Mein Jahr im Ausland ♥

Hallo ihr Lieben,

Während meiner Schulzeit habe ich immer von einem Schüleraustausch geträumt – leider wurde dies an meiner Schule nicht angeboten, sodass ich stattdessen früh den Wunsch entwickelt habe, als Aupair in einem fremden Land zu arbeiten. Da ich es liebe mit Kindern zusammen zu arbeiten und für mich schon seit meiner eigenen Kindergartenzeit feststand, dass ich einmal als Erzieherin tätig sein möchte, war ein Aupairjob optimal, da es meinen Berufswunsch und meine Sehnsucht nach fernen Ländern und Reisen verknüpft. Jedoch erschien mir dieser Traum stets unerfüllbar. Meine Mutter wollte, dass ich nach der Schule schnellstmöglich Geld verdiene und ausziehe und auch ich selbst stand mir häufig beim Erfüllen meiner Träume im Weg. Meine Schüchternheit und meine Ängste galten lange Zeit als unüberwindbar für mich. Nach dem Fachabi habe ich mich dann erstmal meiner Erzieherausbildung gewidmet. Die drei Jahre waren ziemlich stressig und ich habe reichlich Höhen und Tiefen erlebt und als ich die Ausbildung endlich erfolgreich abgeschlossen habe war ich unendlich erleichtert. Meine Mitschüler/innen hatten schon Monate vorher fleißig mit Bewerbungen schreiben angefangen oder wurden übernommen und ich hatte noch absolut keine Ahnung, wie es weiter gehen soll. Mich hat zu der Zeit ein fester Arbeitsplatz eher abgeschreckt. Jeden Tag immer und immer wieder seine Arbeitsstunden absitzen und das dann für die nächsten Jahre? Nein, danke! Ich wollte doch abhauen und die Welt erobern. Ich habe also nachgedacht und über meine Alternativen nachgedacht. Und da tauchte plötzlich der Wunsch von früher wieder auf: Aupair! Und dann ging alles irgendwie ziemlich schnell. Ich habe ausgiebig recherchiert und mich anschließend auf einer Website angemeldet. Auf dieser konnten Familien ein Aupair suchen oder Leute wie ich eine Familie. Man hat immer passende Vorschläge erhalten und konnte diese Familien dann kontaktieren, wenn man Interesse hat. Ein bisschen wie Tinder, nur für Gastfamilien. Mein Wunschziel war eigentlich Australien, schon immer. Auch schon damals in der Schule. Keine Ahnung wieso mich Australien so reizt, aber ich wollte unbedingt dorthin. Allerdings war mir Australien im Endeffekt zu teuer, ich kam schließlich frisch aus der Erzieherausbildung, in welcher man leider nichts verdient, mein Budget war deshalb sehr eingeschränkt. Außerdem war es nicht nur teuer, sondern mir war es auch nicht sicher genug, da man vorher nie weiß, ob man das Visum (für welches man vorab bezahlt) auch wirklich bekommt. Okay, es hieß zwar, dass man als Deutsche nicht wirklich Probleme haben sollte, ein Visum ausgehändigt zu bekommen, aber es hieß auch, dass es immer Ausnahmen geben kann und diese Ausnahme wollte ich nicht sein. Da ich aber super viele Anfragen bekommen habe (meine abgeschlossene Erzieherausbildung war für viele Familien sicherlich ein Pluspunkt) hatte ich die freie Auswahl in welches Land es letztendlich gehen soll. Gleich die erste Familie mit der ich geskypet habe war mir sympathisch und nach ein paar Anrufen stand fest: Dies soll meine Gastfamilie sein. Meine Gastfamilie hat einen Vertrag formuliert, welcher von beiden Seiten unterschrieben wurde und dann war es offziell. In wenigen Wochen sollte mein großes Abenteuer losgehen. Bald würde ich ein Jahr in Rom leben! Rom, die ewige Stadt. Ein Koffer wurde gekauft, ein Flug wurde gebucht und es wurden noch ein paar Utensilien eingekauft. Zum ersten Mal in meinem Leben fühlte ich mich selbstsicher und gut, weil ich alles alleine geplant, organisiert und geregelt habe. Und auch, weil ich nun endlich einen Plan für meine Zukunft hatte. Am Meisten hatte ich Angst meiner Mutter von allem zu erzählen. Manche von euch kennen die Sorte von Müttern vielleicht, die Angst haben, wenn das jüngste Küken das Nest verlässt. Und dann wollte dieses Küken, welches immer besonders ängstlich und unselbstständig war, auch noch in ein fremdes Land. Zuerst war sie demnach nicht sonderlich begeistert, aber letztendlich hat sie sich dann doch für mich gefreut. Sie sagt selbst, dass der Abschied ihr leichter gefallen ist, weil sie ein gutes Gefühl hatte, was meine Gastfamilie betrifft und weil sie das Gefühl hat, dass dieses Jahr mich stärker und selbstbewusster machen kann. Und so war es letztendlich auch. Der Start von meinem Abenteuer liegt nun schon fast drei Jahre zurück. Mittlerweile hat sich in meinem Leben einfach alles geändert. Ich habe einen festen Job (und finde das mittlerweile gar nicht mehr so schlimm, wie früher) – Natürlich als Erzieherin. Ich bin in eine fremde Stadt gezogen (nicht so weit weg von meiner alten Heimatstadt, aber immerhin) und ich habe endlich meine große Liebe getroffen. Wir sind nun schon weit über ein Jahr zusammen und seit ein paar Tagen wohnt er auch bei mir. Ich stehe endlich auf eigenen Beinen und habe mein Leben im Griff. Ab und zu bin ich immer noch viel zu schüchtern und meine Ängste haben mich auch noch heute ab und zu im Griff, aber alles in allem hat mich mein Jahr als Aupair sehr verändert. Ich kann euch nur raten ebenfalls als Aupair zu arbeiten, wenn ihr die Möglichkeit dazu habt. Allerdings muss ich auch eine Warnung aussprechen. Diese Warnung hat mir meine Gastmutter, welche selbst ein Jahr im Ausland gelebt hat ganz am Anfang auch gegeben: Wenn ihr ein Jahr woanders lebt, wird ein Teil von eurem Herzen immer dort bleiben. Die erste Zeit in Deutschland war echt hart für mich und das ist es noch heute. Bald werde ich das erste Mal nach meinem Aupairjahr wieder in Rom sein und ich habe Angst, weil der Abschied sicher furchtbar wird, aber gleichzeitig freue ich mich auch. Jedoch steht eigentlich jetzt schon fest, dass ich irgendwann für immer dort leben möchte, denn die Stadt hat mich so überwältigt und fasziniert und meine Liebe für diese Stadt ist nicht in Worte zu fassen. Vielleicht kommt nach dem Urlaub ein kleiner Urlaubsbericht, also seid gespannt!

Bis bald,

Eure Weltenbummlerin

So war das Deichbrand Festival…

Wer meinen „Rock am Ring“ Beitrag letztes Jahr gelesen hat, weiß wie sehr ich Festivals liebe, ansonsten könnt ihr hier auch gerne nochmal nachlesen. Letztes Jahr war ich zumindest noch super frustriert, dass ich nicht bei Rock am Ring dabei sein konnte, dieses Jahr habe ich mich mehr oder weniger damit abgefunden. Ich wäre zwar immer noch gerne dabei gewesen, aber da ich mich auch sehr auf den anstehenenden Urlaub freue war es nicht allzu schlimm. Dann habe ich jedoch das Deichbrand Festival gefunden – dieses Festival kannte ich zwar schon vorher, aber als ich das Line Up gesehen habe und festgestellt habe, dass es genau in meinen dreiwöchigen Urlaub stattfindet, war ich hin und weg und wollte unbedingt hin. Ich habe also an tausenden Gewinnspielen teilgenommen, ungefähr genauso wie letztes Jahr, als ich zum Ring wollte. Ich hatte nicht wirklich viel Hoffnung, weil es letztes Jahr auch nicht geklappt hat und mal ernsthaft, wie hoch stehen die Chancen Festivalstickets zu gewinnen? Leider gab es auch nicht so viele Deichbrand Gewinnspiele und viele sahen mehr nach Fake aus. Doch wer hätte es gedacht? Bei einem Gewinnspiel hatte ich tatsächlich Erfolg und auch wenn die Seite und das Gewinnspiel echt aussahen hatte ich die ganze Zeit Angst und Bedenken – weil ich es einfach nicht fassen konnte. Gewonnen habe ich die Karten bei Instagram, die Seite heißt tabacfragrances, vielleicht wollt ihr ja mal vorbeischauen. Wer weiß? Vielleicht verlost die Seite nächstes Jahr wieder Tickets und dann könnt genau IHR dabei sein. Die Gewinnbotschaft habe ich per Direkt Nachricht erhalten und zwar als ich auf der Arbeit war. Ich habe sie in der Pause überflogen und konnte es nicht fassen. Erst Tage später habe ich dann endlich meinen Guest Voucher  per E-Mail erhalten, weil das etwas länger gedauert hat und ich die E-Mail erst kurz vor Abreise zum Festival erhalten habe, war ich noch mehr verunsichert. Mit dem ausgedruckten Voucher mussten mein Freund und ich dann zum „Gästelisten“-Eingang. Das hat sich ziemlich cool und special angefühlt. Eigentlich war es aber nur die Freiwillige Feuerwehr vor Ort, dort konnten wir uns dann unsere Bändchen abholen. Das war super entspannt, weil wir uns so nicht extra am Bändchenzelt anstellen mussten. Wir mussten am Campingplatz Eingang schon lange genug warten, das hat definitiv gereicht. Der Parkplatz war meiner Meinung nach viel, viel zu weit weg vom Campingplatz. Man musste sein ganzes Zeug vom Auto zum Platz schleppen und dann dort ewig in der Schlange warten. Es hat so lange gedauert, weil alle Gepäckstücke kontrolliert werden sollten, theoretisch. Okay, als wir endlich dran waren hat die Frau auch kurz in meinen Rucksack geschaut, aber mal ehrlich, wer weiß mit einem Blick denn ob sich etwas verbotenes im Rucksack befindet? Ich habe zum Beispiel erst später herausgefunden, dass das Trockenshampoo, welches ich dabei habe, gar nicht mit auf den Platz durfte, da die Kontrollen nicht sehr ausreichend ausgeführt wurden. Da ich es von anderen Festivals so kannte, dachte ich das Festivalgelände würde direkt an das Campinggelände anschließen, weshalb mein Freund und ich uns einen Zeltplatz weiter weg vom Eingang ausgesucht haben, damit wir nicht so lange zu den Bühnen brauchen. Leider musste man den Campingplatz wieder am Eingang verlassen und dann noch Ewigkeiten gehen (vorbei an noch einem weiteren Campingplatz, welchen wir vorher gar nicht gesehen haben) und deshalb brauchten wir immer ein Weilchen zum Festivalgelände. Schlimm war das aber letztendlich nicht wirklich, ein bisschen Fußmarsch hat ja noch niemanden geschadet. Mein Freund und ich haben nicht wirklich viele Bands gesehen, aber die, die wir gesehen haben, waren größtenteils gut. Ich wollte unbedingt Biffy Clyro und Billy Talent sehen – oder Biffy Talent und Billy Clyro, wie mein Freund und ich sie manchmal im Scherz genannt haben. Die Donots wollte ich auch gerne sehen, weil ich sie damals auf meinem aller ersten Festival gesehen habe (Area 4!) und es war großartig. Mein Freund wollte gerne Placebo sehen, welche eher ruhige (nicht unbedingt Festivaltaugliche) Lieder gespielt haben, aber dennoch hat mir der Auftritt gefallen. Es war eine schöne, ruhige Atmophäre, die Band hat zwischendurch auch nicht geredet und geklatscht wurde auch kaum bis gar nicht, es war einfach ein sehr entspannte Situation. Außerdem haben wir uns noch Cro angeguckt, zum einen weil er vor Biffy Clyro kam und zum anderen weil ich das Lied „Bye Bye“ echt schön finde, aber irgendwie hatte sein Auftritt nichts besonderes für mich. Auch das Lied fand ich live nicht so gut. Und ich habe zwar nicht wirklich Ahnung von Cro, aber ich dachte immer er hat eine Pandamaske? Die Maske war aber nur weiß und sah eher gruselig aus. Kraftklub haben wir auch gesehen, weil die Band so gefeiert wird und wir mal reinhören wollten, es war okay, aber nichts weltbewegendes. Ich mag Deutsche Musik allgemein nicht so gerne, das sollte ich vielleicht auch erwähnen. Nebenbei haben wir auch noch ein paar andere Bands gesehen, aber nur noch Emil Bulls sind mir davon wirklich im Gedächtnis geblieben. Die waren echt gut. Als Nächstes muss ich unbedingt das gute Essen ansprechen, oh Gott, ich liebe Festivalessen. Ich könnte auf Festivals so viel essen, aber leider ist es auch immer so verdammt teuer. Mein Freund und ich haben daher alles geteilt, damit wir viel probieren und gleichzeitig nicht so viel ausgeben mussten. Mein Lieblingsfestivalessenstand (was ein Wort!) war auch dabei: Handbrotzeit. Mein Freund kannte das noch nicht, weshalb ich es ihm selbstverständlich zeigen musste. So lecker. Ich hätte es gerne mehr als einmal gegessen, aber es gab so viel anderes Zeug zu probieren. Ich würde euch nun echt gerne erzählen, was wir alles hatten, aber ich krieg nicht mehr alles zusammen. Und es hat alles super geschmeckt, nur den Pulled Pork Burger fand ich nicht so geil und das obwohl ich Pulled Pork Burger eigentlich liebe. Dieser war irgendwie fad und matschig. Außerdem haben wir uns von Haribo, Sesamringen, Cornflakes, Bananen, Äpfel, Ravioli und Linsensuppe (kalt!) ernährt. Am ersten Tag haben wir auch noch Würstchen gegrillt. Apropos Essen, irgendein Idiot hat am letzten Arbeit unser Zelt mit Curry Ketchup bespritzt. Ich weiß, auf Festivals geht es nicht immer so sauber zu, aber das Eigentum von Fremdem zu beschmutzen ist meiner Meinung nach nicht so super. Vor allem weil wir ein paar Stunden danach aufbrechen wollten und es eklig ist ein super dreckiges Zelt abzubauen und einzupacken. Mein Freund wollte es sogar erst stehen lassen, aber dazu war mir das recht teure Zelt zu schade. Ansonsten hatten wir eigentlich recht ruhige und angenehme Nachbarn. Ich kenne es von anderen Festivals eigentlich nur so, dass die ganze Nacht laute Musik läuft und irgendwo immer jemand wach ist, aber hier war es nicht so. Ab ca. zwei Uhr war es eigentlich immer still und manchmal hatte ich schon Angst, dass alle evakuiert wurden und wir nichts mitbekommen haben oder das alle abgereist sind, weil es schon sehr, sehr still war. Vor allem als es dann am Samstag so gewittert hat dachte ich nun sind alle um uns herum verschwunden. Mein Freund hat ziemlich Angst vor Gewitter, aber da das Auto so weit weg war (und man zu dem auch noch durch ein kleines Waldstück laufen mussten) konnten wir nicht einfach schnell dahin gehen, als es stärker wurde. Eigentlich wollte mein Freund sogar gar nicht mit dem Auto anreisen, er hat Festivals früher immer mit dem Zug erreicht. Da wir nun aber ein eigenes Auto haben und ich das einfach entspannter finde, habe ich ihn damit gelockt, dass wir bei einem potenziellen Gewitter schnell ins Auto flüchten können, das hat ihn überzeugt, aber leider hat es in der Realität dann nicht so funktioniert. Alles in allem hat mir das Festival sehr gefallen. Vielleicht sogar mehr als Rock am Ring (pssst!) da mir dieses manchmal ein bisschen zu groß ist. Anfangs war ich immer bei Area 4, ein kleines Festival in der Nähe von meiner Heimatstadt, welches leider abgeschafft worden ist. Danach bin ich dann zu Rock am Ring gewechselt und auch wenn das auch toll war, war es mir im Vergleich zu Area 4 zu riesig, unpersönlich irgendwie. Deichbrand hat sich da schon eher so angefühlt wie bei den ersten Malen. Nur die Sicherheitskontrolle hätte vielleicht noch ausgebaut werden können. Beim Betreten des Festivalsgelände wurden wir nie kontrolliert, manchmal hat man einen kurzen, oberflächlichen Blick in meine Handtasche gewagt, aber ansonsten lief da nicht viel. Na gut, es ist letztendlich alles gut gegangen, aber darauf kann man sich leider nicht verlassen, vor allem in den heutigen Zeiten. Ansonsten wäre ich gern bald mal wieder auf dem Deichbrand. Es waren sehr schöne Tage mit meinem Freund und ich danke TABAC nochmal ganz herzlich für die gewonnenen Tickets! Falls ihr ein paar Bilder von dem Wochenende sehen wollt, schaut doch mal auf meinem Instagramaccount vorbei, ich würde mich sehr freuen! Hier geht’s zu den Fotos.

Bis dann,

Eure Weltenbummlerin

 

 

Lesemonat: Juli

 

Hallo ihr Lieben,

ich habe versucht mich nicht selbst so unter Druck zu setzen und so
viel zu lesen, wie ich eben schaffe und es hat wunderbar geklappt.
Es ist erst Mitte Juli - ich schreibe die Rezensionen diesen
Monat mal eher, weil ich bald in den Urlaub fliege - und ich habe
bisher schon vier(!) Bücher gelesen. Das ist mehr, als ich sonst
im kompletten Monat schaffe und nun habe ich noch die Hälfte des
Monats übrig und schaffe bestimmt noch ein paar Bücher mehr, vor
allem weil ich jetzt drei Wochen Urlaub habe. By the way: zu 
meiner Urlaubsplanung folgt auch noch ein Blogpost, also seid
gespannt!
Aber nun erstmal viel Spaß mit den Rezensionen:

Lesemonat Juli im Überblick:

Gelesene Bücher: 6
Seiten insgesamt: 
Buchtitel: 1. "Bruderlüge" von Kristina Ohlsson
           2. "Teufelskälte" von Gard Sveen
           3. "To all the boys I've loved before" von Jenny Han
           4. "Bilder deiner großen Liebe" von Wolfgang Herrndorf
           5. "Honeymoon XXL - Vom Standesamt ins Outdoor-Abenteuer"
              von Julia und Stefan Richter
           6. "Eine von uns" von Harriet Cummings                 


1. "Bruderlüge" von Kristina Ohlsson

Inhaltsangabe: "Martin Benner befindet sich in der Hand von 
Unterweltboss Lucifer, der ihm den Auftrag erteilt, Mio zu finden – 
den Sohn der Serienmörderin Sara Texas. Wohl fühlt sich Benner 
damit nicht, schließlich arbeitet er nun für denjenigen, der Sara 
solche Angst einjagte, dass sie von einer Brücke gesprungen ist. 
Doch damit nicht genug: Jemand ist dabei, Benner zwei Morde 
anzuhängen, und er hat keine Ahnung, wer das ist. Als Benner von 
seiner eigenen Vergangenheit eingeholt wird, begreift er, dass er 
nicht durch Zufall in die ganze Geschichte geraten ist, sondern 
dabei eine wichtige Rolle spielt."

Bruderluege von Kristina Ohlsson

 
Genre: Thriller
Seiten: 445
Titel: 5/5
Cover: 4,5/5
Inhalt: 5/5
Schreibstil: 5/5
Charaktere: 4/5

Kürzlich habe ich das Buch "Schwesterherz" gelesen und fand es
großartig. Diesen Monat habe ich die Fortsetzung "Bruderlüge"
gelesen und fand es noch großartiger! Das Buch war so spannend,
ich konnte es nicht mehr aus der Hand legen. Das offene Ende und
das Versprechen auf einen dritten Teil haben mich sehr glücklich
gemacht - na gut, das offene Ende hat mich eher in den Wahnsinn
getrieben, aber ich freue mich so auf den nächsten Teil, da diese
Reihe einfach extrem spannend ist. Alles ist irgendwie
durcheinander und verwirrend - aber auf eine spannende Weise - 
und dann setzt sich alles so brilliant und einleuchtend zusammen,
das ist wirklich ganz große Klasse, was Kristina Ohlsson da 
abgeliefert hat.
Ich bin wirklich so begeistert, ich kann meine Begeisterung gar
nicht in Worte fassen, also sag ich nur: LOS, IHR MÜSST DIESE
BÜCHER LESEN! SOFORT! 
Die Kapitelanfänge haben mich leider genauso sehr genervt, wie 
beim Vorgänger "Schwesterherz", diese sind nämlich in Großbuchstaben
geschrieben. (Beispiel: "DER TAG WOLLTE KEIN ENDE nehmen.") Ich 
finde es schon blöd, dass man so angeschrien wird, weil das sehr 
aggressiv wirkt, aber warum dann nicht mal der komplette Satz 
großgeschrieben wird und nur ein Wort klein, verstehe ich nicht 
wirklich.

Zum Schluss habe ich noch ein paar Zitate für Euch, welche mir
gefallen haben:

- "Am liebsten hätte ich mich zusammengekauert und darum
gebettelt, in Ruhe gelassen zu werden. Aber so was funktioniert
nur, wenn es Menschen sind, die man anfleht, nicht die Sünden
der Vergangenheit." (S. 46)

- "Ich war unschuldig und würde mich auch genau so verhalten:
zur Arbeit gehen, das Kind zur Tagesstätte bringen und zweihundert
Runden in dem Hamsterrad abreiten, das sich für gewöhnlich
Alltag nennt." (S. 48)

- "Ich habe mich schon gefragt, ob Didrik allen Stil verloren hat."
(S. 215) Dieses Zitat finde ich besonders witzig, da Didrik Stihl
mit Nachnamen heißt. 

- "Nachts hielt mich die Vergangenheit wach und tagsüber die
Gegenwart." (S. 321)

- "Wir wissen erst, was wir gesucht haben, wenn wir es vor Augen
haben." (S. 406)



2. "Teufelskälte" von Gard Sveen

Inhaltsangabe: "Wie sehr kann man sich selbst hassen? Nie 
war Tommy Bergmann verzweifelter, nie einsamer. Da wird sein 
schlimmster Albtraum wahr. Er hielt seinen ersten Fall für gelöst. 
Doch nun geht das Morden wieder los. Auf die gleiche Weise wie 
damals. Hat er den falschen eingesperrt? Ist der wahre Mörder 
seit Jahren auf freiem Fuß? Hat er als Kommissar auf ganzer Linie 
versagt? Bergmanns neue Kollegin entdeckt eine Spur. Sie ist eine 
Frau nach seinem Geschmack: klug, verletzlich und schön. 
Doch sie hat einen Hang zu den falschen Männern."

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Genre: Kriminalroman
Seiten: 416
Titel: 4/5
Cover: 5/5
Inhalt: 3,5/5
Schreibstil: 4/5
Charaktere: 4/5

Letztes Jahr habe ich zum ersten Mal ein Buch von Gard Sveen
gelesen: "Der letzte Pilger". Diesen Monat folgte dann der
zweite Teil "Teufelskälte".
Ich habe bei der Rezension von "Der letzte Pilger" gehofft, dass
die Beziehung von Tommy und Hadja nochmal erwähnt und erwärmt
wird, aber leider kam diese in "Teufelskälte" kaum bis gar nicht
vor. Dennoch fand ich das Buch gut, nicht mein Highlight
in diesem Monat, aber solide. Wer den ersten Teil gelesen hat,
der sollte auch unbedingt den zweiten Teil lesen.
Negativ fand ich die vielen verschiedenen Sichtweisen - versteht
mich nicht falsch, eigentlich liebe ich es, wenn in Büchern
die Perspektiven von mehreren Personen erläutert werden, aber
irgendwie war es in diesem Fall too much. Es war verwirrend
am Anfang nicht zu wissen, um wen es nun eigentlich geht und
man musste immer erst einige Sätze lesen bis man es endlich
wusste. Vielleicht wäre es cooler gewesen, wenn die Namen immer
über den jeweiligen Teil gestanden hätten, aber nun gut, so ging
es auch, irgendwie.
Negativ fand ich auch, dass eine Person sterben musste, welche
ich super sympathisch fand, da ich nicht spoilern möchte, 
verrate ich nun mal nicht welchen Charakter ich meine.

Zum Schluss habe ich wie immer ein paar Zitate, welche ich mochte:

- "Wie viele Winter erlebt man in einem Leben?" (S. 253)

- "Wenn sie nur einander hatten, hatten sie doch alles, was
sie brauchten." (S. 331)


3. "To all the boys I've loved before" von Jenny Han

Inhaltsangabe (Englisch): "Lara Jean Song keeps her love letters in 
a hatbox her mother gave her. They aren’t love letters that anyone 
else wrote for her; these are ones she’s written. One for every boy 
she’s ever loved — five in all. When she writes, she pours out her 
heart and soul and says all the things she would never say in
real life, because her letters are for her eyes only. Until the 
day her secret letters are mailed, and suddenly, Lara Jean’s love 
life goes from imaginary to out of control."

Inhaltsgabe (Deutsch): Lara Jeans Liebesleben verlief bisher eher 
unauffällig. Nicht, dass es ihr an Herz oder Fantasie mangelte. 
Im Gegenteil, Liebeskummer hatte sie schon oft, und unsterblich 
verliebt war sie auch schon. Einmal sogar in den Freund ihrer 
großen Schwester. Klar, dass sie das keinem anvertrauen kann. Außer 
ihrer Hutschachtel. Denn um sich ihrer Gefühle klar zu werden, 
schreibt Lara Jean jedes Mal einen Abschieds-Liebesbrief, in dem 
sie so richtig ihr Herz ausschüttet, und legt ihn dort hinein. 
Diese fünf Briefe sind ein streng gehütetes Geheimnis. Bis zu 
dem Tag, an dem auf mysteriöse Weise jeder Brief seinen Empfänger 
erreicht und Lara Jeans rein imaginäres Liebesleben völlig außer 
Kontrolle gerät."

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Seiten: 425
Genre: Jugendliteratur
Titel: 5/5
Cover: 5/5
Inhalt: 5/5
Schreibstil: 5/5
Charaktere: 5/5

Ich liebe "To all the boys I've loved before" so sehr! Ich wollte
direkt den zweiten Teil lesen, aber leider war es in jedem
Buchladen in meiner Nähe ausverkauft, sodass ich es letztendlich
bestellt habe. Mir hat das Buch wirklich sehr gefallen und ich
freue mich schon auf die nächsten beiden Teile und auf den Film,
welcher wie ich mitbekommen habe, bald kommen soll! Ich habe
auf dem Instagramaccount der Autorin bereits Bilder von Lara
Jean und ihren Schwestern gesehen und wow, ich bin so aufgeregt!
Das Buch ist allerdings anders als ich es mir vorgestellt habe.
Ich dachte das Buch handelt sich hauptsächlich um den Inhalt
der Briefe, sogesehen viele Kurzgeschichten zu jedem Jungen,
welchen sie mal geliebt hat, inklusive dem Liebesbrief und
Erzählungen wieso es mit dem Jungen vielleicht nicht geklappt
hat oder so. Allerdings ging es, wie ich finde, eher
nebensächlich um die Briefe, klar, diese haben alles in Rollen
gebracht, aber die Geschichte handelte dann ja eher um andere
Dinge. Und ich liebe diese andere Geschichte, um die es sich
handelt! Ich liebe Lara Jean. Ich heiße ebenfalls Lara und
sie erinnert mich so häufig an mich selbst, das ist schon
fast gruselig. Außerdem LIEBE ich Peter, eindeutig mein Liebling,
von all den Jungs, die Lara Jean mochte/mag. Zu Josh habe ich
irgendwie gemischte Gefühle, als der Freund der Schwester fand
ich ihn irgendwie süß, als potenzieller Freund für Lara Jean
irgendwie doof. Zum Schluss habe ich natürlich wieder ein paar
schöne Zitate für euch:

- "I'm always wondering about the what-ifs, about the road not
taken." (S. 15)

- "I just mean that you should give people a chance to know you."
(...) "If people knew you, they would love you." He sounds so
matter-of-fact. Josh, you break my heart. And you're a liar.
Because you know me, you know me better than almost anybody, and
you don't love me." (S. 266-267)

- "It's not like in the movies. It's better, because it's real."
(S. 376)

- "I could look at his face for hours, it's so beautiful."
(S. 377)



4. "Bilder deiner großen Liebe (Ein unvollenndeter Roman) von
   Wolfgang Herrndorf

Inhaltsangabe: "Ein Mädchen steht im Hof einer Anstalt. Das Tor 
geht auf, das Mädchen huscht hinaus und beginnt seine Reise, 
durch Wälder, Felder, Dörfer und an der Autobahn entlang: 
«Die Sterne wandern, und ich wandre auch.» Isa heißt sie, und 
Isa wird den Menschen begegnen – freundlichen wie rätselhaften, 
schlechten wie traurigen. Einem Binnenschiffer, der vielleicht 
ein Bankräuber ist, einem merkwürdigen Schriftsteller, einem 
toten Förster, einem Fernfahrer auf Abwegen. Und auf einer 
Müllhalde trifft sie zwei Vierzehnjährige, einer davon, der 
schüchterne Blonde, gefällt ihr. An dem Roman über die verlorene, 
verrückte, hinreißende Isa hat Wolfgang Herrndorf bis zuletzt 
gearbeitet, er hat ihn selbst noch zur Veröffentlichung bestimmt. 
Eine romantische Wanderschaft durch Tage und Nächte; unvollendet 
und doch ein unvergessliches Leseerlebnis. «Ich halte das 
Tagebuch wie einen Kompass vor mich hin. Pappelsamen schneien 
um mich herum, und der süße Duft der Lichtnelken strömt durch 
die Nächte. Ich sehe einen Wald, aus dem vier hohe Masten aufragen 
über die Baumwipfel. Am Waldrand steht eine kleine Hütte, die 
Teil eines Wanderwegs ist, wie drei eingekastelte Zeichen 
verraten. Ein schwarzer Gedankenstrich, eine gelbe Schlange, 
ein rotes Dreieck. Mein Name.»"

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Genre: Roman
Seiten: 142
Titel: 5/5
Cover: 5/5
Inhalt: 4,5/5
Schreibstil: 5/5
Charaktere: 3,5/5

Dieses Buch habe ich für wenig Geld in einer Wühlkiste gefunden
und mich direkt in das Cover verliebt, auch den Titel fand ich
direkt wunderschön und den Klapptext vielversprechend, also hab
ich mir das Buch gekauft, obwohl es sich etwas unterscheidet,
von den Büchern, welche ich sonst lese. Dachte ich zumindest.
Ich dachte es würde sich um einen "steiferen" und kulturellen
Roman handeln, als dann jedoch direkt auf der ersten Seite
Wörter wie "kacken" und "ficken" auftauchten war ich mir sicher:
nein, das ist kein steifer, langweiliger Roman. Und so war es
dann auch. Ich habe das Buch in wenigen Stunden durchgelesen und
fand es super. Ich habe die ganze Zeit gedacht, dass mich dieser
Roman irgendwie an "Tschick" erinnert, dieses Buch habe ich vor 
ewigen mal gelesen. Ich wusste nicht, dass es sich um den gleichen 
Autor handelt, ja, sogar um eine "Fortsetzung", wenn man das denn 
so sagen will. An "Tschick" kann ich mich leider nicht mehr so
gut erinnern, ich glaube aber, dass ich nicht allzu begeistert 
war. Also ich fand es nicht schlecht, aber so begeistert wie meine 
Freundin, welche es mir empfohlen hat, war ich nicht. 
"Bilder deiner großen Liebe" fand ich aber wundervoll.
Keine Ahnung ob ich nun einfach älter, reifer und offener für so 
eine Art von Büchern bin oder ob das Buch mich einfach generell 
mehr angesprochen hat.
Vielleicht werde ich "Tschick" bei Zeiten nochmal lesen.
Ich mochte die Hauptperson Isa sehr, sehr gerne. Ihre Art
und Weise und die Sichtweise auf manche Dinge waren sehr
erfrischend. Außerdem habe ich sie für sehr klug erachtet und
inspirierend. Das Buch war allgemein sehr inspirierend.
Das der Roman unvollständig und teilweise wirr ist, hat mich
nicht gestört, eher beeindruckt und es hat die Inspiration noch
verstärkt. Am Ende ist noch ein Schlusswort angehängt, wie
es zu diesem Roman kam und warum er so ist, wie er eben ist und
das war ziemlich interessant und faszinierend.
Zwei Abschlusszitate habe ich auch noch für euch:

- "Was du heute erlebst, ist eine zukünftige Erinnerung."
 (S. 80)

- "Das Glück macht nie so glücklich wie das Unglück unglücklich."
 (S. 82)


5. "Honeymoon XXL - Vom Standesamt ins Outdoor-Abenteuer" von
   Julia und Stefan Richter

Inhaltsangabe: Eine Reise um die Welt fängt nicht am Flughafen an, 
wenn der Rucksack bereits gepackt ist, der Job gekündigt und der 
Auszug aus der geliebten Wohnung erfolgreich über die Bühne 
gebracht wurde. Nein, die Reise um die Welt beginnt bereits viel 
früher. Für Julia und Stefan Richter genauer gesagt ein Jahr 
früher – im August 2012, als sie 2 Wochen mit dem Seekajak 
durch die Stockholmer Schären paddeln. Während dieser Reise 
gibt es den Heiratsantrag – ohne Verlobungsring, dafür aber 
mit einer Weltkarte – ein eindeutiges Vorzeichen, was sie als 
verheiratetes Paar als erstes machen werden. Ein Jahr später 
begeben sich Julia und Stefan dann auf Hochzeitsreise, und 
zwar so richtig: Sie lassen ihre Jobs Jobs sein und reisen 
433 Tage lang dem Sommer nach."

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Genre: Erfahrungsbericht/Urlaubsbericht/Abenteuerlektüre
Seiten: 223
Titel: 2/5
Cover: 2/5
Inhalt: 4/5
Schreibstil: 5/5
Charaktere: 4/5

Titel: Ich mag das Wort "Honeymoon" irgendwie gaaar nicht.
Keine Ahnung wieso. Sowohl Honey, als auch Moon finde ich
eigentlich ganz schön, aber bei Honeymoon rollen sich meine
Zehnägel hoch. Leider kam der Begriff nicht nur im Titel, sondern
allgemein sehr häufig vor. Nicht mal Hochzeitsreise oder
Flitterwochen (wobei ich dieses Wort auch grässlich finde..), 
sondern meistens Honeymoon.

Cover: Das Bild mag vielleicht ganz schön sein, aber irgendwie
spricht es mich nicht so wirklich an. Die anderen Bilder,
welche auf der Reise entstanden sind und welche in dem Buch
veröffentlich waren, fand ich irgendwie schöner.

Inhalt: Den Inhalt fand ich großartig. Ich habe ja sowieso
immer riesen Lust zu reisen, aber dieses Buch hat die
Sehnsucht noch verstärker. Heimlich hat sich auch der Wunsch
eingeschlichen, dass mein Freund mir einen ähnlichen Heirats-
antrag macht und wir auch sowas erleben. Gemeinsam reisen
schweißt glaub ich sehr zusammen und das was man erlebt ist
unbezahlbar. Auch wenn ich ihre Reise interessant und die
verschiedenen Reiseziel mehr oder weniger alle fasziniert und
schön fand, hätte ich eine KOMPLETT andere Reiseroute gewählt.
Mongolei, China, Malaysia, Indonesien, Nepal, Thailand,
Kambodscha, Philippinen (...) all das sind Reiseziele die
mich nicht so interessieren. Ich würde nicht nein sagen, wenn ich
hinreisen dürfte, aber in erster Linie möchte ich andere Orte
sehen. Australien, Kanada, USA und Neuseeland reizen mich aber
zum Beispiel sehr.
Trotzdem waren die Eindrücke sehr interessant und ein paar
Länder mit denen ich mich noch nie beschäftigt habe, konnten
mich nun doch schon etwas anziehen.
Die beiden verdienen meinen vollsten Respekt, nicht nur,
weil sie die Reise durchgeführt haben, sondern auch weil sie
alles so akribisch festgehalten haben.

Schreibstil: Den Schreibstil fand ich sehr gut. Julia
könnte definitiv auch andere Bücher schreiben. Der Schreibstil
war sehr locker und angenehm und witzig war es auch des Öfteren.
Ich musste häufig lächeln oder sogar aus vollster Kehle lachen
und es gab so viele tolle Zitate, dass ich gar nicht alle 
festhalten konnte. 
Also empfehle ich euch: Lest das Buch lieber selbst, es
lohnt sich, vor allem wenn ihr Reisen und fremde Länder/Kulturen
liebt.
Ein paar Zitate habe ich nun trotzdem für euch, damit ihr einen
kleinen Eindruck vom Schreibstil und vom Inhalt bekommt:

- "Wer zu viel Wodka hatte, der wurde einfach links und rechts
am Arm genommen und ins Zelt gelegt, als wäre es das Normalste
der Welt." (S. 28)

- "Übers Bad konnten wir uns nicht beschweren, es gab nämlich
keins." (S. 58)

- "Man hat fast immer zu wenig Zeit, egal wie viel Zeit man sich
lässt." (S. 142) 

Charaktere: Naja, dazu möchte ich nicht allzu viel sagen,
weil die "Charaktere" in diesem Buch schließlich echte, lebende
Personen sind. Ich fand Julia und Stefan allerdings sehr
sympathtisch und auch die restlichen Personen welche vor kamen
wirkten größtenteils freundlich.

Ein paar andere Anmerkungen:
Ich mochte die Listen gerne, weil ich selber ein absoluter
Listenmensch bin. Die Packlisten waren also nicht nur
hilfreich, sondern auch irgendwie vertraut, da ich selbst immer
welche erstelle.
Außerdem mochte ich das "So war..." am Ende von jedem Ort, sodass
man eine kleine Zusammenfassung hatte, wie die beiden den
jeweiligen Ort fanden.
Die Bilder waren natürlich auch sehr schön, allerdings hätte
ich mir Untertitel zu den Bildern gewünscht. Und auch irgendwie
mehr Bilder. Es hieß so häufig, dass Stefan ein bestimmtes
Fotomotiv im Sinn hat und dafür finde ich hat man recht wenig
bildliche Eindrücke präsentiert bekommen.
Alles in allem fand ich das Buch trotzdem sehr gelungen.
Und ein weiterer Pluspunkt war: Ich mochte den Geruch von
diesem Buch unglaublich gerne!


6. "Eine von uns" von Harriet Cummings

Inhaltsangabe: "Sommer 1984, ein Dorf in der Provinz in England.
Alles beginnt ganz harmlos: mit dem Gefühl der Dorfbewohner, 
dass jemand in ihrem Haus war, mit Spuren von schmutzigen 
Schuhen auf der Treppe, fettigen Fingerabdrücken auf dem 
Badezimmerspiegel. Dann verschwinden Dinge, oder, noch rätselhafter, 
es tauchen andere auf. Bis schließlich eine von ihnen weg ist: 
Anna, die harmloseste, unscheinbarste von allen. Die Dorfbewohner
 beginnen sich zu bewaffnen, sie haben Angst vor dem Einbrecher, 
Angst um Anna und immer mehr auch voreinander. Kann einer von 
ihnen der geheimnisvolle Fox sein?"

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Genre: Roman
Seiten: 367
Titel: 5/5
Cover: 3/5
Inhalt: 5/5
Schreibstil: 4/5
Charaktere: 4/5

Das Buch habe ich von Vorablesen erhalten, vielen Dank dafür.
Es hat mir wirklich sehr gut gefallen. Eine spannende Geschichte
mit vielen Nebeneindrücken und Geschichten. Ich fand es sehr
erfrischend, dass das Buch aus mehreren Perspektiven geschrieben
worden ist, so hat man einen besseren Einblick bekommen.
Manchmal fand ich es etwas chaotisch, da es so viele Personen
und Dorfbewohner gab, aber insgesamt ist das ein sehr tolles Werk
und man hat sich sehr in der Zeit zurückversetzt gefühlt. Der
Schreibstil war deshalb manchmal auch etwas ungewöhlich und
altmodisch, aber das war passend und gut so. (Beispiel: "Ich
nehme an, dich ekelt vor mir", sagt Jim tonlos. Er lehnt sich
im Gestühl zurück." (S. 299)
Die Auflösung fand ich dann allerdings etwas zu schnell. Ich habe
Harvey verdächtigt, da er mir sehr unsympathisch war und er 
oftmals sehr auffällig war, die richtige Begründung fand ich dann
eher mau.
An manchen Stellen hat mir auch irgendwas gefehlt, ich kann nur
nicht wirklich sagen was. Ich hätte nur einfach gern noch mehr
Informationen, wie es mit den verbliebenen Personen weiter geht
und noch mehr Informationen warum "der Fox" getan hat, was er
getan hat. Wie gesagt, die Erklärung und das Ende allgemein hat
mir so nicht ausgereicht. Trotzdem hat mir das Buch gefallen.

Ich möchte noch mit einem Zitat abschließen:

"Wir erfinden Horrorgeschichten, damit wir über den echten
Schrecken hinwegkommen." (S. 238) 



Lesemonat: Juni

Hallo ihr Lieben,

Ich habe im Juni drei Bücher gelesen - mal wieder nicht wirklich
viel, aber ich bin zufrieden. Ich möchte mich nicht mehr selbst
so unter Druck setzen, das hemmt auf lang oder kurz nur die
Leselust. Ich wünsche euch also viel Spaß mit den folgenden
Rezensionen:


Lesemonat Juni im Überblick:

Gelesene Bücher: 3
Seiten insgesamt: 980
Buchtitel: 1. "Du stirbst nicht allein" von Tammy Cohen
           2. "Tage mit Leuchtkäfern" von Zoe Hagen
           3. "Holding up the Universe" von Jennifer Niven


1. "Du stirbst nicht allein" von Tammy Cohen


Inhaltsangabe: "Vor vier Jahren erschütterte der Mord an der 
siebenjährigen Megan Purvis ganz London. Die Leiche des Mädchens 
wurde in einem abgelegenen Waldstück gefunden, auf ihrem nackten 
Schenkel stand das Wort »Sorry«. Zwei Jahre später verschwand 
Tilly Reid, auch ihre Leiche wurde gezeichnet und im Wald gefunden. 
Vierzehn Monate danach fand man erneut eine Mädchenleiche. Der 
Mörder der drei wurde nie gefasst. Und nun ist die kleine Poppy 
Glover verschwunden."

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Genre: Thriller
Seiten: 400
Titel: 5/5
Cover: 5/5
Inhalt: 5/5
Schreibstil: 5/5
Charaktere: 4/5

Ich habe dieses Buch von wasliestdu.de als kostenloses
Leseexemplar erhalten. Vielen Dank dafür!
Das Buch hat mir richtig gut gefallen, wie man vielleicht auch
schon an der Kurzbewertung erkennen kann.
Ich möchte unbedingt auch noch das andere Buch "Während du
stirbst" lesen. Ich habe gehört, dass es genauso gut sein soll,
wie dieses.
Erst fand ich alles etwas verwirrend, da das Buch aus
vielen verschiedenen Perspektiven geschrieben wurde. Außerdem
wurden die Familien erwähnt, in denen die Kinder verschwunden
sind. Zuerst habe ich alle Familien und Mädchen vertauscht,
aber es ging irgendwann besser und auch der Inhalt wurde
besser und besser und richtig spannend. Die Teile von Rory und
Jason fand ich besonders spannend und gelungen.
Das Ende war der absolute Knaller - wirklich. Ich war erst etwas
enttäuscht, weil ich dachte das Ende wird etwas abgehackt,
weil die "Auflösung" (Täterfindung + Verhaftung) so schnell von
Statten ging, aber danach wurde es nochmal richtig gut und alles
hat sich flüssig und schlüssig aufgeklärt. Ein hammer Buch,
welches ich jedem Thrillerfan ans Herz legen kann.



2. "Tage mit Leuchtkäfern" von Zoe Hagen


Inhaltsangabe: "»Das Leben ist ein Privileg«, sagte ich. »Das Leben
ist ein Privileg?«, fragte Noah erstaunt. »Ja«, sagte ich. Noah zog 
die Luft ein, ein Lächeln umspielte seine Lippen. Er drehte sich zu 
Fred und den anderen um und fragte: »Wo zum Henker hast du denn den 
kleinen Gandhi hier her?« Du bist einsam und unglücklich, dein 
Leben wie ein falscher Film, der an dir vorbeiläuft. Bis du 
neue Freunde triffst. Gut, die sind alle ein bisschen verrückt, 
sie nennen sich »Der Club der verhinderten Selbstmörder«. Aber 
sie geben dir Halt und sind wie Leuchtkäfer in deiner bodenlosen 
Traurigkeit. Denn du hast nur das eine Leben."


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Genre: Psychothriller
Seiten: 189
Titel: 5/5
Cover: 5/5
Inhalt: 4/5
Schreibstil: 4/5
Charaktere: 5/5


Ich habe dieses Buch in einer Bücherkiste gefunden und musste
es direkt mitnehmen. Ich habe das Buch schon häufig bei
Instagram gesehen und finde das Cover echt süß und der Klapptext
hat mich auch angesprochen. Ich habe es nach dem Kauf auch direkt
gelesen, weil es ja doch ein sehr dünnes Buch ist.
Mir hat der Aufbau von dem Buch gefallen, da es in Briefform
verfasst worden ist. Die Hauptperson, welche ich sehr niedlich
fand und mich oftmals an mich selbst erinnert hat, hat Briefe
an Gott geschrieben, an welchen sie eigentlich gar nicht glaubt.
Das Buch hat mir eigentlich sehr gut gefallen, obwohl ich ehrlich
gesagt mehr erwartet habe. Das man nicht allzu viel Spannung in
so wenig Seiten packen kann war aber eigentlich zu erwarten.
Trotzdem war es ein wunderschönes, gefühlvolles und auch sehr
trauriges Buch. Ehrlich gesagt etwas ZU traurig. (VORSICHT, der
nächste Satz enthält einen Spoiler!) !! Ich habe mir nach so viel
Leid eigentlich ein Happy End gewünscht und deswegen hat es mich
sehr geschockt, dass das Buch so enden musste. !!
Ich hätte mir die ganzen Leidensgeschichten von den Freunden
gewünscht. Ich hätte es sehr interessant und spannend gefunden,
wenn man erfahren hätte, was allen widerfahren ist.
Eine Liebesgeschichte habe ich mir auch irgendwie gewünscht,
obwohl ich gar nicht so der Liebesgeschichtentyp bin, aber
irgendwie fand ich es in diesem Buch angebracht und passend.
Zum Schluss habe ich noch ein paar schöne Zitate aus dem Buch
für Euch:

"Es heißt doch, die Jugend ist die Beste Zeit des Lebens.
Nun, ich bin jung und wenn das die Beste Zeit meines Lebens
sein soll, na dann Prost." (S. 8)

"Das ist für mich Kindheit (...) und ich weiß, dass ich früher
viel glücklicher war (...) Wir hatten unsere eigenen Träume und
Vorstellungen vom Leben, wie absurd sie auch klingen mochten.
(...) Wir hatten keine Angst. Wir konnten alles werden, was wir
wollten. Astronaut oder Tierärztin oder Kürbis. Meine kleine
Schwester wollte immer Kürbis werden, wenn sie mal groß ist."
(S. 10)



3. "Holding up the Universe" von Jennifer Niven (Englisch)

Inhaltsangabe (Englisch): "Everyone thinks they know Libby Strout, 
the girl once dubbed 'America's Fattest Teen'. But no one's taken 
the time to look past her weight to get to see who she really is. 
Since her mum's death, she's been picking up the pieces in the 
privacy of her home, dealing with her heartbroken father and her 
own grief. 
Everyone thinks they know Jack Masselin too.
Yes, he's got swagger, but he's also mastered the art of fitting 
in. What no one knows is that Jack has a secret: he can't 
recognize faces. Even his own brothers are strangers to him. 
So he tells himself to play it cool: Be charming. Be 
hilarious. Don't get too close to anyone. Until he meets Libby. 
Because sometimes when you meet someone, it changes the world 
- theirs and yours."

Inhaltsangabe (Deutsch): "Der eine Mensch, der dein Leben verändert 
– Jack ist der Coolste, der Schönste, von allen geliebt und begehrt. 
Doch er hat ein Geheimnis: Er ist gesichtsblind. Auf Partys fällt es 
ihm schwer, seine Freundin unter all den anderen Frauen zu erkennen. 
Für ihn sieht ein Gesicht wie das andere aus. Dass er schon mal einer 
vollkommen Fremden ein »Hey Baby« ins Ohr raunt, halten alle für 
Coolness. Doch Jacks ganzes Leben besteht aus Strategien und 
Lügen, um sein Problem zu vertuschen: Immer cool bleiben, auch 
wenn er mal die Falsche küsst. Jedes Fettnäpfchen eine Showbühne! 
Und dann kommt Libby, die in den Augen vieler so unperfekt ist, 
wie man nur sein kann. Denn Libby ist übergewichtig. Keine 
Strategie der Welt kann das vertuschen. Libby ist die Einzige, 
die erkennt, was hinter Jacks ewigem Lächeln steckt. Bei ihr 
kann Jack zum ersten Mal einfach er selbst sein. Aber hat einer 
wie Jack den Mut, zu einer wie Libby zu stehen?Eine Geschichte 
über die eine wahre Liebe, die dir das wunderbare Gefühl schenkt, 
mit all deinen verdammten Fehlern perfekt zu sein." 
(Titel: "Stell dir vor, dass ich dich liebe")

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Genre: Roman
Seiten: 391 (423, wenn man den Auszug aus "All the Bright places"
mitzählt, welcher hinten angehängt ist.)
Titel: 5/5
Cover: 5/5
Inhalt: 3,5/5
Schreibstil: 5/5
Charaktere: 4/5

Ich muss gestehen, dass mir das Buch am Anfang nicht so sehr
gefallen hat. Ich habe aber auch sehr viel erwartet und hatte
sehr hohe Ansprüche an dieses Buch, da mir "All the bright places"
SO unglaublich gut gefallen hat.
Allerdings wurde das Buch immer besser und an manchen Stellen
hat es mich so sehr berührt, dass es mich fast umgeworfen hat.
Ich würde auch sehr gerne mehr als 3,5 Inhaltspunkte vergeben,
da das irgendwie viel zu wenig für so ein gefühlvolles und
emotionales Buch ist, aber da ich am Anfang so Probleme hatte
reinzukommen, kann ich einfach nicht mehr vergeben.
Ich mochte allerdings die Verbindung zu Supernatural sehr, ich
liebe diese Serie. (VORSICHT SPOILER! Außerdem mag ich Dean
am Meisten und fand es cool, dass Libby ausgerechnet Jack als
Dean bezeichnet hat. !!)

Zum Schluss habe ich noch ein paar schöne Zitate:

"»How's the anxiety?« - »I'm mad, but I'm breathing«" (S. 64)

Can you tell me what has you so panicked?« »All of it.«
That was my answer, even though I knew my dad was expecting
something more specific. »Everything. It was you. Me.
Aneurysm. Death. Cancer. Murder. Crime. Mean people. Rotten
people. Two-faced people. Bullies. Natural disasters. The
world has me panicked. The world did this. Especially the way
it gives you people to love and then takes them away." (S. 365)

"This is what I know about loss: 
 
              → It doesn't get better, you just get (somewhat)
                used to it.

              → You never stop missing the people who go away.
     
              → For something that isn't there anymore, it
                weighs a ton. 
 
(S. 374)


Das war es für diesen Monat! Denkt dran: Ihr seid toll, so wie
ihr seid. 
         
                      
                         YOU ARE WANTED  

Lesemonat: Mai

Hallo ihr Lieben,
ja, der Lesemonat kommt diesmal erst so spät. Ich wünschte ich würde
mal mehr Zeit für Dinge finden, die mir Spaß machen, z.b eben 
Rezensionen schreiben und vor allem auch lesen, aber irgendwie bin 
ich ständig nur gestresst und am arbeiten. Trotzdem habe ich 
diesen Monat immerhin vier Bücher geschafft, welche ich nun 
rezensieren werde, viel Spaß:


Lesemonat Mai im Überblick:

Gelesene Bücher: 4
Seiten insgesamt: 1.134 
Buchtitel: 1. "Schwesterherz" von Kristina Ohlsson
           2. "Die Tür" von Richard Laymon
           3. "Die Wildnis" von Richard Laymon
           4. "The girl before" von JP Delaney


1. "Schwesterherz" von Kristina Ohlsson

Inhaltsangabe: "Staatsanwalt Martin Benner will Bobby Tell 
eigentlich schnellstmöglich wieder loswerden: Dieser ungepflegte, 
nach Zigaretten stinkende Kerl wirkt erst mal wenig vertrauenswürdig. 
Sein Anliegen ist nicht weniger prekär: Tells Schwester Sara – eine 
geständige fünffache Mörderin, die sich noch vor der 
Verfahrenseröffnung das Leben nahm – soll unschuldig gewesen sein
und Benner soll nun posthum einen Freispruch erwirken. Vor Gericht 
hätte die Beweislage damals nicht mal ausgereicht, um Sara zu 
verurteilen, doch unbegreiflicherweise legte sie ein umfassendes 
Geständnis ab und konnte sogar die Verstecke der Tatwaffen präzise 
benennen. Benners Neugier ist geweckt, und er nimmt das Mandat an."

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Genre: Thriller
Seiten: 479
Titel: 3/5
Cover: 5/5
Inhalt: 4/5
Schreibstil: 5/5
Charaktere: 4/5

Ich mag die Bücher von Kristina Ohlsson sehr. Auch das Buch
"Schwesterherz", der erste Teil der Martin-Benner-Reihe hat mir
gut gefallen. Ich freue mich jetzt schon auf den zweiten Teil
"Bruderlüge". Ich weiß ehrlich gesagt nicht so richtig, was der
Titel mit dem Inhalt zu tun hat, aber ich hoffe, dass klärt sich
im zweiten Teil. Ich fand das Buch super spannend, manchmal etwas
verwirrend, aber im Grunde einleuchtend.
Außerdem mochte ich die Hauptfigur Martin Benner. Er war zwar
manchmal irgendwie ein totales Arschloch, aber irgendwas in mir
fand ihn trotzdem sympathisch.

Bevor wir zum schönen Teil kommen (den wundervollen Zitate
aus diesem Buch), muss ich noch einmal kurz etwas Negatives
anmerken: Ich mochte es nicht, dass die Kapitelanfänge
groß geschrieben waren, zum Beispiel: "SEHEN WIR UNS WIEDER?"
Dies wirkt meiner Meinung nach aggressiv und wie schreien und
ich fand es nicht angenehm.

Nun macht euch bereit für die Zitate:

- "Alles, was zu gut ist, um wahr zu sein, ist meist genau das:
zu gut, um wahr zu sein." (S. 104)

- "Die großen Veränderungen im Leben, so heißt es, geschehen
rasend schnell. Über Nacht oder binnen einer Sekunde ändert alles
seine Richtung." (S. 218)

- "Die Flugtickets kosteten fünfundfünfzigtausend Kronen (...)
Buisnessclass. Wenn man schon untergeht, dann wenigstens mit Stil."
(S. 255)

- "Ich hasste das Gefühl, dass meine Zukunft in den Händen von
jemand anderen lag. Ich war in eine Marionette verwandelt worden,
und von allen Rollen, die ich in meinem Leben schon gespielt
hatte, gab es keine, die verabscheuungswürdiger vorkam." (S. 427)



2. "Die Tür" von Richard Laymon

Inhaltsangabe: "Tief und düster ragt es in die Nacht empor. Das
sogenannte Horrorhaus. Schreckliche Morde sollen dort über die 
Jahrzehnte geschehen sein. Immer wieder ist die Rede von Bestien, 
die grausame Massaker in dem Haus angerichtet haben sollen. Doch 
wer soll solche Schauergeschichten schon ernst nehmen? Dem jungen 
Mark geht es vor allem darum, Alison zu beeindrucken. Das Mädchen 
verspricht ihm ein Date, eine Nacht im Horrorhaus. Im Keller des 
makabren Anwesens will Mark sich seinen Ängsten stellen – ohne zu 
wissen, dass ihn ein Inferno des Grauens erwartet…"

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Genre: Horrorroman
Seiten: 128
Titel: 3/5
Cover: 2/5
Inhalt: 2,5
Schreibstil: 3/5
Charaktere: 4/5

Ich LIEBE Richard Laymon, wirklich. Auch wenn seine Geschichten
manchmal gewöhnungsbedürftig oder seltsam sind, ich liebe die
Bücher. Als ich "Die Tür" vor Kurzem im Laden gesehen habe,
musste ich mir das Buch dann auch SOFORT kaufen und es ist auf
dem SuB direkt nach ganz oben gerutscht und wurde fast sofort
gelesen. ABER ich wurde ziemlich enttäuscht. "Die Tür" ist
eh schon ein sehr dünnes Buch und ich habe mich zwar sowieso
auf eine Kurzgeschichte vorbereitet, aber dass in diesem Buch
dann gleich ZWEI Kurzgeschichten drin waren, die nicht nur kurz,
sondern erbärmlich kurz waren und zudem ziemlich langweilig,
war dann doch nicht vorherzusehen. Ich werde deswegen beide
Kurzgeschichten einzeln bewerten, zuerst kommt nun "Die Tür", 
danach folgt "Die Wildnis". Ich habe die Keller-Reihe geliebt und
mich sehr über einen neuen Teil gefreut, aber meiner Meinung nach
wäre es besser gewesen, wenn Laymon den letzten Teil lieber
weggelassen hätte. Oh Gott, es schmerzt ein bisschen so über
meinen Lieblingsautor zu schreiben, aber ich habe mir halt mehr
erhofft. Grob gesagt handelt die Geschichte wirklich nur davon
was der Klapptext verspricht: Ein Junge möchte ein Mädchen 
beeindrucken und verbringt deswegen eine Nacht mit ihr im
Horrorhaus. Es geschieht nichts vorhersehbares, nichts 
spannendes... ja, eigentlich passiert gar nichs. Das Ende
sollte wohl spannend und gruselig sein, allerdings fand iche
es eher abgehackt und komisch. Ach man, die Idee war eigentlich
echt gut, sie ist solide und ausbaufähig. Er hätte lieber
nur eine Geschichte schreiben sollen und die dann länger und
besser ausformuliert. Zwei halbe Kurzgeschichten ist eben
auch nichts Ganzes.


3. "Die Wildnis" von Richard Laymon

Genre: Horrorroman
Seiten: 128
Titel: 3/5
Cover: 0/5
Inhalt: 3/5
Schreibstil: 4/5
Charaktere: 2/5

Thematisch hat mir eigentlich die erste Geschichte besser
gefallen, allerdings fand ich die Umsetzung von der zweiten
Geschichte besser. Wobei "besser" in diesem Fall auch nicht
"gut" heißt. Der Charakter wurde im Verlauf immer seltsamer,
so war er mir am Anfang noch sympathisch und am Ende zutiefst
unsympathisch. Es gab es paar "Höhepunkte", welche nicht so
super spannend waren, aber allgemein war es spannender als
"Die Tür".
Allerdings würde ich euch raten, dieses Buch lieber nicht zu
kaufen. Ernsthaft, mit dem Geld könnt ihr etwas besseres
anstellen.

4. "The girl before - Sie war wie du. Und jetzt ist sie tot"

Inhaltsangabe: "Manchmal habe ich das Gefühl, dass ich nicht allein 
bin. Manchmal glaube ich, dass dieses Haus mich beobachtet. Etwas 
muss hier geschehen sein. Etwas Schreckliches.
Nach einem Schicksalsschlag braucht Jane dringend einen Neuanfang. 
Daher überlegt sie nicht lange, als sie die Möglichkeit bekommt, 
in ein hochmodernes Haus in einem schicken Londoner Viertel 
einzuziehen. Sie kann ihr Glück kaum fassen, als sie dann auch 
noch den charismatischen Besitzer und Architekten des Hauses 
kennenlernt. Er scheint sich zu ihr hingezogen zu fühlen. Doch 
bald erfährt Jane, dass ihre Vormieterin im Haus verstarb – und 
ihr erschreckend ähnlich sah. Als sie versucht, der Wahrheit auf 
den Grund zu gehen, erlebt sie unwissentlich das Gleiche wie die 
Frau vor ihr: Sie lebt und liebt wie sie. Sie vertraut den 
gleichen Menschen. Und sie nähert sich der gleichen Gefahr."


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Genre: Thriller
Seiten: 399
Titel: 5/5
Cover: 5/5
Inhalt: 5/5
Schreibstil: 5/5
Charaktere: 4/5

Ich fand das Buch von JP Delaney wirklich großartig. Es war mal
etwas anderes, erfrischend, spannend. Ein Thriller der ganz
anderen Sorte. Ich kann dieses Buch wirklich jedem, vor allem
aber Thrillerfans, nur ans Herz legen.
Das Buch ist aus der Sicht von zwei Personen geschrieben:
Emma (damals) und Jane (heute) - Letztere fand ich sympathisch,
erste wurde mir immer unsympathischer.
Ich mochte den "Damals"-Teil sowieso etwas weniger, da dort
keine wörtliche Rede verwendet wurde und ich sowas immer
sehr nervig und verstörend finde.
Positiv fand ich die ganzen Listen im Buch und zwischen
den Kapiteln, das hat die Gestaltung von dem Buch aufgelockert
und ich liebe Listen. 
Auch wenn ich mir das Ende schon so gedacht habe, war es
dennoch überraschend und nachvollziehbar.

Zum Schluss habe ich noch ein paar Zitate, welche mir
gefallen haben:

- "Entschuldigen Sie sich nie für jemanden den Sie lieben, sagt
er ruhig, so stehen sie nämlich da wie ein Idiot." (S. 60)

- "Man kann seine Umgebung so blitzblank und kahl gestalten,
wie man will, wenn in einem selbst Chaos herrscht, bringt das
gar nichts. (...) sind wir doch alle auf der Suche, oder?
Nach jemandem, der sich um das Chaos in unserem Kopf kümmert."
(S. 388)

-------------------------------------------------------------

Momentan lese ich übrigens "Du stirbst nicht allein" von Tammy
Cohen, die Rezension zu diesem Buch findet ihr dann nächsten
Monat hier. :)

Lesemonat: April

Hallo ihr Lieben,

ich muss euch vorwarnen: Der Lesemonat April wird leider genauso
kurz ausfallen, wie die bisherigen. Ich könnte mich momentan
selbst in den Hintern beißen, weil ich kaum zum lesen komme
und immer tausend andere Sachen Vorrang haben (müssen), aber
ich hoffe, dass sich das bald wieder bessert und ich euch
wieder längere, bessere und ausführlichere Lesemonate bieten
kann. Aber nun legen wir los, viel Spaß:


Lesemonat April im Überblick:

Gelesene Bücher: 3
Seiten insgesamt: 1.032
Buchtitel: 1. "Wer nicht das Dunkel kennt" von Sabine Klewe
           2. "Be my girl" von Nina Sadowsky
           3. "Die unbekannte Schwester" von Theresa Prammer



1. "Wer nicht das Dunkel kennt" von Sabine Klewe


Inhaltsangabe: "Kriminalhauptkommissarin Lydia Louis steht unter
Schock: Das Unfallopfer, das sie befragen soll, ist der Rechtsanwalt 
Gregor Kepler – ein Mann, den sie aus der Vergangenheit kennt und 
dessen Gesicht sie in ihren schlimmsten Albträumen heimsucht.
Unauffällig gibt Lydia den Fall an einen jungen Kollegen ab. Kurz 
darauf werden sie und ihr Partner Chris Salomon an einen Tatort 
gerufen: In einem Teich wurde die entstellte Leiche einer Frau 
gefunden. Ihre Handtasche samt Handy liegt am Ufer. Ihr Name: 
Silvia Kastinzky. Ihr letzter Anrufer: Gregor Kepler. Diesmal 
muss Lydia den Fall übernehmen – und riskiert damit nicht nur 
ihren Job, sondern auch ihr Leben."

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Genre: Thriller
Seiten: 318
Titel: 2/5
Cover: 5/5
Inhalt: 4/5
Schreibstil: 4/5
Charaktere: 3/5

Ich ärgere mich immer ein bisschen, wenn ich erst im Nachhinein
erfahre, dass ein Buch eigentlich eine Reihe ist. Auch dieses
Buch ist bereits das Dritte und die vorigen habe ich nun
leider gar nicht gelesen.
Mir das hat Buch, welches ich vom Bloggerportal erhalten habe,
trotzdem gut gefallen. Der Inhalt war spannend und auch der
Schreibstil war angenehm.
Ab und zu hatte ich jedoch das Gefühl, manche Sachen werden
doppelt und dreifach erwähnt, dadurch haben sich manche
Stellen in die Länge gezogen und meine Lesefreude etwas
gehemmt. Alles in allem war das Buch allerdings gut und
empfehlenswert.


2. "Be my girl" von Nina Sadowsky

Inhaltsangabe: "Ellie und Rob sind das perfekte Paar. Gut aussehend, 
erfolgreich, bis über beide Ohren verliebt. Aber nur Augenblicke nach 
dem Jawort scheint alles in Scherben zu liegen. Rob verbirgt eine 
entsetzliche Vergangenheit. Je mehr Ellie erfährt, desto tiefer 
wird sie in einen Strudel aus Lügen und Verrat gezogen, der 
ihrer beider Leben bedroht. Wer ist der Mann, den sie geheiratet 
hat? Und wie weit will sie gehen, um ihre Liebe zu retten? Denn 
Rob ahnt nicht, dass auch sie nicht ehrlich zu ihm war."


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Genre: Psychothriller
Seiten:334
Titel: 4/5
Cover: 5/5
Inhalt 3/5
Schreibstil: 3/5
Charaktere: 2/5

Anfangs habe ich mir etwas ganz anderes unter diesem Buch
vorgestellt - dachte es würde eher so ähnlich werden wie
"Saving Grace - Bis dein Tod uns scheidet" von B. A. Paris.
Allerdings wurde alles dann ja ganz anders und ich weiß noch
nicht, ob ich überzeugt bin. Teilweise gefiel die Story mir
richtig gut - vor allem auch deswegen, weil ich so überrascht
wurde und es ganz anders war, als erwartet. Aber irgendwie
war es stellenweise auch richtig komisch. Die Charaktere
fand ich sehr oberflächlich und ich mochte niemanden so richtig,
beziehungsweise die Person, welche ich am meisten mochte, hat sich
hinterher als bösartig herausgestellt. Das hat mich nicht so
hart getroffen wie sonst, da die Person mir auch nicht dermaßen
ans Herz gewachsen ist, aber ich habe die negativen Beweggründe
der Person nicht nachvollziehen können, das nervt mich so ein
bisschen. 
Ansonsten fand ich cool, dass die Geschichte nach
"Davor" und "Danach" gegliedert ist - Irgendwie hat sich immer
alles perfekt ineinander gefügt.

Ein paar schöne Zitate habe ich auch herauspicken können:

"Am Horizont sind zwei verspielte Delfine aufgetaucht und
vollführen einen Sprung nach dem anderen - ein Sinnbild
von Anmut und Freiheit, das sie schmerzhaft daran erinnert,
wie unfrei sie ist." (S. 13)

"Ihr Mitleid ist so groß, dass sie darin zu ertrinken droht."
(S. 149)

"Wenn du den ersten Schritt schaffst, bekommst du auch den
nächsten hin." (S. 215)

"Ein Gefühl, das er im ersten Moment nicht benennen kann,
breitet sich in seiner Brust aus, doch dann erkennt er es.
Es ist ein Hoffnungsschimmer." (S. 303)


3. "Die unbekannte Schwester" von Theresa Prammer

Inhaltsangabe: "Lotta Fiore, gescheiterte Opernsängerin und 
ehemalige Kaufhausdetektivin, tritt ihre neue Stelle bei der 
Polizei an: Ab jetzt ermittelt sie nicht mehr undercover, sondern 
ganz offiziell. Ihre Kollegen allerdings sind alles andere als 
begeistert von der ahnungslosen Neuen, die die lange und harte 
Ausbildung überspringen durfte. Spöttisch spielen sie ihr zur 
Begrüßung eine alte Opernaufnahme vor. Der Unterschied zu ihrer 
verstorbenen Mutter, der weltberühmten Operndiva Maria Fiore, ist 
frappierend. Lotta würde am liebsten im Boden versinken. Was 
niemand weiß: Maria Fiore ist nicht ihre richtige Mutter. Sie 
hat Lotta als Kind entführt. Nur Lotta und ihre "Schwester" 
Henriette, die echte Tochter Maria Fiores, kennen die Wahrheit. 
Seit die beiden sich zwei Jahre zuvor gefunden haben, sind sie 
ein Herz und eine Seele. Doch plötzlich verschwindet Henriette. 
Und Lotta findet bei ihrer ersten Mordermittlung einen Zettel 
mit ihrem eigenen Namen. Trachtet jemand den Schwestern nach 
dem Leben?"

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Genre: Kriminalroman
Seiten: 380
Titel: 5/5
Cover: 5/5
Inhalt: 4/5
Schreibstil: 4/5
Charaktere: 4/5

Ich bin absolut begeistert von diesem Buch, welches ich von
vorablesen.de erhalten habe. Es ist zwar immer noch Luft nach
oben, aber es war schon ein kleines Highlight!
Das Buch war absolut spannend, aber auch irgendwie erheiternd
und authentisch. Ich habe wirklich jeden Charakter an
irgendeiner Stelle verdächtigt (auch den/die wirkliche(n) 
Verdächtige(n)), und trotzdem war ich am Ende überrascht.
Ich würde gern mehr von Carlotta und dem Rest lesen - well done,
Theresa Prammer!

Natürlich habe ich bei diesem wunderschönen Schreibstil auch
einige Zitate sammeln können:

"Wenn Eifersucht eine Flamme ist, dann stand ich mitten im
Feuer." (S. 123)

"Ich war so angespannt, als erwarte ich eine Explosion.
Und ich war der Auslöser. Die Frage war nur, wollte ich
ihn zünden?" (S. 192)

"Es gibt einen Punkt, an dem die Gleichgültigkeit die Führung
übernimmt und man plötzlich mit einem Schlag alles, was vorher
so wichtig war, als belanglos empfindet." (S. 208)

"Manchmal ist das Einzige was uns hilft, den größten Schmerz
zu ertragen, mit jeder Faser des Körpers zu spüren, dass wir
am Leben sind." (S. 309)



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Momentan lese ich übrigens "Schwesterherz" von Kristina
Ohlsson - nachdem ich kürzlich mein erstes Buch von dieser
Autorin gelesen habe, musste unbedingt das nächste her.
Die Rezension zu diesem Buch könnt ihr dann nächsten Monat
lesen - ich hoffe der "Lesemonat Mai" kommt schneller und
zeitnaher als dieser hier.

Bis bald,
eure Weltenbummlerin


Lesemonat: März

Hallo ihr Lieben,

obwohl ich im März eine Woche Urlaub hatte, habe ich leider nicht 
viel gelesen.
Ich hatte während der Woche so viel anderes zu tun, dass ich nicht 
dazu gekommen bin, mein SuB zu verkleinern, wie ich es eigentlich 
vorhatte, puh. Trotzdem wünsche ich euch viel Spaß mit den wenigen 
Rezensionen in diesem Monat:

Lesemonat März im Überblick:

Gelesene Bücher: 2
Seiten insgesamt: 831
Buchtitel: 1. "Kein Sterbensort" von Clara Donoghue (e-Book)
           2. "Das Mädchen im Dunkeln" von Jenny Blackhurst


1. "Kein Sterbensort" von Clara Donoghue (e-Book)


Inhaltsangabe: "Auf der Suche nach einem verschwundenen Kollegen 
stößt die Polizistin Jane Bennett auf die Leiche einer jungen Frau. 
Bei Nachforschungen stellt sich heraus, dass diese Psychologie 
studierte. Wurde das Opfer womöglich Teil eines verbotenen 
psychologischen Experiments?"

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Genre: Thriller
Seiten: 989 (e-Book) // 400 (Print)
Titel: 3/5
Cover: 3/5
Inhalt: 4/5
Schreibstil: 2/5
Charaktere: 3/5

Ich habe das e-Book von vorablesen.de erhalten. Eigentlich lese ich
ungern Bücher am Bildschirm, aber bei spannenden Büchern lohnt
sich das ab und an. Auch dieses Buch hat mir vom Inhalt gefallen.
Leider habe ich erst zu spät gemerkt, dass dies der Zweite Teil
ist. Vielleicht wäre ich auch ein bisschen wärmer mit den
Charakteren geworden, wenn ich vorher bereits mit den beiden
Ermittlern zu tun gehabt hätte - so fand ich die Charaktere eher
oberflächlich, weshalb ich keine Bindung zu ihnen aufbauen konnte.
Außerdem hat mich der Name "Lockyer" genervt. Der Schreibstil
war eigentlich okay, allerdings habe ich viele Rechtschreibfehler
gefunden, welche mein Lesevergnügen gehemmt haben. Alles in allem
aber trotzdem ein guter Thriller, dem ich Thrillerfans nur 
empfehlen kann.



2. "Das Mädchen im Dunkeln" von Jenny Blackhurst


Inhaltsangabe: "Als Dr. Karen Browning die Patientin zum ersten Mal
sieht, hält sie Jessica für einen psychologischen Routinefall. Doch
schon bald hat sie das Gefühl, dass Jessica ihre Hilfe gar nicht
sucht. Dafür scheint sie geradezu besessen von Karens Privatleben,
und sie weiß Dinge von ihr, die kein Patient wissen sollte.
Mehr und mehr fühlt Karen sich von der seltsamen jungen Frau
verfolgt, dennoch glaubt sie nicht an eine ernsthafte Gefahr.
Dann steht eines Tages die Polizei vor Karens Tür, und sie ahnt,
dass es ein großer Fehler war, Jessica zu unterschätzen..."

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Genre: Psychothriller
Seiten: 431
Titel: 2/5
Cover: 4/5
Inhalt: 4/5
Schreibstil: 5/5
Charaktere: 3/5


Das Buch fand ich eigentlich ganz gut. Das Ende war interessant, gut
ausgetüftelt und nicht so vorhersehbar. Okay ich (und bestimmt auch
einige andere) habe/n recht früh bemerkt, was abgeht, aber an sich
war es eine gute Idee. Irgendwas hat mich irgendwie dennoch
gestört, aber ich kann nicht recht benennen was. Mit den Charakteren
wurde ich nicht so recht warm, die beiden Freundinnen von Karen mochte
ich eigentlich, aber Karen selbst fand ich von Anfang an nervig und
für den Rest konnte ich mich auch nicht ganz begeistern.
Gefallen hat mir, dass ein Bezug zu dem ersten Buch von Jenny 
Blackhurst geschaffen wurde, auch wenn es nur ein kleiner war.
Außerdem wurde eine meiner Lieblingsserien - Catfish - 
erwähnt, was ich richtig cool fand. ("Ich hatte im Netz von
dieser Frau gelesen - Catfish wurde sie in dem Artikel
genannt, nach einer Reality-Fernsehshow, die Leute auffliegen
ließ, die auf Internet-Partnerbörsen logen und falsche
Angaben über sich machten, um ihre Chancen zu verbessern." (S.308))
Den Schreibstil fand ich sehr gut, ich habe auch wieder fleißig
schöne Zitate gesammelt, welche ich euch natürlich nicht
vorenthalten möchte, also los geht's:

- "Doch beim Aufwachen am nächsten Morgen hatte Bea sich
entschlossen, der miefigen Langeweile zu entkommen, auf den 
ihr Leben zusteuerte, wenn sie nicht aufpasste und mit 
ihrem Leben weitermachte wie bisher." (S. 93)

- "Manchmal dachte Bea darüber nach, wie es wohl wäre zu leben,
ohne sich selbst zu verachten. Genau zu wissen, wer man war
und auf diese Person stolz zu sein. Es war komisch, die
Leute nahmen automatisch an, dass das, was sie bestimmt
unbedingt brauchte - galt das nicht für alle Frauen? - ein
Ehemann war. Tatsächlich aber wollt sie gar nicht von einem
anderen Menschen geliebt werden. Sie wollte nur eines: ein ganz
klein wenig Zuneigung für sich selbst empfinden." (S. 95-96)

- "Es war ja nicht so, dass es ihr finaziell viel besser ging,
nur war ihr Leben eben reicher an Farben, während in meinem
Leben Grautöne vorherrschten." (S. 139)

- "Gott, das Leben war nicht gerade toll, wenn man darum betete,
die Gasleitung möge undicht sein, nur um ein bisschen Gesellschaft
zu haben." (S. 150)

- "Das Erwachsensein war in ihnen gewachsen wie ein Tumor,
zunächst fast unbemerkt, und als sie ihn schließlich bemerkten,
war er bereits im Endstadium." (S. 200)