der Halloweenparty und diese endet auch nicht in einem
Blutbad. Aber wenn euch diese negative Kritik nicht abgeschreckt
hat, könnt ihr euch ja selbst ein Bild davon machen.
Persönlich war ich auch der Meinung, dass dieses Buch zu
"romantisch" ist. Es war nicht unbedingt schlecht, aber unpassend.
Hauptsächlich ging es um Paare, deren Beziehungskrisen- und
Probleme, Liebeskummer und auch einige wenige glückliche
Liebesbeziehungen.
Außerdem stirbt einer den ich mochte und vorher hat er sich noch
als Arsch entpuppt. 
Das Ende an sich fand ich aber sehr, sehr gelungen.

3. "Frag die Toten" von Linwood Barclay

Inhaltsangabe: "Keisha hat eine lukrative Einnahmequelle
aufgetan. Die junge Frau studiert die Todesanzeigen und gaukelt
den trauernden Angehörigen vor, Verbindungen zu den Verstorbenen
aufnehmen zu können. Natürlich kostet das Geld: 5000 Dollar.
Die meisten kaufen Keisha die Nummer ab. Auf dem ersten Blick
auch Wendell Garfield, der verzweifelt nach seiner verschwundenen
Frau sucht. Doch der Schein trügt..."

Seiten: 301
Titel: 4/5
Cover: 5/5
Inhalt: 4/5
Schreibstil: 4/5
Charaktere: 3/5

"Frag die Toten" war nicht das erste Buch, welches ich von 
Linwood Barclay gelesen habe. Es war meiner Meinung nach nicht
das Beste, aber gut. Es war gut aufgebaut und sehr spannend.
Ich habe mich zwischenzeitlich etwas über die Hauptperson
Keisha aufgeregt, weil sie zum Beispiel nicht einfach zur
Polizei gegangen ist, als sie angegriffen wurde und sich damit
nur unnötig selbst verdächtig gemacht hat, aber an sich war es
gut so. Das Ende war gut und es war beeindruckend, wie Keisha
es doch noch geschafft hat, alles Schlechte von sich abzuwenden.

4. "Der Geist" von Richard Laymon

Inhaltsangabe: "Eine Gruppe von Studenten probiert auf einer
Party ein altes Ouija-Brett aus. Tatsächlich können sie Kontakt
mit einem Geist aus dem Jenseits aufnehmen, der ihnen verrät,
dass auf dem Calamity Peak, einer unzugänglichen Bergregion in
Kalifornien, ein Schatz versteckt sein soll. Ein Riesenspaß - so
denken die jungen Leute. Doch die Reise, die sie beginnen, führt
alle in ein unaussprechliches Grauen."

Seiten: 512
Titel: 5/5
Cover: 4/5
Inhalt: 4/5
Schreibstil: 3/5
Charaktere: 5/5

Auch in dem Buch "Der Geist" gibt es wieder zahlreiche Fehler,
wirklich schade. 
Trotzdem hat mir das Buch sehr gut gefallen. Es war super
spannend und ich mochte eigentlich so gut wie alle Charaktere
sehr gut leiden. Deswegen fand ich es traurig, dass einige von
ihnen am Ende nicht mehr gelebt haben. Klar, das gehört bei
Thrillern von Richard Laymon halt dazu, aber es war irgendwie
echt blöd, weil es erst so schien, ob alles gut ausgeht und
auf dem letzten Drücker dann noch ein paar Leute ihr Leben lassen
mussten.
Sinnlos fand ich auch die Stelle mit Hubert. Dieser kehrt für
eine winzige Szene zurück, nachdem alle dachten er wäre tot 
und greift Dr. Dalton an. Diese Szene hätte man meiner Meinung
nach auch getrost weglassen könnten, da es nicht zur Spannung
beigetragen hat und es unrealistisch war, dass Hubert den Angriff
vorher überlebt hat. Es hätte nichts an der Story geändert,
wenn Hubert einfach nicht mehr erwähnt worden wäre.
Der Geist, welcher sich anschließend als Mutter von Angela
herausstellt, war ziemlich fies dafür, dass er Angela liebt und
vermisst. Angela wurde also von ihrer Mutter dazu aufgefordert
sich zu entblößen und sich der Gefahr auszusetzen, nicht nur der
im Calamity Peak, sondern auch danach. Auch wenn sie so auf Rache
bedacht war, hätte sie ihre Tochter warnen können.

5."Amokspiel" von Sebastian Fitzek

Inhaltsangabe: "Die Kriminalpsychologin Ira Samin hat große
Schuldgefühle, weil ihre älteste Tochter Sara sich umgebracht
hat und sie ihr nicht helfen konnte. Daher hat sie den Beschluss
gefasst, sich umzubringen. Während sie die letzte Zutat für 
ihren Todescocktail kaufen möchte, wird sie von einem
Sondereinsatzkommando der Polizei zu ihrem nächsten, äusserst
spektakulären Einsatz abgeholt. Der Psychopat Jan May hält
sechs Geiseln in einem Radiosender gefangen und spielt ein
tödliches Spiel mit ihnen. Einmal in der Stunde ruft er eine
zufällige Nummer an und wenn sich der Gesprächspartner nicht 
mit einem von ihm festgelegten Spruch meldet, erschiesst er 
eine Geisel. Er möchte erreichen, dass seine Verlobte ins 
Studio kommt, die ist jedoch schon seit einigen Monaten tot..."

Seiten: 429
Titel: 5/5
Cover: 5/5
Inhalt: 4/5
Schreibstil: 4/5
Charaktere: 3,5/5

Das Buch steht schon seit unendlich langer Zeit in meinem Regal
und ich bin froh, es endlich gelesen zu haben. Es war wirklich
gut und spannend und alles hat sich ganz anders entwickelt, als
ich es vermutet habe.
Ich habe mir sofort gedacht, dass Iras lebende Tochter ebenfalls
als Geisel gehalten wird. Allerdings habe ich zuerst auf die 
Schwangere Frau getippt oder auf die Frau, welche mit ihrem
Freund da war.
Ich mochte Jan wirklich sehr und es hat mich auch ein bisschen
berührt, wie weit er für seine Liebe geht. Auch Leoni fand ich
toll, auch wenn sie nicht gerade häufig in dem Buch auftaucht.
Mit der Hauptperson Ira konnte ich mich nicht ganz anfreunden,
auch wenn sie letztendlich nicht so schlimm war, wie Anfangs
gedacht. Ich fand sie nur irgendwie arrogant und selbstverliebt
und gleichzeitig auch weinerlich und voller Selbstmitleid. 
Irgendwie hat mich diese Mischung wahnsinnig gemacht. Ebenfalls
wahnsinnig gemacht hat mich, dass eine Person, welche ich hingegen
mochte, am Ende doch nicht mehr so mögenswert war. Allgemein habe
ich in diesem Monat viele Bücher gelesen, in dem am Ende plötzlich
derjenige der Böse war, den man die ganze Zeit über mochte.
Mit der Zeit hat mich dieses Konzept echt genervt. Ansonsten
kann ich das Buch nur jedem empfehlen.

6. "Ich bin die Nacht" von Ethan Cross

Inhaltsangabe: "Mein Name ist Francis Ackerman junior. Ich bin 
das, was man gemeinhin einen Serienkiller nennt. Doch ich töte 
nicht wahllos, und jedes meiner Opfer bekommt eine faire Chance,
denn ich fordere es zu einem Spiel heraus. Wer gewinnt, überlebt.
Ich habe noch nie verloren. Die meisten Menschen werden mich
verabscheuen. Einige, die mir ähnlich sind, werden mich verehren.
Aber alle, alle werden sich an mich erinnern. Mein Name ist 
Francis Ackerman junior. Ich bin die Nacht, und ich möchte ein 
Spiel mit Ihnen spielen..."

Seiten: 448
Titel:3,5/5
Cover: 5/5
Inhalt: 3,5/5
Schreibstil: 4/5
Charaktere: 2/5

Ich fand das Buch "Ich bin die Nacht" nicht schlecht, aber ich
habe mir ehrlich gesagt mehr unter dem Titel und dem Klapptext
vorgestellt. Bei Francis Ackerman junior dachte ich an einen
grausamen Mörder, der keine Gnade kennt. In Wahrheit ist er aber
nur ein verweichtlicher Typ, der eine schlechte Kindheit hatte.
Ich habe gehofft seinen "Spielen" würde mehr Aufmerksamkeit 
geschenkt werden, diese habe ich mir in etwa so vorgestellt wie
bei der Filmreihe "Saw". Viele, individuelle, grausige Spiele,
welche das Opfer nur mit viel Kraft und Mut überleben kann.
Leider wurde meiner Meinung nach dieser Teil eher vernachlässigt
und dafür ging es mehr um Marcus. Am Ende hat es zwar halbwegs
zusammengepasst, da Francis ja auch eine Verbindung zu Marcus
gespürt hat, aber mir gefiel der Teil von Marcus dennoch nicht
wirklich. Ich glaube, ich fände das Buch gelungener, wenn dieser
Teil komplett weggelassen worden wäre und es mehr um Francis
selbst ginge. Ich konnte mich mit Marcus auch irgendwie nicht
anfreunden. Man kann ihn sehr schlecht einschätzen und er hat
viele Dinge getan, die mich genervt haben. Sogar den Killer fand
ich stellenweise sympathischer als den eigentlichen "Helden."
Auch in diesem Buch trat wieder das Schema auf, welches ich
vorher angesprochen habe: Eine Person, die vorher nett - ja, 
sogar einer meiner Lieblinge war (zugegeben, ich fand in dem
Buch kein Charakter sonderlich ansprechend), wurde Böse.
Im Angesicht dessen, wie sich das Buch noch entwickelt trifft 
dieses Schema zwar nicht vollständig zu, aber im ersten Moment
hat es mich genervt, als ich dachte, dass diese Person sich
gegen das Gute verschworen hat.

Trotz einigen Punkten, welche ich nicht so gelungen war,
werde ich die nächsten beiden Teile ebenfalls lesen. Wer weiß -
Vielleicht werde ich ja noch überrascht oder eines Besseren
belehrt. Ich bin gespannt wie sich alles entwickelt.

(Spoilerwarnung)

Kapitel 70 hat mich völlig verwirrt. Ich weiß wirklich nicht,
was es damit auf sich hat. Handelt es sich bei dem beschriebenen
Andrew Garrison um Andrew Dempsey? Und wer ist der Typ an der
Theke? Passieren die Ereignisse in diesem Kapitel vor oder
nach den Ereignissen aus der Hauptgeschichte?


7. "Finster" von Richard Laymon

Inhaltsangabe: "Es ist eine stürmische Oktobernacht, in der Ed 
Logan von seiner Freundin sitzengelassen wird. Verzweifelt und 
mit gebrochenem Herzen wandert er durch die einsamen Straßen. Er 
bemerkt ein hübsches, fremdes Mädchen und beschließt, ihr zu 
folgen. Doch wer hätte ahnen können, welche tödlichen 
Geheimnisse diese Nacht für ihn bereithält?"

Seiten: 560
Titel: 2,5/5
Cover: 1,5/5
Inhalt: 4/5
Schreibweise: 4/5
Charaktere: 5/5

Ich kann dem Titel einfach nur so wenig Punkte geben. Klar,
passt "Finster" zu dem Inhalt, da sich die Ereignisse im Buch
hauptsächlich nachts abspielen, aber es passt nicht zu den
Buchtiteln, welche die Bücher von Richard Laymon normalerweise
tragen. Besser wäre meiner Meinung nach "Die Finsternis" gewesen.
Auch das Cover finde ich nicht gelungen. Es ist ganz cool - 
ein Laubhaufen, unter dem Blut hervorscheint, aber es passt nicht
zum Buch. Da in dem Buch, wie gesagt, hauptsächlich nacht ist
und der Titel auch "Finster" lautet, ist dieser helle Laubhaufen
einfach nicht passend.
Den Inhalt fand ich aber erfreulicherweise sehr gut. Ich mochte
vor allem die Charaktere sehr. Die Hauptfigur Ed Logan war mir 
unglaublich sympathisch, auch wenn er manche Dinge getan hat, die
ich blöd fand. Ich hasse "Liebesdreiecke" in Büchern und Filmen.
Meiner Meinung nach kann man eben nicht zwei Personen lieben - 
wenn man denkt dies ist der Fall, mag man keine der beiden Personen
genug. Da man in dem Buch erst das Gefühl hat Ed verliebt sich in
Eileen (welche ich übrigens auch sehr mag) und er dann trotzdem
nicht aufhören kann an Casey zu denken (welche ich eigentlich auch
sympathisch finde, obwohl ich das ein bisschen gemein Eileen
gegenüber finde), ist das einfach blöd. Das Ende entsprach
demnach auch nicht meinen Geschmack, weil er am Ende scheinbar so
eine Art Beziehungen mit allen weiblichen Personen führt. "Hin 
und wieder muss ich mich seiner verwehren. Wir müssen 
dringend einen Freund für ihn finden." Klingt für mich außerdem so, 
als ob er irgendwas mit Kirkus hat, auch wenn er das nicht möchte.
Im Buchverlauf gibt es nur sehr wenig Tod, was ich aber in diesem
Fall auch nicht sonderlich schlimm fand, da ich das Buch trotzdem
großartig fand. Am Schlimmsten war glaube ich, dass ich während
des Lesens dauerhaft Hunger auf Donuts hatte, weil Ed des Öfteren
zum Donutladen schlendert.
Ich konnte Eileens Reaktion nicht verstehen, als sie nachts
aufgewacht ist und Ed nicht da war. Wieso hat sie so "böse"
geschrieben, dass sie weg ist und ist dann abgehauen? Ed hat ihr
doch einen Zettel hinterlassen, dass er kurz frische Luft braucht,
das fand ich nicht so verwerflich, dass es ihre Reaktion
gerechtfertigt hätte. Ed hat ja sogar geschrieben, dass er sie
liebt - ob das nun stimmt oder nicht, eigentlich hätte Eileen
bei dem Zettel erfreut sein sollen und nicht zickig abdampfen
müssen.

8. "Die Spur" von Richard Laymon

Inhaltsangabe: "Gillian O’Neill ist jung und attraktiv – und 
sie hat ein ausgefallenes Hobby. Nachts sucht sie nach Häusern, 
deren Besitzer offensichtlich für längere Zeit verreist sind
und richtet sich dort ein. Das Problem ist nur, dass Gillian 
dieses Mal das Haus eines Serienkillers erwischt hat – eines 
Serienkillers, der seine Opfer gerne in die Wildnis verschleppt.
In die Finsternis. Wo er ungestört ist. Wo niemand ihre Schreie 
hört..."

Seiten: 464
Titel: 3,5/5
Cover: 4/5
Inhalt: 3,5/5
Schreibstil: 4/5
Charaktere: 2,5/5

Erstmal: Ich mag es nicht, wenn eine Person im Buch einen
Namen hat, welcher nicht mit dem Geschlecht übereinstimmt.
Auch wenn die Frau eigentlich Bertha heißt, wird sie das komplette
Buch über "Bert" genannt und ich finde es furchtbar, wenn ich
beim Lesen immer wieder daran denken muss, dass Bert nicht 
männlich ist.
Noch dazu mochte ich Bert allgemein nicht, auch Rick wurde mir
zunehmend unsympathischer. Rick ist komplett verblendetet
und bedroht die drei Jugendlichen wegen nichts mit einer Waffe.
Ich finde die drei eigentlich ganz sympathisch, weil sie auch
nie etwas verwerfliches getan haben, aber Rick dreht vollkommen
durch. Er ist der Meinung, dass sie Angst vor den drei Jungs
haben müssten, obwohl diese eigentlich eher Angst vor Marcus haben
müssten.
Außerdem sind Rick und Bert dumm und naiv. Sie haben in den
wenigen Tagen so viele beängstigende Dinge erlebt und hatten
beide eine Heidenangst, aber wenn es darum geht ein verlassenes
Haus zu besichtigen - Warum nicht? Plötzlich sind beide
ziemlich großkotzig und labern etwas davon, dass sie ein 
Abenteuer erleben wollen - als ob sie diese vorher nicht schon
genug hätten. Ich hätte es nicht schade gefunden, wenn sie dabei
gestorben wären - Ich fand es sowieso schade, dass die, die ich
mochte gestorben sind und diese beiden überlebt haben.
Was ich äußerst positiv finde ist, dass in dem Buch
homosexuelle Personen vorkommen - meiner Meinung nach wird dieses
Thema (auch heute noch) leider viel zu häufig verschwiegen.
Auch S. 410 bin ich auf etwas gestoßen, was ich nicht
verstehe: Andrea und Bonnie sind gerade auf der Flucht, vor
einem Typen (der vermutlich harmlos ist) als folgendes 
passiert: "Ein Schuss krachte über ihren Köpfen (...) Ihr
Peiniger war der Länge nach kopfüber zu Boden gestürzt."
Was ist dort passiert? Ist er nur hingefallen oder hat jemand
auf ihn geschossen? Es wird nicht thematisiert um was für einen
Schuss es sich handelt und Andrea und Bonnie kümmern sich auch
nicht darum, vorher dieser Schuss kam. Wollten die Freunde
von "dem Peiniger" eigentlich Andrea und Bonnie treffen und
haben ihren Kumpel erschossen oder was ist dort vorgefallen?


Ich habe diesen Monat unglaublich viele Bücher von Richard
Laymon gelesen, allgemein finde ich es erstaunlich, dass
ich acht Bücher geschafft habe - Ich habe mich eigentlich
eher so gefühlt, ob ich weniger gelesen habe, als sonst.
In den Juni starte ich mit dem Buch "Der Schock" von Marc
Raabe.



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Lesemonat: April

Lesemonat April im Überblick:

Gelesene Bücher: 6
Seiten insgesamt: 2.203
Buchtitel: 1. "Nachts ist es leise in Teheran" von Shida 
               Bazyar
           2. "Broken - Der Moment in dem du fällst" von
               Tabitha Suzuma
           3. "Digby" von Stephanie Tromly
           4. "Joyland" von Stephen King
           5. "Stirb, mein Prinz" von Tania Carver
           6. "Das Haus" von Richard Laymon

1. "Nachts ist es leise in Teheran" von Shida Bazyar

Inhaltsangabe: "1979. Behsad, ein junger kommunistischer
Revolutionär, kämpft nach der Vertreibung des Schahs mit seinen
Freunden für eine neue Ordnung. Er erzählt von 
funkenschlagender Hoffnung, von klandestinen politischen 
Aktionen, und davon, wie er in der mutigen, literaturbesessenen
Nahid die Liebe seines Lebens findet. Zehn Jahre später nimmt
uns Nahid mit in die deutsche Provinz, wohin Behsad und sie 
nach der Machtübernahme der Mullahs mit ihren Kindern flohen. 
Stunde um Stunde verbringen sie vor dem Radio und hoffen auf 
Neuigkeiten von den Freunden, die untertauchen mussten.
Sie wollen zurückkehren, unbedingt, und suchen zugleich eine 
Heimat in der Fremde. 1999 reist Laleh gemeinsam mit ihrer 
Mutter in den Iran. Zwischen »Kafishaps«, Schönheitsritualen 
und Familiengeheimnissen lernt sie ein Teheran kennen, das sich
nur schwer mit den Erinnerungen aus der Kindheit deckt. 
Ihren Bruder Mo beschäftigt ein Jahrzehnt später der 
Liebeskummer seines Kumpels Tobi mehr als die pseudoengagierten 
Demos der deutschen Studenten. Doch dann bricht die Grüne 
Revolution im Iran aus und stellt Mos Welt auf den Kopf."

Seiten: 288
Titel: 3/5
Cover: 2/5
Inhalt: 3,5/5
Schreibstil: 3,5/5
Charaktere: 4/5

Das Buch "Nachts ist es leise in Teheran" von Shida Bazyar
war in der Lovelybox, welche ich erhalten habe.
Ich war angenehm überrascht von dem Inhalt und der Schreibweise.
Wenn ich ehrlich bin, habe ich nämlich zuerst angenommen, der
Inhalt sei trocken und langweilig.
Das Buch thematisiert zwar eigentlich keine nichts, was mich
ansonsten interessiert, aber es war trotzdem sehr spannend 
und aufschlussreich etwas über ein Land zu erfahren, von dem
man sonst nichts weiß. Fremde Kulturen und Sprachen finde ich
sehr interessant. Anbei ist auch ein Glossar mit Übersetzungen.
Das Buch wurde aus vier verschiedenen Perspektiven geschrieben,
was ich unglaublich kreativ und ansprechend fand, da man so
Einblick in die Gedanken aller Familienmitglieder hatte.
Zuerst wird aus der Sicht von dem Vater der Familie geschrieben,
welcher Behsad heißt. Seine Sicht fand ich zwar nicht schlecht,
aber diese hat mich am Wenigsten interessiert. Danach wurde aus
der Sicht der Mutter geschrieben, Nahid, welche schon besser
war.
Die danach folgenden Einblicke der beiden Kinder Laleh und
Mo fand ich am Besten. Die Sicht von dem dritten Kind, Tara,
wird leider nur kurz im Epilog erwähnt. Ich schätze ein längeres
Kapitel über sie wäre auch interessant gewesen.
Was mir nicht gefallen hat ist zum einen, die fehlende 
wörtliche Rede. Beispiel: Ich lächle, und sie verkündet, Ich
komme morgen zum Kaffee bei euch vorbei, ja? Ich lächle wieder
und drehe mich Richtung Tür (...) / Zitat Seite 90/91 
Ich finde die wörtliche Rede sorgt für einen
angenehmeren Lesefluss, ansonsten fand ich den Schreibstil
jedoch ganz schön.
Zum anderen haben mir nicht die vielen offenen Fragen gefallen,
klar, kann man sich so ein eigenes Bild erstellen und sich 
die Fragen selbst kreativ beantworten, aber ich hätte lieber
die Meinung der Autorin gewusst. 
Nun folgt eine Liste meiner offenen Fragen, welche eventuell
Spoiler verursachen können:

- Kommen Tobi und Maryam zusammen? Oder ist diese in Mo
verliebt?
- Was ist mit Merle?
- Mit wem bekommt Laleh Kinder? David? 

2. "Broken - Der Moment in dem du fällst" von Tabitha
Suzuma

Inhaltsangabe: "Mathéos grosse Liebe ist Lola. Doch Mathéo ist 
auch Großbritanniens Hoffnung auf olympisches Gold im 
Turmspringen. Und seine ehrgeizigen Eltern zeigen sich wenig
begeistert über die Beziehung. Zum Glück ist Lolas Vater anders.
Mit ihm versteht sich Mathéo blind. Doch dann gerät Mathéos 
Leben komplett aus den Fugen. Nach einer Siegesfeier wacht er 
mit Verletzungen am ganzen Körper auf, ohne Erinnerung an die 
Nacht zuvor. Erst als er sich beim Turmspringen am Kopf 
verletzt, kommt die Erinnerung zurück..."

Seiten: 384
Titel: 4/5
Cover: 3,5/5
Inhalt: 5/5
Schreibstil: 5/5
Charaktere: 5/5

Das Buch "Broken - der Moment in dem du fällst" von
Tabitha Suzuma habe ich bei einem Gewinnspiel von der
Verlagsgruppe Oetinger gewonnen, wofür ich unglaublich dankbar
bin. Wer weiß ob ich dieses wundervolle Buch ansonsten gelesen
hätte?
Das Buch spricht ein sehr sensibles Thema an, welches ich 
ausnahmsweise mal nicht spoilern möchte.
Der Schreibstil ist angenehm und gefällt mir sehr gut. Die
beschriebenen Personen sind mir fast alle ans Herz gewachsen,
besonders Mathéo mochte ich sehr.
Das Ende jedoch hat mir überhaupt nicht gefallen, wenn ihr
Spoiler vertragen könnt, dürft ihr gerne weiterlesen, 
weshalb mich das Ende so geschockt und enttäuscht hat.

SPOILERWARNUNG:

Ich mochte Mathéo und seine Freundin Lola sehr, die beiden
waren meiner Meinung ein zuckersüßes Paar und ich musste das
ein oder andere Mal an mich und meine eigene Beziehung denken,
weshalb ich zutiefst traurig bin, dass Lola am Ende sterben
musste. Ich hätte mir eher ein positives Ende gewünscht und das
Lola Mathéo weiterhin unterstützt und liebt, anstatt ihn einfach
allein zu lassen und noch mehr Schmerz und Kummer zu
hinterlassen. Ich hätte es besser gefunden, wenn zum Beispiel
Mathéos Trainer der Vergewaltiger gewesen wäre und nicht
Lolas Vater. So hätte Lola keine Schuldgefühle haben müssen und
es hätte meiner Meinung nach auch mehr Sinn gemacht, weil 
Mathéo sich nach dem Vorfall immer mehr vom Turmspringen
abgewendet hat, aber noch positiv gegenüber Lola, ihrer Wohnung
und dem Vater gestimmt war.

3. "Digby" von Stephanie Tromly

Inhaltsangabe: "Beschossen. Inhaftiert. Gekidnappt. Ein ganz 
normaler Tag mit Digby: Bei Digby muss man auf alles gefasst 
sein. Das war Zoe in dem Moment klar, als sie seine 
Bekanntschaft machte. Nicht klar war ihr allerdings, dass sie 
mit ihm auch gleich von einer gefährlichen Situation in die 
nächste geraten würde. Denn Digby setzt alles daran, den Fall 
seiner kleinen Schwester, die vor acht Jahren entführt wurde, 
aufzuklären. Wie er es aber anstellt, dass Zoe mit ihm bei
einem Gynäkologen einbricht, kurzzeitig auf der Polizeiwache 
landet und an einen Drogenhändlerring gerät? Keine Ahnung. 
Nur eines weiß sie genau: Ein Plan B wäre jetzt gerade sicher 
nicht verkehrt. Bei Stephanie Tromlys Held Digby muss man sich 
auf spannende Unterhaltung auf höchstem Niveau gefasst machen, 
immer mit einer Prise schrägem Humor gewürzt.

Seiten: 363
Titel: 4/5
Cover: 3/5
Inhalt: 4,5/5
Schreibstil: 5/5
Charaktere: 5/5

Ich habe "Digby" von Stephanie Tromly innerhalb kurzer Zeit
verschlungen. Das Buch war einfach herrlich amüsant und 
äußerst angenehm zu lesen, weshalb ich unglaublich froh bin,
auch dieses Buch bei dem Gewinnspiel der Verlagsgruppe Oetinger
erworben zu haben.
Besonders die Figur Digby hat mir unglaublich gut gefallen.
Er wirkte auf mich sehr intelligent, gerissen und wirklich
witzig. Ich hoffe sehr bald auf einen weiteren Teil, denn
die Geschichte ist für mich noch nicht abgeschlossen und ich
möchte unbedingt noch weitere lustige und wagemutige Situationen
mit Digby und seinen Freunden erleben. Allerdings finde ich
sollte neben dem ganzen Spaß Digbys verletzliche Seite nicht
außer Acht gelassen werden. Ich finde seine Familienverhältnisse
äußerst kompliziert und auch der Fall mit seiner Schwester
sehr traurig, weshalb ich mir vorstellen kann, dass auch Digby
nicht immer nur witzig ist. Ich würde mich freuen, wenn das
Nächste Teil das ab und zu hervorhebt und Digbys ernstere Seiten
präsentiert. Ansonsten finde ich das Buch sehr gelungen und
ansprechend.

4. "Joyland" von Stephen King

Inhaltsangabe: "Um sich sein Studium zu finanzieren, arbeitet 
Devin Jones während der Semesterferien im Vergnügungspark 
Joyland an der Küste von North Carolina. Drei Dinge sind es, 
die ihn im Laufe des Sommers 1973 vor allem beschäftigen: 
Seine große Liebe Wendy gibt ihm per Brief den Laufpass. 
In der Geisterbahn Horror House soll es spuken, nachdem dort 
ein Mädchen ermordet wurde. Und er fragt sich, welches 
Geheimnis sich wohl hinter der schönen jungen Frau mit ihrem 
behinderten Sohn verbirgt, an deren Strandvilla er jeden Tag 
vorbeikommt. Vom unbekümmerten Schaustellerleben in Joyland 
fasziniert, verlängert Devin seinen Aufenthalt. Mit seinen 
neugierigen Nachforschungen tritt er jedoch eine Lawine von 
Ereignissen los, bei denen es schließlich um Tod oder Leben 
geht..."

Seiten: 352
Titel: 5/5
Cover: 3/5
Inhalt: 4/5
Schreibstil: 4/5
Charaktere: 4/5

Ich wollte schon seit Ewigkeiten ein Buch von Stephen King
lesen, weshalb ich nicht lange gezögert habe, als ich "Joyland"
für 2,99 Euro entdeckt habe. 
Ehrlich gesagt habe ich etwas ganz, ganz anderes erwartet. 
Ich habe mir immer vorgestellt, die Bücher von Stephen King
sind unglaublich gruselig, angsteinflössend und vielleicht sogar
etwas eklig und krank. 
Das was ich zu lesen bekommen habe war nicht wirklich gruselig
(was vielleicht auch daran liegt, dass ich in Bezug darauf
reichlich abgestumpft bin?), aber nein.. ehrlich, klar hatte
das Buch ein paar gruselige Aspekte, aber hauptsächlich ging es
um Liebe (Devins verflossene Liebe und später seine aktuelle)
und der Teil mit der jungen Frau und dem behinderten Sohn finde
ich schon fast rührend, als ob es hierbei um ein ganz anderes
Genre geht. 
Dennoch hat mir das Buch sehr gefallen und es wird sicherlich
nicht mein letztes Buch von Stephen King gewesen sein. 
Vielleicht habe ich beim ersten Versuch einfach ein sehr
harmloses entdeckt...

5. "Stirb, mein Prinz" von Tania Carver

Inhaltsangabe: "Ein altes Haus soll abgerissen werden. Da 
entdecken die Arbeiter etwas Grauenhaftes im Keller: einen 
Käfig aus Menschenknochen. Und darin ein verwahrlostes Kind.
Wer ist dieser Junge? Wer hat ihm das angetan? Mit ihren 
Ermittlungen stören Kommissar Phil Brennan und Profilerin 
Marina Esposito einen kaltblütigen Menschensammler, der seit 
mehr als dreißig Jahren einem grausamen Ritual folgt. Und 
dieser Killer duldet keine Einmischung. Er will den Jungen 
zurück."

Seiten: 528
Titel: 1/5
Cover: 1/5
Inhalt: 4/5
Schreibstil: 4/5
Charaktere: 3,5/5

Leider habe ich viel zu spät gemerkt, dass es sich bei diesem 
Buch um eine Reihe handelt. Der erste Teil "Entrissen" steht
schon seit Ewigkeiten ungelesenen in meinem Regal. Da ich dachte
die beiden Bücher hätten aber nichts miteinander zu tun, habe
ich mich zuerst diesem Teil, dem dritten, gewidmet. Nun ärgert 
mich das ein bisschen. Trotzdem fand ich das Buch gut. Ich mag
es, wenn Bücher wie ein kleines Puzzle aufgebaut sind und sich
erst im Verlauf alle Stücke sinnvoll zusammensetzen. Das war
hier der Fall. Ich habe es auch recht schnell fertig gelesen, da
es sehr spannend war.

6. "Das Haus" von Richard Laymon

Inhaltsangabe: "Halloween. In der amerikanischen Kleinstadt 
Ashburg gibt es dieses Jahr eine große Party. Geladen wird ins 
Sherwood-Haus. Ein ganz besonderes Haus. Vor vielen Jahren ist 
dort eine Familie bestialisch ermordet worden. Seitdem wird es 
gemieden. Doch trotz dieser finsteren Vorboten öffnen sich am 
Abend die Tore. Das blutige Spiel beginnt..."

Seiten: 288
Titel: 5/5
Cover: 3/5
Inhalt: 4/5
Schreibstil: 5/5
Charaktere: 4/5

Richard Laymon ist einer meiner absoluten Lieblingsautoren.
Ich habe ALLE Bücher von ihm (zugegeben davon sind noch einige
ungelesen), aber ich finde jedes Werk von ihm auf die eigene 
Art und Weise fantastisch. Auch "Das Haus" hat mir gut gefallen,
obwohl ich finde, dass es etwas dünn ausgefallen ist. Von
Richard Laymon bin ich sonst dickere und detailliertere Bücher
gewohnt.
Der Inhalt war aber trotzdem gut. Mir gefällt die Idee von einer
Halloweenparty in einem Horrorhaus, wie das Sherwoodhaus. Ich
finde die Party hätte jedoch durchaus etwas länger werden
können und brutaler von Statten gehen können.
Ich würde ja jetzt noch etwas jammern, weil Personen gestorben
sind, welche ich mochte, aber das passiert in Büchern von
Richard Laymon halt. Dann kann man froh sein, wenn überhaupt
jemand überlebt.


Auch in den Mai starte ich mit einem Buch von Richard Laymon, 
diesmal ist es "Der Killer".