Lesemonat: November

Hallo ihr Lieben!
Heute ist der erste Dezember. Könnt ihr das fassen? Ich noch nicht 
so wirklich. Bald ist der erste Advent und es dauert gar nicht mehr
lang bis zum heiligen Abend und bis zu meinem langersehnten
Urlaub. Habt ihr heute denn auch schon euer erstes Türchen
aufgemacht? Wenn ihr auch einen Adventskalender habt, erzählt doch
mal, was für einen ihr habt. Das würde mich mal interessieren.
Ich schätze ich werde später noch ein Foto von meinem Inhalt
machen und es bei Instagram hochladen. Also falls es euch 
interessiert, könnt ihr ja mal auf meinem Instagram-Kanal
vorbeischauen.
Jetzt widme ich mich allerdings erstmal meinem Lesemonat, viel
Spaß beim lesen!
Lesemonat November im Überblick:
Gelesene Bücher: 3
Seiten insgesamt: 1.106
Buchtitel: 1. "Träume, die ich uns stehle" von Lily Oliver (Alana
               Falk)
           2. "Das Glück an Regentagen" von Marissa Stapley
           3. "Goodbye Days" von Jeff Zentner 
1. "Träume, die ich uns stehle" von Lily Oliver (Alana Falk)
Inhaltsangabe: "Träume, die ich uns stehle" von Lily Oliver ist
eine berührende Geschichte über zwei junge Menschen zwischen 
Traum und Wirklichkeit und über die Magie einer Liebe, die selbst 
die tiefsten Wunden heilen kann. Lara kann nicht aufhören zu reden. 
Ein Zwang treibt die an Amnesie leidende junge Frau dazu, ihre 
Erinnerungslücken mit Worten zu füllen. Längst hört ihr keiner mehr 
zu, außer in den Therapiestunden, die sie als Patientin der 
Psychiatrie bekommt. Bis sie Thomas findet. Lara weiß, es ist 
falsch, ihre Verzweiflung über ihre Amnesie auf ihn abzuladen, 
denn Thomas liegt im Koma. Dennoch schleicht sie sich immer wieder 
zu ihm und bemerkt bald, dass er auf ihre Stimme reagiert. Lara 
beschließt, Thomas eine Geschichte zu erzählen: eine 
Liebesgeschichte zwischen ihr und ihm, die bald für beide realer 
wird als ihr Dasein im Krankenhaus. Ein Traum von Liebe, an den 
sich beide klammern und der die Kraft hätte, nicht nur Thomas aus 
der Dunkelheit zu holen, sondern auch Lara. Doch beide ahnen nicht, 
was für eine erschütternde Wahrheit in den Tiefen von Laras 
Geschichte auf sie wartet."
978-3-426-51897-7_Druck
Genre: Roman
Seiten: 400
Titel: 5/5
Cover: 5/5
Inhalt: 4/5
Schreibstil: 5/5
Charaktere: 5/5
Bevor ich euch meine Meinung über dieses Buch mitteilen, muss
ich euch von dem - wie ich finde - sehr schönen Weg berichten,
über welchen dieses Buch mich erreicht hat. 
Die liebe Alana selbst hat mir nämlich bei Instagram 
geschrieben und mich gefragt, ob ich Interesse daran hätte ihr
Buch zu lesen und zu rezensieren. Und das hatte ich natürlich,
nachdem mir ihr erster Roman "Die Tage, die ich dir verspreche"
so gut gefallen hat. Ich muss schon sagen, im ersten Moment war
ich sehr verwirrt, weil ich nicht wusste, dass Alana Falk und
Lily Oliver dieselbe Person sind, aber dann hat es *klick*
gemacht und das Buch hat sich auf den Weg zu mir gemacht.
Seitdem ist nun schon einige Zeit vergangen und es tut mir Leid,
dass die Rezension so super spät kommt. Ich habe den Monat zwar
direkt mit dem Buch begonnen, aber ich komme immer erst zum Ende
des Monats dazu mich in Ruhe an den Computer zu setzen und
die Rezensionen zu verfassen. Beziehungsweise erst am Anfang des
nächsten Monats, so wie heute.
Aber jetzt möchte ich euch meine Meinung nicht mehr vorenthalten,
denn: Das Buch ist großartig, absolut wundervoll! Wenn ihr
es noch nicht kennt, geht sofort los und kauft es euch. Wer den
ersten Teil schon schön fand, wird den zweiten Teil vergöttern,
denn meiner Meinung nach war er noch tausendmal besser!
Viel gefühlvoller, autentischer und spannender. Und ja, ich musste
zwischendurch auch ein bisschen weinen. Ich war hin und her
gerissen zwischen Freuden- und echten Tränen. Das Buch hat mir
natürlich besonders gut gefallen, weil die Hauptperson meinen
Namen, Lara, trägt. Komisch war nur, dass sie sich in Thomas
verliebt, so heißt nämlich mein Stiefvater und meinen und seinen
Namen in einer romantischen Verbindung zu lesen war manchmal
schon etwas... gruselig. Ich habe einen kleinen Minuspunkt,
welchen ich am Ende äußere, aber ansonsten war es wirklich
perfekt - ein kleines Meisterwerk der Gefühle.
Bevor ich zu meinem Lieblingspunkt, den schönen Zitaten komme,
muss ich erst noch die Aufmerksamkeit auf das wunderschöne 
Cover legen: Die beiden Romane haben wunderschöne Cover, 
welche irgendwie ähnlich, aber auch komplett unterschiedlich
aussehen - das gefällt mir total! Außerdem ein weiterer Pluspunkt,
welcher mir das Gefühl gibt, Alana hat dieses Buch nur
für mich geschrieben: Das Buch ist grün! Meine absolute
Lieblingsfarbe.
So, nun folgen ein paar meiner Lieblingszitate, die euch
vielleicht ansatzweise vermitteln können, wie schön der
Schreibstil ist:
1. "Wenn das Leben ein Computerspiel wäre", sage ich, "könnte
man einfach nochmal von vorne anfangen." Dann würde ich einen
anderen Weg einschlagen, einen, der genau hierher führt, zu
diesem Augenblick mit ihr." (S. 305)
2. "Du hast mir zärtliche Worte ins Ohr geflüstert und mich
auf Händen getragen. Du hast mich alles vergessen lassen, alles.
Nur eines nicht. Wie sehr du mich liebst." (S. 321)
Ich fand es außerdem witzig nicht nur schöne Zitate zu sammeln,
sondern auch Gemeinsamkeiten zwischen mir und der Hauptfigur
Lara, welche ich nun mit euch teilen möchte:
1. Wir besitzen keinen Führerschein.
2. Wir bleiben stehen, wenn die Ampel rot zeigt, auch wenn
weit und breit kein Auto in Sicht ist. 
3. Lara besitzt hinterher eine "Rostlaube, welche eh keiner 
klauen würde" - genauso wie mein Freund und ich. Manchmal
vergessen wir unseren kleinen VW Polo abzuschließen und dennoch
passiert nie was, weil niemand an ihm interessiert ist.
4. Lara erinnert sich zwar kaum an etwas, hat aber das Gefühl erst
einmal in einem fremden Land gewesen zu sein und zwar in Italien,
genauer gesagt in Rom. Und wer meinen Blog schon etwas länger
verfolgt weiß: Ich liebe Rom. Nein, mehr als lieben. Rom ist meine
zweite Heimat, ich habe dort ein Jahr gelebt und gearbeitet und
würde gerne irgendwann komplett dort hinziehen. Dies ist auch einer
der Punkte, weshalb mich das Buch persönlich so berührt hat.
Alle Orte die beschrieben wurden habe ich selbst schon besucht und
das war so schön! 
Witzig fand ich übrigens dieses Zitat: "Wer fährt schon alleine 
nach Rom?" (S. 103) - Weil ich eben alleine nach Rom gefahren, 
beziehungsweise geflogen bin. Und es war sogar mein aller erster 
Flug überhaupt!
Ein anderer Grund, weshalb das Buch mich persönlich so sehr berührt 
hat ist, dass ich selbst jemanden in der Familie habe, der im Koma 
liegt - so wie Thomas.
5. Lara ist braunhaarig, erinnert sich aber daran einmal blond
gewesen zu sein. Meine Naturhaarfarbe ist ebenfalls blond, aber ich
färbe sie schon seit Jahren braun.
Zum Schluss noch der klitzekleine Minuspunkt, welchen ich oben
bereits angesprochen habe. (Spoilerwarnung!)
Mich hat es ab und zu genervt, dass Lara Thomas die Geschichte
erzählt und "er" verwendet, anstatt "du" - klar klärt sich am Ende
auf, dass Thomas nicht derjenige aus den Erzählungen ist, aber es
fühlte sich immer sehr komisch an, es so zu lesen und im Prinzip
hat es auch schon das Ende verraten (obwohl ich lange Zeit nichts
gecheckt habe, hätte das ein Indiz dafür sein können.)
Oh, am Anfang hat mich übrigens auch genervt, dass alles so
unrealistisch wirkte: Das die beiden sich zufälligerweise in Rom
wiedergetroffen haben und danach die Fahrt nach Spanien usw.,
aber als am Ende herausgekommen ist, was für ein kranker Verrückter
Laras Freund war, dann wirkte alles nur noch halb so unrealistisch
und seltsam, weil er halt etwas Stalkermäßig unterwegs war.
2. "Das Glück an Regentagen" von Marissa Stapley
Inhaltsangabe: "Wenn Geheimnisse eine Liebe zerstören, kann die 
Wahrheit sie wieder heilen? Tausend Inseln unter einem Himmel voller 
Tropfen. Das ist Maes Heimat, ein kleiner Ort am St.-Lorenz-Strom. 
Hier in Alexandria Bay hat Mae nicht nur als Kind ihre Eltern 
verloren, sondern auch ihre erste große Liebe Gabe. Eines Tages 
war er einfach verschwunden. Und so ist auch sie gegangen. Zehn 
Jahre später: Mae kehrt zurück nach Alexandria Bay, in das Inn ihrer 
Großeltern, um sich von einer schlimmen Trennung zu erholen. Aber 
ihre Großeltern haben sich verändert. Geheimnisse werden gelüftet, 
die ein neues Licht auf Gabes Verschwinden werfen. Lässt sich die 
Vergangenheit zurückerobern, und damit die Chance auf das Glück?"
images
Genre: Roman
Seiten: 301
Titel: 5/5
Cover: 5/5
Inhalt: 4/5
Schreibstil: 5/5
Charaktere: 4/5
Ich habe das Buch von vorablesen.de erhalten - Vielen Dank dafür.
Erst habe ich mich gefragt, ob dieses Buch wohl überhaupt
was für mich ist, weil ich eher Thriller lese und zu viel Kitsch
nicht leiden kann, aber es war sehr schön und es hat mir sehr
gefallen.
Am Tollsten fand ich die Karte von Alexandria Bay, weil man
sich dann alles noch besser bildlich vorstellen konnte und
weil ich so Kleinigkeiten einfach total liebe. Lustigerweise
habe ich die Karte erst etwas später gesehen und habe mir
alles schon so ähnlich bildlich vorgestellt.
Auch die Liste der Dinge, was man an Regentagen tun kann, fand
ich klasse. Auch das die Liste jedes Kapitel eröffnet hat, aber
auch das es diese Liste im Buch wirklich gab und auch über
sie gesprochen wurde. Schade fand ich, dass die Liste nur
selten Bezug zum Inhalt des Kapitels hatte. Ich hätte es schön
gefunden, wenn die Tochter (vielleicht manchmal ohne es zu
wissen), die Dinge in die Tat umsetzt, welche die Mutter auf
die Liste gesetzt hat.
Das Hin und Her mit Gabe fand ich zugegebermaße etwas nervig,
da sieht man, dass ich Liebesromane eigentlich nicht leiden kann.
Auch der Epilog hat mir leider gar nicht gefallen, alles wirkte
total abgehackt und hingeklatscht, so als ob die Autorin endlich
fertig werden wollte und keine Lust mehr hatte.
Außerdem hätte ich gerne noch mehr über Maes Vergangenheit mit
Peter erfahren, das blieb irgendwie auf der Strecke. Eigentlich
war der Anfang mit Peter überflüssig, es sollte vermutlich nur
genauer darstellen, weshalb Mae nach all den Jahren zurückkehrt.
Alles in allem fand ich das Buch aber sehr schön und zum Schluss
habe ich noch schöne Zitate für euch:
1. "Manche Geheimnisse sollten besser geheim bleiben. Andere
aber nicht, und zu den schwierigsten Aufgaben im Leben gehört,
die einen von den anderen zu unterscheiden." (S. 78)
2. "Wann ist es eigentlich genau passiert, dass er sich in Mae
verliebt hatte? Im einen Augenblick waren sie noch Kinder und
dann waren sie es plötzlich nicht mehr und er sehnte sich
nach ihr, folgte ihr auf Schritt und Tritt, als ob sie eine Spur
aus Krümeln hinter sich streute, von denen seine Seele 
lebte." (S. 110)
3. "Das hier ist nicht nur meine erste Liebe: Es wird meine
einzige bleiben." (S. 124)
4. "Gabe war immer gut darin Dinge zu bauen, besonders Mauern."
(S. 156)
3. "Goodbye Days" von Jeff Zentner
Inhaltsangabe (Englisch): "What if you could spend one last day 
with someone you lost? One day Carver Briggs had it all-three best 
friends, a supportive family and a reputation as a talented writer 
at his high school, Nashville Academy for Arts. The next day he
lost it all when he sent a simple text to his friend Mars, right
before Mars, Eli and Blake were killed in a car crash.
Now Carver can't stop blaming himself for the accident and he's
not the only one. Eli's twin sister is trying to freeze him out of
school with her death-ray stare. And Mars's father, a powerful judge,
is pressuring the district attorney to open a criminal investigation
into Carver's actions.
Luckily, Carver has some unexpected allies: Eli's girlfriend,
the only person to stand by him at school, Dr. Mendez, his new
therapist and Blake's grandmother, who asks Carver to spend a 
Goodbye Day with her to share their memories and say a proper 
goodbye to his friend.
Soon the other families are asking for a Goodbye Day with Carver,
but he's unsure of their motives. Will they all be able to make
peace with their losses, or will these Goodbye Days bring Carver
one step closer to a complete breakdown or -even worse- prison?
32621710
Genre: Roman
Seiten: 405
Titel: 5/5
Cover: 2,5/5
Inhalt: 3,5/5
Schreibstil: 5/5
Charaktere: 4/5
Ich habe mir dieses Buch in London gekauft und scheinbar
ist es (noch) nicht auf Deutsch erschienen. Zumindest habe
ich keine deutsche Inhaltsangabe gefunden. Ich fand das Buch
eigentlich schön, ich hatte zwar am Anfang meine Schwierigkeiten,
allerdings wurde es immer besser und schöner. Das Problem ist
wohl nur, dass ich mehr von diesem Buch erwartet habe. Ich habe
das Buch gekauft, obwohl das Cover mich ganz und gar nicht
angesprochen hat, weil der Klappentext so herzzerreißend und
wunderschön klang. Es passiert zwar, was hinten steht (nicht
wie in manchen anderen Büchern), aber irgendwie war es nicht
ganz so gefühlvoll wie erwartet.
Da es sich um vier Freunde handelt fand ich es es ab und zu
auch reichlich verwirrend. Ebenso verwirrend fand ich es,
dass die Hauptperson "Craver Briggs" von manchen "Blade"
genannt wurde, was so ähnlich klang wie der Name von
seinem Freund "Blake". Auch mit Mars, welcher in Wirklichkeit
Thurgood heißt und Eli bin ich manchmal durcheinander gekommen.
Irgendwie waren es zu viele ähnliche Personen. Am Ende konnte
man die Unterschiede der Jungen zwar erkennen, als für sie
die "Goodbye Days" veranstaltet wurden, aber vorher waren sie
für mich irgendwie alle gleich. 
Das Prinzip von dem Buch fand ich allerdings gut und es wäre
sicherlich auch nicht so gut zur Geltung gekommen, wenn Carver
weniger Freunde hätte, dann wären es nämlich auch weniger 
"Goodbye Days" gewesen. Da dies der Hauptpunkt der Story war, 
finde ich hätten diese Tage ruhig länger beschrieben werden 
können. Ich finde es auch irgendwie schade, dass die Familien
den Tag so strukturiert geplant haben, schöner hätte ich gefunden,
wenn sie auch eine Zeit mit den Dingen verbringen, die Carver
mit ihnen getan hat, zum Beispiel mit Videospielen usw.
Am Besten haben mir die Sitzungen mit Dr. Mendez gefallen (cooler
Typ) und der letzte "Goodbye Day" und natürlich die Zeit danach.
Abschließen möchte ich wieder mit einigen schönen Zitaten, 
welche euch hoffentlich auch so sehr gefallen:
1. "And if it's hard to watch me hurting, image how the hurting
feels." (S. 61)
2. "I watched her making these everday movements, and even in
such an ordinary moment she was extraordinary." (S. 75)
3. "We survive until we don't." (S. 87)
4. "Grief is weird. It seems to come in these waves out of nowhere.
One minute I'm standing in the ocean, fine. The next minute I'm
drowning."
5. "For the most part, you don't hold the people you love in your
heart because they rescued you from drowning or pulled you from
a burning house. Mostly you hold them in your heart because they
save you, in a million quiet and perfect ways, from being
alone." (S. 277)
6. "And I'm uncertain what to say to her when the world falls
silent again and we have to fill it with our speaking." (S. 313)
7. "We build him a monument of words we've written on the walls
of our heart." (S. 375)
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In den Dezember bin ich mit dem Buch "Dominotod" von Jonas 
Moström gestartet, welches ich von vorablesen.de erhalten habe.
Ich wünsche euch schon mal eine schöne besinnliche
(Vor-)Weihnachtszeit, weil ich nicht weiß, wann ich wieder
schreiben werde. Eventuell komme ich in meinem Urlaub häufiger
dazu. Ich wollte nämlich noch einen Blogpost über die Serie
schreiben, welche ich aktuell verfolge. :)
Seid gespannt und lasst es euch gut gehen.
Eure WeltenbummlerinX
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Mein Geburtstag ♥

Hallo ihr Lieben,

Mein Geburtstag ist nun schon etwas länger her, aber ich wollte euch unbedingt noch von meinem Geburtstsgeschenken berichten. Ich habe viele tolle Geschenke erhalten:

  • Igelsöckchen
  • Kuscheldecke
  • Eisjacke von Naketano
  • Thalia-Gutschein
  • Tasse, Untersetzer und Brotdose von Mr. & Mrs. Panda (die haben so unglaublich süße Sachen, schaut dort unbedingt mal vorbei!)
  • Pullover
  • Geld
  • Pusheen-Kuscheltier
  • (…)

Aber das Geschenk von meinem Freund hat alles übertroffen, denn er hat mir ein Wochenende in London geschenkt. Ich war vorher noch nie in London und wollte ehrlich schon immer hin. Mit meiner besten Freundin haben wir immer Pläne geschmiedet, dass wir gemeinsam das erste Mal nach London fahren und dort ins Wachsfigurenkabinett gehen. Tja, sie war dann mit ihrem Freund das erste Mal da und irgendwie nimmt mich das noch heute mit, haha. Aber nun – fast zehn Jahre nach dem meine Freundin das erste Mal dort war – war ich auch da und es war ziemlich toll! Ich wusste, dass es irgendwohin geht, ich sollte mir das Wochenende schließlich frei halten und den Freitag Urlaub nehmen, aber ich wusste absolut nicht wohin es gehen wird. Ich habe an Rom gedacht (meine Lieblingsstadt), an Paris, an Brüssel (keine Ahnung wieso, über diese Stadt haben wir noch nie geredet), ich habe sogar an Amerika gedacht, obwohl ich weiß, dass mein Freund dafür kein Geld hat. Erst als wir am Bahnhof standen hat er mir gesagt wohin es geht und ich konnte es nicht fassen – Selbst als wir da waren konnte ich es nicht fassen. Die Fahrt dauerte zehn Stunden, allerdings verging die Zeit wie im Flug – Ich liebe lange Bus- oder Autofahrten. Nur die Fährenüberfahrt hat mir gar nicht gefallen. Mir war ziemlich schwindelig und schlecht und ich lag die ganze Zeit nur rum. In London konnte man dann direkt eine Stadtrundfahrt dazubuchen, aber wir wollten London lieber auf eigener Faust erkunden. Mein Freund war vor längerer Zeit schon mal dort und kannte sich etwas aus, das Meiste war allerdings auch neu für ihn. Schade fand ich, dass Big Ben gerade restauriert wurde und deshalb nicht ganz so hübsch anzusehen war, ehrlich, irgendwie habe ich ein Talent dafür immer genau dann irgendwo aufzutauchen, wenn eine tolle Sehenswürdigkeit erneuert wird. Ich habe, wie manche bereits wissen, ein Jahr in Rom gelebt und das komplette Jahr wurde der Trevi-Brunnen restauriert. London war schön und aufregend, keine Frage, aber ich muss gestehen, dass ich es mir immer ganz, ganz anders vorgestellt habe. Das hat mich auch ein klein wenig enttäuscht, obwohl es trotzdem unglaublich schön war. Aber ich habe mir London halt immer bildlich vorgestellt und es war einer meiner Traumreiseziele überhaupt und ich schätze, wenn man sich jahrelang etwas anderes vorstellt, ist die Realität erstmal etwas enttäuschend. Ich liebe London aber immer noch, vielleicht jetzt sogar mehr denn je und ich möchte unbedingt wieder hin. Ich habe schließlich noch nicht alles gesehen. Ich wollte unbedingt noch zur Bakerstreet und Sherlock Holmes besuchen und ich würde irgendwann auch gerne mal in die Harry Potter Studies. Auch die Tower-Bridge konnte ich aus Zeitmangel nur von weit weg bewundern. Und irgendwann würde ich auch gerne mal mit dem Riesenrad fahren, auch wenn ich da erstmal noch ein wenig Überzeugungsarbeit leisten muss, da mein Freund sehr viel Höhenangst hat (und allgemein ein kleiner Angsthase ist :*) Wir haben die meisten großen Sehenswürdigkeiten angeschaut (Big Ben, Buckingham Palace, London Eye, Trafalgar Square, Westminster Abbey (…) Wir haben ein paar Parks durchlaufen und waren auf der Oxford Street einkaufen – Gott, ich habe SO viele tolle Bücher gekauft, ich LIEBE englische Bücher. Außerdem waren wir in einem süßen Teeladen und haben Tee gekauft. Mein Freund hat sich ein T-Shirt gekauft und ich habe mir noch einen Bilderrahmen, einen Blumentopf (fragt nicht, er war so wunderschön und billig und ich hatte noch Geld übrig..) und ein Faultier-Kalenderbuch geholt. Wir haben uns auch noch mit englischen Süßigkeiten vollgelanden. Wir hatten so viel Zeug und trotzdem am Ende noch so viel Geld übrig, keine Ahnung wie wir das angestellt haben. Wir mussten dann wie kleine vollgeladene Eselchen von der Oxford Street zurück zum Bus, welcher am London Eye geparkt hat. Puh, das war anstrengend und uns taten die Füße SO weh, aber es hat sich gelohnt. Oh und wir waren bei Selfridges, der Laden ist einfach unglaublich. Und in der Selfridges Food Hall gab es so viel leckeres Essen, wir hättem am liebsten ALLES probiert. In einem englischen Pub waren wir auch noch und haben auf meinen Geburtstag und unsere Liebe angestoßen, das war toll. Am Ende haben wir dann noch die Lichterfahrt mitgemacht, welche man genauso wie die Stadtrundfahrt dazubuchen konnte. Ein Glück würde ich sagen, denn alle die die Lichterfahrt nicht mitgemacht haben, hatten Pech. Wir kamen über eine Stunde zu spät am Treffpunkt an, weil die Stadtführerin überzogen hat und die anderen mussten im Regen und in der Kälte auf uns warten, während wir bereits gemütlich im Bus saßen.

Eins meiner Highlights waren übrigens die Eichhörchen. Immer, wenn ich das anderen erzählt habe, haben diese gesagt „Aber Eichhörchen gibt es doch auch hier in Deutschland“, aber ich finde das ist nicht zu vergleichen. Eichhörchen habe ich mir auch als Kind immer in London vorgestellt, weil ich gehört habe, dass die Parks voller Eichhörchen sind und so war es tatsächlich! Hier finde ich sieht man richtig selten eins. Und sie waren zudem auch noch richtig zutraulich. Einen Fuchs haben wir übrigens auch gesehen. Einen echten, großen Fuchs – mitten in der Innenstadt! Ich war ganz schön fasziniert. Ach, London du hast mein Herz erobert und ich hoffe wir sehen uns bald mal wieder!

Nun folgen ein paar Fotos, wer noch mehr sehen möchte, kann mich ja mal auf Instagram besuchen, ich würde mich sehr freuen 🙂

Wer zu meinem Instagramaccount möchte, bitte einmal hier klicken.

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Big Ben und London Eye (© Weltenbummlerinx)

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Westminster Station (© Weltenbummlerinx)

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Leckere Törtchen von Selfrigdes (© Weltenbummlerinx)

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London Eye bei Nacht (© Weltenbummlerinx)

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Themse, London bei Nacht (© Weltenbummlerinx)

 

 

Das war es erstmal, ich hoffe euch gefällt der Beitrag und die Fotos. 🙂

Bis bald,

Eure WeltenbummlerinX

Lesemonat: Oktober

Hallo ihr Lieben und Happy Halloween,

Ich habe im Oktober leider nur zwei Bücher gelesen, allerdings waren
beide Bücher unglaublich gut und ich kann ich somit nun mit zwei
sehr positiven Rezensionen dienen. Also viel Spaß:


Lesemonat Oktober im Überblick:

Gelesene Bücher: 2
Seiten insgesamt: 703
Buchtitel: 1. "Unsere verlorene Herzen" von Krystal Sutherland
           2. "Ich treffe dich zwischen den Zeilen" von Stephanie 
               Butland
   

1. "Unsere verlorenen Herzen" von Krystal Sutherland

Inhaltsangabe: Kann es mehr als eine große Liebe geben?
Der 17-jährige Henry war noch nie verliebt. Kein Herzklopfen, keine 
Schlaflosigkeit, keine großen Gefühle. Bis seine neue Mitschülerin 
Grace vor ihm steht: in schlabbrige Jungsklamotten gehüllt, mit 
einem kaputten Bein und einer kaputten Seele. Ihre Zerbrechlichkeit 
macht sie in Henrys Augen nur noch schöner. Aber Grace lässt Henry 
kaum an sich heran – bis sie ihn eines Tages völlig unvermittelt 
küsst. Henry wagt es, zu hoffen.
Doch irgendein ungreifbares Geheimnis scheint zwischen ihnen zu 
stehen..."

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(selbstfotografiert, Quelle: Instagram Weltenbummlerinx)

Genre: Roman
Seiten: 384
Titel: 4/5
Cover: 5/5
Inhalt: 5/5
Schreibstil: 5/5
Charaktere: 5/5

Ich mochte "Unsere verlorenen Herzen" von Krystal Sutherland
wirklich sehr, sehr gerne, aber ein paar negative Anmerkungen
habe ich trotzdem. Diese folgen allerdings erst am Ende, da sie
teilweise Spoiler enthalten. Eine Sache kann ich allerdings
schon vorweg sagen und die, die meinen Blog regelmäßig lesen,
wissen wie sehr ich es hasse, wenn die Kapitelanfänge groß
geschrieben werden. Ehrlich, ich kann es nur immer wieder sagen:
Diesen neuen "Trend" verstehe ich nicht. Wenn wenigstens der
komplette erste Satz großgeschrieben wäre oder aber nur das erste
Wort/der erste Buchstabe, aber neeein, es wird einfach scheinbar
willkürlich die ersten paar Wörter großgeschrieben und der Rest
des Satzes nicht. Urgh, nervig! Gibt es echt Leute die das cool
finden?
Als Nächstes möchte ich sagen, wie unglaublich schön ich das Cover 
finde!
Dieses Cover hat mich in erster Linie auch dazu bewegt, mich
überhaupt für dieses Buch zu interessieren. Der Klappentext und
die Leseprobe waren letztendlich auch gut, aber das Cover hat mich
umgehauen. Ich mag die Farben von den Herzchen sehr und sie
harmonieren so gut miteinander. Was mir vorher so nicht aufgefallen
ist, aber meiner Meinung nach sehr bedeutsam ist: Die Herzen
sind übersät von Rissen.
Außerdem mochte ich auch die Gestaltung im Inneren des Buches.
Ich LIEBE Chatgespräche, Briefe, Listen (...) alles was vom
stumpfen Fließtext abweicht. Ich finde das lockert immer alles
auf und sieht zudem noch schön und ansprechend aus.
Der Inhalt war zwar gut - er hat nicht umsonst 5 von 5 Punkten
von mir bekommen - aber ab und zu hätte ich mir eine andere
Richtung der Handlung gewünscht (dazu später mehr)
Genauso ging es mir teilweise mit den Charakteren. Ich mochte
zwar jeden - deshalb auch hier die volle Punktzahl - aber 
manchmal konnte ich die Denk- und Handlungsweise von gewissen
Personen nicht nachvollziehen. Henry zum Beispiel, mochte ich
eigentlich sehr. Ich fand ihn sehr sympathisch, irgendwie süß, 
unschuldig. Aber er hat mich stellenweise SEHR genervt - 
insbesondere dann, wenn er so naiv war und sich alles gefallen
lassen hat. Dazu muss ich aber auch sagen, dass es mich zwar
genervt hat und ich immer dachte: "Man Henry, jetzt sei mal
ein Mann und hör auf mit der Scheiße!", ich aber vermutlich 
oftmals ähnlich gehandelt hätte. Ich war auch schon so geblendet
vor Liebe, dass ich mir theoretisch (und auch praktisch)
alles gefallen lassen hätte. 
Was ich toll fand, waren die Harry Potter-Anmerkungen (ICH LIEBE
HARRY POTTER!)
und auch zum Beispiel die Erwähnung von Tumblr, da ich dort
selbst angemeldet bin und mich über die Erwähnung freue.

Nun kommen wir zu meinem Lieblingsteil - die schönen Zitate! 
Und ich habe in diesem Buch zahlreiche angesammelt, da der 
Schreibstil einfach großartig war. 

1.) "Inwischen komme ich immer dann her, wenn ich mir in 
Erinnerung rufen will, wie unbedeutend ich im Vergleich zur großen
Weite des Universums bin." - "Hört sich nach Spaß an." - 
"Der Weltraum ist das beste Mittel gegen Traurigkeit, das ich 
kenne."
- "Sich unbedeutend zu fühlen, ist nicht gerade der geeignete Weg, 
um nicht mehr unglücklich zu sein." - "Und wie, verdammt noch mal. 
Ein Blick in den Nachthimmel führt mir vor Augen, dass ich nur die 
Asche von längst verglühten Sternen bin. Ein Mensch ist eine
Ansammlung von Atomen, die für kurze Zeit eine geordnete Struktur 
bilden, um dann wieder zu zerfallen. Ich finde meine eigene 
Unwichtigkeit tröstlich." (S. 80)

2.) "Irgendwie gefällt mir die Vorstellung.", sagt sie. "Egal wie
viel Schmerz oder Angst oder Scham wir erfahren, egal wie viel 
Herzschmerz oder Trauer wir erleiden, am Ende gehen wir im Nichts
auf. Der Gedanke, dass ich am Schluss wieder ein unbeschriebenes
Blatt bin, macht mir Mut. Du bekommst einen Funken Bewusstsein
geschenkt, mit dem du anstellen kannst, was du willst, bevor du
ihn wieder ans Universum abgeben musst." (S. 81)

3.) "Wie sich herausgestellt hat, ist für immer längst nicht so
lange wie gedacht." (S. 82)

4.) "Ich wollte um sie kreisen und ihr auf meiner Umlaufbahn nah
sein, so wie die Erde im Orbit der Sonne." (S. 84-85)

5.) "Du darfst diesem Mädchen nicht verfallen, sonst bringt sie
dich noch zu Fall." (S. 85)

6.) "Weil mir nicht klar war, dass man sich in Menschen genauso
verlieben kann wie in Songs. Auch wenn ihr Lied dir anfangs nichts
sagt, verwandelt sich die unbekannte Melodie schon bald in eine
Symphonie und dringt dir unter die Haut." (S. 126)

7.) "Es gab nur uns beide und das Universum." (S. 138)

8.) "... Aber da packte sie mich am Kragen und küsste mich,
als wäre ich Sauerstoff und sie eine Ertrinkende, und ich ließ es
zu, dass sie meinen Atem von meinen Lippen sog, um sich zu retten."
(S. 180)

9.) "In diesem Moment wurde mir klar, dass Grace Town ein
zersplittertes Stück Glas war, an dem ich mich immer wieder
schneiden würde, wenn ich mich auf sie einließ." (S. 180-181)

10.) "Doch was schenkt man einem Mädchen, dessen Gedankenwelt
wie das Universum ist, während das eigene Gehirn nicht über
den kleinen Planeten Erde hinauskommt?" (S. 270)

11.) "Andere Menschen sind keine leeren Gefäße, die du mit
deinen Tagträumen füllen kannst." (S. 309)

12.) "Also hör auf zu glauben, dass jede, in die du dich verliebst,
die Eine ist. Man trifft nicht aus heiterem Himmel Seelenverwandte.
Man muss sie sich erarbeiten." - "Das weiß ich doch. Ehrlich, das
weiß ich. Es ist nur... Ich kann mir nicht vorstellen jemals wieder
so viel in einen anderen Menschen zu investieren. So viel Zeit und
Energie. So viel von mir selbst. Wie schafft man es, sich noch mal
auf dieses Wagnis einzulassen?" - "Wie schafft ein Schriftsteller,
ein neues Buch zu schreiben, wenn das erste fertig ist? Wie schafft
es ein verletzter Athlet, im Training wieder ganz von vorn
anzufangen?" (S. 346)

13.) "Gott, warum tut man sich das überhaupt ein zweites Mal an?"
- "Sich verlieben?" Ich nickte. (...) "Biologisch gesehen? Um die
menschliche Art zu erhalten. Logisch betrachtet? Weil der Anfang
einer Reise wundervoll ist. Man sieht die Kurven der Bahngleise
noch nicht, und wenn man sie dann sieht, ist es zu spöt. Wenn
du den Zug besteigst..." - "Die Zug-Metapher scheint es dir ja
angetan zu haben." - "Shh... ist es zu spät, um die Gleise zu
wechseln. Beim Einsteigen hoffst du, dass der Zug keinen Unfall
hat. Aber auch wenn es gut möglich oder sehr wahrscheinlich ist,
dass er einen Unfall hat, lohnt es sich dennoch mitzufahren,
und sei es nur, um genau das herauszufinden." - "Kann ich nicht
am Bahnhof bleiben?" - "Kannst du. Aber dann gelangst du 
nirgendwohin." (S. 347)

-> Ihr solltet auch unbedingt die Anmerkungen der Autorin am Ende
lesen. Hier stehen viele interessante und lustige Fakten über das
Buch. 

Zum Schluss noch die negativen Anmerkungen, welche ich euch am
Anfang versprochen habe: 
(VORSICHT! SPOILERWARNUNG)

Die Beziehung von Henry und Grace war von Anfang an zum Scheitern
verurteilt und auch wenn ich Happy Ends mag, finde ich es okay,
dass die beiden nicht doch noch zusammengekommen sind. Sogar
eigentlich gut. Es ist Anfangs zu viel scheiße geschehen, sodass
es Henry nicht fair gegenüber wäre. Außerdem mag ich Grace
verstorbenen Freund irgendwie, auch wenn man kaum etwas von ihm
erfährt. Allein die Tatsache, dass Grace wegen ihm so abgefuckt 
ist, zeigt deutlich wie verliebt die beiden gewesen sein müssen 
und allein das bringt mich dazu ihn zu mögen.

Allerdings verstehe ich NICHT, wirklich ABSOLUT GAR NICHT, wieso
am Ende ALLE Beziehungen scheitern müssen. Henrys Mutter und
Vater trennen sich, obwohl ich die beiden so süß zusammen fand, 
okay, sie waren manchmal etwas ZU albern und ihr Erziehungsstil
war eindeutig zu locker und gelassen, aber manchmal haben die 
beiden mich an mich und meinen jetzigen Freund erinnert und ich
finde es dämlich, dass die beiden praktisch deswegen getrennt
wurden, damit Henrys Schwester ihm ein Vortrag über Liebe halten
kann...
Das mit den Eltern kann ich allerdings noch verkraften, aber WARUM
müssen auch Lola und Georgia sich trennen?
Auch wenn der Roman unter anderem vermittelt, dass es mehrere
"große Lieben" geben kann und das man nicht auf den Einen/die Eine
hoffen soll, war es nicht nötig am Ende echt jede Beziehung
zu zerstören. Der Roman hätte auch gut funktioniert, wenn Lola und
Georgia glücklich geblieben wären.


2. "Ich treffe dich zwischen den Zeilen" von Stephanie Butland

Inhaltsangabe: Mit Piercings und tiefschwarz gefärbten Haaren 
versucht Loveday, die Welt von sich fern zu halten.
Sie ist ein wahrer Büchernarr, umgibt sich lieber mit Literatur 
als mit Menschen und trägt die Anfangssätze ihrer Lieblingsromane
als Tattoos auf dem Körper. Wirklich wohl fühlt sie sich nur in 
Archies Antiquariat. 
Der alte Mann hat ihr nicht nur einen Job gegeben, er akzeptiert sie 
vor allem, ohne Fragen zu stellen. Als Loveday Nathan kennenlernt,
scheint ihre Welt heller zu werden: Er nimmt sie mit zu einem 
Poetry Slam, und die Gedichte öffnen beiden einen Weg, sich die
Dinge mitzuteilen, für die ihnen sonst die Worte fehlen. Zwischen 
den beiden entwickelt sich eine zarte Liebe. Doch dann werden im 
Antiquariat Bücher für Loveday abgegeben, die sie zurück in ihre 
Kindheit führen und schmerzhafte Erinnerungen an eine 
Familientragödie wecken, die sie nur zu gerne weiter verdrängt hätte.
Kann sie mit Archies und Nathans Hilfe endlich mit der Vergangenheit 
Frieden schließen und über die Ereignisse hinwegkommen, die ihr 
Leben so sehr erschüttert haben?"

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(selbstfotografiert, Quelle: Instagram Weltenbummlerinx)
-> Ich finde das Bild so gelungen, weil in der Tageszeitung
zufällig der Bericht "Brandstifter gesucht" war und es im Buch
auch einmal um Brandstiftung geht...

Genre: Roman
Seiten: 319
Titel: 5/5
Cover: 4/5
Inhalt: 5/5
Schreibstil: 5/5
Charaktere: 5/5

Ich habe dieses Buch von Vorablesen erhalten und bin wahnsinnig
froh darüber! Eigentlich klingt es nämlich nicht wie ein Buch
für welches ich mich interessieren würde. Aber irgendwie hat die
Leseprobe mich so sehr angesprochen, dass ich mein Glück versuchen
musste und zack, glücklicherweise durfte ich es tatsächlich
vorablesen und es hat sich gelohnt. Vielen Dank an das
Vorablesen-Team, ohne euch wäre mir ein großartiger Roman entgangen.

Zuerst fand ich den Wechsel zwischen "Damals" und "Heute" etwas
verwirrend, aber allgemein fand ich es gut so. So hatte man einen
richtig guten Einblick in das Leben von Loveday - ich finde den
Namen übrigens richtig, richtig schön!
Schön fand ich auch, dass mein eigener Name in diesem Roman vorkam
- Lara. Zwar nur als Nebenrolle, aber immerhin. Mein Name kam nie
besonders häufig irgendwo vor und nun tritt er immer häufiger
in Büchern auf. Zuerst habe ich kürzlich die "To all the Boys I've
loved before"-Reihe mit Lara Jean gelesen, dann kam er in diesem
Roman vor und in meinem Currently Reading "Träume, die ich uns
stehle" heißt die Hauptperson auch Lara!
Außerdem kam auch der Name "Emma" vor, das gefällt mir auch, weil 
ich so gerne meine Tochter nennen würde und ich mag den Zufall
irgendwie, dass Lara und Emma zusammen vorgekommen sind.

Das Buch war sehr poetisch und irgendwie malerisch. Ich habe
mich gut beim lesen gefühlt, auch wenn es manchmal auch sehr
traurig war.
Oh, ich finde übrigens die Tattoo-Idee so schön! Gibt doch kaum
Schöneres als die Satzanfänge von den eigenen Lieblingsromanen,
beziehungsweise von Büchern, die einen geprägt haben...
Außerdem hat Whitby es mir angetan. Die Stadt kommt sehr
häufig vor und spielt eine wichtige Rolle in Lovedays Vergangenheit
und ich musste nachdem Roman erstmal Googlen und mir Bilder von
Whitby angucken. Und nun habe ich den Wunsch auch einmal nach
Whitby zu reisen und ein paar Ziele abzuklappern, an denen Loveday
war.

Der Schreibstil war auch sehr angenehm, ich habe auch wieder
fleißig schöne Zitate für euch gesammelt:

1.) "Es tut gut, daran erinnert zu werden, dass die Welt voller
Geschichten ist, die potenziell mindestens so schmerzlich sind
wie die eigene." (S. 15)

2.) "Als ich klein war, hatte ich Mum einmal gefragt, worüber
sie lachten. Sie erklärte, dass sie vor lauter Glück platzten
und das Lachen wäre wie viele kleine Explosionen, weil das
Glück nicht länger im Innern verschlossen bleiben wollte."
(S. 111)

3.) "Ich habe viele schlechte Seiten, kleinlich aber bin ich nicht.
Es gibt so viel kleinliche Idiotie auf der Welt, und wenn ich ein
Ziel im Leben habe - abgesehen davon, den Kopf einzuziehen -,
dann jenes, nicht auch noch dazu beizutragen." (S. 125)

4.) "Nathan war ein Urlaub vom Ich-Sein. Ich wollte ihn genießen,
solange er andauerte." (S. 135)


Oh, und ich liebe Lovedays Job! Ich könnte ihn zwar niemals
ausüben, da Kundenservice mir vermutlich noch weniger liegt als
Loveday, aber ich finde der Buchladen wird so schön beschrieben
und die Stimmung zwischen Archie und Loveday ist so toll,
dass ich mir manchmal gewünscht habe, ebenfalls dort zu sein!

Zum Schluss muss ich aber auch noch etwas negatives loswerden...
(VORSICHT! SPOILERWARNUNG!)

Warum musste Archie sterben? Archie war einer meiner
Lieblingscharaktere in diesem Buch, ich habe ein paar Tränen
vergoßen, als er dann wirklich gestorben ist. Manchmal sind
Autoren wirklich grausam, warum müssen sie einem kurz vor
Schluss noch so etwas reindrücken? Das ist echt nicht nett, Leute!
Ich hätte mich nach all den traurigen Szenen, dem Brand
und Lovedays grausamer Kindheit sehr über ein Happy End gefreut.
Okay, das gibt es ja irgendwie auch, wegen der Wiedereröffnung,
der Sache mit der Mutter und der Beziehung mit Nathan, aber
Archie hätte meiner Meinung nach ruhig auch ein Teil davon
sein dürfen!
Trotzdem ist es ein wundervoller Roman, den ich allen nur
ans Herz legen kann. 

Lesemonat: September

Hallo ihr Lieben,

Im September habe ich leider nur zwei Bücher gelesen, weshalb
dieser Blogpost verhältnismäßig kurz ausfallen wird. ABER ich
hatte im September Geburtstag und mein Freund hat mir ein
unglaublich tolles Geschenk gemacht, vielleicht werde ich
noch davon berichten!
Aber nun erstmal zu den Büchern:


Lesemonat September im Überblick:

Gelesene Bücher: 2
Seiten insgesamt: 737
Buchtitel: 1. "Ich soll nicht lügen" von Sarah J. Naughton
           2. "Das Auge" von Richard Laymon
   



1. "Ich soll nicht lügen" von Sarah J. Naughton

Inhaltsangabe: "Zwei Frauen umkreisen einander in einem Netz aus 
Lügen. Wer ist Täter, wer ist Opfer? »Er war die Liebe meines 
Lebens.« »Warum wusste ich nicht, dass mein Bruder verlobt ist?« 
»Er war depressiv und wollte sich umbringen.« »Mein Bruder hatte 
keine Depressionen.« »Er ist einfach gesprungen.« »Und wenn ihn 
jemand gestoßen hat?« »Ich bin die Liebe seines Lebens.« 
»Bist du seine Mörderin?« Mags' Bruder Abe liegt im Koma. Er ist
von einer Treppe zwölf Meter in die Tiefe gestürzt. Die Polizei 
glaubt seiner Verlobten Jody, dass es ein Selbstmordversuch war. 
Mags glaubt ihr nicht. Sie ist sicher, dass Jody lügt. Aber warum?"

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Genre: Psychothriller
Seiten: 384
Titel: 5/5
Cover: 5/5
Inhalt: 4/5
Schreibstil: 5/5
Charaktere: 3,5/5

Irgendwie konnte mich dieses Buch, welches ich von vorablesen.de
als Leseexemplar erhalten habe, erst nicht wirklich überzeugen.
Mit der Zeit wurde es allerdings immer besser und spannender
und alles hat sich äußerst sinnvoll zusammengefügt, sodass
ich dem Buch doch noch 4 von 5 Punkten für den Inhalt geben
kann.
Mit den beiden Hauptfiguren wurde ich nicht so ganz warm,
allerdings fand ich sie am Ende auch nicht mehr ganz so schlimm.
Abe hingegen mochte ich sehr, obwohl er im Koma liegt und man
nicht allzu viel von ihm erlebt.
Den Schreibstil fand ich großartig, ich habe auch einige tolle
Zitate sammeln können, welche ich gleich natürlich auch mit
euch teilen werde. 
Alles in allem kann ich dieses Buch weiterempfehlen, ABER
ich finde nicht, dass es sich um einen Psychothriller handelt.

Bevor ich noch ein paar Dinge nennen möchte, welche mir gefallen
haben (aber eventuell Spoiler enthalten können), widmen wir
uns der tollen Zitate:

- "Wenn sich zwei Seelen wie unsere begegnen und in einer so
starken Liebe untrennbar verschmelzen, dann kann sie nicht
wie ein Licht einfach verlöschen." (S. 36)

- "Wenn man niemanden hat, kann man auch niemanden vermissen."
(S. 120)

- "Dann warst du in mir, bewegtest dich in mir. Wir waren wie
ein Wesen, unser Atem, unser Herzschlag, das langsame
Zusammenkommen und wieder Auseinandergehen: alles aufeinander
abgestimmt, als würden sich unsere Körper bereits kennen." (S. 184)

- "Danach, in jenen stillen Sekunden, als du auf mir lagst und
ich deinen Atem an meinem Ohr und deinen Herzschlag an meinen
Rippen spürte, blickte ich auf das letzte Auflodern der
ersterbenden Sonne und ich wusste, dass ich alles hinter mir
gelassen hatte: den Schmerz, die Angst, die Scham. Da unten,
wo der Müll über den geplaten Asphalt wirbelte, war meine
Vergangenheit. Hier oben, im kalten, sauberen Wind mit dem
blutigen Himmel über mir, war meine Zukunft. Mit dir." (S. 185)

- "Ich dachte, ich könnte es, doch langsam dämmert mir, dass 
ich mir nicht mehr trauen kann. Der Mensch, für den ich mich
hielt, der Mensch, zu dem ich mich gemacht habe, war eine Lüge.
Und diese Lüge bekommt Risse wie eine Eierschale und enthüllt
nach und nach etwas Neues, Weißes, Reines." (S. 224)

- "Abe ist fort und ich muss mir all das, was von ihm geblieben
ist, tief einprägen, bevor die Dunkelheit ihn mir für immer
nimmt." (S. 291)

- "Ich kann mich verschließen, aber nicht öffnen." (S. 349)

- "Wir waren wie zwei Steine, die gegeneinander knallten.
Kein Wunder, dass Funken sprühten." (S. 371)

- "Früher fand sie ihre Aussicht, den direkten Blick auf
die Müllcontainer, schrecklich. Aber man muss ja nicht nach
unten schauen. Man kann auch den Blick heben." (S. 378)


Das waren die, wie ich finde, sehr schönen Zitate.
Nun solltet ihr nur weiterlesen, wenn ihr nichts gegen
Spoiler habt!

(!) SPOILERWARNUNG (!)

Ich habe oben ja geschrieben, dass ich mit den beiden
Hauptcharakteren erst nicht so richtig warm wurde, sie
am Ende aber nicht mehr ganz so schlimm fand. Jody wurde
mir sympathischer, als ich von ihrer Vergangenheit erfahren
habe (Ich dachte übrigens erst, die Rückblicke sind aus
Mags + Abes Vergangenheit, aber nein, dabei handelt es sich
um Jody) und Mags wurde mir sympathischer, während dem
Gerichtsprozess. Diesen fand ich wirklich außerordentlich
gelungen und spannend. Ich fand sie außerdem cool, wegen
der Aktion am Silvesterabend. Es war wirklich großartig,
wie sich das Vorwort in die spätere Handlung gemischt hat
und sich alles geklärt hat.
Ich mochte an dem Buch auch, dass Abe schwul ist. Sowas
sollte zwar nichts "besonderes" sein, sondern etwas normales,
aber da manche Menschen Homosexualität leider immer noch
als etwas umenschliches ansehen, freue ich mich immer,
wenn Bücher/Filme/Serien dieses Thema positiv behandeln.
Schade fand ich nur, dass Abes und Jodys Beziehung nur
ihrer Fantasie entsprungen ist. Die beiden waren in meiner
anfänglichen Vorstellung so ein süßes Paar und die beiden
haben mich oftmals an mich selbst und meinen Freund erinnert.
Aber so wie sich alles ergeben hat, war es dann schon gut
und passend.
Zum Schluss mochte ich die Anspielung mit Pete Goldring.
Die Vorstellung, dass Mags und Abe den gleichen Jungen gut
fanden und in ihrer Kindheit/Jugend mehr gemeinsam hatten,
als die beiden sich jemals hätten vorstellen können, ist
sowohl tröstlich, als auch traurig und schön zugleich.



2. "Das Auge" von Richard Laymon

Inhaltsangabe: "Sie sieht Dinge, die andere nicht sehen… 
grausame Dinge… Menschen, die sterben… Blut… Sie glaubt an ihre 
Visionen… Sie glaubt, dass diese Bilder reale Begenbenheiten
zeigen... Morde... Vielleicht hat sie recht…
Vielleicht ist sie einfach nur wahnsinnig… Wer weiß?"

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Genre: Horrorroman
Seiten: 353
Titel: 2/5
Cover: 2/5
Inhalt: 4/5
Schreibstil: 5/5
Charaktere: 5/5

Richard Laymon gehört seit Jahren zu einer meiner absoluten
Lieblingsautoren. Der Stil von Laymon ist einfach unverkennbar
und genial. Deswegen war ich ziemlich glücklich, als ich
erfahren habe, dass ich ein Leseexemplar von "Das Auge" vom
Bloggerportal erhalten habe. Vielen Dank dafür!
Mir hat das Buch auch wirklich sehr, sehr gefallen.
An Richard Laymon Bücher nervt mich oftmals die grausige
Übersetzung mit viel zu vielen sinnlosen Rechtschreibfehlern,
aber da diese sich in diesem Buch in Grenzen gehalten haben,
konnte ich gutes Gewissens 5 von 5 Punkte für den Schreibstil
vergeben. 1-2 Mal hieß Pen dann plötzlich "Pem" und einmal
ist ein verwirrender Zeitsprung passiert - Erst war man
bei Bodie und Melanie und in der nächsten Zeile wurde plötzlich
aus der Perspektive von Pen geschrieben - aber ansonsten gab
es recht wenig zu meckern.
Obwohl ich viele Charaktere nicht mochte (ich mochte eigentlich
nur Bodie, Pen und Pens Vater) habe ich 5 von 5 Punkten für die
Charaktere vergeben, weil ich diese drei dafür umso mehr mochte!

Ein schönes Zitat habe ich auch noch für euch:
"Sie war an seiner Seite, ein Teil von ihm, der gefehlt hatte,
wiedergefunden worden war und nie mehr verloren gehen durfte."
(S. 332)

Wenn ihr nicht gespoilert werden wollt, solltet ihr JETZT 
aufhören zu lesen: 

(!) SPOILERWARNUNG (!)

Ich HASSE fremdgehen und finde es überhaupt nicht gut, dass
Bodie Melanie mit ihrer Schwester betrügt, aber irgendwie habe
ich es auch gehofft, da ich Melanie von Anfang an doof fand
und ich Pen und Bodie sehr mochte. 

Zum Schluss noch: Das letzte Kapitel hat mich echt wahnsinnig
gemacht! Bedeutet dies etwa, dass Joyce und Harrison unschuldig
sind und Melanie vollkommen grundlos wahnsinnig geworden ist?
(Okay, meiner Meinung nach war sie schon vorher wahnsinnig
und labil, aber trotzdem) OH MEIN GOTT, das Ende war echt...
unvorhersehbar und brutal.

Lesemonat: August

Hallo ihr Lieben!
Ja, der Lesemonat August hat ein wenig auf sich warten lassen, aber
da ist er!
Ich kam in letzter Zeit nicht wirklich zum bloggen und zum lesen
auch nicht. Die drei Wochen Urlaub gingen leider viel zu schnell
vorbei und nun ist er wieder da: Der Alltag. Ich muss erstmal
wieder richtig ins Arbeitsleben reinkommen, dann lässt hoffentlich
auch der Stress nach und dann ich schaffe es hoffentlich wieder,
mich mehr meinen Hobbies zu widmen. Mal sehen. Aber jetzt
fangen wir erstmal an, bevor ich noch mehr um den heißen Brei
plaudere!

Lesemonat August im Überblick:

Gelesene Bücher: 3
Seiten insgesamt: 994
Buchtitel: 1. "P.S. I still love you" von Jenny Han
           2. "Always and forever, Lara Jean" von Jenny Han
           3. "Das Scherbenhaus" von Susanne Kliem

1. "P.S. I still love you" von Jenny Han

Inhaltsangabe (Englisch): "Lara Jean didn't expect to really 
fall for Peter. But suddenly they are together for real - 
and it's far more complicated than when they were pretending! 
A risqu video of the two of them has been posted online. Will 
Lara Jean ever live it down? Peter is spending more and more 
time with his ex. Has he still got feelings for her? A boy 
from Lara Jean's past has returned, and so too have her 
feelings for him. Can a girl be in love with two boys at once?"

Inhaltsangabe (Deutsch): "Die 16-jährige Lara Jean hatte nie 
ernsthaft vor, sich in den gut aussehenden Peter zu verlieben. 
Ihre Beziehung sollte nur vorgetäuscht sein, um seine Exfreundin 
eifersüchtig zu machen. Aber dann werden die beiden tatsächlich 
ein Paar?–?auf einer Skifreizeit der Schule küssen sie sich 
überraschend. Dass sie zusammen im Whirlpool gefilmt werden: 
peinlich. Dass das Video plötzlich in der ganzen Schule kursiert: 
ein Desaster. Und dass sich John auf Laras letzten Liebesbrief 
meldet, macht das Chaos perfekt – denn kann man in zwei Jungen 
gleichzeitig verliebt sein?"

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Genre: Jugendliteratur
Seiten: 337
Titel: 5/5
Cover: 5/5
Inhalt: 5/5
Schreibstil: 5/5
Charaktere: 5/5

Ich fand den ersten Teil dieser Trilogie großartig, wie manche
von euch sicherlich in meinem vorigen Lesemonat gesehen haben.
Ich habe mich direkt in Lara Jean, ihrer Familie und Peter
verliebt und musste deswegen natürlich auch den zweiten Teil
lesen, OBWOHL mich der Klapptext nicht angesprochen hat.
Genauer gesagt hat mich ein Satz regelrecht abgeschreckt:
"Can a girl be in love with two boys at once?"
Meiner Ansicht nach kann man nur einen Menschen lieben, wenn
man der Meinung ist Gefühle für zwei (oder mehrere) Menschen
gleichzeitig zu haben ist das für mich nichts halbes und nichts
ganzes. Deswegen HASSE ich Bücher mit dieser Thematik. Ich habe
mich trotzdem an das Buch herangewagt, auch wenn ich Angst hatte,
dass mein Traumbild von Lara Jean und Peter zerstört wird, weil
Lara Jean sich in noch einen Jungen verliebt. Allerdings war es
dann doch nicht ganz so schlimm wie erwartet. Ich glaube nicht,
dass sie wirklich in den zweiten Jungen verliebt war, sondern
sich nur an alte Gefühle geklammert hat und da es mit Peter
gerade nicht so super lief, hat sie sich eben da reingesteigert.
Ich bin nicht so froh darüber, dass sie besagten zweiten Jungen
geküsst und es sogar genoßen hat, aber damit kann ich gerade
noch so leben, da sie sich letztendlich ja für Peter entschieden
hat.

Zum Abschluss kommen mal wieder ein paar schöne Zitate:

"It might be my imagination, but I think I hear his heart
beating. His is beating and mine feels like it's breaking."
(S. 261)

"When you lose someone and it still hurts, that's when you
know the love was real." (S. 310)

"I put my hand to his chest, over his heart. I can feel it
beating. I let my hand fall away. His heart is mine, just
mine. I believe it now. Mine to protect and car for, mine to
break." (S. 336)

"So I take Peter's hand; I put it on my heart. I tell him,
"You have to take good care of this, because it's yours."
(S. 337)


2. "Always and forever, Lara Jean" von Jenny Han

Inhaltsangabe (Englisch): Lara Jean is having the best senior 
year a girl could ever hope for. She is head over heels in love 
with her boyfriend, Peter; her dad’s finally getting remarried to 
their next door neighbor, Ms. Rothschild; and Margot’s coming home 
for the summer just in time for the wedding.
But change is looming on the horizon. And while Lara Jean is 
having fun and keeping busy helping plan her father’s wedding, 
she can’t ignore the big life decisions she has to make. Most 
pressingly, where she wants to go to college and what that means 
for her relationship with Peter. She watched her sister Margot 
go through these growing pains. Now Lara Jean’s the one who’ll 
be graduating high school and leaving for college and leaving 
her family—and possibly the boy she loves—behind.
When your heart and your head are saying two different things, 
which one should you listen to?"

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Genre: Jugendliteratur
Seiten: 325
Titel: 3/5
Cover: 5/5
Inhalt: 4/5
Schreibstil: 5/5
Charaktere: 5/5

Erstmal: Es bricht mir fast das Herz, dass ich einen Punkt
für den Inhalt abziehen muss, da mir Teil drei vermutlich am
besten von allen Teilen gefallen hat, weil ich die Beziehung
mit Peter so toll finde und es wirklich nur um die beiden ging
und kein anderer Typ, wie in Teil 2, dazwischen gefunkt hat,
ABER... mir hat das Ende absolut nicht gefallen, deswegen musste
ich einfach einen Inhaltspunkt abziehen. (Mehr dazu später!)
Auch den Titel fand ich nicht so gut wie die anderen beiden, 
irgendwie passt dieser nicht so gut, meiner Meinung nach.
Außerdem hat mich gestört, dass die Kapitelanfänge wieder
großgeschrieben waren, zugegeben, dass war bei den anderen Teilen
auch der Fall, aber hier hat es mich noch gestört, vielleicht
weil mich allgemein mehr gestört hat. Zum Beispiel waren ein
paar Kapitelanfänge normal geschrieben, dieser Wechsel hat mich
noch mehr genervt. Oh Gott, bevor ich nun noch mehr negatives
raushaue, erstmal ein paar schöne Zitate:

"It feels like I am standing on top of a lighthouse, waiting
for my love's ship to come in." (S. 191)

"Things are ending, but they are beginning, too." (S. 316)

"When I'm old and gray, I will look back on this night, and
I will remember it just as it was. Is. We're still here. 
It's not the future yet." (S. 320)

Diesmal bilden die Zitate nicht das Ende, ich muss noch ein
paar negative Sachen loswerden, denn obwohl ich das Buch
ebenfalls mochte, gibt es vieles, was ich lieber anders gehabt
hätte. Ich musste nur etwas positives einschieben, damit nicht
zu viel negatives aufeinmal kommt. Die nächsten Sachen solltet
ihr auch nur lesen, wenn ihr nichts gegen Spoiler habt:

(!) Spoilerwarnung (!)

Ich LIEBE Peter, wirklich. Ich habe einen kleinen (okay großen)
Crush auf ihn. Allerdings hätte ich mir mehr von seinen Gefühlen
und Emotionen gewünscht. Als Lara Jean ihn verlassen hat, hätte
ich mir zum Beispiel ein paar Tränen gewünscht. Im Gegensatz
zu manchen anderen finde ich es nämlich nur menschlich und
durchaus niedlich, wenn Typen ihre Gefühle zeigen. Die Szene
war mir irgendwie zu oberflächlich.
Und das Ende... ja, das Ende hat mich gekillt. Ich habe mir
so gewünscht, dass Peter und Lara Jean auf ein College gehen
und habe mich insgeheim schon auf einen vierten Teil gefreut,
in dem es um die Collegezeit der beiden geht.. aber nein, es
sollte anders kommen. Ich fands schon blöd, dass Lara Jean
nicht an diesem College angenommen wurde, aber als sie sich
hinterher für das College entschieden hat, welches weiter
weg ist, bin ich förmlich ausgerastet. Klar, soll man auch
seine eigenen Träume leben usw. und ich bin auch dafür, dass
man Dinge die man unbedingt möchte ausprobiert, bevor man
später bereut es nicht getan zu haben, aber vermutlich ist
meine romantische Ader zu groß. Genauso wie ich bei der vorigen
Rezension meinte, dass ich glaube man kann nur in eine Person
verliebt sein. Liebe geht für mich über alles und ich würde
meine Beziehung über alles stellen und egal wie verlockend
das andere College (oder die andere Arbeitsstelle oder was auch
immer) auch ist.. ich würde immer die Option wählen, die mich
näher bei meinem Freund sein lässt. Jap, ich bin eine
hoffnungslose Romantikerin.
Übrigens fand ich es auch doof, dass Lara Jean und Peter NIE
Sex hatten. Okay, ich finde Sex auch nicht lebenswichtig und
ich finds toll, wenn ein Junge (oder auch ein Mädchen) lange
auf den Partner/die Partnerin wartet, bis diese/r bereit ist, 
aber Lara Jean hat sich eindeutig zu viel Zeit gelassen, 
meiner Meinung nach. Ich hätte zumindest gerne gelesen, wie
die beiden ihr erstes Mal erleben. Allerdings fand ich es
verständlich, dass Peter Lara Jean abgewehrt hat, als sie
es dann endlich tun wollte, weil es echt nur so rüber gekommen
ist, ob sie es endlich hinter sich bringen wollte und so als
ob sie einen Punkt hinter die Geschichte "Lara Jean und Peter"
setzen wollte - so war es im Prinzip ja auch. Trotzdem hätte
ich es mir zum Abschluss noch gewünscht, das hätte das Buch
mehr abgerundet, wie ich finde. Und dann hätte ich das Ende
eventuell auch gar nicht mehr so schlimm gefunden...


ABER... ich liebe die Trilogie trotzdem. Gehört nun zu meinen
liebsten. Ich liebe einfach die Charaktere, ich würde gern
noch viel mehr von Lara Jean und dem Rest lesen. Mir ist es
gar nicht so wichtig, dass irgendwas großes oder spannendes oder
wichtiges passiert, ich möchte einfach nur mehr bei diesen
Personen sein. Das klingt komisch, oder? Aber ihr Buchliebhaber
versteht mich sicher! Und deswegen freue ich mich auch so sehr,
dass bald eine Verfilmung erscheint. Klar, Filme weichen immer
ab und Bücher sind (meistens) besser als die Verfilmungen, aber
ich freue mich einfach auf mehr. Das Doofe hierbei ist nur, dass
alles, was man sich vorher bildlich vorgestellt hat zerstört
wird: Peter sieht zum Beispiel gaaar niiiiicht so aus, wie
in meinen Träumen. Ich finde den Schauspieler, welcher Peter
spielt, nicht wirklich attraktiv.. aber naja, das ist alles
Ansichtssache und deswegen möchte ich mich nicht weiter darüber
aufregen und erstmal warten wie der Film wird!


3. "Das Scherbenhaus" von Susanne Kliem

Inhaltsangabe: "Carla Brendel wird seit Monaten von einem Stalker 
verfolgt, der ihr Fotos mit bedrohlichen Motiven schickt: 
Menschliche Haut. Ein Messer. Wunden. Aus Angst vor dem Fremden 
flüchtet sie aus ihrer idyllischen Heimatstadt in Norddeutschland 
zu ihrer Halbschwester nach Berlin. In Ellens luxuriöser 
Wohnanlage "Safe Haven", die mit neuesten Sicherheitssystemen 
ausgestattet ist, fühlt sie sich beschützt. Doch kurz nach 
ihrer Ankunft verschwindet Ellen spurlos, ihre Leiche wird wenige 
Tage später aus der Spree geborgen. Ein tragischer Unfall? Oder 
wissen die anderen Hausbewohner mehr, als sie sagen? Carlas 
Zweifel wachsen. Sie bleibt und sucht nach der Wahrheit. Dabei 
merkt sie schnell, dass im "Safe Haven" ganz eigene Regeln und 
Gesetze herrschen. Und es tödlich enden kann, wenn man zu viele 
Fragen stellt…"

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Genre: Psychothriller
Seiten: 332
Titel: 4/5
Cover: 5/5
Inhalt: 3,5/5
Schreibstil: 4/5
Charaktere: 2/5

Ich habe das Buch vom Bloggerportal erhalten. Vielen Dank
dafür! Das Buch fing vielversprechend an, wurde dann
schlechter und das Ende war dann ganz okay, nicht optimal, aber
besser.
Ich mochte den Anfang. Man konnte sich Carla in ihrem kleinen
Häuslein gut vorstellen, die Angst vor dem Stalker war
authentisch und greifbar. Meiner Meinung nach war die Zeit
in Stade mit dem Stalker auch spannender als der Rest, daraus
hätte man eventuell eine bessere Geschichte manchen können,
als es eigentlich war, aber ich schweife ab. In Berlin
fing es auch gut an, das Safe Haven klang wie ein echter Traum
UND Alptraum in einem - und so war es ja auch irgendwie. 

Ein paar Sinnfehler habe ich auch gefunden, manche Sachen
wurden irgendwie doppelt erwähnt, was nervig war. 

(!) Spoilerwarnung (!)

Auch die Sache mit Sarah war spannend, auch wenn ich letztendlich
nicht verstanden habe ob Milan nun der Vater von Sarahs Kind
war oder nicht. Ich meine, warum sollte Sarahs Mutter lügen, was
das betrifft?
Anfangs habe ich Christian unglaublich gehasst und ich fand es
so nervig, dass Carla ihm vertraut, obwohl er offensichtlich
Dreck am Stecken hat. Deswegen fand ich Carla irgendwann auch
irgendwie unsympathisch, weil sie wie ein dummes Lamm immer
zu Christian zurückgekehrt ist, obwohl sie immer seltsamere
Sachen über ihn herausgefunden hat.
Doof fand ich auch, dass Milan "böse wurde". Einige von euch
wissen mittlerweile sicher, dass ich dieses Konzept hasse.
Da schließt man eine Person die ganze Zeit über in sein Herz
und PENG, plötzlich wird diese Person scheiße. Naja, ist
vermutlich wie im wahren Leben, aber nervt mich trotzdem.
Letztendlich fand ich es dann doch ganz cool gemacht und
Christian fand ich am Ende dann doch nicht mehr sooo schlimm,
aber trotzdem hätte das Thema eindeutig mehr Potenzial gehabt.
Irgendwas hat mich am Ende immer noch gestört, auch wenn ich
nicht Recht in Worte fassen kann was.
Oh, ich fand es auch dämlich, dass Carlas Halbschwester
nur um den heißen Brei gelabert hat und Carla nicht direkt
vor Milan gewarnt hat. Anstatt zu sagen "Sprich mit den
Leuten aus dem Haus", hätte sie ja lieber sagen können,
wem Carla nicht vertrauen sollte. Sie hätte doch wissen müssen
wie Milan auf andere wirkt und das Carla ihn vermutlich
sympathisch findet, wenn sie mit den Leuten aus dem Haus
spricht... 

Puh, genug aufgeregt. In den September bin ich mit dem Buch
"Ich soll nicht lügen" von Sarah J. Naughton gestartet.

Mein Jahr im Ausland ♥

Hallo ihr Lieben,

Während meiner Schulzeit habe ich immer von einem Schüleraustausch geträumt – leider wurde dies an meiner Schule nicht angeboten, sodass ich stattdessen früh den Wunsch entwickelt habe, als Aupair in einem fremden Land zu arbeiten. Da ich es liebe mit Kindern zusammen zu arbeiten und für mich schon seit meiner eigenen Kindergartenzeit feststand, dass ich einmal als Erzieherin tätig sein möchte, war ein Aupairjob optimal, da es meinen Berufswunsch und meine Sehnsucht nach fernen Ländern und Reisen verknüpft. Jedoch erschien mir dieser Traum stets unerfüllbar. Meine Mutter wollte, dass ich nach der Schule schnellstmöglich Geld verdiene und ausziehe und auch ich selbst stand mir häufig beim Erfüllen meiner Träume im Weg. Meine Schüchternheit und meine Ängste galten lange Zeit als unüberwindbar für mich. Nach dem Fachabi habe ich mich dann erstmal meiner Erzieherausbildung gewidmet. Die drei Jahre waren ziemlich stressig und ich habe reichlich Höhen und Tiefen erlebt und als ich die Ausbildung endlich erfolgreich abgeschlossen habe war ich unendlich erleichtert. Meine Mitschüler/innen hatten schon Monate vorher fleißig mit Bewerbungen schreiben angefangen oder wurden übernommen und ich hatte noch absolut keine Ahnung, wie es weiter gehen soll. Mich hat zu der Zeit ein fester Arbeitsplatz eher abgeschreckt. Jeden Tag immer und immer wieder seine Arbeitsstunden absitzen und das dann für die nächsten Jahre? Nein, danke! Ich wollte doch abhauen und die Welt erobern. Ich habe also nachgedacht und über meine Alternativen nachgedacht. Und da tauchte plötzlich der Wunsch von früher wieder auf: Aupair! Und dann ging alles irgendwie ziemlich schnell. Ich habe ausgiebig recherchiert und mich anschließend auf einer Website angemeldet. Auf dieser konnten Familien ein Aupair suchen oder Leute wie ich eine Familie. Man hat immer passende Vorschläge erhalten und konnte diese Familien dann kontaktieren, wenn man Interesse hat. Ein bisschen wie Tinder, nur für Gastfamilien. Mein Wunschziel war eigentlich Australien, schon immer. Auch schon damals in der Schule. Keine Ahnung wieso mich Australien so reizt, aber ich wollte unbedingt dorthin. Allerdings war mir Australien im Endeffekt zu teuer, ich kam schließlich frisch aus der Erzieherausbildung, in welcher man leider nichts verdient, mein Budget war deshalb sehr eingeschränkt. Außerdem war es nicht nur teuer, sondern mir war es auch nicht sicher genug, da man vorher nie weiß, ob man das Visum (für welches man vorab bezahlt) auch wirklich bekommt. Okay, es hieß zwar, dass man als Deutsche nicht wirklich Probleme haben sollte, ein Visum ausgehändigt zu bekommen, aber es hieß auch, dass es immer Ausnahmen geben kann und diese Ausnahme wollte ich nicht sein. Da ich aber super viele Anfragen bekommen habe (meine abgeschlossene Erzieherausbildung war für viele Familien sicherlich ein Pluspunkt) hatte ich die freie Auswahl in welches Land es letztendlich gehen soll. Gleich die erste Familie mit der ich geskypet habe war mir sympathisch und nach ein paar Anrufen stand fest: Dies soll meine Gastfamilie sein. Meine Gastfamilie hat einen Vertrag formuliert, welcher von beiden Seiten unterschrieben wurde und dann war es offziell. In wenigen Wochen sollte mein großes Abenteuer losgehen. Bald würde ich ein Jahr in Rom leben! Rom, die ewige Stadt. Ein Koffer wurde gekauft, ein Flug wurde gebucht und es wurden noch ein paar Utensilien eingekauft. Zum ersten Mal in meinem Leben fühlte ich mich selbstsicher und gut, weil ich alles alleine geplant, organisiert und geregelt habe. Und auch, weil ich nun endlich einen Plan für meine Zukunft hatte. Am Meisten hatte ich Angst meiner Mutter von allem zu erzählen. Manche von euch kennen die Sorte von Müttern vielleicht, die Angst haben, wenn das jüngste Küken das Nest verlässt. Und dann wollte dieses Küken, welches immer besonders ängstlich und unselbstständig war, auch noch in ein fremdes Land. Zuerst war sie demnach nicht sonderlich begeistert, aber letztendlich hat sie sich dann doch für mich gefreut. Sie sagt selbst, dass der Abschied ihr leichter gefallen ist, weil sie ein gutes Gefühl hatte, was meine Gastfamilie betrifft und weil sie das Gefühl hat, dass dieses Jahr mich stärker und selbstbewusster machen kann. Und so war es letztendlich auch. Der Start von meinem Abenteuer liegt nun schon fast drei Jahre zurück. Mittlerweile hat sich in meinem Leben einfach alles geändert. Ich habe einen festen Job (und finde das mittlerweile gar nicht mehr so schlimm, wie früher) – Natürlich als Erzieherin. Ich bin in eine fremde Stadt gezogen (nicht so weit weg von meiner alten Heimatstadt, aber immerhin) und ich habe endlich meine große Liebe getroffen. Wir sind nun schon weit über ein Jahr zusammen und seit ein paar Tagen wohnt er auch bei mir. Ich stehe endlich auf eigenen Beinen und habe mein Leben im Griff. Ab und zu bin ich immer noch viel zu schüchtern und meine Ängste haben mich auch noch heute ab und zu im Griff, aber alles in allem hat mich mein Jahr als Aupair sehr verändert. Ich kann euch nur raten ebenfalls als Aupair zu arbeiten, wenn ihr die Möglichkeit dazu habt. Allerdings muss ich auch eine Warnung aussprechen. Diese Warnung hat mir meine Gastmutter, welche selbst ein Jahr im Ausland gelebt hat ganz am Anfang auch gegeben: Wenn ihr ein Jahr woanders lebt, wird ein Teil von eurem Herzen immer dort bleiben. Die erste Zeit in Deutschland war echt hart für mich und das ist es noch heute. Bald werde ich das erste Mal nach meinem Aupairjahr wieder in Rom sein und ich habe Angst, weil der Abschied sicher furchtbar wird, aber gleichzeitig freue ich mich auch. Jedoch steht eigentlich jetzt schon fest, dass ich irgendwann für immer dort leben möchte, denn die Stadt hat mich so überwältigt und fasziniert und meine Liebe für diese Stadt ist nicht in Worte zu fassen. Vielleicht kommt nach dem Urlaub ein kleiner Urlaubsbericht, also seid gespannt!

Bis bald,

Eure Weltenbummlerin

So war das Deichbrand Festival…

Wer meinen „Rock am Ring“ Beitrag letztes Jahr gelesen hat, weiß wie sehr ich Festivals liebe, ansonsten könnt ihr hier auch gerne nochmal nachlesen. Letztes Jahr war ich zumindest noch super frustriert, dass ich nicht bei Rock am Ring dabei sein konnte, dieses Jahr habe ich mich mehr oder weniger damit abgefunden. Ich wäre zwar immer noch gerne dabei gewesen, aber da ich mich auch sehr auf den anstehenenden Urlaub freue war es nicht allzu schlimm. Dann habe ich jedoch das Deichbrand Festival gefunden – dieses Festival kannte ich zwar schon vorher, aber als ich das Line Up gesehen habe und festgestellt habe, dass es genau in meinen dreiwöchigen Urlaub stattfindet, war ich hin und weg und wollte unbedingt hin. Ich habe also an tausenden Gewinnspielen teilgenommen, ungefähr genauso wie letztes Jahr, als ich zum Ring wollte. Ich hatte nicht wirklich viel Hoffnung, weil es letztes Jahr auch nicht geklappt hat und mal ernsthaft, wie hoch stehen die Chancen Festivalstickets zu gewinnen? Leider gab es auch nicht so viele Deichbrand Gewinnspiele und viele sahen mehr nach Fake aus. Doch wer hätte es gedacht? Bei einem Gewinnspiel hatte ich tatsächlich Erfolg und auch wenn die Seite und das Gewinnspiel echt aussahen hatte ich die ganze Zeit Angst und Bedenken – weil ich es einfach nicht fassen konnte. Gewonnen habe ich die Karten bei Instagram, die Seite heißt tabacfragrances, vielleicht wollt ihr ja mal vorbeischauen. Wer weiß? Vielleicht verlost die Seite nächstes Jahr wieder Tickets und dann könnt genau IHR dabei sein. Die Gewinnbotschaft habe ich per Direkt Nachricht erhalten und zwar als ich auf der Arbeit war. Ich habe sie in der Pause überflogen und konnte es nicht fassen. Erst Tage später habe ich dann endlich meinen Guest Voucher  per E-Mail erhalten, weil das etwas länger gedauert hat und ich die E-Mail erst kurz vor Abreise zum Festival erhalten habe, war ich noch mehr verunsichert. Mit dem ausgedruckten Voucher mussten mein Freund und ich dann zum „Gästelisten“-Eingang. Das hat sich ziemlich cool und special angefühlt. Eigentlich war es aber nur die Freiwillige Feuerwehr vor Ort, dort konnten wir uns dann unsere Bändchen abholen. Das war super entspannt, weil wir uns so nicht extra am Bändchenzelt anstellen mussten. Wir mussten am Campingplatz Eingang schon lange genug warten, das hat definitiv gereicht. Der Parkplatz war meiner Meinung nach viel, viel zu weit weg vom Campingplatz. Man musste sein ganzes Zeug vom Auto zum Platz schleppen und dann dort ewig in der Schlange warten. Es hat so lange gedauert, weil alle Gepäckstücke kontrolliert werden sollten, theoretisch. Okay, als wir endlich dran waren hat die Frau auch kurz in meinen Rucksack geschaut, aber mal ehrlich, wer weiß mit einem Blick denn ob sich etwas verbotenes im Rucksack befindet? Ich habe zum Beispiel erst später herausgefunden, dass das Trockenshampoo, welches ich dabei habe, gar nicht mit auf den Platz durfte, da die Kontrollen nicht sehr ausreichend ausgeführt wurden. Da ich es von anderen Festivals so kannte, dachte ich das Festivalgelände würde direkt an das Campinggelände anschließen, weshalb mein Freund und ich uns einen Zeltplatz weiter weg vom Eingang ausgesucht haben, damit wir nicht so lange zu den Bühnen brauchen. Leider musste man den Campingplatz wieder am Eingang verlassen und dann noch Ewigkeiten gehen (vorbei an noch einem weiteren Campingplatz, welchen wir vorher gar nicht gesehen haben) und deshalb brauchten wir immer ein Weilchen zum Festivalgelände. Schlimm war das aber letztendlich nicht wirklich, ein bisschen Fußmarsch hat ja noch niemanden geschadet. Mein Freund und ich haben nicht wirklich viele Bands gesehen, aber die, die wir gesehen haben, waren größtenteils gut. Ich wollte unbedingt Biffy Clyro und Billy Talent sehen – oder Biffy Talent und Billy Clyro, wie mein Freund und ich sie manchmal im Scherz genannt haben. Die Donots wollte ich auch gerne sehen, weil ich sie damals auf meinem aller ersten Festival gesehen habe (Area 4!) und es war großartig. Mein Freund wollte gerne Placebo sehen, welche eher ruhige (nicht unbedingt Festivaltaugliche) Lieder gespielt haben, aber dennoch hat mir der Auftritt gefallen. Es war eine schöne, ruhige Atmophäre, die Band hat zwischendurch auch nicht geredet und geklatscht wurde auch kaum bis gar nicht, es war einfach ein sehr entspannte Situation. Außerdem haben wir uns noch Cro angeguckt, zum einen weil er vor Biffy Clyro kam und zum anderen weil ich das Lied „Bye Bye“ echt schön finde, aber irgendwie hatte sein Auftritt nichts besonderes für mich. Auch das Lied fand ich live nicht so gut. Und ich habe zwar nicht wirklich Ahnung von Cro, aber ich dachte immer er hat eine Pandamaske? Die Maske war aber nur weiß und sah eher gruselig aus. Kraftklub haben wir auch gesehen, weil die Band so gefeiert wird und wir mal reinhören wollten, es war okay, aber nichts weltbewegendes. Ich mag Deutsche Musik allgemein nicht so gerne, das sollte ich vielleicht auch erwähnen. Nebenbei haben wir auch noch ein paar andere Bands gesehen, aber nur noch Emil Bulls sind mir davon wirklich im Gedächtnis geblieben. Die waren echt gut. Als Nächstes muss ich unbedingt das gute Essen ansprechen, oh Gott, ich liebe Festivalessen. Ich könnte auf Festivals so viel essen, aber leider ist es auch immer so verdammt teuer. Mein Freund und ich haben daher alles geteilt, damit wir viel probieren und gleichzeitig nicht so viel ausgeben mussten. Mein Lieblingsfestivalessenstand (was ein Wort!) war auch dabei: Handbrotzeit. Mein Freund kannte das noch nicht, weshalb ich es ihm selbstverständlich zeigen musste. So lecker. Ich hätte es gerne mehr als einmal gegessen, aber es gab so viel anderes Zeug zu probieren. Ich würde euch nun echt gerne erzählen, was wir alles hatten, aber ich krieg nicht mehr alles zusammen. Und es hat alles super geschmeckt, nur den Pulled Pork Burger fand ich nicht so geil und das obwohl ich Pulled Pork Burger eigentlich liebe. Dieser war irgendwie fad und matschig. Außerdem haben wir uns von Haribo, Sesamringen, Cornflakes, Bananen, Äpfel, Ravioli und Linsensuppe (kalt!) ernährt. Am ersten Tag haben wir auch noch Würstchen gegrillt. Apropos Essen, irgendein Idiot hat am letzten Arbeit unser Zelt mit Curry Ketchup bespritzt. Ich weiß, auf Festivals geht es nicht immer so sauber zu, aber das Eigentum von Fremdem zu beschmutzen ist meiner Meinung nach nicht so super. Vor allem weil wir ein paar Stunden danach aufbrechen wollten und es eklig ist ein super dreckiges Zelt abzubauen und einzupacken. Mein Freund wollte es sogar erst stehen lassen, aber dazu war mir das recht teure Zelt zu schade. Ansonsten hatten wir eigentlich recht ruhige und angenehme Nachbarn. Ich kenne es von anderen Festivals eigentlich nur so, dass die ganze Nacht laute Musik läuft und irgendwo immer jemand wach ist, aber hier war es nicht so. Ab ca. zwei Uhr war es eigentlich immer still und manchmal hatte ich schon Angst, dass alle evakuiert wurden und wir nichts mitbekommen haben oder das alle abgereist sind, weil es schon sehr, sehr still war. Vor allem als es dann am Samstag so gewittert hat dachte ich nun sind alle um uns herum verschwunden. Mein Freund hat ziemlich Angst vor Gewitter, aber da das Auto so weit weg war (und man zu dem auch noch durch ein kleines Waldstück laufen mussten) konnten wir nicht einfach schnell dahin gehen, als es stärker wurde. Eigentlich wollte mein Freund sogar gar nicht mit dem Auto anreisen, er hat Festivals früher immer mit dem Zug erreicht. Da wir nun aber ein eigenes Auto haben und ich das einfach entspannter finde, habe ich ihn damit gelockt, dass wir bei einem potenziellen Gewitter schnell ins Auto flüchten können, das hat ihn überzeugt, aber leider hat es in der Realität dann nicht so funktioniert. Alles in allem hat mir das Festival sehr gefallen. Vielleicht sogar mehr als Rock am Ring (pssst!) da mir dieses manchmal ein bisschen zu groß ist. Anfangs war ich immer bei Area 4, ein kleines Festival in der Nähe von meiner Heimatstadt, welches leider abgeschafft worden ist. Danach bin ich dann zu Rock am Ring gewechselt und auch wenn das auch toll war, war es mir im Vergleich zu Area 4 zu riesig, unpersönlich irgendwie. Deichbrand hat sich da schon eher so angefühlt wie bei den ersten Malen. Nur die Sicherheitskontrolle hätte vielleicht noch ausgebaut werden können. Beim Betreten des Festivalsgelände wurden wir nie kontrolliert, manchmal hat man einen kurzen, oberflächlichen Blick in meine Handtasche gewagt, aber ansonsten lief da nicht viel. Na gut, es ist letztendlich alles gut gegangen, aber darauf kann man sich leider nicht verlassen, vor allem in den heutigen Zeiten. Ansonsten wäre ich gern bald mal wieder auf dem Deichbrand. Es waren sehr schöne Tage mit meinem Freund und ich danke TABAC nochmal ganz herzlich für die gewonnenen Tickets! Falls ihr ein paar Bilder von dem Wochenende sehen wollt, schaut doch mal auf meinem Instagramaccount vorbei, ich würde mich sehr freuen! Hier geht’s zu den Fotos.

Bis dann,

Eure Weltenbummlerin